Rosenblätter trocknen – so erhalten Sie die Farbe von Rosenblüten

Rosenblätter trocknen

Rosenblätter oder ganze Blüten stellen eine tolle Dekorationsidee dar. Insbesondere bei romantischen Anlässen wirken sie stimmungsvoll. Das Beste: Sie können Rosenblätter einfach aus lieben Blumengeschenken selbst gewinnen und die schöne Erinnerung an den leuchtenden Strauß oder die aussagekräftige einzelne Rose damit für immer aufbewahren.

Rosenblätter selber trocknen und Blütenzauber konservieren

Ein Bouquet prachtvoller Rosen gehört zweifelsohne zu den schönsten Gaben. Ebenso schade ist der Moment, in dem der vergängliche Blütenzauber sein Ende findet. Kommen Sie dem zuvor, indem Sie die Rosenblüten rechtzeitig trocknen. Mit der richtigen Vorgehensweise lässt sich die Farbe der Rosenblätter wunderbar erhalten. Sie dunkeln unter Umständen nur minimal nach und gewinnen dadurch lediglich etwas an „Vintage-Charme“ – aber dieser geht bekanntlich ohnehin nie aus der Mode. Mit der richtigen Technik können sich die Blüten und Blätter nicht nur dauerhaft sehen, sondern auch riechen lassen. Auch der Duft bleibt erhalten! Perfektionisten bekommen mit einem einfachen Hilfsmittel und ein wenig Geduld makellose Ergebnisse – wie vom Fachmann gekauft. Für alle, die ihre dekorativen Blütenblätter hingegen möglichst schnell für das nächste Fest oder einen ähnlichen baldigen Anlass benötigen, spart die Expressvariante clever Zeit. Entscheiden Sie selbst, welche der drei Anleitungen Sie zuerst ausprobieren möchten, um Ihre Rosenblätter unvergänglich zu machen.

Rosen

Rosenblüten natürlich an der Luft trocknen

Schwierigkeit: Sehr leicht
Zeitaufwand: mehrere Wochen Trockenzeit
Kostenpunkt: fast kostenlos – die Materialien sind für gewöhnlich im Haushalt vorrätig

Das benötigen Sie:

  • Rosen – und zwar zum perfekten Zeitpunkt*
  • einen möglichst komplett dunklen Raum, luftig aber frei von Zugluft
  • Strick oder ähnlichen Faden – zum Trocknen ganzer Blüten
  • Trockengitter oder alternativ Blech mit Küchenpapier – zum Trocknen loser Blätter
  • optional: Haarlack
  • Schere

*Wer Rosenblätter trocknen und dabei die volle Farbpracht sowie den betörenden Duft erhalten möchte, muss vor allem den richtigen Zeitpunkt abpassen. Die Blüten sollten dafür geöffnet und voll erblüht sein, aber noch keine Zeichen des Verfalls zeigen. Sind bereits braune Stellen zu sehen, weiten diese sich im Trocknungsprozess unter Umständen aus und verderben den gesamten Anblick.

So geht es:

Schritt 1: Entnehmen Sie die Blumen der Vase. Falls Sie die kompletten Blütenköpfe haltbar machen wollen, schneiden Sie die Stiele um etwa zwei Zentimeter nach.

Tipp: Falls Sie die Blumen direkt aus dem Garten holen, stellen Sie diese dennoch für einige Stunden in die Vase, um sicherzugehen, dass eventuelle Feuchtigkeit wie Tau vollends aus den Blüten verschwindet. Sonst könnten Ihre Rosen während des Trocknens schimmlig werden.

Schritt 2: Wer lediglich die Blätter konservieren möchte, zupft vorsichtig ein Blatt nach dem anderen vom Stiel ab.

Rosenblätter zupfen

Tipp: Das Zupfen geht schneller, indem Sie die Basis, an welcher der Stiel ansetzt, mit der Schere oder einem Messer leicht einschneiden. Das ist jedoch weniger romantisch als das langsame Zupfen.

Schritt 3a: Für ganze Blüten binden Sie die Stiele nun jeweils an etwas Strick. Befestigen Sie diesen unterhalb von Dornen oder kleinen Verdickungen, so erzielen Sie guten Halt, ohne den Knoten zu fest ziehen zu müssen.

Schritt 3b: Für einzelne Rosenblätter legen Sie ein Backblech oder eine ähnliche ebene Unterlage mit Küchenpapier aus. Darauf positionieren Sie Blatt für Blatt. Achten Sie auf Abstand! Überlappungen könnten für verfärbte Stellen sorgen.

