Stricken für Anfänger

Als Strickanfänger steht man oft vor verschiedenen Herausforderungen. Mit unseren einfachen Grundlagen-Anleitungen sollte das Stricken lernen jedoch kein Problem mehr sein. Ob nun Mützen, Socken oder auch Schals - wir bieten Ihnen zahlreiche, einfache Anleitungen für Anfänger, mit denen Sie Ihre Fähigkeiten verbessern und Neues lernen können.

Neueste Anfänger-Anleitungen

Mit Stricken als neue Freizeitbeschäftigung treffen Sie eine hervorragende Wahl. Nicht Wenige, die Nadel und Faden anfangs noch unbeholfen in die Hand nehmen, werden nach kurzer Zeit regelrecht süchtig nach dem Klappern der Stricknadeln. Das hat mehrere Gründe:

  • Stricken ist unheimlich beruhigend.
  • Klare Erfolgserlebnisse motivieren weiterzumachen.
  • Man kann immer und überall stricken.
  • Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt.

Viele Leute fangen mit dem Stricken mindestens zwei Mal in ihrem Leben an. Das erste Mal ist oft im Kindesalter in der Schule. Das zweite Mal folgt dann irgendwann im Laufe des Erwachsenenlebens. Leider ist man dann viel kritischer als in Kindertagen. Zu schnell ist man enttäuscht, weil etwas nicht so aussieht wie auf den Fotos in der Anleitung. Doch Übung macht auch hier den Meister. Daher ist unsere klare Empfehlung an Sie als Anfänger: Seien Sie geduldig mit sich selbst. Genießen Sie das Tun und fokussieren Sie anfangs nicht zu sehr auf das, was dabei rauskommt. Das Wunderbare am Stricken ist: Wenn Ihnen das Ergebnis nicht gefällt, trennen Sie es einfach wieder auf. Dann beginnt das Ganze von vorne und dieses Mal sind Sie um eine Erfahrung reicher.

Auf der anderen Seite sollten Sie sich ruhig trauen, die Projekte in Angriff zu nehmen, die Sie am meisten interessieren. Nach ein paar Übungsstücken brauchen Sie auch als Anfänger neue Herausforderungen.

Beliebteste Strickanleitungen

Übrigens ist Stricken mit das beste Hobby, wenn es darum geht, sich schlechte Angewohnheiten abzugewöhnen. Sitzen Sie erst einmal mit Nadel und Faden in Ihrem Sessel, vergessen Sie alles um sich herum. Die Zigaretten bleiben ungebraucht, die Schokolade wartet weiterhin im Schrank und das Glas Wein ist nach einer Stunde immer noch genauso voll wie vorher. Das glauben Sie nicht? Dann probieren Sie es aus!

Die ersten Schritte

Zunächst erscheint Anfängern das Stricken wie ein Buch mit sieben Siegeln, gespickt mit Fremdwörtern. Haben Sie die Nadeln früher bereits einmal in der Hand gehalten, wird Ihnen einiges vertraut vorkommen. Grundsätzlich geht es noch vor dem ersten Schal und der ersten Socke darum, den Faden richtig um Hand und Finger laufen zu lassen sowie die Nadeln ordentlich zu halten. Hier lohnt es sich, ein wenig von erfahrenen Strickerinnen abzugucken. Gerade unter Anfängern ist es überhaupt nicht selbstverständlich, eine stets gleichbleibende Spannung auf dem Faden zu halten. Das ist aber das A und O, wenn das spätere Maschenbild gleichmäßig und ohne Löcher sein soll.

Zu den allerersten Dingen, die Sie lernen, gehören dann:

Die Welt der Fachbegriffe

Im Laufe der Zeit werden Ihnen dann immer öfter Begriffe über den Weg laufen, die einem Anfänger so überhaupt nichts sagen. Machen Sie sich darüber keine Sorgen. Mit der Zeit lesen Sie Strickanleitungen wie ganz normale Texte. Außerdem gibt es nichts, was eine anschauliche Erklärung nicht verständlich machen kann. Um Ihnen ein kleines Grundvokabular mit an die Hand zu geben, lesen Sie hier die Bedeutung von sehr häufigen Fachtermini:

