Wer Strümpfe mit Sockenwolle stricken möchte, kann sich eine „Sockentabelle“ zunutze machen. Für die entsprechenden Wollstärken sind hier allgemeine Werte definiert, die für Sockenwolle allgemeingültig sind. Für jede Fußgröße können die zu strickenden Maschen- und Reihenanzahlen einfach in einer Tabelle abgelesen werden. Dafür braucht es zuerst eine Maschenprobe bzw. die Lauflänge der Wolle und die Information, ob die Wolle vier-, sechs-, oder achtfädig versponnen wurde.

Sockentabelle für 4-fädiges Stricken:

Größe 18-2324-2627-3132-3536-3940-4344-46
Anschlagmaschen44485256606468
Schaftlänge in cm7101214161818
Fersenhöhe in Reihen20222426283032
Aufzunehmende Maschen11121314151617
Fußlänge bis Spitze4,5-6,57-88,5-10,511-12,513-15,516-1717,5-18,5
Verbleibende Maschen an Spitze12161620242428

Die passende Erklärung für 4-fädiges Sockenstricken mit detailierten Bildern finden Sie ebenfalls bei uns – hier geht es zur Anleitung: Anleitung für 4-fädiges Sockenstricken

Sockentabelle für 6-fädiges Stricken:

Größe 18-2324-2627-3132-3536-3940-4344-46
Anschlagmaschen32364044485256
Schaftlänge in cm14161820222426
Fersenhöhe in Reihen5/8/56/6/66/8/67/8/78/8/88/10/88/10/8
Aufzunehmende Maschen891011121314
Fußlänge bis Spitze1212-13,513,5-1515-1718-2021,5-22,523-24,5
Verbleibende Maschen an Spitze14,515,5-1717-19,521-2223,5-2526,5-27,528,5-30

Sockentabelle für 8-fädiges Stricken:

Größe 18-2324-2627-3132-3536-3940-4344-46
Anschlagmaschen28324044485256
Schaftlänge in cm12141618202224
Fersenhöhe in Reihen4/6/45/6/56/6/66/8/67/8/78/8/88/10/8
Aufzunehmende Maschen78910111213
Fußlänge bis Spitze1212-13,513,5-1517-1819-20,521,5-22,523-24,5
Verbleibende Maschen an Spitze14,515,5-1717-19,521-2223,5-2526,5-27,528,5-30

 

PDF der Sockentabelle

Zum Download haben Wir Ihnen die Sockentabellen noch einmal als PDF bereitgestellt, damit Sie Zuhause jederzeit Zugriff auf diese haben.

PDF-IconHier klicken: Download der Sockentabelle

Wichtige Begriffe

Nachfolgend die wichtigsten Begriffe mit einer kurzen Erklärung

Anschlagmaschen:

Der Socken wird am Schaft begonnen. Also an dem Teil des Strumpfes, der die Wade umschließt. Dafür wird eine entsprechende Anzahl von Maschen angeschlagen, aus denen dann die erste gestrickte Reihe entstehen kann. Die Maschen werden auf zwei Nadeln eines Nadelspiels (fünf Nadeln) angeschlagen und anschließend gleichmäßig auf vier Nadeln verteilt. Auf diese Weise lässt sich ein Kreis stricken, der dann den nahtlosen Schaft bildet. In der Sockentabelle lässt sich ablesen, welche Maschenanzahl in der jeweiligen Schuhgröße anzuschlagen ist.

Schaftlänge:

Als Schaftlänge wird der Bereich zwischen den angeschlagenen Maschen (oberer Rand) und dem Fersenteil des Fußes bezeichnet. Das gebräuchlichste Muster für diesen Teil des Strumpfes ist das Rippenmuster, das aus abwechselnden linken und rechten Maschen gearbeitet wird, wodurch ein sehr dehnbares Gestrick entsteht. Optische Variationen lassen sich durch breite oder dünne Rippen erzielen. Schmale Zopfreihen werden ebenfalls für den Schaftbereich verwendet, um durch dieses Muster mehr Stabilität zu erhalten. Sommersocken, die aus Sockenwolle mit hohem Baumwollanteil gestrickt werden, bezaubern oftmals durch Lochmuster, die sich auch über den Schaftbereich ziehen. Hier wird die Elastizität des Strumpfes durch ein ganz schmales Bündchen erreicht, das zusätzlich zur Sockenwolle mit einem elastischen Beilauffaden gestrickt werden kann. In der Sockentabelle findet sich die zu strickende Schaftlänge in Form von Zentimeterangaben.

Fersenhöhe:

Die Fersenhöhe bezeichnet den Zwischenraum von der Sohle bis zum Knöchel des Fußes. Dabei wird die Hälfte der Maschen stillgelegt, mit den Maschen von Nadel 1 und 4 wird weitergearbeitet. In der Sockentabelle lässt sich für die jeweilige Wollstärke die notwendige Reihenanzahl für die Fersenhöhe ablesen. Im Gegensatz zum Schaft wird dieser Bereich meist glatt rechts gestrickt. Um die Haltbarkeit dieser physikalisch stark beanspruchten Stelle zu gewährleisten, wird die Wolle im Fersenbereich oftmals doppelt genommen.

Aufzunehmende Maschen:

Für das Fersenkäppchen werden die Maschen von Nadel 1 und 4 entsprechend der Angaben in der Sockentabelle gedrittelt. Diese Angaben dienen der Breite von Fersenwand und Fersenkäppchen. Um den waagerechten Winkel am Hacken bilden zu können, werden am Ende der Reihe so lange jeweils zwei Maschen zusammen gestrickt, bis die gewünschte Fersenbreite erreicht ist. Durch diese verkürzt gearbeiteten Reihen entsteht die spezielle Form der Ferse. Im Anschluss müssen die abgenommenen Maschen wieder in die Strickreihe aufgenommen werden, indem man diese aus den Randmaschen herausstrickt und so die ursprüngliche Maschenanzahl wieder herstellt.

Fußlänge bis Spitze:

Nach der Ferse wird der Teil des Sockens gestrickt, der die Sohle und den Spann des Fußes bis zum Beginn der Zehen umschließt. Man bezeichnet diesen Bereich als „Fußlänge bis zur Spitze“, der dort endet, wo der Socken an den Seiten durch Maschenabnahmen für die Zehenpartei abgeschrägt wird. Bei der Fußlänge wird meist die Hälfte der Maschen, die den oberen Spann bilden, in einem Muster gestrickt, während die Hälfte, die die Sohle bilden, glatt rechts gearbeitet werden. In der Sockentabelle finden sich dazu Zahlenangaben, die die Fußlänge mit den erforderlichen Zentimetern beschreiben.

Verbleibende Maschen an der Spitze:

Die Anzahl der verbleibenden Maschen an der Spitze beschreibt, wie viele Maschen zum Abketten an der Spitze des Sockens übrig bleiben sollen, nachdem rechts und links der Sockenspitze Maschen für die Schräge abgenommen wurden. Die restlichen mittleren Maschen werden entweder abgekettet und miteinander vernäht oder im Matratzenstich so miteinander verbunden, dass keine Naht zu sehen ist.

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