Weiße Wäsche wieder weiß bekommen – 11 Hausmittel gegen Grauschleier

Weiße Wäsche wieder weiß bekommen

Schweiß, Deo, abfärbende Klamotten in der Waschmaschine oder schlechtes Waschmittel: Es gibt verschiedene Ursachen, weshalb weiße Wäsche vergilbt oder ergraut. Mit welchen Hausmitteln Sie Ihre Textilien wieder zum Strahlen bringen, erfahren Sie in diesem Beitrag. Außerdem: Warum Bleichmittel aus dem Handel nicht die optimale Wahl sind.

Weiße Wäsche

Weiße Wäsche verliert ihre makellose Strahlkraft oft schon nach kurzer Zeit. Nur zwei- oder dreimal in der Maschine gereinigt, weisen Hemd, Bluse, Hose und Gardinen unansehnliche gelbe Stellen oder ebenso unattraktiven Grauschleier auf. Doch wie kann das sein? Und vor allem: Wie lässt sich die Verfärbung wieder beseitigen? Praxistests zeigen, dass es durchaus schwierig ist, einmal vorhandenes Gelb oder Grau loszuwerden. Dennoch lohnt es sich in der Regel, auf bewährte Hausmittel zurückzugreifen. In unserem Ratgeber lernen Sie alle potenziellen Varianten kennen, weiße Wäsche wieder weiß zu bekommen.

Grauschleier

Wie kommt es eigentlich zu Grauschleier?

Ergraute Textilien haben gemeinhin eine dieser vier aufgeführten Ursachen.

  • zu wenig Waschmittel in der Maschine
  • qualitativ minderwertiges Waschmittel
  • Seifenrückstände aus dem Waschmittel
  • verfärbte Wäsche durch Mix der Farben

Weiße Wäsche wieder weiß bekommen, vergilbte Hemden

Zu wenig Waschmittel in der Maschine

Verwendet man zu wenig Waschmittel, kann sich der abgelöste Schmutz nicht so mit dem Spülwasser binden, wie es nötig wäre, um ihn zuverlässig aus der Maschine zu befördern. Das Resultat: Schmutzpartikel bleiben in der Trommel zurück – und setzen sich dann in den Textilien der nächsten Waschladung fest. Waschen Sie weiße Textilien wiederholt in einer verschmutzten Waschmaschine, ist es kein Wunder, wenn Sie bald ergraute Kleidung in den Händen halten.

Qualitativ minderwertiges Waschmittel

Das „Grauen“ droht ebenso bei Anwendung eines qualitativ minderwertigen Waschmittels. Es entsteht in dem Fall wie oben schon beschrieben.

Seifenrückstände aus dem Waschmittel

Waschen Sie Ihre weiße Wäsche häufig bei 30 oder 40 Grad, können Seifenrückstände aus dem Waschmittel der Grund für den Grauschleier sein. Fakt ist, dass sich die Seife, die jedes Waschmittel aufweist, bei niedrigen Temperaturen nur langsam im Wasser auflöst. Dies hat zur Folge, dass sich die Rückstände auf den Textilien niederlassen und die unerwünschte Verfärbung hervorrufen.

Weiße Wäsche wieder weiß bekommen, Waschmittel in Pulverform

Tipp: Um dem entgegenzuwirken, empfiehlt es sich, das Waschmittel bei Waschgängen mit 30 oder 40 Grad vorab in heißem Wasser aufzulösen und in der vorbereiteten Form direkt in die Trommel statt ins Hauptfach der Maschine zu geben.

Verfärbte Wäsche durch Mix der Farben

Waschen Sie Weißes mit Buntem oder Schwarzem, ist die Konsequenz Grauschleier. Ein klein wenig Farbe verlieren farbige und schwarze Textilien bei jedem Waschgang – diese „verirrt“ sich dann in Ihre weiße Wäsche und hinterlässt einen unschönen Grauschleier.

