Stricken lernen - die Grundlagen

Sie suchen nach einem Hobby, bei dem Sie sich kreativ ausleben können, sinnvolle Ergebnisse produzieren und in den totalen Flow kommen? Dann ist Stricken für Sie genau das Richtige! Vielleicht interessieren Sie sich schon länger dafür, wie man individuelle Einzelstücke selbst anfertigt. Es fasziniert Sie, welch originelle, gestrickte Kleidungsstücke manch einer zur Schau trägt. Doch, um dem nachzueifern, fehlt Ihnen bisher jeder Zugang zu dieser faszinierenden Handarbeit. Dann sind Sie hier genau richtig!

Wir erklären Ihnen vom ersten kleinen Schritt bis hin zum großen Projekt, wie die Dinge gestrickt werden. Linke und rechte Maschen werden keine Fremdwörter für Sie bleiben. Unsere Anleitungen im Bereich „Stricken lernen“ sind auf Anfänger ausgelegt und verwenden nur solche Begriffe, die Sie als Laie auch verstehen. Sie haben keine Vorstellung, was es mit Strickgarn und den verschiedenen Stricknadeln auf sich hat? Wir erklären bei jedem Projekt, welches Material Sie benötigen. Konzentrieren Sie sich ganz auf Ihre Handarbeit und ärgern Sie sich nicht mit umständlichen Erklärungen herum. Sammeln Sie Erfolgserlebnisse und genießen Sie Ihr neues Hobby. Es ist ganz einfach!

Strickanleitungen

Der Anfang

Eine sinnvolle Reihenfolge von Anleitungen, um Stricken zu lernen, sieht wie folgt aus:

  1. Maschen anschlagen
  2. rechte Maschen
  3. linke Maschen
  4. Randmaschen
  5. Maschen abketten

Das ist im Prinzip alles, was Sie für viele Projekte benötigen. Mit diesen Fertigkeiten lassen sich weit mehr als nur ein Schal oder eine Decke stricken. Stirnbänder, Kissenbezüge, Waschlappen und einiges mehr ist nun möglich.

Gehen Ihnen rechte Maschen und linke Maschen locker von der Hand und kennen Sie die eine oder andere Methode Randmaschen zu stricken, können Sie sich weiteren Anleitungen zuwenden. Unser Vorschlag sind diese:

  1. Maschen zunehmen
  2. Maschen abnehmen
  3. Rundstricken, z. B. Socken stricken
  4. Strickmuster

Alle diese Techniken müssen Sie nicht trocken an Probestücken üben. Das bietet sich für einen ersten Versuch zwar an, aber dann können Sie schnell zu einem Projekt übergehen, bei dem Sie die neue Fertigkeit sinnvoll nutzen. Stricken Sie jeweils zwei rechte Maschen und zwei linke Maschen im Wechsel, erhalten Sie ein Bündchen. Zusammen mit der Fertigkeit Maschen abzunehmen ist nun beispielsweise eine Mütze möglich. Probieren Sie als Erstes eine Babygröße – das führt rasch zum Erfolgserlebnis.

Bald gehören Sie zu einer stetig wachsenden Gemeinschaft von Strickwütigen, die vom Socken stricken und anderen Projekten kaum mehr loskommen. Strickgarn und Stricknadeln werden zu Ihren ständigen Begleitern.

Stricken lernen mit anschaulichen Anleitungen

Um gerade am Anfang Frustrationen vorzubeugen, ist eine gut verständliche Anleitung das Allerwichtigste. Beim Stricken steht dabei besonders ein Punkt im Vordergrund: die Anschaulichkeit. Das beginnt schon bei den Grundlagen, wenn Sie rechte und linke Maschen lernen. Es ist anhand von Worten nur sehr schwer nachzuvollziehen, worin genau der Unterschied zwischen diesen beiden Maschenarten besteht. Doch zwei gute Bilder zeigen Ihnen sofort, worauf es ankommt.

