Handgemachte Badekugeln sind ein wunderschönes Geschenk für liebe Menschen, können selbstverständlich aber auch selbst genutzt werden. Am besten stellen Sie eine größere Menge der Badebomben her, dadurch können Sie jederzeit ein entspannendes Bad genießen. Erfahren Sie, welche Rezepte sich besonders gut zur Herstellung eignen und auf welche Besonderheiten Sie achten sollten.

Badekugeln beinhalten verschiedene Zusätze, wie duftende Blütenöle oder pflegende Traubenkernöle. Einmal mit dem Badewasser in Kontakt gekommen, entfalten die kleinen Kugeln sofort ihre Wirkung und machen das eigene Badezimmer zur Wellness-Oase. Ätherische Öle beleben den Geist und lassen Sie entspannt durchatmen. Doch nicht nur der ansprechende Duft und die pflegenden Eigenschaften zeichnen erstklassige Badebomben aus. Dank farbiger Zusätze entsteht ein bunter und farbenfroher Schaum, der sich sanft an Ihre Haut anschmiegt. In einer ansprechenden Verpackung erhalten Sie ein wunderschönes Geschenk, beispielsweise zu Nikolaus, zum Muttertag oder als kleine Aufmerksamkeit zwischendurch.

Die Vorteile von selbstgemachten Badekugeln

Wenn Sie die Badebomben selbst machen, dann bestimmen nur Sie alleine, welche Zusätze in das Produkt kommen. Im Handel erhältliche Varianten sind oftmals mit Paraffinen und gesundheitlich bedenklichen Zusatzstoffen versehen. Dies können Sie durch die Eigenproduktion vermeiden. Wählen Sie daher ein Rezept aus und variieren Sie dieses nach Belieben.

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Die Wirkungsweise der Badezusätze

Was wäre ein Bad ohne den Badeschaum? Damit auch Ihre Badekugel Bläschen und Badeschaum erzeugt, setzen Sie Natron beziehungsweise Backpulver ein. Gerät dieses in Kontakt mit einer Säure, oftmals Essigsäure, dann kommt es zu einer Reaktion, bei welcher Bläschen entstehen. Hinzu kommen bei den Kugeln verschiedene Öle und Fette. Hierbei gilt die Grundregel, dass eine Erhöhung des Fettanteils zu einer Erhöhung der Festigkeit nach dem Abkühlen führt. Geben Sie hingegen einen höheren Anteil an Ölen hinzu, dann wird die Konsistenz geschmeidiger. Zu Beginn empfiehlt es sich, einen größeren Fettanteil zu verwenden. Verfügen Sie bereits über etwas Erfahrung in diesem Bereich, dann können Sie mit dem Mischungsverhältnis experimentieren. Setzen Sie den Badekugeln Salz hinzu, dann wird die Schaumbildung unterstützt. Somit ist es möglich, Kugeln herstellen, die nur wenig Schäumen.

Klassische Badekugel

Zutaten:

  • 500 Gramm Natron
  • 250 Gramm Zitronensäure
  • 80 Gramm Speisestärke
  • 100 Gramm Milchpulver
  • 130 Gramm Kakaobutter
  • 2 Esslöffel Mandelöl
  • 2 Esslöffel Badeöl
  • ein Sieb
  • eine Schüssel
  • Formen für die Badebomben

Hinweis: Aus diesen Mengen erhalten Sie ca. 20 kleine Badekugeln.

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Anleitung zum Selbst machen:

Schritt 1: Sieben Sie zunächst einmal alle trockenen Zutaten durch. Geben Sie anschließend alle Zutaten bis auf die Öle und die Kakaobutter in eine große Schüssel und mischen Sie alles gut durch.

Tipp: Es ist wichtig, dass die Zutaten trocken sind. Wasser darf nicht in die Masse gelangen, da diese ansonsten sofort anfängt zu brodeln. Diese Reaktion ist zwar gewünscht, soll aber erst später beim Baden erfolgen.

Schritt 2: Geben Sie die Kakaobutter in ein Wasserbad und lassen Sie sie schmelzen. Verrühren Sie nun das Mandelöl und das Badeöl unter.

Schritt 3: Geben Sie nun die Ölmischung zum Pulver und kneten Sie die Masse gut durch.

Schritt 4: Füllen Sie die Masse in die Förmchen und lassen Sie sie rund zwei bis drei Stunden stehen.