Kurzum: Waschen Sie Weißes separat, also getrennt von bunten und schwarzen Textilien.

Vergilbung

Und wie entsteht vergilbte Wäsche?

Wie für graue gibt es auch für vergilbte Wäsche mehrere Ursachen, die prinzipiell infrage kommen. Hier im Folgenden eine Auswahl typischer Gründe.

  • regelmäßiger Nikotinkonsum
  • Schweiß auf den Textilien
  • Deoflecken auf der Kleidung
  • länger unbenutzte Textilien

Regelmäßiger Nikotinkonsum

Regelmäßiger Nikotinkonsum macht nicht nur die Finger und Zähne gelb – er forciert des Weiteren verfärbte Wäsche. Auch Schweiß und Deodorants mit Aluminiumsalzen können Vergilbungen nach sich ziehen. Die Aluminiumsalze verbinden sich mit dem Schweiß – dies führt zu unschönen Spuren im Achselbereich.

Wissenschaftlichen Studien zufolge sind Aluminiumsalze gesundheitsschädlich. Sie stehen im Verdacht, unter anderem das Risiko von Brustkrebs und Alzheimer zu erhöhen. Achten Sie deshalb unbedingt darauf, nur Deos zu kaufen, die keine Aluminiumsalze enthalten. Die meisten heutigen Deodorants sind glücklicherweise frei von den potenziellen Schadstoffen.

Lagerung im Schrank

Lagert weiße Wäsche über einen längeren Zeitraum unbenutzt im Schrank, resultieren oftmals Vergilbungen. Dies liegt an organischen Substanzen, etwa von Lebensmittelflecken, die altern und sich allmählich gelb verfärben.

Tipp: Vergilbte Wäsche wird durch mehrmaliges Waschen bei 60 Grad und bei Verwendung eines hochwertigen Vollwaschmittels in der Regel wieder weiß. Aber: Nicht jedes Textil darf bei diesen Temperaturen gewaschen werden… In diesen Fällen ist es sinnvoll, die in diesem Beitrag beschriebenen Hausmittel genauer unter die Lupe zu nehmen und auszuprobieren.

Bleichmittel

Vorbemerkung: Bleichmittel sind nicht die optimale Lösung…

„Geben Sie etwas Bleiche in einen mit Wasser gefüllten Eimer. Dann legen Sie das vergilbte oder ergraute Textil hinein und lassen es einige Stunden einweichen. Nehmen Sie daraufhin das Kleidungsstück aus dem Bleichwasser heraus und waschen es zuletzt wie gewohnt in Ihrer Waschmaschine. Ihre Wäsche ist danach wieder strahlend weiß.“

So oder so ähnlich lauten die Anwendungsbeschreibungen der Hersteller von Aufhellern. Es gibt derartige Mittel zuhauf im Handel zu kaufen. Doch Vorsicht: Aufheller sind meist nichts anderes als Chlorreiniger – bekannt als aggressive Chemikalien. Experten raten davon ab, chemische Bleichmittel zu verwenden, und zwar aus gutem Grund: Textilgewebe verträgt solche Mittel häufig nicht. Es bilden sich dünne Stellen im Stoff und zum Teil sogar Löcher. Abgesehen davon belasten Bleichmittel die Umwelt.

Weiße Wäsche wieder weiß bekommen, weiße Handtücher

Hinweis: Je nach Zusammensetzung der Inhaltsstoffe des Bleichmittels können hochgiftige Verbindungen entstehen.

Auch von sogenannten „Wäsche-weiß-Tüchern“, die man mit in die Waschmaschine geben soll, nehmen Sie besser Abstand. Diese „Hilfsmittel“ enthalten optische Aufheller. Letztere legen sich während des Waschvorgangs auf die Textilien – um darauf haften zu bleiben. So erzeugen sie eine visuelle Täuschung, dem Anwender ein ganz besonders strahlendes Weiß vorgaukelnd. Das grundlegende Problem lösen diese Tücher aber nicht, denn der Schmutz bleibt in den Fasern. Somit ist die weiße Wäsche nur an der Oberfläche rein.