Mit Videos ist es so eine Sache. Sie können an manchen Stellen sehr hilfreich sein. Ihr Mehrwert hängt aber ganz stark von der Qualität ab. Wenn es dann über bloße linke Maschen, rechte Maschen und Randmaschen hinausgeht, kommen Anfänger teilweise schlecht mit der Geschwindigkeit der Videos mit. Für Fortgeschrittene sind sie eher hilfreich. Wenn Sie die Fachbegriffe verstehen und sich ein paar Schritte am Stück merken können, geht es deutlich besser.

Die schriftliche Anleitung passt sich Ihrem Tempo an. Achten Sie auf die Materialangaben und suchen Sie sich das entsprechende Strickgarn, die Stricknadeln und alles andere in Ruhe zusammen. Dann geht es zum nächsten Schritt. Ein Blick auf das geforderte Vorwissen zeigt Ihnen, ob Sie dieser Anleitung problemlos folgen können. Fehlt noch eine Fertigkeit, schlagen Sie diese zuerst nach. Ein zu rasches Voranschreiten oder Überspringen von grundlegenden Fertigkeiten wie den Randmaschen führt schnell zu Frustration. Es ist kaum empfehlenswert in Ihr neues Hobby gleich mit Socken stricken zu starten.

Sie werden merken, dass den Strickanleitungen mit der Zeit eine andere Bedeutung zukommt. Anfangs halten Sie sich noch akribisch an jedes Wort und jede Feinheit. Das liegt einfach daran, dass Sie die Bedeutung bestimmter Schritte und deren Effekt noch nicht abschätzen können. Mit jedem neuen Projekt werden Sie besser begreifen, wie die einzelnen Techniken zusammenhängen und sich auf das Gesamtbild auswirken. Irgendwann geht es dann dazu über, dass Anleitungen Ihnen eine Inspiration sind. Es gibt dann vielleicht Kleinigkeiten, die Sie anders machen. Manche sammeln sich Komponenten aus verschiedenen Anleitungen zusammen und setzen Sie neu zusammen. Wenn Sie da angelangt sind, können Sie sich als Profi wähnen.

5 Dinge, die Sie zum Stricken brauchen

Aller Anfang ist schwer. Doch müssen Sie es sich nicht schwerer machen als nötig. Daher geben wir Ihnen hier eine kurze Liste an Dingen, die Sie parat haben sollten, ehe Sie mit dem Stricken lernen anfangen:

  • Strickgarn
  • Stricknadeln
  • Schere
  • Häkelnadel
  • Wollnadel

Die ersten beiden Punkte sind wohl selbstverständlich. Beim Strickgarn sei darauf hingewiesen, dass sich für Neulinge ein dickes und glattes Garn eignet. Lassen Sie sich im Wollladen beraten, wenn Sie unschlüssig sind. Es gibt Strickgarn, das wunderschön aussieht, in der Verarbeitung jedoch ziemlich anstrengend ist.

Die Stricknadeln sollten in Ihrer Stärke zum Strickgarn passen. Auf dem Etikett finden Sie die Angabe, welche Nadelstärke geeignet ist. Es handelt sich in der Regel um einen Größenbereich. Sie sollten sich als Anfänger für die größtmögliche Nadel entscheiden. Außerdem ist am Anfang eine Rundstricknadel sehr praktisch. Da bei ihr die Enden beider Stricknadeln mit einem Seil verbunden sind, gehen keine Maschen verloren. Fürs Rundstricken sind Sie so auch gewappnet. Zum Socken stricken wird allerdings meist ein Nadelspiel verwendet.

Zur Schere gibt es nichts zu sagen. Die Häkelnadel hingegen kommt Ihnen womöglich etwas seltsam vor. Es ist jedoch so, dass sie ein sehr dankbares Hilfsmittel beim Stricken ist. Mit ihr fischen Sie verlorene Maschen wieder auf oder holen den Faden an Stellen zu sich, an denen er von der Stricknadel leicht heruntergleitet.

Die Wollnadel tritt spätestens am Ende eines Projektes in Aktion, wenn der Faden abgeschnitten wurde und noch sicher vernäht werden muss. Bei manchen Stücken müssen Sie mit ihr kleine Löcher stopfen oder ganze Kanten miteinander vernähen.

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