Schritt 5: Drücken Sie die Badekugeln aus der Form und lassen Sie sie noch rund 2 Tage stehen.

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Nun müssen Sie die fertigen Badekugeln nur noch hübsch verpacken. Warum nicht gleich in einer selbst gebastelten Papierschachtel? Eine Anleitung zum Falten von Papierschachteln finden Sie hier: Anleitung – Papierschachtel falten

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Schnell hergestellte Badekugelmasse

Zutaten:

  • 400 Gramm Natron
  • 100 Gramm Speisestärke
  • 150 g Kokosfett
  • 200 Gramm Zitronensäure als Pulver
  • ätherische Öle nach dem persönlichen Geschmack
  • getrocknete Blütenblätter oder Früchtetee
  • 3 tiefe Behältnisse (Schale, Schüssel, tiefer Teller)
  • Eierbecher
  • Lebensmittelfarbe
  • warmes Wasser

Anleitung zum Selbst machen:

Schritt 1: Vermischen Sie die Speisestärke, die Zitronensäure und das Natron miteinander in einer Schüssel.

Schritt 2: Füllen Sie das Kokosfett in eine Schale und stellen Sie die Schale in eine Schüssel mit warmem Wasser. Lassen Sie das Fett im Wasserbad schmelzen.

Schritt 3: Geben Sie das geschmolzene Fett zur Pulvermischung.

Schritt 4: Geben Sie nun rund 40 Tropfen vom ätherischen Öl hinzu. Wenn Sie dem Ganze ein wenig Farbe verleihen möchten, kippen Sie außerdem etwas Lebensmittelfarbe in die Schale.

Schritt 5: Geben Sie einen Teil der Blütenblätter hinzu.

Schritt 6: Mischen Sie kräftig durch und formen Sie mit der Hand kleine Bälle. Panieren Sie diese anschließend in den verbliebenen Blütenblättern, sodass sich die Blätter an der Außenseite der Kugeln befinden.

Schritt 7: Stellen Sie die Kugeln in die Eierbecher und lassen Sie sie trocknen.

Badespaß für Kinder

Für Kinder ist Basteln ein echtes Highlight. Dies gilt besonders dann, wenn das Ergebnis später für Freude sorgt und zudem noch gut aussieht. Das Besondere an einer Badekugel ist, dass sie in vielen verschiedenen Farben hergestellt werden kann. Ob leuchtend blaue Kugel oder eine rosa Variante – gemeinsam entscheiden Sie, wie die Badebomben aussehen sollen. Ihrer Fantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt und Sie haben durch die Farbe und die Form viele Gestaltungsmöglichkeiten. Wenn Sie zusammen mit Ihren Kindern die Kugeln herstellen, dann empfiehlt sich folgendes

Zutaten:

  • 4 Esslöffel Honig
  • 150 Gramm Kokosfett
  • 400 Gramm Natron
  • 200 Gramm Kartoffelstärke
  • 200 Gramm Zitronensäure
  • 400 Gramm Salz
  • 20 Gramm getrocknete Rosenblüten
  • Klebestift
  • Bändchen
  • Silikonformen mit lustigen Motiven
  • Backpapier
  • Schüssel

DIY-Anleitung:

1. Schritt: Lasen Sie das Kokosfett schmelzen.

2. Schritt: Geben Sie das Fett, die Zitronensäure, das Natron, die Stärke, das Salz und die Rosenblüten in eine Schüssel. Vermengen Sie alle Zutaten gut miteinander.

3. Schritt: Drücken Sie die Masse in die Silikonformen. Lassen Sie die Formen nun rund 5 Stunden stehen, sodass die Mischung trocknen kann.

4. Schritt: Holen Sie die Badezusätze hinaus und legen Sie sie auf das Backpapier. Hier müssen die Kugeln beziehungsweise Figuren noch einige Tage liegen bleiben und trocknen.

5. Schritt: Nun werden die fertigen Badezusätze entweder in kleinen Tüten oder in Schraubverschlussgläsern abgepackt. Diese werden verziert und eventuell beschriftet. Sie können individuell gestaltet werden, sodass sich die Badezusätze perfekt als Geschenk eignen.

Tipp: Auf die Schraubverschlussgläser können Sie Etiketten kleben, welche einen Glückwunsch übermitteln. Auch der Deckel lässt sich mit zierenden Folien bekleben. Für die durchsichtigen Plastiksäckchen eignen sich Schleifen, um sie zuzuschnüren.

