Mit einem Knetball ist es ein Leichtes, Unruhe, Stress und Aggressionen abzubauen. Dank seiner praktischen Größe fungiert er als immer und überall mitführ- und einsetzbares Hilfsmittel. Nun gibt es fertige Anti-Stress- beziehungsweise Wutbälle in diversen Variationen relativ preiswert im Handel zu kaufen. Noch günstiger wird das nützliche Utensil jedoch, wenn man es selbst herstellt. Erfahren Sie in unserem umfassenden DIY-Ratgeber, wie Sie dabei vorgehen, welche Materialien Sie benötigen und was der fertige Ball Wundersames bewirkt!

Anti-Stress-Bälle sind so simpel aufgebaut wie effektiv wirksam. Natürlich wissen viele Firmen um die einfache Genialität der runden Helferlein und bieten sie zu relativ niedrigen Preisen zwischen drei und zehn Euro im Handel an. Allerdings existiert eine tolle Möglichkeit, noch weniger Geld für den eigenen Wutball auszugeben: Legen Sie selbst Hand an! Bei der Herstellung des Knetballs können Sie absolut nichts falsch machen. Zudem entscheiden Sie ganz allein, wie Ihr neuer Begleiter genau aussehen soll und mit welchem Material Sie ihn füllen wollen. In Frage kommen vor allem Reis, Mehl und Spielsand. Wir versorgen Sie mit vielen Informationen und Tipps rund um die Fertigung eines Anti-Stress-Balls und liefern Ihnen eine logische Schritt-für-Schritt-Anleitung, die Sie in kürzester Zeit zu einem optisch überzeugenden und stabilen Produkt führt, das bei allem Spaß auch und vor allem Ihrer psychophysischen Gesundheit dienlich ist!

Bevor wir uns voll und ganz der Herstellung des Knetballs widmen, möchten wir Ihnen einige allgemeine Informationen zur Wirkung des Anti-Stress-Balls mit auf den Weg geben – damit Sie erst einmal im Bilde darüber sind, weshalb es sich so ungemein lohnt, ein solches Utensil zu basteln.

Stressabbau: Wutbälle helfen

Stress ist alles andere als ein angenehmer Zustand – Sie kennen die damit verbundenen negativen Empfindungen sicherlich aus Ihrer eigenen Erfahrung. Tatsächlich handelt es sich jedoch um eine natürliche Reaktion des Körpers, die eine wichtige Funktion übernimmt: Das Stressgefühl ermöglicht es, in bedrohlichen Situationen rasch flüchten oder sich wehren zu können. Gut, diese extremen Zeiten, in denen das Fortbestehen der Existenz gefährdet war, sind für die meisten Menschen glücklicherweise längst vorbei, allerdings gibt es auch in unserer Gegenwart immer wieder neue Faktoren, die zu Stress führen: Streit und andere zwischenmenschliche Schwierigkeiten, Zeitdruck, Überarbeitung oder sonstige Probleme am Arbeitsplatz gelten als typische und wesentlichste Ursachen.

Oftmals kann sich der Gestresste der jeweils Stress verursachenden Situation nicht (gleich) entziehen. Wenn der Körper einmal Stresshormone ausgeschüttet und damit zusätzliche Energie bereitgestellt hat, muss Letztere abgebaut werden. Andernfalls könnte eine Schwächung des Immunsystems die Folge sein – und dies gilt es selbstverständlich zu vermeiden. Die beste Art, um die überschüssige Energie zu entladen, ist Bewegung. Nun verfügen die Wenigsten über die Möglichkeit, in entsprechenden Momenten sofort alles stehen und liegen zu lassen, um sich sozusagen Luft zu machen. Eine zu jedem beliebigen Zeitpunkt und an jeder Örtlichkeit anwendbare Option muss also zwingend her. Und da kommt der Anti-Stress-Ball, der Protagonist unseres DIY-Ratgebers, ins Spiel.

