Wer liebt es nicht – ein geschmackvolles Stück Kräuterbutter auf einem saftigen Steak oder auf dem gesunden Pausenbrot. Kräuterbutter ist ideal, um kräftigen Fleischgerichten, Gemüse oder auch einem Sandwich den richtigen Pepp zu geben. Hier finden Sie die Anleitung für geschmackvolle Kräuterbutter in verschiedenen Geschmacksrichtungen.

Selbst gemachte Kräuterbutter, einfach himmlisch

Sicher, Kräuterbutter gibt es auch fertig im Supermarkt zu kaufen. Doch wenn Sie sich erst einmal Ihre eigenen Kreationen probiert haben, werden Sie immer wieder gern auf die einfachen Rezepte für schmackhafte Kräuterbutter einlassen. Das Angebot an der Gemüsetheke oder im eigenen Garten ist groß und bietet eine dementsprechende große Vielfalt an wundervollen Kreationen, die sich leicht in der eigenen Küche herstellen lassen. Lassen Sie sich also inspirieren und bereiten Sie gleich heute unsere Rezepte für Kräuterbutter zu!

Wählen Sie ganz nach Ihrem Geschmack, ob Sie einzelne Kräuter oder einen Mix verschiedener Kräuter nehmen. Besser für die geschmackliche Note ist die Auswahl einer bestimmten Sorte, die dann mit Gewürzen angereichert wird. Wenn Sie für einen Grillabend dann verschiedene Sorten Kräuterbutter auf den Tisch stellen können, werden sich Ihre Gäste über die Vielfalt Ihrer Küche freuen. Auch im Familienleben sieht es so aus: Der eine mag Rosmarin, der andere Dill und der Dritte möchte keinen Pfeffer in der Butter haben. Mit der wirklich leichten Zubereitung haben Sie in kürzester Zeit verschiedene Sorten gezaubert.

Pikante Petersilien-Kräuterbutter

Die Vorbereitung

Legen Sie sich folgende Zutaten zurecht:

  • ein halbes Bund Petersilie
  • schwarze und weiße Pfefferkörner
  • grobes Meersalz
  • Butter
  • Butterbrotpapier
  • eventuell eine halbe Zitrone (je nach Geschmack)

Holen Sie ein Stück Butter von ca. 200 – 250 g aus dem Kühlschrank und geben Sie diese in eine Schüssel. Zum Vermischen nachher soll die Butter weich sein, also am besten in die Sonne oder an eine warme Quelle stellen.

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Nehmen Sie einen halben Bund krause Petersilie. Diese Sorte hat ein kräftiges Aroma und eignet sich als Beilage zu Fleischgerichten aber auch zu gedünstetem Gemüse. Nach dem Waschen legen sie die Petersilie in ein Küchenhandtuch, wickeln es ein und rollen es mehrmals und mit leichtem Druck auf dem Tisch. Auf diese Art wird die Petersilie wirklich trocken.

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Danach schneiden Sie die Petersilie. Nutzen Sie unbedingt auch den Stil, denn er enthält viele gute Geschmacksstoffe und Vitamine. Wichtig ist, dass Sie die Petersilie wirklich klein schneiden. Geben Sie sich Mühe, denn so erhalten Sie später beim Verrühren eine wunderschöne homogene Masse. Legen Sie nun die geschnittene Petersilie beiseite.

Jetzt kommt der frische Pfeffer. In einem Mörser mahlen Sie entweder schwarze und weiße Pfefferkörner oder nehmen die Gewürzmühle. Achten Sie darauf, dass der Pfeffer fein gemahlen wird. Beim Mahlen mit der Hand dauert es ein wenig länger, doch auch hier erhalten sie ein wundervolles Ergebnis. In den Mörser geben Sie nun auch ein wenig grobes Meersalz und mischen beides miteinander. Auch das Salz sollte feinkörnig sein.

