Waschmaschine heizt nicht – mögliche Ursachen und Reparaturkosten

Waschmaschine heizt nicht

Waschmaschinen sind aus dem heutigen Haushalt nicht mehr wegzudenken, nehmen sie den Menschen doch eine der schwersten Hausarbeiten ab. Aufgrund ihrer täglichen oder wöchentlichen Nutzung über Jahre hinweg kann es immer mal wieder vorkommen, dass es zu Problemen mit dem Gerät kommt, die unbedingt behoben werden sollten. Eines der größten Probleme stellt dabei ein nicht funktionierendes Heizelement dar.

Wenn die Waschmaschine nicht mehr heizt, ist das nicht nur unvorteilhaft, sondern auch ärgerlich, denn ohne erhitztes Wasser können vielerlei Flecken nicht beseitigt werden. Vor allem bei verschmutzter Wäsche, die auf ein Kochprogramm angewiesen ist, darf die Heizleistung nicht ausfallen. Kommt Ihre Wäsche kalt aus der Maschine und wirkt noch schmutzig, ist von einem Problem mit den Heizelementen oder der elektronischen Steuerung der Waschmaschine auszugehen. Da diese Ursachen bei diesem Ausmaß nur von Menschen mit Fachkenntnissen in der Elektronik erkannt und behoben werden können, kommen auf den Normalverbraucher unterschiedliche Reparaturkosten zu, die sich nach der Schwere des Problems richten.

Mögliche Ursachen

Wie andere Geräte im Haushalt gehören Waschmaschinen zu den am stärksten beanspruchten Helfern und viele der genutzten Komponenten verschleißen nach einigen Jahren. Fällt die Hitze beim Waschen aus, kann dies aber nicht nur aufgrund von verschlissenen Teilen passieren. Hier kann nämlich auch die Elektronik schuld sein, die entweder Defekt ist oder neu eingestellt werden muss. Die möglichen Ursachen sind:

  • Probleme mit dem Heizstab oder der Heizelemente
  • Kabelkontakte defekt
  • NTC-Sensor defekt (Heißleiter)
  • möglicherweise beschädigte Isolierungen
  • Kabel durchgebrannt oder gebrochen, seltener Wackelkontakt
  • Trockenlaufschutz defekt
  • Heizschütz defekt
  • falsche Belegung des Programmschalters
  • verstopfte Luftklappe
  • Laugenbottich ausgelaufen
  • Pumpe defekt

Wie Sie sehen, können die Gründe für die nicht ausreichende Heizleistung vielfältig sein und verlangen häufig Fachkenntnisse und spezielle Messgeräte, um diese überhaupt erkennen zu können. Ein Beispiel hierfür sind Widerstände innerhalb der Maschine, wie der Temperaturfühler. Der Großteil der Ursachen lässt sich ausschließlich über einen Check oder eine Reparatur lösen, da die Heizelemente über elektronische Verbindungen mit der Steuerplatine verbunden sind, die ebenfalls beschädigt sein kann. Dennoch können Sie eine Analyse der offensichtlichen Kabel und Lötstellen selbst durchführen, ohne über Kenntnisse auf diesem Gebiet verfügen zu müssen. Dafür öffnen Sie die Rückseite und den Deckel der Maschine.

Das benötigen Sie:

  • Kreuzschlitzschraubenzieher oder Torx-Schraubenzieher, je nach Modell
  • Eimer
  • Tücher zum Trocknen

Tipp: Nutzen Sie ausschließlich einen Schraubenzieher, der vor möglichen elektrischen Ladungen geschützt ist. Da die Waschmaschine ein Elektrogerät ist, sollten Sie hier auf Nummer sicher gehen.

Fehlercode

Bevor Sie die Waschmaschine öffnen, sollten Sie während des Waschens darauf achten, ob Ihre Maschine einen Code auf dem Bedienfeld anzeigt. Das ist wichtig, denn vor allem moderne Maschinen verfügen über eine Vielzahl von Sensoren und Mechanismen, die Probleme erkennen und Ihnen über einen Fehlercode zur Seite stehen. Je nach Hersteller unterscheiden sich diese natürlich und aus diesem Grund sollten Sie in die Gebrauchsanleitung der Maschine schauen und nach dem Code suchen. So sparen Sie sich mögliche Reparaturkosten, da Sie schon im Voraus wissen, was das Problem sein könnte. Natürlich ist das nicht der Fall bei älteren Modellen.

