Ein Haushalt ohne Waschmaschine ist undenkbar, egal ob es sich um einen Singlehaushalt oder eine Familie mit vielen Kindern handelt. Dreckige Wäsche fällt in vielen Bereichen an und dank der Maschine ist Schmutz kein Problem mehr. Doch die Anschaffung ist teuer und damit das Gerät möglichst viele Jahre überlebt, ist regelmäßiges entkalken wichtig.Für die Anschaffung eines guten Waschautomaten können schon mal mehrere hundert Euro anfallen, umso ärgerlicher, wenn das Gerät nach ein paar Jahren Betriebsdauer plötzlich defekt ist. Schuld sind häufig Kalkablagerungen, die sich an den empfindlichen Schläuchen oder den Heizstäben ansammeln. Wie schnell Verkalkungen entstehen ist abhängig vom Wasserhärtegrad, dieser kann zwischen eins und vier liegen. Mit kleinen Teststäbchen aus der Apotheke können Sie den Härtegrad schnell ermitteln. Häufig gibt jedoch auch der lokale Wasserversorger Auskunft oder Sie finden im Internet Hinweise, welcher Wasserhärtegrad in Ihrer Wohnregion vorherrscht. Doch unabhängig vom Härtegrad ist es notwendig, dass Sie Ihre Maschine regelmäßig entkalken. Sie sorgen damit für eine lange Lebenszeit und beugen zudem der Entstehung von Gerüchen vor.Waschmaschnine

Wie häufig muss die Waschmaschine entkalkt werden?
Die Häufigkeit der Entkalkung ist abhängig von verschiedenen Faktoren. Die meisten Hersteller von Waschpulver mischen diesem bereits Wasserenthärter oder Entkalkungsmittel bei, so dass die Maschine bei jedem Waschgang gepflegt und geschont wird. Bei Wasserhärtegrad eins oder zwei ist das vollkommen ausreichend und eine einjährige Entkalkung genügt. Schwieriger wird es, wenn der Wasserhärtegrad bei drei oder sogar bei vier liegt. Die im Waschmittel enthaltenen Mittel sind nun nicht mehr ausreichend, um die empfindlichen Schläuche und Heizstäbe vor Kalkablagerungen zu schützen. Das Problem ist hierbei nicht nur der Kalk, sondern auch die Fett- und Schmutzschicht, die sich unter dem Kalk angesiedelt hat und die darauf entsteht.

Auf Dauer führt eine zu hohe Kalkkonzentration in der Waschmaschine nicht nur dazu, dass die Wäsche nach dem waschen unangenehm riecht, sondern auch zu bleibenden Schäden an der Elektrik. Zu- und Ablaufschlauch werden porös, im schlimmsten Fall entsteht ein Leck und in Folge dessen ein enormer Wasserschaden. Durch hohe Kalkkonzentrationen an den Heizstäben der Maschine steigt zudem Ihr Stromverbrauch rasant an. Ist eine dicke Kalkschicht auf dem Heizstab vorhanden, muss deutlich mehr Energie erzeugt werden, damit die gewünschte Waschtemperatur erreicht wird. Das hat zur Folge, dass der Stromverbrauch steigt und Ihre Maschine bei jedem Waschgang belastet wird. Mit einer regelmäßigen Entkalkung sorgen Sie diesen Problemen vor und können die Lebensdauer Ihrer Waschmaschine erheblich verlängern.

Entkalken-1
Materialien zur Entkalkung

Häufigkeit der nötigen Entkalkung in der Übersicht:
Wasserhärtegrad 1 – Entkalkung einmal pro Jahr
Wasserhärtegrad 2 – Entkalkung ein bis zweimal pro Jahr
Wasserhärtegrad 3 – Entkalkung zwei bis dreimal pro Jahr
Wasserhärtegrad 4 – Entkalkung einmal pro Quartal

Das benötigen Sie für die Entkalkung

  • mit Zitronensäure
    • Putzeimer 10 Liter
    • ein Päckchen Zitronensäure
  • mit Essigessenz:
    • eine Flasche Essigessenz
  • mit Kalklöser:
    • handelsüblichen Entkalker

