Welche Ferse ist am einfachsten zu stricken? | Anleitung & Bilder

Welche Ferse ist am einfachsten zu stricken?

Haben Sie sich gerade zum ersten Mal vorgenommen, ein Paar Socken zu stricken? Dann fragen Sie sich bestimmt, welche Methode wohl die einfachste ist, um die kniffelige Ferse zu fertigen. Vielleicht haben Sie schon den ein oder anderen Socken gestrickt, aber die Ferse ist Ihnen nie richtig gelungen. Daher suchen Sie nun nach dem einfachsten Weg, „um die Kurve zu kommen“. In beiden Fällen sind Sie hier genau richtig. Wir erklären Ihnen in dieser Anleitung kurz und gut nachvollziehbar, wie die einfachste Methode zum Stricken einer Sockenferse aussieht.

Verlieren Sie schnell den Überblick, wenn es um Spickel, Käppchen und Fersenwand geht? Was war noch mal wo und wie strickt man das? Die gute Nachricht ist: Bei der einfachsten Methode eine Ferse zu stricken, brauchen Sie all diese Begriffe nicht. Sie müssen lediglich mit verkürzten Reihen arbeiten und das war es dann auch schon. Im Fachjargon nennt sich diese einfache Ferse auch Bumerang- oder Jo-Jo-Ferse.

Welche Ferse ist am einfachsten zu stricken?

Material:

  • Sockenwolle
  • passendes Nadelspiel

Vorwissen:

  • Rundstricken mit Nadelspiel
  • rechte Maschen
  • linke Maschen

Wir setzen mit unserer Anleitung mitten in der Socke an. Sie stricken gerade in Runden über ihr Nadelspiel und kommen nun an den Punkt, wo sie mit der Ferse beginnen müssen. Für die einfachste Methode, eine Ferse zu stricken, gehen Sie folgendermaßen vor:

Hinweis: Die einfachste Ferse von allen wird in beide Richtungen identisch gestrickt. Sie können Ihre Socken also von der Spitze oder vom Bündchen her stricken. Unsere Anleitung funktioniert in beiden Fällen.

Nehmen Sie zunächst gedanklich die zweite und dritte Nadel Ihrer Runde aus dem Spiel. Die Bumerangferse wird nämlich nur über die erste und die letzte Nadel der Runde gestrickt.

Ferse stricken

Wir nehmen an, dass Sie gerade am Rundenanfang sind. Stricken sie von hier aus alle Maschen der ersten Nadel rechts ab und wenden Sie die Arbeit.

Heben Sie die zuletzt gestrickte Masche links ab. Das bedeutet, dass Sie den Faden vor der Nadel liegen haben und von rechts nach links durch die Masche hindurch stechen. Heben Sie die Masche einfach nur auf die rechte Nadel. Dann ziehen Sie den Faden nach hinten stramm. Dabei verzieht sich die Masche ein wenig. Es sind nun zwei parallele Fäden anstelle der einen Masche zu sehen. Diese doppelte Masche nennt sich auch Wickelmasche. Diese stricken Sie von nun an am Anfang jeder Reihe.

Welche Ferse ist am einfachsten?

Stricken Sie die übrigen Maschen der ersten und vierten Nadel links ab. Dann wenden Sie die Arbeit. Als Erstes machen Sie aus der zuletzt gestrickten Masche wieder eine Wickelmasche. Das funktioniert auf der rechten Seite genauso wie auf der linken. Die übrigen Maschen der vierten und ersten Nadel stricken Sie rechts. Nur die letzte Masche – Ihre Wickelmasche vom Anfang der Vorreihe – belassen Sie unangetastet auf der linken Nadel.

Ferse stricken

Wenden Sie wieder Ihre Arbeit und starten die Rückreihe mit einer Wickelmasche. Die übrigen Maschen stricken sie bis auf die Wickelmasche am Ende links.

So fahren Sie nun Reihe für Reihe fort. Die Wickelmaschen werden nie gestrickt. Dadurch verkürzen sich die Reihen zunehmend. Das geht so lange weiter, bis Sie erst ein Drittel Wickelmaschen, dann ein Drittel normale Maschen und am Ende der Reihe wieder ein Drittel Wickelmaschen auf ihren beiden Stricknadeln haben. Ist Ihre Maschenanzahl nicht durch drei teilbar, verbleiben die überzähligen Maschen im Mittelteil.

Welche Ferse ist am einfachsten zu stricken?

Wenn Sie zum Beispiel insgesamt 24 Maschen auf der ersten und vierten Nadel haben, stricken Sie so lange die verkürzten Reihen, bis Sie 8 Wickelmaschen, 8 normale Maschen und weitere 8 Wickelmaschen auf Ihren beiden Nadeln haben. Haben Sie jedoch 26 Maschen auf den beiden Nadeln lautet die Aufteilung: 8 – 10 – 8. Die Anzahl der Wickelmaschen bleibt also dieselbe. Die überschüssigen beiden Maschen werden dem Mittelteil zugeschlagen. Für gängige Sockengrößen gibt es hierfür auch Tabellen, in denen Sie die Verteilung der Maschen ablesen können.

Die halbe Ferse haben Sie nun schon geschafft. Stricken Sie jetzt zwei ganze Runden glatt rechts über alle Maschen auf Ihrem Nadelspiel. Bei den Wickelmaschen behandeln Sie die beide parallelen Fäden wie eine einzige Masche.

Ferse stricken

Wir gehen nun wieder vom Rundenanfang aus. Stricken Sie so viele Maschen rechts, wie Sie am Ende der verkürzten Reihen noch normale Maschen auf der ersten Nadel hatten. In unserem Beispiel mit den 24 Maschen insgesamt sind 4 normale Maschen auf der ersten Nadel übrig gewesen. Also würden wir nun 4 Maschen rechts stricken und dann noch eine Masche mehr. Wir fangen quasi wieder mit der kürzesten Reihe an und arbeiten uns in jeder Reihe eine Masche weiter nach außen.

Dafür wenden Sie die Strickarbeit und heben die erste Masche als Wickelmasche ab. Stricken Sie nun so viele Maschen links, wie Sie in der letzten verkürzten Reihe normale Maschen übrig hatten. In unserem Beispiel wären das 8 Maschen. Stricken Sie noch eine weitere Masche links und wenden Sie die Arbeit.

Heben Sie wieder die erste Masche als Wickelmasche ab. Stricken Sie alle Maschen bis zur Wickelmasche am Reihenende rechts. Auf dem Bild weist die freie Stricknadel auf diese Wickelmasche. Stricken Sie die Wickelmasche und eine weitere Masche rechts ab. Dann wenden Sie die Arbeit.

Bumerangferse stricken

Auf diese Weise fahren Sie nun fort. Gehen Sie am Ende jeder Reihe eine Masche über die Wickelmasche hinaus, bis Sie wieder alle Maschen auf Ihren beiden Nadeln stricken. Wenn die erste Masche auf der vierten Nadel wie auch die letzte Masche auf der ersten Nadel eine Wickelmasche sind, stricken Sie in Runden Ihren Socken weiter. Die einfachste Ferse von allen ist dann nämlich schon fertig.

Bumerangferse stricken

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