Knet-, Aggressions- oder Wutbälle bilden die perfekte Stressabbau-Methode für Zwischendurch. Durch ihre einfache Handhabung kann sie jeder verwenden, um sich ein Stück weit vom Stress zu lösen. Zudem nehmen die kleinen Bälle kaum Platz weg und lassen sich ohne weiteres in der Tasche oder im Rucksack, ja sogar in der Jacke transportieren, sodass sie immer griffbereit sind. So wenden Sie den Anti-Stress-Ball an:

Zum Stressabbau:

  • den Ball an eine Wand oder auf den Boden werfen
  • den Ball kräftig in und mit den Händen kneten

Zur Beruhigung und Entspannung:

  • mit dem Ball die eigenen Schultern, Handgelenke, Arme und Hände massieren – oder massieren lassen

Zum Spaß:

  • den Ball als Spielgerät verwenden und beispielsweise mit Kollegen oder Freunden kurze Wartephasen überbrücken und die Konzentration hochhalten, indem das Utensil hin- und hergeworfen wird)

Zusammenfassend kann man also vermerken, dass der Wutball mehrere Funktionen erfüllt. Er wirkt stress-, aggressions- sowie wutlindernd und beugt auf diese Weise den negativen Folgen ständigen Stresses vor. Neben der erwiesenen Gesundheitsförderlichkeit überzeugt der Anti-Stress-Ball auch als Massageutensil und Spielzeug.

Knetball-Bastelanleitung

Die für den selbst gebastelten Anti-Stress-Ball benötigten Materialien haben Sie möglicherweise bereits zuhause. Andernfalls sind sie günstig in nahezu jedem Supermarkt erhältlich.

wutball-selber-machen-01Diese Materialien brauchen Sie für Ihren Knetball:

  • 2 herkömmliche Luftballons
  • Mehl, Reis oder Sand
  • einen Trichter oder eine Plastikflasche
  • einen wischfesten Markierstift (optional)
  • Wolle und Kleber (optional)

Tipp 1: Zwar ist es prinzipiell möglich, Spielsand als Füllmaterial zu nutzen. Wir empfehlen Ihnen allerdings, auf Mehl und/oder runde Reiskörner zurückzugreifen. Denn Sand oder auch spitze Reiskörner würden Ihren Anti-Stress-Ball beim Kneten zu stark beschädigen.

Schritt für Schritt zu Ihrem Wutball:

1. Schritt: Nehmen Sie eine leere Plastikflasche zur Hand. Befüllen Sie diese mit der für Ihren Wutball passende Menge an Mehl, Reis oder Sand. Nehmen Sie dafür einen Trichter oder ein zusammengerolltes Papier. Befüllen Sie die Flasche eher mit etwas zu viel Mehl als zu wenig. Die überschüssige Füllung können Sie leichter im Nachhinein aus dem Ballon herauskippen, als diesen nachträglich zu befüllen.

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Empfehlung: Mischen Sie am besten Mehl und Reis ineinander. So schaffen Sie einen mittleren Festigkeitsgrad und Ihr Ball hält länger als mit einer reinen Mehlfüllung.

2. Schritt: Pusten Sie nun den gewünschten Ballon auf und stülpen Sie diesen über die Öffnung der gefüllten Flasche, so dass die Luft nicht aus dem Ballon entweichen kann.

3. Schritt: Kippen Sie nun die Flasche samt Luftballon um – das Mehl fällt nun fast von allein in den Ballon.

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Hinweis: Für einen handballengroßen Anti-Stress-Ball brauchen Sie circa zwei Drittel einer Tasse Füllmaterial. Dies entspricht einer Menge von etwa 160 bis 240 Millilitern. Anders formuliert: Für einen Anti-Stress-Ball, der bequem in die Handfläche passt, sollten Sie den Ballon etwa fünf bis sieben Zentimeter hoch füllen.

4. Schritt: Sobald der Ballon befüllt ist, können Sie dessen Ende, also den Hals, von der Flasche abziehen. Arbeiten Sie langsam und vorsichtig. Halten Sie mit den Fingern so gut es geht die Öffnung des Ballons zu. Die Luft muss langsam entweichen, sonst fliegt Ihnen das Mehl um die Ohren.