  • Die Säckchen lassen sich aus Geschenkfolie herstellen. Schneiden Sie hierfür ein geeignetes Stück aus, wobei Sie die Größe an dem Glas selbst abmessen. Stellen Sie das Glas auf die Folie und heben Sie diese hoch. Die Folie muss über eine ausreichende Fläche verfügen und über dem Glas beziehungsweise den Kugeln noch zusammengerafft werden können.
  • Nachdem Sie die Folie zurecht geschnitten haben, stellen Sie das Glas beziehungsweise die Kugeln darauf und raffen Sie die Folie nach oben. Nehmen Sie eine Schleife und binden Sie die Folie oberhalb des Inhaltes zusammen.

Die Formen für die Badekugeln

Wenn Sie die Badebomben herstellen, dann spielt die Auswahl der passenden Förmchen eine wichtige Rolle. Die Badezusätze sollen nicht nur funktional sein sondern auch ansprechend aussehen. Bei der klassischen runden Form kommen verschiedene Farben sehr gut zur Geltung. Pressen Sie hierbei die Masse fest in das Förmchen, sodass keine Luftlöcher oder unebene Außenflächen entstehen. Eine sehr schöne Idee sind zudem Motiv-Förmchen, wie beispielsweise kleine Kuchenförmchen, Sterne oder Figuren.

Die Auswahl der passenden Öle

Die zugesetzten Öle wirken sich auf die pflegenden Eigenschaften und den Duft aus. Traubenkernöl beispielsweise hält die Haut geschmeidig und seidig. Gleichzeitig werden das Zellwachstum und die Regeneration der Haut angeregt. Im Bereich der ätherischen Öle erfreuen sich unter anderem Süßorange, Zitrone, Lavendel und Grapefruit einer großen Beliebtheit. Viele der Öle sind bereits aus der traditionellen Medizin verschiedener Völker bekannt. Sie werden auch in der Aromatherapie eingesetzt und stärken den Körper. Durch die Zugabe von feinem Mineralsalz wird die positive Wirkung noch einmal verstärkt. Besonders aromatisch und duftend sind Kokusnuss, Mango und Wassermelone.

Eine Übersicht über die verschiedenen Zusätze und ihre Wirkung:

In den angegeben Rezepten haben Sie die freie Auswahl, welche ätherischen Öle und Zusätze Sie verwenden möchten. Dies wurde bewusst offen gelassen, da Sie selbst entscheiden, welche Düfte Ihnen am besten gefallen, beziehungsweise welche Wirkung Sie erzielen möchten.

Fenchel: Der Duft von Fenchel wirkt beruhigend und entspannend. Daher eignet er sich für ein ruhiges und gemütliches Bad, beispielsweise nach einem anstrengend Tag.

vanilleVanille: Bei dem Duft von Vanille fühlen sich die meisten Menschen sofort wohl. Der Geruch wirkt sich positiv auf das Gesamtbefinden aus und trägt daher zur Entspannung bei. Beachten Sie allerdings, dass wenn Sie Vanille in die Kugeln machen, eventuell ein Hungergefühl ausgelöst werden kann.

Sandelholzöl: Sandelholzöl wird aprodisierend und antidepressiv. Es hellt das Gemüt auf und wirkt sich positiv auf das Wohlbefinden aus.

ZitroneZitrone: Die Zitrone versprüht einen frischen und angenehmen Duft. Sie regt den Körper an und wirkt somit belebend. Daher eignet sich Zitrone besonders dann, wenn Sie in Schwung kommen möchten.

OrangeOrange: Der Duft der Orange lässt Ängste verschwinden und wirkt beruhigend.

JasminJasmin: Jasmin ist ein sehr blumiger Duft, der in vielen Parfümprodukten zu finden ist. Er wirkt in einer Mischung aus verschiedenen Duftnoten dominant. Im Schaumbad sorgt er für eine Aufhellung der Stimmung und kann gegen Ängste wirken.

Kiefer: Der Geruch von Kiefer wirkt frisch und belebend. Es handelt sich um einen natürlich und klar wirkenden Duft, der sowohl für Männer als auch für Frauen gut geeignet ist.

01Grapefruit: Die Grapefruit erzeugt einen frisch-herben und belebenden Duft, der sehr gut mit anderen Früchten harmoniert. Er wirkt sich positiv auf das Gemüt aus und gilt als energiebringend. 