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Mischen Sie diese Zutaten nun schon einmal in der Schüssel bevor Sie die weiche Butter dazu tun. Mit einem Rührlöffel oder dem Küchenmixer rühren Sie nun alles gut zusammen. Achten Sie darauf, dass die Kräuter gut verteilt sind. Spätestens jetzt werden Sie sehen, wie wichtig es ist, die Kräuter wirklich klein zu schneiden. Schlagen Sie die Butter leicht schaumig, so bekommt sie eine schöne Konsistenz. Wenn Sie ein leicht fruchtiges Aroma wünschen, ist nun der Zeitpunkt gekommen, etwas frischen Zitronensaft oder den Saft einer Limette hinzuzufügen. Wenn Sie dies jedoch nicht möchten, lassen Sie den Zitronensaft einfach weg.

Tipp: Mit einem Mörser aus Marmor haben Sie ein ideales Küchengerät, um Kräuter und Gewürze zu vermischen.

Der Kräuterbutter eine Form geben

Sobald alles gut vermischt ist, geben Sie die Menge auf ein großzügig geschnittenes Stück Butterbrotpapier. Verteilen Sie die Butter und wickeln Sie sie nun rollenförmig auf. Dann werden die Enden einfach gewickelt und somit verschlossen. Jetzt können Sie der Kräuterbutterrolle die richtige Form geben. Dabei rollen sie diese einfach auf dem Tisch, ähnlich als wenn Sie Teig rollen. Drücken Sie nicht zu fest, damit die Butter nicht herausquillt. Danach können Sie sie in den Kühlschrank oder auch in das Gefrierfach geben. Sobald sie kalt und wieder fest geworden ist, schneiden Sie ca. ein Zentimeter dicken Scheiben ab und servieren diese schön angerichtet auf einem Teller.

Alternativ können Sie einen Teil der Kräuterbutter auch in einen Spritzbeutel füllen und zu kleinen Blüten aufspritzen. Auch dafür benötigen Sie ein wenig Butterbrotpapier, das Sie auf ein passendes Brett oder in eine flache Dose legen. Danach legen Sie auch diese in das Gefrierfach und lassen sie dort gefrieren. Auch in dieser Form passt die Kräuterbutter sehr gut zu jedem Gericht.

Frische Kräuter Ihrer Wahl

So wie hier beschrieben, können Sie die Kräuter Ihrer Wahl nehmen und Ihre eigene Kräuterbutter herstellen. Dill, Schnittlauch oder auch Rosmarin – alles ist möglich und wenn Sie es mögen, kreieren Sie Ihre ganz eigene Mischung. Zusätzlich ist auch Knoblauch ein beliebtes Gewürz.

Auch Oregano oder Basilikum als italienische Variante sind sehr köstlich. Wenn Sie trockene Kräuter nehmen möchten, erhitzen Sie diese vorsichtig in einer Pfanne mit einem Esslöffel Olivenöl. Durch die Hitze entwickeln sich die Aromen und geben der Kräuterbutter ein wundervolles Aroma. Zu diesen Kräutern passen hervorragend auch getrocknete Tomaten. Wählen Sie hier eine weiche Sorte aus oder weichen diese für einige Stunden in warmen Wasser ein. Mit einem Küchentuch werden die eingeweichten Tomaten gut ausgedrückt, um so viel Wasser wie möglich zu entfernen. Danach vermengen Sie alles wie gehabt.

Der Kräuterbutter verschiedene Geschmacksrichtungen geben

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Exotischer wird die Kräuterbutter, wenn Sie frisch geschnittenen Ingwer und Zitrone hinzugeben. Zu diesen beiden Aromen lässt sich auch frischer Salbei kombinieren – eine außergewöhnliche Mischung, die wunderbar mit einem scharf gebratenen Steaks oder auch einem Teller frisch gekochter Kartoffeln harmoniert. In der Schale einer Zitrone stecken noch einmal herrliche Aromen. Kaufen Sie also eine gute Bio-Zitrone und reiben Sie bei einem Stück Butter von ca. 250 g etwa ein Drittel der Schale ab. Auch der Ingwer wird auf einer Muskatreibe gerieben. Salbeiblätter kleinschneiden, etwas feinkörniges Meersalz dazugeben und mit der weichen Butter vermischen. So schnell finden Sie immer wieder neue Varianten für eine geschmackvolle Kräuterbutter.