Waschmaschine heizt nicht

Erster Check

Sie wundern sich bestimmt, warum Sie hier ausschließlich die Rückseite und den Deckel der Maschine öffnen und nicht die Vorderseite. Das liegt vor allem an der Tür. Die Waschmaschinentür ist recht schwer abzubauen und noch schwerer, wieder richtig anzubringen, wenn Sie nicht über die notwendigen Fähigkeiten verfügen. Daher sollten Sie ausschließlich die beiden genannten Teile entfernen, da sich diese rein über einen passenden Schraubenzieher und etwas Kraft ausbauen lassen. Für den Check gehen Sie dabei wie folgt vor:

1. Schritt: Schließen Sie die Waschmaschine vom Strom ab. Ziehen Sie die Maschine etwas nach vorne, um an die Schläuche zu gelangen.

2. Schritt: Schließen Sie den Wasserhahn und entfernen anschließend die Schläuche. Hier ist es wichtig, vorher den Eimer unter die Öffnungen in der Maschine zu stellen, damit das Wasser hineinfließen kann.

3. Schritt: Entleeren Sie Schläuche in den Eimer oder ein Waschbecken. Platzieren Sie diese sicher und abseits von elektronischen Leitungen oder Steckdosen.

4. Schritt: Nun können Sie mit den Schraubenziehern die hinteren Schrauben öffnen. Mindestens zwei befinden sich in den oberen Ecken und weitere können je nach Hersteller über die gesamte Rückseite verteilt sein.

5. Schritt: Nachdem die Schrauben entfernt wurden, können Sie die Rückseite vorsichtig abheben und diese zum Beispiel an eine Wand stellen.

6. Schritt: Nun können Sie den Deckel abnehmen. Dafür ziehen Sie diesen etwas nach vorne und heben ihn ab. Der Deckel wird über Steckverbindungen geöffnet, die nur mit dem Öffnen der Rückseite funktionieren. Das macht es einfach, ihn nach der Rückseite zu entfernen. Platzieren Sie den Deckel ebenfalls an einer Wand.

7. Schritt: Nun können Sie das Innere der Waschmaschine so gut wie es geht betrachten. Checken Sie hier alle möglichen Stromkabel und Lötstellen, ob diese gebrochen oder durchgebrannt sind. Suchen Sie auch nach Knicken, denn selbst diese sorgen für einen Ausfall der Heizelemente. Ebenso mögliche Wackelkontakte.

8. Schritt: Im oberen rechten Teil des Geräts, sichtbar durch den Deckel, können Sie die Steuerungsplatine der Maschine entdecken. Nehmen Sie diese besonders vorsichtig aus dem Gerät und checken Sie auch hier die Verbindungen.

9. Schritt: Häufig lösen sich hier Kabel aufgrund der Bewegung der Maschine und diese können eigentlich wieder angelötet werden.

10. Schritt: Falls Sie Löten können, könnten Sie die kalten Lötstellen selbst reparieren, doch ist es kein Problem, wenn dies von einem Fachmann übernommen wird. Es ist einfach sicherer.

Falls Sie mögliche Fehlerquellen entdeckt haben, sollten Sie diese unbedingt den Techniker mitteilen, da dieser dadurch bestimmte Ursachen ausschließen kann. Das schlägt sich natürlich auf den Preis wieder, da er nicht so lange bleiben oder unnötig Komponenten überprüfen muss, was Zeit kostet. Aus diesem Grund können Sie durch diesen Check wenigstens eine Vorstellung davon haben, was der Grund für das Problem sein könnte. Danach ist es notwendig, einen Fachmann die notwendigen Reparaturen durchführen zu lassen, wenn Sie selbst nicht genügend Erfahrung im Bereich der Elektrotechnik haben.
Hinweis: Je nachdem wann der Techniker Zeit für Sie hat, können Sie die Maschine ruhig offen stehen lassen. Bei längeren Wartezeiten sollten Sie diese wieder schließen, damit nicht aus Versehen Wasser, zum Beispiel beim Duschen, in die Maschine gelangt.

Reparaturkosten im Detail

Wenn Sie Ihre Waschmaschine reparieren lassen müssen, kommen je nach Ursache und Aufwand entsprechende Reparaturkosten auf Sie zu, die schon mal locker im dreistelligen Bereich landen können. Sobald Sie keine Garantie auf das Gerät mehr haben, müssen Sie alle Reparaturkosten selbst übernehmen, was bei Waschmaschinen recht teuer werden kann. Vor allem wenn einzelne Komponenten komplett ausgetauscht werden müssen, wie zum Beispiel die Pumpe, kommen hier Kosten aufgrund des Zeitaufwands, des Wechsels und der Ersatzpumpe auf Sie zu. Aufgrund der landesweiten Nutzung von Waschmaschinen fallen die Reparaturkosten recht günstig aus. Mögliche Kostenpunkte:

  • Fehlerdiagnose
  • Heizelemente austauschen
  • Elektronik reparieren
  • Pumpe austauschen
  • Kabel und Isolierungen austauschen
  • Laugenbottich austauschen

