Bei einem ausführlichen DIY-Ratgeber zum Thema Falten darf Origami nicht unerwähnt bleiben. Wir liefern Ihnen eine kurze theoretische Einführung in diese besondere Bastelkunst und geben Ihnen anschließend noch eine Anleitung für das Herstellen einer simplen Papierbox nach den Origami-Regeln.

Origami – eine Einführung in die einzigartige Faltkunst aus dem fernen Osten

Beim Origami brauchen Sie nichts weiter als Papier und Ihre Hände. Keine Schere, kein Kleber oder sonstige Utensilien sind vonnöten. Im Gegenteil, Sie sollen sogar bewusst auf die Zuhilfenahme solcher Werkzeuge verzichten.

Der Begriff „Origami“ setzt sich aus den japanischen Worten „oru“ („falten“) und „kami“ („Papier“) zusammen – er ist also absolut selbsterklärend. Allerdings geht es beim Origami um mehr als bloßes Papierfalten. Es sollen individuelle plastische Kunstobjekte, ja echte Kompositionen, wie man in der Fachsprache des Origami sagt, entstehen – jedes Mal wieder. Deshalb müssen sämtliche Origami-Designs mit einem Höchstmaß an Konzentration und Vorsicht gefaltet werden. Tatsächlich kann die Kombination aus Papierart, Falttechnik und konkretem Bastelablauf äußerst komplex sein. Wir möchten Ihnen jedoch einen angenehmen Einstieg in diese spezielle Kunst ermöglichen und zeigen Ihnen im Folgenden, wie man eine simple Papierbox (ähnlich wie unsere allererste Papierkiste dieses Ratgebers) im Sinne des Origami kreiert.

Material:

  •  2 Blätter buntes Papier in quadratischer Form (eines muss etwa 3 bis 5 mm größer sein als das andere)

Origami-Faltanleitung

1. Schritt: Nehmen Sie das kleinere der beiden Blätter und beginnen direkt, es einmal horizontal und einmal vertikal zu falten. Sie sehen ein Kreuz auf Ihrem Papierquadrat.

2. Schritt: Nun legen Sie auch die beiden Diagonalen übereinander. Was Sie im Anschluss auf dem Blatt erkennen können, ist eine Art Stern.

3. Schritt: Klappen Sie anschließend die vier Ecken mit ihren Spitzen zur Mitte.

4. Schritt: In diesem eingeklappten Zustand wird zunächst die obere, dann die untere Kante zur Mitte gefaltet.

5. Schritt: Öffnen Sie Ihre Faltung. Aber nur so weit, dass die linke und rechte Spitze nach wie vor zur Mitte zeigen. Die anderen beiden Spitzen weisen hingegen in die obere und untere Richtung.

6. Schritt: Klappen Sie die rechte Seite zur Mitte, dann auch die linke.

7. Schritt: Öffnen Sie das Papierquadrat nun wieder so, dass es dem Zustand aus Schritt 5 entspricht.

8. Schritt: Klappen Sie die linke und rechte Seite jeweils an der ersten Faltlinie nach oben. Die Spitzen der beiden Seiten bleiben einander mittig zugewandt.

9. Schritt: Drücken Sie Ihre beiden Zeigefinger am oberen Ende Ihrer entstehenden Papierschachtel gegen die vorgefertigten Faltungen und klappen die dazugehörige Seite behutsam nach innen. Dasselbe tun Sie daraufhin auch mit der unteren Seite. Folgen Sie am besten unseren Bildern, um den genauen Ablauf zu verstehen. Illustrationen sagen in diesem Fall wahrlich mehr als 1.000 Worte.

10. Schritt: Fertig ist der Boden Ihrer Origami-Papierbox. Wiederholen Sie die Schritte 1 bis 9 mit dem größeren Papierquadrat, um auch den passenden Deckel für die Schachtel zu erhalten. Prima und Glückwunsch, Sie haben soeben die erste Sprosse auf Ihrer Origami-Karriereleiter erklommen!

Tipp: Um die ersten Schritte – die des vorbereitenden Faltens – getrost überspringen zu können, verwenden Sie am besten direkt Origamipapier in Ihrer bevorzugten Farbe.

Anleitungsvideo

Anforderung: leicht
Zeitaufwand: gering

Hinweis: Wer die Kunst des Origami regelmäßig ausübt, fördert seine Kreativität und Feinmotorik. Zudem kommt sie einer meditativen Arbeit gleich, die sowohl innerlich als auch äußerlich beruhigt. Es lohnt sich also, sich intensiver mit Origami zu beschäftigen – nicht zuletzt, weil es sehr viel Spaß macht, Dinge durch das bloße Agieren der eigenen Hände wachsen zu sehen.

Dies soll auch unser Schlusswort sein. Papierschachteln zu basteln – ob mit Schere und anderen Helferlein oder ohne – hat nicht bloß funktionalen Nutzen, wenngleich ebendieser sehr groß ist. Vielmehr wird der rein praktische Aspekt ergänzt um die persönliche Freude und geistige Entwicklung, die der Bastler bei den Tätigkeiten erfährt. Kurzum: Erweitern Sie Ihren Horizont mit dem Falten einer hübschen Papierbox!

Tipps für Schnellleser:

  • Schachteln selbst basteln kostet kaum Aufwand, Zeit und Geld
  • An Materialien reichen oft Papier und Schere aus
  • Für Origami nur Papier und eigene Hände nötig
  • Spezielle Faltungen helfen die Schachteln zu kreieren
  • Viele verschiedene Schachtelvarianten möglich: Herz, Blüte, Pralinen
  • Beim Werken am besten immer der Bebilderung folgen
  • Faltkunst fördert Kreativität und Feinmotorik

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