Auf italienische Art genießen

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Liebhaber der italienischen Küche finden mit einer Komposition von Rosmarin, Knoblauch, Salz, Pfeffer und etwas Olivenöl die richtige Mischung für eine Polenta oder Pasta. Wenn Sie aus dem Italienurlaub etwas frischen Rosmarin mitgebracht haben, geben Sie diese Zutaten ohne das Öl in den Küchenmixer oder den Mörser. Alles wird gut vermengt, der Rosmarin wird bei beiden Arbeitsweisen fast pulverartig. Frischer Knoblauch gibt die notwendige Feuchtigkeit. Erst danach geben Sie ein bis zwei Esslöffel Olivenöl hinzu und vermischen alles zusammen. Danach kommt die Rosmarin-Knoblauch-Mischung zur weichen Butter und wird untergerührt. Schon ist eine neue Geschmacksrichtung für einen italienischen Abend fertig.

Frischhaltefolie oder Butterbrotpapier?

An dieser Frage scheiden sich wahrscheinlich die Geister. Die einen mögen die durchsichtige Frischhaltefolie, andere wiederum schwören auf Butterbrotpapier. In der Handhabung sind beide ähnlich, wobei die Folie hier vielleicht einen Punkt mehr erhält als das Papier. Das weiche Material ist flexibler und lässt so lässt die Kräuterbutter-Rolle leichter formen. Andererseits ist das Butterbrotpapier nach dem Kühlen oder Einfrieren weitaus besser. Während gerade nach dem Einfrieren kleine Schnipsel von Folie beim Schneiden an der Butter hängen bleiben können, sieht die fein geschnittene Scheibe Kräuterbutter vom Butterbrotpapier einfach appetitlicher aus. Darüber hinaus lässt sie sich viel einfacher von der Butter lösen und hinterlässt in der Regel keine Reste.

Die Haltbarkeit von Kräuterbutter

Bedenken Sie, dass selbst hergestellte Kräuterbutter aufgrund der frischen Zutaten nur ca. fünf bis sieben Tage im Kühlschrank haltbar ist. Bis dahin sollte sie in jedem Fall aufgebraucht sein. Insbesondere wenn getrocknete Tomaten verwendet werden, kann sich die Haltbarkeit auf nur fünf Tage reduzieren. Ganz anders sieht es aus, wenn Sie Ihre Kräuterbutter einfrieren. Hier ist sie wochenlang haltbar und zu jeder Zeit bekömmlich. Es reicht völlig aus, wenn Sie einzelne Scheiben ein bis zwei Stunden vor dem Verzehr zum Auftauen herausnehmen. Vor allem dann, wenn Sie gern grillen oder Gemüse dünsten, ist die fertige Kräuterbutter ein Segen. Wann auch immer sich Gäste anmelden, haben Sie bereits verschiedene Sorten fertig und brauchen nur noch das Fleisch auf den Grill legen. Auch für ein knackiges Sandwich mit Salat ist Kräuterbutter eine wahre Delikatesse. Halten Sie also immer ein wenig Platz im Gefrierfach frei für selbstgemachte Kräuterbutter Ihrer Wahl.

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Tipps für Schnellleser:

  • Trocknen Sie frische Kräuter vor dem Zerkleinern gut ab
  • Nehmen Sie im besten Falle frische Kräuter
  • Immer etwas Butterbrotpapier im Haus haben
  • Kräuter sehr klein schneiden
  • Butter warm stellen, damit sie weich wird zum Vermischen
  • angetrocknete Kräuter: eine halbe Stunde ins lauwarmen Wasserbad legen
  • Rosmarin, Knoblauch, Salz und Pfeffer im Mörser zerstampfen
  • Kräuterbutter ist im Kühlschrank nur einige Tage haltbar
  • im Gefrierfach ist die Lagerung mehrere Wochen möglich
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Feli
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