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Blutdruck messen

Was ist eigentlich Blutdruck und ab wann kann er gefährlich werden? Denn viele Menschen leiden unter Bluthochdruck, einige sogar, ohne dies überhaupt zu wissen. Natürlich steigt in Stresssituationen der Blutdruck an, was völlig normal ist, doch wann sprechen Experten von einem zu niedrigen oder zu hohen Blutdruck und wie sieht dieser im Idealfall aus. Eine Tabelle soll helfen, einen Überblick hierüber zu erhalten.

Unser Blutdruck unterliegt im normalen Tagesablauf ganz natürlichen Schwankungen. So bleibt er keinesfalls immer auf einem Level. Geraten wir in Stress oder wird dem Körper eine anstrengende Arbeit oder gesteigerter Sport zugemutet, steigt er ruckartig an. Doch dies ist gut so, denn so wird das Herz unterstützt und die Muskeln besser durchblutet und somit mit Sauerstoff versorgt. Sobald wir uns Entspannen, sinkt der Blutdruck dann aber auch wieder. Doch es gibt auch den krankhaft ständig erhöhten Blutdruck, unter dem nach dem 65. Lebensjahr schätzungsweise jeder Zweite leidet. Dieser muss kontrolliert und überwacht werden. Ob Ihr Blutdruck noch im normalen Rahmen liegt, können Sie anhand der beigefügten Blutdrucktabelle feststellen.

Blutdruck – Definition

Wenn von Blutdruck gesprochen wird, dann weiß jeder sofort, dieser kann zu hoch oder auch zu niedrig sein. Doch was ist Blutdruck eigentlich wirklich, was passiert hierbei in unserem Körper?

Blutdruck

Der Blutdruck wird von einem sehr ausgeklügelten System aus Nerven- und Gefäßaktionen im Zusammenspiel mit Hormonen gesteuert. So sind das vegetative Nervensystem, und hierbei der Sympathikus dafür verantwortlich, den Herzschlag bei Bedarf in Sequenz und Kraft zu steigern, etwa, wenn wir unter Stress geraten oder anstrengende, körperliche Arbeit durchführen. Zur gleichen Zeit werden aber auch die kleinen Blutgefäße verengt und so erhöht sich der Blutdruck binnen Sekunden. Im Gegensatz hierzu steht der Parasympathikus, der den Blutdruck wieder senken soll. Die benötigten Hormone für die Blutdruckregulation werden in Nebenniere, Niere und den sympathischen Nervenfasern hergestellt. So wird von den Nieren Renin ins Blut geleitet, das dem gefäßverengenden Hormon Angiotensin helfen soll. In der Niere hingegen wird das blutdruckerhöhende Adrenalin produziert und freigegeben. An der Hauptschlagader und der Halsschlagader befinden sich sogenannte Messfühler, die die Höhe des Blutdrucks regulieren sollen. Ist dieses Zusammenspiel und der Hormonhaushalt jedoch gestört, kommt es zum Bluthochdruck, seltener aber auch zu niedrigem Blutdruck.

Tipp: Wer unter zu hohem Blutdruck leidet, sollte sich hiergegen ärztlich behandeln lassen und dies nicht auf die leichte Schulter nehmen. Zu niedriger Blutdruck hingegen ist oft extrem unangenehm, muss aber nicht behandelt werden.

Bluthochdruck (Hypertonie)

Als Volksleiden kann Bluthochdruck bereits bezeichnet werden, denn schätzungsweise jeder zweite Deutsche über 65 Jahren leidet bereits hieran. Insgesamt kommen die Schätzungen auf etwa 20 Millionen Deutsche insgesamt. Da jedoch nicht jeder Patient mit Bluthochdruck zum Arzt geht, sind dies keine verlässlichen Zahlen. Denn gerade zu Anfang gibt es mit dem erhöhten Blutdruck keine Probleme, er wird oft gar nicht bemerkt. Daher ist es umso wichtiger, regelmäßig seinen Blutdruck zu überprüfen. Hierzu bieten auch Apotheken die Möglichkeit. Aber auch für zu Hause gibt es die Blutdruckmessgeräte für das Handgelenk, die helfen können, langfristig den Blutdruck zu prüfen. Diese ersetzen allerdings nicht das Blutdruckmessen beim Arzt. Ab einem Wert von 140/90 mmHg und darüber sprechen Ärzte von Bluthochdruck. Folgende Symptome können jedoch einen Hinweis auf einen erhöhten Blutdruck geben:

  • Schwindel
  • Kopfschmerzen
  • Kurzatmigkeit in Belastungssituationen
  • Nervosität
  • Herzklopfen/-stolpern
  • Schlafstörungen

Tipp: Die gute Nachricht ist, dass sich die Zahl der Patienten seit 2008 fast verdoppelt hat, die nach einer Behandlung ihrer arteriellen Hypertonie wieder den Normalwert beim Blutdruck erreicht haben.