Wichtiger Hinweis: Werfen Sie einen Blick auf das Etikett mit Pflegehinweisen, sofern Sie es noch nicht vom jeweiligen Textil abgeschnitten haben. Sehen Sie darauf ein durchkreuztes Dreieck? Dann dürfen Sie das weiße Kleidungsstück so oder so nicht mit einem chemischen Mittel bleichen. Ist das Pflegeetikett nicht mehr vorhanden, verzichten Sie auch besser darauf, die Chemiekeule auszupacken.

Grundsätzlich gilt: Hausmittel sind die bessere, weil umwelt- und textilschonendere Wahl. Dennoch sollten Sie sich nichts vormachen: Der Erfolg kann auf sich warten lassen. Nach wie vor ist die Wirkung von Hausmitteln beim Bleichen von weißer Wäsche umstritten. Die Einen schwören darauf, die Anderen halten nichts davon.

Wir wissen aus eigener Erfahrung, dass die Hausmittel, die wir im Folgenden beschreiben werden, wirksam sein KÖNNEN. Eine Garantie darauf gibt es allerdings nicht. Gerade sehr hartnäckige Flecken stellen selbst das beste Hausmittel vor eine harte Probe. Unser Rat an Sie: Probieren Sie zunächst ein bis zwei der Mittel aus (natürlich vorsichtig!). Wirken sie nur mäßig oder gar nicht, sollten Sie Ihre verfärbte weiße Wäsche gleich in eine professionelle Reinigung bringen, wenn sie Ihnen wichtig ist.

Hausmittel

11 Hausmittel gegen graue oder gelbliche Verfärbungen

Die elf Hausmittel, die wir Ihnen nun vorstellen, im Überblick.

  • Essig
  • Salz
  • Schwarzer Pfeffer
  • Milch
  • Backpulver
  • Natron
  • Zitronensäure
  • Wasserstoffperoxid
  • Tinte
  • Rosskastanienzweige
  • Sonnenlicht (UV-Strahlung)

Essig

Das „Wundermittel“ Essig wirkt gegen jede Ursache von Grauschleiern und Vergilbungen. Es hat beispielsweise einen kalklösenden Effekt, sodass es unter anderem gegen mögliche Kalkseifenrückstände in den Textilien erfolgreich ankämpft. Außerdem bereinigt das Mittel vergilbte Kleidung. Die Säure dringt in die Fasern ein und beseitigt die Verfärbung. Essig hat das Potenzial, Wäsche wieder strahlend weiß zu bekommen – ohne die Stoffe anzugreifen.

Hinweis: Natürlich ist der weiße Essig gemeint!

So geht’s:

Geben Sie je nach Grad der Verschmutzung eine halbe bis ganze Tasse Essig ins Weichspülerfach Ihrer Waschmaschine. Bei extrem kalkhaltigem Wasser empfiehlt es sich, noch etwas mehr Essig zu benutzen. Die Waschprozedur selbst führen Sie wie immer durch (Programm, Temperatur), vorausgesetzt, sie ist richtig (Pflegeetikett beachten!).

Essig-Essenz

Tipp: Bei hartnäckigen Flecken, etwa von Deo, Rotwein oder Kaffee, ist ratsam, das Textil zu allererst mit Essig vorzubehandeln. Dafür lassen Sie es einfach für ein paar Stunden in einer Mischung aus Wasser und Essig einweichen (Verhältnis 2:1).

Im Übrigen verfliegt der lästige Essiggeruch spätestens beim Trocknen der Textilien. Und: Vergilbte Kleidung, die längere Zeit nicht zum Einsatz gekommen ist, fällt oft durch ihren modrigen Geruch negativ auf. Essig nivelliert diesen durch seinen starken Eigenduft (der sich jedoch bald verabschiedet, sodass die weiße Wäsche wunderbar frisch duftet).