Tipp: Halten Sie den Ballonhals beziehungsweise die Ballonhälse zu und kneten den Ball ein wenig, um zu überprüfen, ob die Füllmenge bereits ausreicht. Ist dies nicht der Fall, so können Sie den Ballon nachträglich noch mit einem Trichter weiter befüllen. 

5. Schritt: Haben Sie den Eindruck, dass Ihr Anti-Stress-Ball ausreichend mit Mehl und/oder runden Reiskörnern befüllt ist, lassen Sie die überschüssige Luft ab, indem Sie den Hals beziehungsweise die Hälse des Ballons mit Daumen und Zeigefinger greifen und die beiden Finger nur leicht spreizen. Spreizen Sie sie zu stark, wird der Inhalt nur in alle Richtungen geblasen und es resultiert eine Sauerei. Anschließend verknoten Sie den Halsbereich gut.

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6. Schritt: Schneiden Sie den überflüssigen Gummi am verknoteten Ende ab, dies macht Ihren Wutball optisch ansprechender. Um den Knoten zu verbergen, schneiden Sie einen weiteren Luftballon (kann, muss aber nicht dieselbe Farbe sein) auseinander und stülpen diesen über den Knoten. Dies bringt Ihnen auch noch zusätzlich Stabilität und der Knetball kann nicht so schnell kaputtgehen.

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7. Schritt: Jetzt können Sie Ihre Kreativität einbringen, denn: Die optische Gestaltung des Anti-Stress-Balls ist an der Reihe. Ob Sie mit dem wischfesten Markierstift ein Gesicht oder ein Muster malen, bleibt ganz Ihnen überlassen. Bei einem Gesicht bietet es sich zudem an, ein paar Wollfäden auf den Gummiballon aufzukleben, um eine Haarpracht zu symbolisieren und den Ball weicher zu machen.

Tipp: Schon allein, was die Ballonwahl betrifft, haben Sie eine große Auswahl. So muss es nicht immer ein gewöhnliches Modell sein, es stehen Ihnen unter anderem auch herz- oder sternförmige Ballons zur Verfügung. Darüber hinaus finden sich Luftballons in den unterschiedlichsten Farben. Auch warten Ausführungen, die bereits mit einem Gesicht versehen sind. Kurzum: Sie haben die Qual der Wahl!

wutball-selber-machen-069. Schritt: Werfen, kneten, massieren – Ihr Wutball ist nun fertig!

Wozu einen vorgefertigten Anti-Stress-Ball im Handel kaufen, wenn er auch günstig selbst hergestellt werden kann? Abgesehen von der Kostenersparnis bauen Sie schon mit der eigenhändigen Kreation des Wutballs ein bisschen Stress beziehungsweise überschüssige Energie ab. Die Produktion des Helferleins ist einfach und beansprucht nur sehr wenig Zeit. Und mit dem finalen Objekt genießen Sie vielfältige Einsatzmöglichkeiten – vom Aggressionen mindernden Werfen bis hin zum entspannenden Massieren!

 

Tipps für Schnellleser:

  • 2 herkömmliche Luftballons, alternativ einen einzelnen Ballon aus dickem Gummi verwenden
  • Plastikflasche mit der Ballfüllung füllen (eher etwas mehr als zu wenig)
  • Mehl oder runde Reiskörner hineinfüllen, Sand oder spitzen Reis meiden
  • Am besten geeignet ist die Kombination aus Mehl und Reis
  • einen Luftballon aufpusten und über den Flaschhals ziehen
  • Flasche umkippen
  • Ballon abziehen und überschüssige Luft entweichen lassen
  • Ballon verknoten und mit einem zweite, abgeschnittem Ballon überziehen
  • Wutball werfen baut Stress spürbar ab und fördert die Konzentration
  • Ball kneten oder als Massagemittel eingesetzt löst die Anspannung
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Feli
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