Fehlerdiagnose

Die Fehlerdiagnose ist essentiell, bevor Sie überhaupt über eine mögliche Reparatur der Maschine nachdenken können. Über die Diagnose erkennt der Techniker, was die Ursache für den Fehler ist und wie diese am schnellsten behoben werden kann. Fehlerdiagnosen sind recht günstig und belaufen sich auf zehn bis 25 Euro in den größeren deutschen Städten, da die Profis hier nicht lange Anfahrtswege hinnehmen müssen und dementsprechend die Termine einplanen können. Abseits der gut erschlossenen Städte können Preise zwischen 30 und 60 Euro anfallen. Zu den günstigen Städten gehören hier Berlin, Frankfurt und Köln, in denen es zum Teil sogar kostenlose Angebote gibt.

Tipp: Kleine Fehler wie verstopfte Luftklappen können auch während der Fehlerdiagnose behoben werden.

Heizelemente

Einen Heizstab oder bestimmte Heizelemente austauschen klingt viel teurer als es eigentlich ist. Da der Heizstab eine der Komponenten in der Waschmaschine ist, die am stärksten unter Verschleiß leidet, müssen diese recht häufig ausgetauscht werden. Sie leiden vor allem zu viel Kalk im Wasser und gehen dadurch schnell kaputt. Beim Austausch der Heizelemente wird zwischen 150 und 200 Euro verlangt, da nicht jeder Hersteller die gleichen Heizstäbe zulässt. Zum Beispiel kosten Heizstäbe bei AEG zwischen rund 60 und 80 Euro, während Miele zwischen 35 und 90 Euro, je nach Modell, verlangt. Originalteile sind hier allgemein teurer.

Elektronik

Die Reparaturkosten für die Elektronik sind schwer zu kalkulieren, da zahlreiche elektronische Komponenten in der Maschine beschädigt sein können. Meist brennt hier nur ein Element durch, doch wird es besonders teuer bei der Steuerplatine. Die Kosten belaufen sich je nach Element auf 100 bis 800 Euro. Vor allem die Steuerung bei modernen Maschinen ist hier zu nennen, da hier die Technik sehr ausgefeilt und schwer einzubauen ist, da eine Vielzahl von Konfigurationen richtig eingestellt werden müssen. Zum Beispiel kosten bestimmte Elektroniksteuerungen von AEG satte 500 bis 550 Euro. Je älter das Gerät ist, desto günstiger wird hier die Reparatur.

Waschmaschine zieht kein Wasser

Pumpe

Mit der Pumpe findet sich ein Teil, das ebenfalls recht häufig ausgetauscht werden muss, da es ständig genutzt wird. Sie kann verstopfen, was nicht weiter schlimm ist, aber auch komplett unbrauchbar aufgrund von Verschleiß werden. Dann muss diese gewechselt werden, was zwischen 150 und 250 Euro kostet. Hier können noch weitere geringe Kosten auf Sie zukommen, wenn andere Teile in direkter Umgebung der Pumpe verschlissen sind, wie Schläuche oder Abdeckungen.

Kabel und Kleinteile

Hier ist eine direkte Kostenanalyse nicht möglich, da jede Komponente unterschiedliche Verbindungen benötigt. Diese Kosten gehören aber zu den Geringsten und werden häufig nicht einmal in die Rechnung mit aufgenommen.

Laugenbottich

Der Laugenbottich geht nur in seltenen Fällen kaputt, benötigt aber recht lange bis er ausgetauscht ist, da er die Trommel umschließt. Mögliche Reparaturkosten beginnen hier bei 500 Euro.

Lohnt sich eine Reparatur?

Es ist notwendig zu analysieren, ob sich eine Reparatur der Waschmaschine überhaupt lohnt. Je nach Alter und Zustand der Maschine sollte auf diese nämlich verzichtet werden, wenn sie schon recht alt ist oder schon häufiger repariert werden musste. Vor allem wenn sich die Reparaturen über einen kurzen Zeitraum häufen, sollte auf ein neues Gerät gesetzt werden, da schon eine Inspektion genug Geld kosten kann. Haben Sie noch Garantie auf das Gerät, sollten Sie von dieser Gebrauch machen, da ein Problem mit den Heizelementen der Waschmaschine häufig kein Fremdverschulden, sondern ein direktes Problem der Maschine selbst darstellt.

Tipp: Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob sich eine Reparatur lohnt, können Sie sich auch einen Kostenvoranschlag bei den jeweiligen Technikern einholen. Das reduziert mögliche Reparaturkosten effektiv und Sie können problemlos in eine neue Maschine investieren, falls notwendig.

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