Tipp für die Zukunft: Verwenden Sie Essig regelmäßig als Ersatz für den Weichspüler, wenn Sie weiße Textilien waschen. So beugen Sie Grauschleier gezielt vor. In dem Fall genügt aber schon ein Schuss des Hausmittels, es bedarf dann keiner ganzen Tasse davon. Angenehmer Nebeneffekt: Essig macht Textilien schön weich – ideal bei Handtüchern und Bettwäsche, aber auch bei mancher Kleidung.

Salz

Salz besitzt durch seine feine Schleifwirkung die Fähigkeit, Seifenrückstände aus weißer und auch aus farbiger Wäsche zu lösen.

So geht’s:

Geben Sie circa 100 Gramm Salz direkt zu den Textilien in die Trommel.

Weiße Wäsche wieder weiß bekommen, Salz

Schwarzer Pfeffer

Die Partikel von gemahlenem schwarzen Pfeffer weisen im Grunde genommen dieselben Charakteristika auf wie Salz. Sie helfen, graue oder gelbliche Schleier zu beseitigen.

So geht’s:

Fügen Sie dem Waschmittel einen Teelöffel mit schwarzem Pfeffer hinzu. Der Mix kommt wiederum in die Trommel, NICHT ins Fach.

Weiße Wäsche wieder weiß bekommen, Schwarze Pfefferkörner

Milch

Auch Milch wird schon seit Jahrhunderten bleichende Wirkung zugeschrieben. Grund dafür ist die enthaltene Milchsäure. Diese verbindet sich mit dem „Färbestoff“, der für den Grau- oder Gelbstich auf dem jeweiligen Textil verantwortlich ist, und trägt zu dessen Auflösung bei.

Tipp: Milch soll insbesondere bei empfindlichem Gewebe und Baumwolle hervorragende Dienste leisten. Neben dem bleichenden Effekt bietet das Hausmittel eine sanfte Pflege für die entsprechenden Textilien.

So geht’s:

Befüllen Sie einen Eimer mit zwei Tassen kalter Milch sowie einer Tasse eiskalten Wassers und einigen Eiswürfeln. Daraufhin weichen Sie das graue oder vergilbte Textil rund eine Stunde lang darin ein. Zuletzt ist wieder ein klassischer Waschdurchgang angesagt.

Weiße Wäsche wieder weiß bekommen, Milch

Tipps:

  • eventuell bleibt nach dem ersten Waschen ein Milchrand zurück
  • dieser sollte bei der nächsten Fahrt in der Waschmaschine allerdings verschwinden
  • um den manchmal auftretenden Milchgeruch loszuwerden, lassen Sie das Textil einfach an der Luft trocknen (am besten in der Sonne, das unterstützt die bleichende Wirkung)

Backpulver

Backpulver setzt sich im Wesentlichen aus Natronsalz und Säure zusammen. In Verbindung mit Wasser reagieren die beiden Stoffe zu Kohlendioxid. Letzteres „sprudelt“ das Grau oder Gelb aus der weißen Wäsche heraus.

So geht’s:

Geben Sie zusätzlich zum Vollwaschmittel ein Tütchen Backpulver in die Trommel der Waschmaschine und waschen Sie das Textil wie gewohnt.

Tipp: Der Reinigungseffekt lässt sich noch verstärken, indem Sie das Backpulver durch einen Teelöffel Salz ergänzen. Bei gelben Flecken ist es sinnvoll, vor dem Waschgang einen Schuss Essig direkt darauf zu träufeln.

Weiße Wäsche wieder weiß bekommen, Backpulver und Essig

Schon gewusst …? Mit Backpulver bekommt man auch weiße Schuhe wieder sauber.

Natron

Ob als Hauptbestandteil im Backpulver oder pur: Natron ist imstande, vergilbte oder graue Wäsche wieder strahlend weiß zu bekommen. Außerdem wirkt das Mittel antibakteriell.