Vorbereitung

Bevor Sie mit der Entkalkung anfangen können, muss die Maschine komplett geleert werden. Achten Sie darauf, dass keine vergessenen Socken in der Trommel sind oder sonstige Kleidungsstücke nicht entnommen wurden. Entfernen Sie die Waschmittelschublade und reinigen Sie diese gründlich. Auch das Flusensieb hat eine solche Behandlung notwendig, entfernen Sie es und entfernen Sie alle Flusen und Stoffreste vollständig. Setzen Sie beides wieder ein, bevor Sie mit der Entkalkung beginnen. Lassen Sie zunächst das Kochwäscheprogramm mit 95 Grad einmal durchlaufen. Dies sorgt dafür, dass vorhandene Schmutz- und Fettablagerungen auf der Kalkschicht gelöst werden und diese besser entfernt werden kann.

Zitronensäure

Vorbereitung
ZitronensäureZitronensäure aus der Drogerie oder dem Supermarkt ist ein beliebtes Mittel, um eine verkalkte Waschmaschine wieder zu reinigen. Da die Säure jedoch recht aggressiv ist, sollten Sie sie nicht unverdünnt anwenden. Nehmen Sie einen Putzeimer und füllen Sie ca. zwei Liter klares Wasser hinein. Nun lassen Sie acht Esslöffel Zitronensäure ins Wasser rieseln und warten, bis sie sich vollständig aufgelöst hat. Rühren Sie die Flüssigkeit einmal kurz um und geben sie dann in die Trommel der Waschmaschine. Bitte geben Sie die Säure nicht ins Waschmittelfach, sie könnte sich hier absetzen und eine vollständige Entkalkung verhindern. Es ist keine weitere Zugabe von Reinigungsprodukten erforderlich, das Waschmittelfach bleibt unbenutzt. Bitte mischen Sie niemals verschiedene Entkalker miteinander, wenn Sie sich für ein Produkt entschieden haben, sollten Sie auch nur dieses anwenden.

Entkalken
Stellen Sie den Kochwaschgang, möglichst mit Vorwäsche bei Ihrer Maschine ein. Schließen Sie die Tür sorgfältig und lassen den Waschgang dann durchführen. Es ist ratsam, während des Entkalkungsvorgangs in der Nähe zu bleiben, um das Ergebnis zu verbessern. Wenn die Maschine bei ihrer Maximaltemperatur angekommen ist haben Sie nämlich die Möglichkeit, diese für die Dauer von ca. ein bis zwei Stunden zu stoppen. Lassen Sie das Wasser in der Trommel einfach stehen und öffnen Sie keinesfalls die Tür. Durch den hohen Wasserstand kann die Zitronensäure besonders gut einwirken und sorgt für maximale Entkalkung. Sollte Ihre Waschmaschine keine Möglichkeit für einen Stopp anbieten, lassen Sie den Waschgang einfach wie gewohnt durchlaufen. Bei starken Verkalkungen können Sie einen zweiten Vorgang durchführen, um ein möglichst gutes Reinigungsergebnis zu erzielen.

Nach dem Entkalken
Wenn der Waschgang mit der Zitronensäure vollständig durchgeführt wurde, ist der Kalk an Ihrer Maschine gelöst und Sie haben wichtige Maßnahmen für eine möglichst lange Überlebensdauer Ihrer Maschine unternommen. Damit auch Ihre Wäsche keinen Schaden durch die Zitronensäure nimmt, sollten Sie nach der Entkalkung noch einmal das Spülprogramm durchlaufen lassen. So werden Restbestände der Zitronensäure entfernt und Sie können Ihre Wäsche beim nächsten Mal wieder sorglos in die Maschine geben. Wenn Sie nach dem Spülgang noch immer den Geruch von Zitronensäure wahrnehmen, wiederholen Sie den Vorgang einfach. Je nach Einwirkdauer kann sich das Reinigungsmittel etwas hartnäckig festsetzen und es braucht zwei bis drei Spülgänge, um alle Restbestände zu entfernen.

Essigessenz

Vorbereitung
Bevor Sie die Essigessenz in die Maschine geben, sollten Sie die Trommel auf verlorene Socken und Co. untersuchen. Anschließend starten Sie einen Leerwaschgang bei 95 Grad, um groben Schmutz von den Heizstäben zu entfernen. Kalkablagerungen befinden sich oftmals unter Verschmutzungen und können besser erreicht werden, wenn Fett und Schmutz bereits gelöst oder entfernt sind. Lassen Sie den Leerwaschgang normal laufen und beenden, anschließend kann die Entkalkung beginnen.