  • glatt rechts: Das bedeutet entweder abwechselnd Reihen mit rechten und linken Maschen zu stricken oder fortwährend rechte Maschen in Runden zu stricken.
  • kraus rechts: Hier werden sowohl in der Hin- als auch in der Rückreihe rechte Maschen gestrickt.
  • Randmaschen: Dies sind die Maschen am Ende und am Anfang einer Reihe. Sie können ganz normal als linke oder rechte Maschen gestrickt werden, manchmal ist jedoch eine spezielle Technik sinnvoller.
  • Maschenprobe: Sie stellt die Grundlage zur Umrechnung von Zentimetern in Maschen und Reihen dar. Es wird stets von einem glatt rechts gestrickten Stück mit den Maßen 10×10 cm ausgegangen. Maschen fallen individuell verschieden aus, weswegen selbst bei identischer Wolle und gleicher Nadelstärke verschiedene Maße entstehen.
  • verschränkte Maschen: Hier wird auf eine andere Art als üblich in die zu strickende Masche eingestochen. Das hat einerseits einen Effekt auf das Muster, andererseits vermeidet es beim Zunehmen von Maschen kleine Löcher.
  • Norwegermuster: Dieser Ausdruck bezieht sich auf das Stricken mit verschiedenen Farben. Das Muster entsteht durch den Farbwechsel nach einem vorgegebenen Schema.

Dies sind nur einige wenige Begriffe, die Sie in Strickanleitungen antreffen werden. Mit der Zeit wird sich Ihr Vokabular immer weiter vergrößern. In der Welt der Muster werden dann Bezeichnungen wie

  • Vollpatent
  • falsches Patent
  • Lace
  • Ajour
  • Zopfmuster
  • Perlmuster

und einige andere auf Sie zukommen. Lassen Sie sich davon als Anfänger nicht abschrecken. Es vermittelt Ihnen nur die Vielfalt an Möglichkeiten, die Ihnen beim Stricken offen stehen. Stricken für Anfänger

Grundausstattung für Anfänger

Für Ihr erstes Strickprojekt benötigen Sie nicht viel. Es reichen ein Paar Stricknadeln und etwas Wolle. Empfehlenswert ist für Anfänger eine dicke Wolle. Sie ist handlicher und es lassen sich schneller Ergebnisse erzielen. Entsprechend groß sollten die Stricknadeln sein. Wählen Sie eine Rundstricknadel, vermeiden Sie das Risiko, dass Maschen hinten von der Nadel herunterrutschen. Legen Sie sich noch eine Wollnadel für das Vernähen am Ende und eine Schere bereit. Dann kann es schon losgehen. Das Einzige, was Sie nun brauchen, ist ein wenig Zeit und Geduld. Natürlich darf die passende Anleitung nicht fehlen. Spezielle Anleitungen für Anfänger nehmen auf deren Fähigkeiten Rücksicht und erklären das Vorgehen so, dass es auch ohne einschlägige Erfahrungen verständlich ist.

Manche zusätzlichen Hilfsmittel können schon am Anfang recht hilfreich sein. Notwendig sind sie allerdings nicht. So sind Reihenzähler bei großen Projekten eine nette Hilfestellung, am Anfang tut es aber genauso gut eine Strichliste auf Papier. Anstelle professioneller Maschenmarkierer verwenden Sie herkömmliche Sicherheitsnadeln oder einen kleinen Fadenring. Später werden Ihnen bei bestimmten Mustern und Schnitten ein Maßband, Zopfnadeln und Maschenraffer wertvolle Dienste leisten. Für Anfänger sind diese Dinge jedoch noch gut verzichtbar.

Womit anfangen?

Wir raten Ihnen dazu, erst einmal die vier erwähnten Grundlagen zu üben. Nehmen Sie sich dafür noch kein konkretes Projekt vor, sondern üben Sie die Fertigkeiten an sich. Machen Sie den Anschlag, stricken ein paar Reihen und Ketten das Ganze ab. Statt den Faden am Ende abzuschneiden, lösen Sie alles wieder auf und machen es noch einmal. Fühlen Sie sich mit diesen Grundlagen sicher, starten Sie Ihr erstes Projekt. Hier bietet sich ein Schal oder eine kleine Decke aus dicker Wolle an.

Sind Sie mit Ihren ersten Arbeiten zufrieden und voller Begeisterung mehr zu lernen, suchen Sie sich neue Herausforderungen in den Anleitungen. Wie wäre es mit einem Loop und passender Mütze dazu? Probieren Sie sich mit Pulswärmern oder rundgestrickten Socken. Für mehr Vielfalt üben Sie verschiedene Muster in kleinen Übungsstücken. So wie Sie anfangs die linken und rechten Maschen gelernt haben, erarbeiten Sie sich nun in kleinen Probestücken verschiedene Muster. Wenn diese gut klappen, steht größeren Projekten nichts mehr im Wege!

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