Hortensien blühen lange und manchen Menschen doch nicht lange genug. Diese Menschen könnten die schönsten Hortensienblüten trocknen, um sehr viel länger Freude an ihnen zu haben, im Artikel erfahren sie, wie das funktioniert.Beim Anblick der üppigen Hortensienblüte schlägt das Herz des Gärtners höher, das Herz des Gärtners mit Freude an floristischen Kunstwerken schlägt noch höher: Er sieht bereits die prächtigen Blumensträuße mit den getrocknete Hortensienblüten vor sich, die bald sein Heim schmücken werden:

Hortensien schneiden

Damit tolle getrocknete Blüten entstehen, werden diese mit etwas Überlegung und nicht irgendwann geschnitten:

  • Die meisten Hortensienblüten können geschnitten werden, wenn die sich Blüte komplett geöffnet hat
  • Nicht unbedingt am ersten Tag, erst nach dem Öffnen erreicht die Blüte ihre maximale Reife
  • Wann nach dem Öffnen, hängt vom Standort ab und ist deshalb Gefühlssache
  • Wenn die Blüte die volle Reife überschritten hat, beginnt sie an zu verwelken, ab dann trocknet sie eigentlich schon vor sich hin
  • Manche Blüten sollten besser erst im Endstadium geschnitten werden, weil sie sich noch einmal umfärben
  • Oder gerade halb unreif, weil Sie die grünweiße Färbung haben möchten …
  • Erheblich schneller geht das Trocknen, wenn Sie warten, bis sich die Blüten papierähnlich und nicht knackig anfassen
  • Und wenn Sie die Hortensie am Vortag nicht gießen und die Blüten am Nachmittag eines schönen Sonnentags ernten
  • Die Ernte der perfekten Blüte kann den Floristen ähnlich beschäftigen wie den Kunstmaler die Entscheidung, wann ein Gemälde fertig ist…

Tipp – Gleich werden Sie Methoden kennenlernen, um eine Hortensienblüte mehr oder weniger schnell zu trocknen. Noch schneller, zumindest in Bezug auf Ihren Zeitaufwand, macht es die Natur: Schneiden Sie die Blüten erst ab, wenn sie im Herbst ganz trocken sind, und sprühen Sie die (witterungsbedingt leicht ramponierten) Blüten mit Silberlack, Goldlack, buntem Lack an.

Hortensien trocknen

Hortensienblüten lassen sich auf x Arten trocknen, mit mehr oder weniger Geduld und Kosten:

1. Lufttrocknen im Blitzverfahren

  • Wer es eilig hat, trocknet die Blüten im Backofen, auf niedriger Stufe, mit Kochlöffel in der Tür
  • Je nachdem, wie Sie niedrige Stufe definieren, 30-60 min (80 °C) oder über Nacht (35 °C)
  • Wie Hitze/Zeit und Blütenfarbe im Verhältnis stehen, ist nicht überliefert…
  • Wenn sich Blätter mit den Fingern zerreiben lassen, sind die Blüten durchgetrocknet
  • Sie können nun versiegelt werden, mit Haarspray, Klarlack oder Fixator vom Blumenhändler

2. Trocknen an der Luft

  • Ein ebenso klassischer wie energiesparender Weg zur Trockenblume:
  • Perfekt wäre, wenn Sie die Blüten gleich aufhängen könnten, ohne Dellen durch Ablegen
  • Sie könnten sich eine Lochstange besorgen (Heimwerker durchlöchern eine Holzlatte, Praktiker nehmen einen Plastikbügel)
  • Daran in regelmäßigen Abständen Wäscheklammern und ggf. einen Haken zum Aufhängen befestigen
  • Solch ein Gestell baumelt in der Nähe, die Blüte wird direkt nach der Ernte mit dem Stängel (kopfüber) festgeklammert
  • Voll bestückt wandert das Gestell in einen luftigen, dunklen Raum zum Trocknen
  • Es muss nicht der berühmte „trockene Raum“ sein, leider verfügen wenige Haushalte über einen extra Trockenraum
  • Ein abgeschlossener Raum, in dem Sie weder dauernd Licht machen noch Wäsche trocknen, reicht
  • Der dunkle Raum ist das Optimum, wenn Sie knallige Blütenfarben erhalten möchten
  • Wenn die Blüten weiß sind oder Sie sanfte Töne mögen, können sie auch in hellen Räumen trocknen

3. Trocknen in der Vase

  • Wenn die Blüten entfärben sollen, stellen Sie sie in die Vase und lassen Wasser und Blüten nach und nach austrocknen
  • Funktioniert im Prinzip ähnlich wie ebenso an der Pflanze, interessant wäre ein Vergleich, welche Blüte wie viel Farbe verliert
  • Wenn Sie zum Vasenwasser ein Drittel Glycerin zugeben, soll die Farbe erhalten bleiben, die Blütenblätter sollen weich werden
  • Tatsächlich sollen die Blüten eher lederartig und die Farben sehr dunkel werden
  • Solche Hortensien trocknen mit Stiel, wenn der später zu frischen Blumen in eine Vase soll, sollte er durch Lack/Flüssigwachs geschützt werden

4. In hygroskopischem Material trocknen

  • Silikagel = Kieselgel (kein gefärbtes Blaugel, schon lange als krebserzeugend erkannt), Katzenstreu, Waschpulver, Salz, Zeolith
  • Alle hygroskopischen (= wasseranziehende) Materialien und prinzipiell zum Einsatz als Trocknungsmittel geeignet
  • Sie brauchen einen Behälter, in dem die Blüte komplett verschwindet, für Hortensienblüten z. B. ein Weckglas
  • Etwas Material ins Glas geben, Blüte kopfüber hinein, nun versuchen, Blüte ohne Knicke zu bedecken
  • Nach rund zwei Wochen sind die Blüten trocken, die Farben sollen perfekt erhalten bleiben

Tipp – Sie können Ihre Hortensie zu ungewöhnlichen Zeiten frisch blühen lassen: Schneiden Sie von einer Hortensie, die im Herbst Blüten ansetzt (siehe „Hortensien schneiden – Anleitung für Frühjahr und Herbst“), Zweige ab, nachdem es schon einmal richtig kalt war. Stellen Sie diese Zweige kühl, bis die Blütenknospen deutlich geschwollen sind, und dann in eine Vase ins warme Wohnzimmer. Nach kräftigem Kältereiz und folgender Wärme läuft das genetische Programm „Blüte“, ob der Zweig will oder nicht.

KEINE KOMMENTARE

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT