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Feigen trocknen und haltbar machen – ganz ohne Dörrapparat

Feigen trocknen

Zum Trocknen Ihrer leckeren und gesunden Feigen brauchen Sie nicht zwingend einen teuren Dörrapparat. Es gibt zwei Möglichkeiten, die Früchte wesentlich kostengünstiger, doch genauso effektiv für lange Zeit haltbar zu machen: durch natürliche Sonnentrocknung oder zuhause im Backofen. Wir liefern Ihnen für beide Varianten ausführliche Schritt-für-Schritt-Anleitungen.

Talu Video-Tipp

Vorbereitung

Zunächst sind einige Vorbereitungsmaßnahmen zu treffen. Diese fallen sowohl bei der Sonnentrocknung als auch beim Trocknen im Backofen an.

Tipp: Trocknen Sie ausschließlich vollkommen reife Früchte, um ein gutes, wohlschmeckendes Ergebnis zu erhalten. Reife Feigen erkennen Sie daran, dass sie sehr weich sind und schon bei leichtem Druck nachgeben. Mitunter tritt dabei auch ein zäher Saft aus.

Das brauchen Sie:

  • reife Feigen
  • scharfes Küchenmesser
  • sauberes Geschirrtuch oder Küchenpapier

So gehen Sie vor:

1. Schritt: Waschen Sie die Feigen gründlich, um sie von Schmutz und anderen Rückständen (Bakterien etc.) zu befreien.

2. Schritt: Tupfen Sie die gewaschenen und geschnittenen Feigen mit einem sauberen Geschirrtuch oder Küchenpapier trocken.

3. Schritt: Schneiden Sie auffällige Druckstellen und gebrochene Teile mit einem scharfen Küchenmesser ab.

4. Schritt: Behalten Sie das Messer gleich in der Hand und schneiden die Feigen vom Stamm bis zur Spitze in der Mitte durch.

Feigen schneiden

Hinweis: Grund dafür ist, dass halbierte Feigen schneller trocknen.

Feigen lufttrocknen

Die natürliche Sonnentrocknung ist selbstverständlich die schönste Art, Feigen zu trocknen. Allerdings birgt sie das Risiko, hungrige Insekten anzulocken. Wir erklären Ihnen, wie Sie Feigen an der Sonne haltbar machen und geben Tipps, was Sie tun können, um Ungeziefern keinen Zutritt zu den Früchten zu gewähren.

Das brauchen Sie:

  • reife Feigen (gesäubert und geschnitten)
  • Drahtgitter
  • Käseleinen
  • Klebeband

So gehen Sie vor:

1. Schritt: Nehmen Sie das Drahtgitter.

2. Schritt: Legen Sie es mit einer oder zwei Lagen Käseleinen aus, je nachdem, ob das Gitter kleinere bis mittlere (eine Lage) oder sehr große Löcher (zwei Lagen) aufweist.

Wichtig: Verwenden Sie keinesfalls ein festes Blech. Die Feigen brauchen nämlich umfassende Belüftung von oben und unten, um richtig trocknen zu können.

3. Schritt: Setzen Sie die vorbereiteten Feigen mit der Schnittseite nach oben darauf.

Feigen lufttrocknen

Tipp: Achten Sie auf einige Millimeter Abstand zwischen den einzelnen Früchten, damit sie beim Trocknen nicht „zusammenwachsen“.

4. Schritt: Decken Sie die Feigen wiederum mit einer Lage Käseleinen ab.

Hinweis: So schützen Sie die Früchte beim Trocknen vor Insekten.

5. Schritt: Stecken Sie das Käseleinen fest um das Drahtgitter. Sind Sie sich unsicher bezüglich der Stabilität, helfen Sie mit Klebeband nach.

Feigen an der Sonne trocknen

Wichtig: Vorsicht beim Abkleben – die Feigen sollten logischerweise nicht mit dem Klebeband in Berührung kommen.

6. Schritt: Bringen Sie das fertig präparierte Gestell raus in den Garten. Bezüglich des Platzes gilt es mehrere Aspekte zu berücksichtigen:

  • Feigen benötigen volles Sonnenlicht
  • ideal: trockene und heiße Bedingungen
  • keinesfalls in den Schatten stellen

7. Schritt: Die Feigen müssen nun zwei bis drei Tage trocknen. Dennoch sind Sie gefragt:

a) Holen Sie die Früchte abends ins Haus, es sei denn, die Temperatur an Ihrem Wohnort fällt nachts nicht unter 20 Grad Celsius.

b) Wenden Sie die Feigen an jedem Morgen. So gewährleisten Sie, dass die Früchte gleichmäßig trocknen.