So geht’s:

Fügen Sie dem Waschmittel eine halbe Tasse Natron hinzu. Der Rest ist identisch zur Vorgehensweise beim Backpulver. Alternativ oder ergänzend können Sie das ergraute oder gelbgefleckte Textil auch vor dem Waschen eine Nacht lang in Natronwasser baden lassen. Dazu mischen Sie in einer großen Schüssel heißes Wasser mit einer halben Tasse Natron.

Tipp: Die Vorbehandlung empfiehlt sich vor allem für Textilien, die nicht bei 60 Grad Celsius gewaschen werden dürfen.

Weiße Wäsche wieder weiß bekommen, Natron

Zitronensäure

Zitronensäure kann vor allem bei gelblichen Verfärbungen im Achselbereich (Deoflecken) Wunder wirken.

So geht’s:

Lösen Sie circa zwölf bis 15 Gramm Zitronensäurepulver in einem Liter warmen Wassers auf. Alternativ können Sie auch sechs bis acht Zitronenscheiben verwenden. Dann lassen Sie das Textil ungefähr vier Stunden in dem Gemisch liegen. Es folgt der klassische Waschgang – fertig.

Tipp: Sind die gelben Flecken noch nicht ganz verschwunden, lohnt es sich oft, eine zweite Runde zu starten, um den gewünschten Effekt zu erzielen.

Weiße Wäsche wieder weiß bekommen, Zitronensäure

Wasserstoffperoxid

Wasserstoffperoxid eignet sich nicht nur gut zum Blondieren der Haare, sondern auch zum Bleichen von weißer Kleidung und anderen Textilien in der hellsten aller Farben. Tatsächlich ist die natürliche Substanz auch in einigen Bleichmitteln enthalten, die es auf dem Markt zu kaufen gibt (allerdings gesellen sich in den Fällen eben noch viele Chemikalien hinzu…). Ob vergraute oder vergilbte Stellen: Wasserstoffperoxid hilft, die Verfärbung aufzuheben.

Wichtig: Verwenden Sie NUR Wasserstoffperoxid mit einer Konzentration von drei Prozent. Bei einer höheren Dosierung herrscht Verätzungsgefahr.

So geht’s:

Geben Sie zum Vollwaschmittel eine halbe Tasse des Mittels dazu. Wie gewohnt waschen. Auch hier besteht wieder die Möglichkeit der Vorbehandlung (insbesondere bei deutlich sichtbaren Flecken empfehlenswert): Tragen Sie Wasserstoffperoxid direkt auf die Stellen auf, lassen das Ganze ein paar Minuten einwirken und beginnen dann die Wäsche (dennoch MIT der halben Tasse Wasserstoffperoxid in der Maschine).

Weiße Wäsche wieder weiß bekommen, Wasserstoffperoxid

Rosskastanienzweige

Kein Hausmittel im eigentlichen Sinne, aber eine sehr interessante Variante zum Bleichen vergilbter oder ergrauter Wäsche bilden Rosskastanienzweige. Das enthaltene Glycosid Aesculin fluoresziert auf eine Weise, dass es wie optische Aufheller in Waschmitteln wirkt – nur eben auf natürliche Art.

So geht’s:

Schneiden Sie einen Rosskastanienzweig in circa zwei Zentimeter lange Stücke und geben diese in einem Wäschesäckchen mit in die Trommel (zusätzlich zum Waschmittel – in dem Kontext sei erwähnt, dass Sie sich in Eigenregie auch Kastanienwaschmittel herstellen können…).

Hinweis: Der Effekt ist meist nur vorübergehend. Doch wenn Sie die Möglichkeit haben, an Rosskastanienzweige zu kommen, können Sie den Vorgang gut bei jedem Weißwaschgang durchführen.

Weiße Wäsche wieder weiß bekommen, Rosskastanienzweige

Tinte

Gelb verfärbte Textilien bekommen durch Zugabe von blauer Tinte ihre weiße Strahlkraft zurück. Erklärung: Vergilbtes reflektiert mehr rote und grüne als blaue Lichtwellen. Deshalb wirkt die Verfärbung auf das menschliche Auge gelblich. Um die „weiße Sicht“ zu erreichen, muss der blaue Anteil der reflektierten Lichtwellen wieder höher werden.

Hinweis: Bei der additiven Farbmischung ergibt die maximale Reflektion von roten, grünen und blauen Lichtwellen für unser Auge die weiße Farbe.

Blaue Tinte hilft, die Pigmentierung des Stoffes so anzupassen, dass die Lichtfarben wieder halbwegs gleichmäßig reflektiert werden. Vollkommen präzise lässt sich das natürlich nicht steuern, doch Weiß mit leichtem Blaustich empfinden wir als reiner als Weiß mit leichtem Gelbstich.

So geht’s:

Waschen Sie Ihre vergilbte weiße Wäsche weitestgehend wie immer – mit dem einzigen Unterschied, dass Sie circa vier bis acht Tropfen Tinte ins Weichspülerfach geben.

Weiße Wäsche wieder weiß bekommen, Blaue Tinte

Wichtig: Die Tinte funktioniert lediglich als Aufheller, sie beseitigt die Ursache nicht. Zudem ist sehr wahrscheinlich, dass sich der Effekt beim nächsten Waschgang (ohne Tinte) bereits wieder verabschiedet. Deshalb empfiehlt es sich auf lange Sicht, lieber auf Natron und Co. zu setzen, also auf Hausmittel, die tiefgreifend gegen die verfärbte Wäsche (ihre Ursachen) vorgehen.

Tipp: Der Trick mit der Tinte zeigt oft lediglich bei natürlichen Fasern wie Baumwolle einen Effekt. Bei Kunstfasern klappt es selten, da diese meist keine Färbeprodukte annehmen.

UV-Licht und Sauerstoff

Unabhängig davon, welches Hausmittel Sie probieren: Hängen Sie Ihre weiße Wäsche nach dem Waschen draußen in der Sonne auf – für eine zusätzliche, schonende Aufhellung. UV-Licht und der Sauerstoff in der Luft sind quasi Bleichmittel der natürlichen Art. Zwar ist der bleichende Effekt nur leicht, doch er kann die Wirkung der angewandten Methode etwas verstärken.

Weiße Wäsche wieder weiß bekommen, Wäsche in der Sonne trocknen

Allgemeiner Hinweis

Jedes Hausmittel reagiert unterschiedlich auf Ihre ergraute oder gelblich verfärbte weiße Wäsche. Deshalb raten wir Ihnen, immer VORAB einen Test an einem vergleichbaren (aber nicht mehr zwingend benötigten…) Textil (gleiches Material) vorzunehmen, um sicher zu gehen, dass der Stoff nicht in Mitleidenschaft gezogen wird.

Ergraute und/oder vergilbte weiße Wäsche zukünftig verhindern

Zum Abschluss noch einmal zwei wichtige Tipps, wie Sie graue oder gelbliche Schleier auf Ihren weißen Textilien zukünftig verhindern können.

  • waschen Sie weiße Wäsche IMMER separat (nicht mit Buntem oder Schwarzem)
  • verwenden Sie ausschließlich hochwertiges Vollwaschmittel, am besten pulverförmiges
  • Tenside lösen Flecken und sonstigen Schmutz
  • die abgelösten Schmutzpartikel fließen mit dem Spülwasser ab und können sich dank der Vergrauungsinhibitoren im Waschmittel nicht bei der nächsten Waschrunde auf Ihre weiße Kleidung legen
  • zudem sind Bleichmittel und optische Aufheller im Vollwaschmittel enthalten – sie hellen das Gewebe auf

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