Schritt 4a: Hängen Sie Ihre Rosen nun in einen möglichst dunklen Raum, der sich gut lüften lässt, aber keine direkte Zugluft bietet. Jede Rose sollte frei hängen, ohne irgendwo anzustoßen.

Rosen aufhängen

Schritt 4b: Auch Ihr fertig belegtes Blech mit losen Blätter stellen sie in einen ebenso dunklen Raum.

Schritt 5: Nun gilt es zu warten. Gewöhnlich dauert es mehrere Wochen, bis die Rosenblüten- und Blätter komplett getrocknet und damit konserviert sind.

Rosenblätter trocknen

Schritt 6a: Ihre Blüten können Sie danach mit einem beherzten Schnitt dicht an der Basis vom Stiel befreien und als Deko weiterverwenden.

Tipp: Sprühen Sie nach dem Trocknen etwas Haarlack auf die Blütenköpfe. Das sorgt für noch besseren Zusammenhalt und schützt anschließend vor Staub und Schmutz. Keinen Haarlack zur Hand? Kein Problem, die Lufttrocknung funktioniert auch ohne diesen kleinen Trick wunderbar.

Schritt 6b: Die losen Blätter lagern Sie am besten in einem luft- und lichtgeschützten Glas oder einer Teedose. So halten sie sich optimal und können vielfältig weiterverarbeitet werden.

Rosenblätter trocknen mit Trockensalz oder Silica-Gel

Diese Methode erhält die Farben besonders originalgetreu und auch vom Duft verblasst so gut wie gar nichts.

Schwierigkeit: leicht
Zeitaufwand: mehrere Wochen Trockenzeit
Kostenpunkt: rund 5 Euro für das Trockensalz – alternativ: Waschpulver

Das brauchen Sie:

  • Rosen
  • eine verschließbare Box – lichtundurchlässig!
  • Silica-Gel, Trockensalz (gibt es im Bastelbedarf) oder alternativ Waschmittel in Pulverform
  • Schere

So geht es:

Schritt 1: Befüllen Sie Ihre Box mit einer Schicht Ihres Trockensalzes oder sonstigen Hilfsmittels, sodass der Boden gut bedeckt ist.

Tipp: Wer Waschmittel ausprobieren möchte, sollte bedenken, dass dieses natürlich den Duft der Rosen beeinflussen kann.

Schritt 2: Nun legen Sie entweder die einzeln gezupften Rosenblätter oder ganze Blüten mit einem Rest des Stiels sauber separiert in die Box.

Schritt 3: Füllen Sie danach so viel Ihres Trockensalzes, Silica-Gels oder Waschpulvers nach, bis die Blüten oder Blätter komplett davon bedeckt sind.

Rosenblätter trocknen

Schritt 4: Nach mindestens einer, besser zwei bis drei Wochen können Sie Ihre fertig getrockneten Rosen entnehmen. Für ganze Blüten empfiehlt sich auch hier eine dünne Schicht Haarlack.

Rosenblätter trocknen mit der Mikrowelle

Schwierigkeit: leicht
Zeitaufwand: 15 Minuten
Kostenpunkt: fast kostenlos

Das benötigen Sie:

  • Rosen
  • Mikrowelle
  • Küchenpapier
  • Zwei als Deckel übereinander passende Mikrowellen-Teller, alternativ: zwei feuerfeste Fliesen

Rose

So geht es:

Schritt 1: Legen Sie den Teller (oder die Fliese) mit einer Schicht Küchenpapier aus.

Schritt 2: Darauf verteilen Sie Ihre vorsichtig gezupften Rosenblätter. Sie sollten frei liegen und sich nicht gegenseitig berühren.

Schritt 3: Anschließend platzieren Sie über den Blättern eine weitere Schicht Papier – ohne die Anordnung durcheinanderzubringen.

Schritt 4: Darüber kommt danach der zweite Teller oder die zweite Fliese als Deckel.

Schritt 5: Ab in die Mikrowelle – zwischen 40 Sekunden und anderthalb Minuten, je nach Gerät.

Schritt 6: Sollten die Rosenblätter noch nicht komplett trocken sein, wiederholen Sie Schritt 5 einfach noch einmal. Die exakte Zeit muss aufgrund der Gerätevielfalt individuell erprobt werden.

Rosen trocknen

Tipp: Starten sie sicherheitshalber mit geringeren Zeiten!

Schritt 7: Und schon sind Ihre Rosenblätter fertig getrocknet und einsatzbereit!

Sie lieben nicht nur das Äußere der Rose, sondern auch den Duft? Hier verraten wir, wie Sie Rosenwasser selber herstellen können: Rosenwasser herstellen

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