Niedriger Blutdruck (Hypotonie)

Niedriger Blutdruck kommt meist in jungen Jahren oder bei sehr alten Menschen vor. Gerade Teenager in der Pubertät haben hierunter häufig zu leiden. Doch niedriger Blutdruck kommt weniger häufig vor, als der zu hohe Blutdruck. Im Gegensatz zur Hypertonie ist ein dauerhaft niedriger Blutdruck nicht gefährlich sondern für den Betroffenen meist nur unangenehm. Vermeiden sollten Sie bei niedrigem Blutdruck:

  • schnelles Aufstehen aus dem Sitzen oder Liegen
  • schnelles Bücken
  • schnelle Veränderung der Körperposition in eine aufrechte Haltung

In diesen Fällen kann der Blutdruck stark abfallen. Steuert nun der Kreislauf nicht rasch dagegen, können Symptome wie Ohrensausen, Kopfschmerzen, häufig starker Schwindel und manchmal kurzes Schwarzwerden vor den Augen auftreten. Im schlimmsten aber auch dem seltensten Fall kann es zu einem Kollaps kommen.

Blutdruck messen

Wenn der Blutdruck gemessen werden soll, legt der Arzt eine Manschette um den rechten Arm. Hierfür wird nie der Arm auf der Herzseite genutzt, da ansonsten falsche Werte entstehen würden. Die Manschette wird aufgepumpt, was für manche Patienten ein wenig unangenehm erscheint. Ist genügend Druck aufgebaut, lässt der Arzt die Pumpe los und der Druck entweicht aus der Manschette. Nun beginnt der eigentliche Messvorgang, bei dem das Folgende geschieht:

  • gemessen werden die Geräusche in der Arterie
  • aufgrund des nachlassenden Druckes auf die Manschette entsteht eine Pulswelle
  • denn die Manschette lässt jetzt wieder mehr Blut durch
  • die Pulswelle wird im durchfließenden Blut hör- und messbar
  • Blutdruckmessung ist fertig, wenn die Geräusche wieder verschwinden
  • dies ist dann der Fall, wenn Arterie wieder völlig durchlässig ist

Wichtig beim Blutdruckmessen ist, dass dies über einen längeren Zeitraum regelmäßig geschieht. Denn nur so kann ermittelt werden, ob der Wert ständig im Normalbereich oder hohem Bereich liegt, oder vielleicht doch extrem schwankt. Ein einmaliges Messen alle paar Monate sagt hier nichts aus. So kann es auch sein, dass ein Patient beim Arztbesuch aufgeregt und nervös ist und der Blutdruck aus diesen Gründen kurzzeitig ansteigt. Und auch wenn Sie vermeintlich einen normalen Blutdruck haben, sollten Sie diesen regelmäßig prüfen.

Systolisch (mmHg)Diastolisch (mmHg)
Niedriger Blutdruck< 105< 65
Optimaler Blutdruck< 120< 80
Normaler Blutdruck120 – 12980 – 84
Hoch-normaler Blutdruck130 – 13985 – 89
Milde Hypertonie (Stufe 1)140 – 15990 – 99
Mittlere Hypertonie (Stufe 2)160 – 179100 – 109
Schwere Hypertonie (Stufe 3)> = 180> = 110
Isolierte systolische Hypertonie> = 140< 90

Tipp: Bei einem gesunden Menschen liegt der Blutdruck bei 120/80 mmHg. Hierbei bezeichnet die erste Zahl den systolischen Druck, der diastolische Druck wird mit der zweiten Zahl angegeben.

Systolischer/Diastolischer Druck

Spricht der Arzt vom systolischen Druck, dann meint er damit die Auswurfphase des Herzens. Hierbei zieht sich die linke Herzkammer zusammen und pumpt das Blut in die Aorta. Zur gleichen Zeit wird aus der rechten Herzkammer das Blut in den Lungenkreislauf gepumpt. Genau zu diesem Zeitpunkt des Pumpens ist der systolische Druck am höchsten. Dagegen steht der diastolische Druck. Hierbei handelt es sich um die Phase des Entspannens der Herzkammern. Wenn sich die Kammern erweitern, damit neues Blut einströmen kann, ist dieser Druck in seiner niedrigsten Phase.

Blutdrucktabelle zum Download

Hier können Sie eine Blutdrucktabelle in drei Versionen downloaden, ausfüllen und ausdrucken. Einfach auf den Link klicken und die jeweilige Version downloaden:

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