RoseRosenduft: Der Rosenduft zeichnet sich durch seine Frische und Intensität aus. Er wirkt belebend und ist im Kampf gegen Stress von Vorteil.

 

Der Einsatz der Badekugeln

Damit die Badebomben ihre optimale Wirkung entfalten können, ist es wichtig, auf den perfekten Einsatz zu achten.

  • Lassen Sie als erstes das Badewasser ein.
  • Möchten Sie ein erfrischendes Bad nehmen, dann muss die Wassertemperatur niedriger als die eigene Körpertemperatur sein. Hierbei hat sich eine Temperatur von 28 bis 36 Grad als vorteilhaft herausgestellt.
  • Möchten Sie hingegen ein Relaxbad nehmen, dann sollte das Wasser zwischen 37 und 39 Grad warm sein. Diese Temperatur entspricht ungefähr der Körpertemperatur, wodurch die Muskeln sich entspannen können.
    Achtung: Kinder sollten nie in zu heißen Wasser baden. Hier sollte die oberste Temperatur bei 35 Grad liegen, wobei das Alter des Kindes in jedem Fall beachtet werden muss. Badekugeln eignen sich nicht für Kleinkinder und Babys, auch wenn diese über das Blubbern begeistert sind.
  • Füllen Sie das Wasser bis zur gewünschten Wasserhöhe auf. Geben Sie nun eine oder mehrere Badekugeln in das Wasser.

Wie lange sprudelt die Badekugel?

Die Dauer des Sprudelns hängt von verschiedenen Faktoren ab. Je größer die Kugel ist, desto länger ist der Effekt. Ein weiteres Kriterium ist der Anteil an Fett. Am längsten sprudeln fettfreie Kugeln, je mehr Fett enthalten ist, desto kürzer ist die Sprudeldauer.

Für Abwechslung sorgen: Eine Anleitung für das Schaumbad

Wenn Sie spontan ein Schaumbad nehmen möchten, aber keine Badekugeln zur Hand haben, dann können Sie mit wenigen Mitteln auch ein Schaumbad herstellten. Hierfür benötigen Sie:

  • 1 Tasse mildes Shampoo
  • 1 Esslöffel (Mandel)öl
  • 1 Ei
  • 10 Tropfen eines ätherischen Öls
  • 1 leere Flasche

DIY-Anleitung:

  • Trennen Sie zunächst einmal das Eiweiß vom Eigelb.
  • Vermischen Sie das Eiklar mit dem Shampoo und den Ölen in der Flasche. Verschließen Sie die Flasche und schütteln Sie die Mischung gut durch.
  • Lassen Sie das Badewasser ein. Ist der Boden mit dem Wasser leicht bedeckt, dann können Sie den Badeschaum in die Wanne einfüllen. Damit sich der Schaum gut bilden kann und die Mischung nicht am Boden hängen bleibt, halten Sie das Schaumbad unter den fließenden Wasserhahn und lassen Sie ihn auf diese Weise in das Wasser gelangen.

Die hergestellte Menge ist für ein Bad ausreichend.

Tipp: Achten Sie beim Baden stets darauf, dass die Haut nicht austrocknet. Gerade bei empfindlicher Haut sollten Sie daher nicht zu lange baden. Durch die Auswahl der Zusatzstoffe steuern Sie die Wirkung des Schaumbades. So spendet das Mandelöl der Haut Feuchtigkeit und ist deswegen von Vorteil. Die ätherischen Öle hingegen sorgen eine beruhigende beziehungsweise belebende Wirkung, in Abhängigkeit vom ausgewählten Produkt.

Tipps für Schnellleser:

  • Masse für Badekugeln herstellen
  • in Formen füllen
  • einige Stunden stehen lassen
  • aus den Formen heraus nehmen
  • einige Tage trocknen lassen
  • Lebensmittelfarbe für bunte Effekte einsetzen
  • ätherische Öle einarbeiten
  • auf die Wirkung der verschiedenen Öle achten
  • Kurzrezept:
    400 Gramm Natron
    100 Gramm Speisestärke
    150 g Kokosfett
    200 Gramm Zitronensäure als Pulver
  • Kokosfett zuerst schmelzen lassen
  • Anteil von Fett bestimmt die Festigkeit
  • ansprechende Verpackung basteln
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Feli
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