Entkalken
EssigEssigessenz kann zur Entkalkung der Maschine ebenso eingesetzt werden, das Mittel ist in jedem gut sortierten Supermarkt erhältlich. Achten Sie beim Umgang damit jedoch darauf, dass Essigessenz aggressiver ist als Zitronensäure, die Dosierungsempfehlungen sollten keinesfalls überschritten werden. Geben Sie zwei Liter Wasser in einen Putzeimer und mischen Sie 150 ml. Essigessenz bei. Geben Sie das Gemisch direkt in die Maschinentrommel, nicht ins Waschmittelfach. Schließen Sie die Maschine sorgfältig und lassen Sie dann den Kochwäschegang mit Vorwäsche laufen. Auch hier sollten Sie die Maschine anhalten, wenn die maximale Wassertemperatur und ein hoher Wasserstand erreicht wurden. So kann die Essigessenz optimal einwirken und die vorhandenen Kalkablagerungen lösen.

Tipp: Mit einer Einwegspritze lässt sich Essigessenz ganz genau dosieren, Kostenpunkt in der Apotheke liegt unter einem Euro.

Nach dem Entkalken
Wenn der Waschgang vollständig durchgelaufen ist, müssen Sie noch einmal das Spülprogramm laufen lassen, um sämtliche Restbestände vollständig zu entfernen. Sollten Sie nach dem Spülgang noch einen Geruch von Essig wahrnehmen, lassen Sie eine weitere Spülung durchlaufen, bis der Geruch vollständig verschwunden ist.

Antikalk-Produkte

EnkalkerIm Handel steht eine Vielzahl an Produkten für die Entkalkung von elektronischen Geräten bereit. Die genaue Verwendungsanleitung entnehmen Sie bitte der Packungsbeilage. In der Regel werden Tabs und Co. in die Waschmittelschublade gegeben und es wird eine normale Wäsche auf hohen Temperaturen durchgeführt. Es gibt auch Produkte, die einfach mit dem normalen Waschgang in die Maschine gegeben werden und der Kleidung nicht schaden. Achten Sie darauf, dass Sie wirklich ein Entkalkungsprodukt wählen und keinen Wasserenthärter. Der Enthärter kann zwar verhindern, dass sich weitere Kalkablagerungen bilden, ist aber nicht in der Lage bereits entstandenen Kalk zu entfernen.

 

Tipps für Schnellleser bei Entkalkung mit Zitronensäure:

  • Trommel auf vergessene Wäsche kontrollieren
  • Waschmittelschublade und Flusensieb manuell reinigen
  • zwei Liter Wasser in Putzeimer füllen
  • acht Esslöffel Zitronensäure beifügen
  • Auflösung abwarten und umrühren
  • Zitronengemisch in die Trommel geben
  • Kochwäsche mit Vorwäsche einstellen
  • Waschgang bei Maximaltemperatur anhalten
  • Wasser ca. 1 – 2 Stunden stehen lassen
  • nach Entkalkung noch einmal Spülgang starten

Tipps für Schnellleser bei Entkalkung mit Essigessenz:

  • vergessene Kleidungsstücke entfernen
  • Flusensieb und Waschmittelschublade säubern
  • 150 ml. Essigessenz auf 2 Liter Wasser
  • Mischung direkt in die Maschinentrommel kippen
  • Kochwäsche mit Vorwäsche auswählen
  • Programm bei Höchsttemperatur anhalten
  • Wasser ca. zwei Stunden stehen lassen
  • Waschgang normal beenden lassen
  • Spülgang nach Entkalkung durchführen
  • bei weiterem Geruch weiterer Spülgang

Tipps für Schnellleser bei Entkalkung mit Entkalkungsmittel:

  • Maschine auf vergessene Wäsche prüfen
  • Bedienungsanleitung des Entkalkers sorgfältig lesen
  • Mittel genau nach Anweisung dosieren
  • Waschgang durchführen
  • abschließenden Spülgang starten

KEINE KOMMENTARE

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT