Es gibt viele gute Dünger, und einen besten Dünger für Ihre Hortensie, genau zugeschnitten auf ihre Bedürfnisse. Im Artikel erfahren Sie, wie Sie diesem besten Dünger möglichst nahe kommen.Welcher der beste Dünger für Ihre Hortensie ist, hängt nicht vom Markennamen ab, sondern von der Nährstoffzusammensetzung des Düngers. Weiter hängt es vom Zustand Ihres Gartenbodens ab und davon, wie Sie Ihren Garten bewirtschaften, hier folgt der Wegweiser zu Ihrem ganz persönlich besten Dünger:

Der beste Dünger für Hortensien im Garten

Was der beste Dünger ist, hängt ein wenig von Ihrem Selbstverständnis als Gärtner und vom Zustand des Gartenbodens ab, in dem die Hortensie lebt:

1. Wenn Sie Ihren Garten naturnah bewirtschaften, Ihr Gartenboden regelmäßig Mulche, guten reifen Kompost und vielleicht sogar Gründüngung sieht, haben Sie sicher eine gut an ihren Standort passende Hortensie in einen gut vorbereiteten Boden gepflanzt. Die bekommt wahrscheinlich rund um die Wurzel eine Mulchschicht, damit Sie nicht so viel Gießwasser brauchen, und im Frühjahr etwas Kompost. Das alles ist dann schon der beste Dünger für die Hortensie, mehr braucht sie nicht.

2. Die „normale Hortensie“ im „normalen Garten“ kann genauso behandelt werden, wenn der Boden einigermaßen nährstoffreich ist. Wenn es sich um einen eher prekären Gartenboden handelt, lange mit Monokulturen/Kunstdüngern/Pflanzenschutzmitteln malträtiert und deshalb nicht im besten Zustand oder gerade erst nach Vollendung des Hausbaus aufgeschüttet, (könnten Sie erst einmal auf die Hortensie verzichten und den Gartenboden in Ordnung bringen, mit Gründüngung und so weiter).

Da Sie diesen Artikel lesen, möchten Sie das wahrscheinlich nicht tun, dann könnten Sie Ihre Hortensie mit organisch-mineralischem Naturdünger füttern, der keine genauen Berechnungen erfordert, weil er nach und nach abgebaut wird. Wenn der Kompost noch im Werden ist, suchen Sie sich fertige organische und mineralische Dünger mit einer Nährstoffzusammensetzung wie unter 3. angegeben. Wenn die Bodenorganismen auch erst gerade einwandern und Ihre Hortensie erkennen lässt, dass diese die Nährstoffzersetzung noch nicht befriedigend erledigen, geben Sie ein wenig Langzeit-Kunstdünger dazu.

3. Wenn Sie keine Zeit/Lust auf Bodenpflege oder Natur im Garten haben, aber gut rechnen können, können Sie Ihre Hortensie mit einem synthetisch hergestellten, sofort verfügbaren Dünger aus dem Handel ernähren.

Sinnvoll geht das nur, wenn Sie vorher eine Bodenanalyse machen. Den Normalbedarf einer Hortensie deckt ein Dünger, der Stickstoff und Kalium in etwa gleichen Anteilen und halb so viel Phosphor enthält (z. B. NPK 7/3/6). Die Bodenanalyse (am besten vom staatlichen Labor, ist preiswert und sie bekommen meist einen Düngeplan) hilft Ihnen, diesen Normalbedarf genau an die Hortensie in Ihrem Gartenboden anzupassen.

4. Wenn Sie auch keine Zeit/Lust auf Bodenanalyse haben (soll keine Kritik sein, ist in einer Zeit, in der viele Menschen ihre Arbeiten unter ziemlich stressigen Umständen erledigen, eher normal), hilft nur Düngen nach Gefühl. Das ist zwar schon ein bisschen so, als wenn jemand an der Tankstelle irgendeinen Zapfhahn nimmt, weil er nicht mitbekommen hat, dass er Diesel oder Benzin und eine bestimmte Oktanzahl auswählen muss, aber Sie können das zur Zufriedenheit von Hortensie + Gartenboden hinkriegen, wenn Sie etwa wie folgt vorgehen:

  • Grünpflanzen-Volldünger mit der oben beschriebenen Zusammensetzung NPK 7/3/6 verwenden
  • Am besten Langzeitdünger, wird nach und nach abgegeben, erlaubt der Pflanze im Zweifel gewissen Ausgleich
  • Halten Sie sich an die Packungsangaben
  • Das ist wirklich mit Sinn Vorschrift, zu viel kann echt tödlich sein, für Pflanze, Boden, Umwelt, Grundwasser + irgendwann auch Mensch
  • Bleiben Sie an der Untergrenze empfohlener Konzentrationen/Mengen
  • Ergänzen Sie mit Kompost, Hornspänen, Mulche, Mist usw., experimentell und zwanglos und immer ein wenig mehr Naturmaterial
  • Kompost gibt es meist vom öffentlichen Kompostplatz der Gemeinde
  • Irgendwann haben Sie einen Bio-Garten, der sich im ökologischen Gleichgewicht befindet und nur noch wenig Unterstützung braucht…

Der Vorteil dieser Methode ist, dass Sie Ihre Hortensien auf dem Weg zu ihrer optimalen Ernährung „lesen lernen“ (müssen), eine Ausbildung mit Abschlusszeugnis „Grüner Daumen“.

Tipp – Häufig wird phosphorarmer Hortensiendünger empfohlen, was noch nicht einmal für Menschen Sinn macht, die den optimalen Phosphoranteil kennen – Boden und Hortensien brauchen Phosphor, wenn sie Mangel daran haben, sonst nicht. Diese Empfehlung stammt aus Zeiten blauer Hortensien, dazu die bekamen Aluminiumsulfat, Phosphor kann die Aluminiumaufnahme stören. Heute ist Blaufärbung mit Aluminium ein eher heikles Thema, weil noch nicht abschließend erforscht ist, ab wann Aluminium unser Zentralnervensystem schädigt (de.wikipedia.org/wiki/Aluminium), die sollte also wenn im Kübel erfolgen.

5. Spezieller Hortensiendünger wird nicht empfohlen, jeder Dünger mit der richtigen Zusammensetzung ist unabhängig vom Namen ein Hortensiendünger. Wenn Sie „blind“ „Hortensiendünger“ kaufen, könnten Sie Dünger erhalten, auf dem (entgegen Düngemittelverordnung) kein NPK-Verhältnis angegeben ist, der nutzt Ihnen wenig.

6. Der beste Dünger wird über die Wachstumssaison gegeben, enthält zum Herbst hin einen Tick mehr Kalium, weil der der Hortensie beim Ausreifen hilft und ihre Widerstandskräfte erhöht. Und er wird nur bis August gegeben, danach würden Stickstoffgaben die Pflanze frostanfälliger machen.

Hortensien im Kübel düngen

Bei Hortensien im Kübel brauchen Sie synthetisch hergestellte (Langzeit-)Dünger, weil das geringe Erdvolumen nie die Menge von Bodenlebewesen beherbergen wird, um organische und mineralische Nährstoffe für die Hortensie ausreichend schnell zu zersetzen. Sie können aber Dünger mit/aus Naturstoffen und synthetisch hergestellte Dünger kombinieren, schafft im Zweifel besseren Nährstoffausgleich.

Je kleiner der Kübel, desto genauer müssen Sie die Düngermenge berechnen und desto sorgfältiger müssen Sie die Hortensie dahingehend beobachten, ob die Menge nach unten oder oben korrigiert werden muss.

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