Feigen stricken

Feigen trocknen im Backofen

Trocknen Sie Ihre Feigen im Backofen, sind die Früchte mit Sicherheit vor Insekten geschützt. Allerdings ist auch mit dieser Methode ein kleines Risiko verbunden: Die Temperatur im Ofen darf nicht zu hoch sein, ansonsten drohen die Früchte zu kochen und ungenießbar zu werden.

Das brauchen Sie:

  • Feigen (gesäubert und geschnitten)
  • Drahtgitter
  • Backofen

Feigen

So gehen Sie vor:

1. Schritt: Heizen Sie den Backofen auf 50 bis 60 Grad Celsius vor.

Hinweis: Ihr Backofen lässt eine derart niedrige Temperatur nicht zu? Dann wählen Sie das „geringste Übel“ und lassen beim „Backen“ später die Ofentür zeitweise geöffnet. Diese Lösung ist nicht optimal, führt aber in der Regel auch zum Erfolg.

2. Schritt: Nehmen Sie das Drahtgitter.

Wichtig: Auch hier ist wieder zu beachten, dass es sich um ein Gestell mit Löchern zur Ventilation handelt.

3. Schritt: Legen Sie die Feigen mit der Schnittseite nach oben darauf.

Tipp: Die Früchte sollten sich möglichst nicht berühren.

4. Schritt: Geben Sie das belegte Gestell in den vorgeheizten Ofen.

5. Schritt: Die Feigen bleiben nun etwa zehn bis 20 Stunden der Hitze ausgesetzt. Folgende Aufgaben müssen Sie in der Zeit übernehmen:

a) Lassen Sie die Backofentür unter allen Umständen für die erste Stunde geöffnet, damit die Feuchtigkeit entweichen kann.

b) Öffnen Sie die Tür alle zwei bis drei Stunden jeweils für rund 30 Minuten, wenn Ihr Backofen eine Temperatur von nur 50 oder 60 Grad Celsius nicht zulässt.

c) Holen Sie das Gestell in einem Abstand von ungefähr zwei Stunden heraus, um die Früchte zu wenden und auf diese Weise eine gleichmäßige Trocknung zu fördern.

Wann sind die Feigen als trocken zu bezeichnen?

Wenn die Feigen von außen leicht ledrig sind und beim Drücken oder Aufspalten kein Saft mehr austritt, haben die Früchte den gewünschten Trockenzustand erreicht. Prüfen Sie diese Merkmale zwischendurch, um den perfekten Zeitpunkt für das Ende des Trocknungsvorgangs zu ermitteln – sowohl bei der Sonnen- als auch bei der Backofenvariante.

Feigen vor dem Trocknen süßen

Möchten Sie die Feigen später etwas süßer genießen, empfiehlt es sich, sie schon vor dem Trocknen entsprechend zu präparieren.

Das brauchen Sie:

  • reife Feigen (OHNE Vorbereitung!)
  • ca. 250 g Zucker
  • ca. 750 ml Wasser
  • Kochtopf

Feigen kochen

So gehen Sie vor:

1. Schritt: Lösen Sie den Zucker im Wasser in einem herkömmlichen Kochtopf auf.

2. Schritt: Bringen Sie das Zuckerwasser zum Kochen.

3. Schritt: Geben Sie die Feigen in die Mischung und lassen sie ungefähr zehn Minuten darin köcheln (mittlere Stufe).

4. Schritt: Nehmen Sie die Früchte aus dem Zuckerwasser und beginnen Sie nun mit dem Schneiden und dem anschließenden Trocknen.

Feigen nach der geglückten Trocknung richtig aufbewahren

Sobald die Feigen getrocknet sind, sollten sie gleich in ein passendes Gefäß befördert werden. Verwenden Sie dazu am besten einen luftdicht verschlossenen Behälter oder Gefrierbeutel. Es ist ratsam, die Früchte dann im Kühlschrank oder gar im Gefrierfach aufzubewahren, um ihre Haltbarkeit zu verlängern. So aufbewahrt sind die getrockneten Feigen etwa 18 bis 24 Monate genießbar.

Man kann ebenso Apfelringe trocknen – hier finden Sie die detaillierte Anleitung: Apfelringe trocknen

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