Wärmetauscher-Heizung defekt: 8 Anzeichen

Heizung reinigen

Eine defekte Wärmetauscher-Heizung ist nicht ideal. Bei einem Defekt wird das Fluid innerhalb der Heizanlage nicht mehr erhitzt oder ausreichend bewegt, wodurch es zu einer ungleichmäßigen Heizleistung kommt. Mit der Zeit verschlechtert sich der Zustand der Anlage, wenn nichts gegen den Defekt unternommen wird. Damit Sie über eine defekte Heizung sicher sein können, müssen Sie die Anzeichen dafür kennen.

Verschleiß ist ein typisches Problem, mit dem Besitzer einer Wärmetauscher-Heizung zu kämpfen haben. Die einzelnen Komponenten der Anlage gehen mit der Zeit kaputt und müssen ausgebessert werden, um einem Verlust der Heizwirkung vorzubeugen. Ob Ihre Heizung einen Defekt hat, ist an einer Vielzahl verschiedener Anzeichen bemerkbar. Sie geben Aufschluss über die Ursache, die wahrscheinlich für den Defekt verantwortlich ist. Das erleichtert die Reparatur und kann Kosten sparen, da nur ein bestimmter Teil der Heizung repariert werden muss. In diesem Ratgeber werden Ihnen die wichtigsten Anzeichen einer defekten Wärmetauscher-Heizung vorgestellt.

Defekte Wärmetauscher-Heizung – Anzeichen

Fehlendes Warmwasser

Das typische Anzeichen für eine defekte Heizung ist natürlich das fehlende Warmwasser. Wird kein Warmwasser in den Kreislauf eingespeist oder das bestehende Wasser nicht ausreichend erhitzt, müssen Sie von einer defekten Anlage ausgehen. Es gibt viele Gründe, warum das Warmwasser nicht eingespeist und verwendet werden kann. Meist handelt es sich um Verschmutzungen oder Ablagerungen, die über den Nutzungszeitraum entstehen. Typisch sind:

  • Kalkablagerungen
  • Rost
  • Schwebestoffe

Heizungsfachmann

Eine professionelle Rohrreinigung hilft in diesem Fall aus. Ebenfalls kann das Problem eines defekten Thermostats vorliegen. Das lässt sich aber nur schwer alleine feststellen, wenn Sie nicht über Fachkenntnisse in diesem Bereich verfügen.

Falscher Druck

Der Druck in einer Wärmetauscher-Heizung muss stabil sein, damit sie effektiv arbeiten kann. Grund für dieses Problem ist ein defekter Wärmeaustauscher, der die einzelnen Abnehmer nicht mehr mit ausreichend Wasser versorgt. So werden die Abnehmer entweder mit deutlich zu wenig oder zu viel Druck versorgt, was ausschließlich Nachteile mit sich bringt:

  • weiter entfernte Räume kühler
  • Rohrschäden
  • geringe Wassermengen zur Verfügung

Die Nachteile stellen zur gleichen Zeit die Anzeichen für einen nicht optimalen Druck dar. Wird es zum Beispiel in den Zimmern, die weiter entfernt vom Heizkeller liegen, schneller kalt als in den anderen? In diesem Fall handelt es sich um Druckveränderungen, die nicht optimal sind. Um weitere Probleme zu vermeiden, muss die Heizanlage auf den Druck überprüft und repariert werden.

Luft in den Rohrleitungen

Heizungsanlagen funktionieren nicht mehr gut, wenn Luft in die Rohre gelangt ist. Durch die Luft lässt sich der Druck nicht mehr optimieren und es kommt zu einer schwächeren Heizleistung, die sofort bemerkbar wird. Erkennbar ist Luft in den Rohrleitungen an einem ständigen Gluckern, wenn die Heizung in Betrieb genommen wird. Die Luftbläschen werden dabei zusammen mit dem Wasser transportiert, wodurch es zu Druckproblemen kommt. Sobald Sie das Gluckern vernehmen, handelt es sich wahrscheinlich um einen kaputten Wärmeaustauscher, der seine Funktion nicht mehr richtig ausführen kann.

Heizung klopft

Unregelmäßige Heizleistungen

Ein ähnliches Anzeichen für eine defekte Wärmetauscher-Heizung wie das kalte Warmwasser ist die unregelmäßige Heizleistung durch die Anlage. Wenn Sie die Heizung aufdrehen und sie immer wieder abkühlt oder plötzlich stark heizt, müssen Sie von einem Defekt des Thermostats innerhalb der Anlage ausgehen. Die Messung und Regulierung der Wassertemperatur funktioniert nicht mehr richtig, wodurch es zu einer ineffizienten Heizleistung kommt. Falls Sie sich nicht mit dem Heizungsbau auskennen, sollten Sie einen Profi das Thermostat überprüfen lassen. Weitere Ursachen für diesen Defekt können sein:

  • defekter Wärmetauscher
  • Verschleiß einzelner Bauteile

Kein Wasser

Die Wärmetauscher-Heizung steht in direkter Verbindung mit Ihrem Warmwasser, das Sie zum Beispiel zum Duschen verwenden. Liegt ein Defekt der Anlage vor, ist dieser sehr leicht zu erkennen, wenn Sie das Wasser aufdrehen. Kommt plötzlich kein Wasser mehr aus dem Hahn, ist mit einem Defekt der Heizung zu rechnen. In diesem Fall können die Rohrleitungen blockiert oder durch eine nicht funktionierende Wasserversorgung beeinträchtigt werden. Überprüfen Sie die Wasserzufuhr der Heizung. Ist ein Ventil nicht aufgedreht? In diesem Fall müssen Sie nur das entsprechende Ventil öffnen und testen, ob wieder Wasser zur Verfügung steht.

Heizung klopft

Tipp: Falls es sich um ein verstopftes Rohr handelt, lassen Sie die Anlage von einem Fachmann überprüfen. Dadurch wird schnell klar, ob es sich um eine Verstopfung handelt.

Höherer Energieverbrauch

Ein weiteres Anzeichen für ein Problem mit der Wärmetauscher-Heizung macht sich erst ein wenig später bemerkbar. Wenn Sie plötzlich mehr Strom für den Betrieb der Heizung bezahlen müssen, liegt wahrscheinlich ein Defekt der Anlage vor. Aufgrund eines beschädigten Wärmeaustauschers wird mehr Energie verbraucht, da die Anlage stärker heizen muss. Erst wenn die Komponente ausgetauscht wird, stabilisiert sich die Heizleistung und es wird nicht mehr zu viel Energie aufgewandt. Damit beim Wechsel des Geräts nichts schief geht, sollte sich ein Fachmann darum kümmern.

Ladepumpe

Sobald Sie das Gefühl haben, dass die Heizung nicht mehr richtig funktioniert, könnte die Ladepumpe die Ursache dafür sein. Die Funktion einer Ladepumpe innerhalb von Kombi- oder Pufferspeicher ist die Regulierung der Energie, die für die Erwärmung des Wassers benötigt wird. Stimmt etwas mit der Ladepumpe nicht, wirkt sich das negativ auf das Wasser innerhalb der Heizanlage aus. Sie erkennen ein Problem durch die Ladepumpe, wenn diese im Dauerbetrieb läuft, selbst wenn warmes Wasser im Tank ist. Sie sollte sich immer wieder ausschalten, da sie nur benötigt wird, wenn warmes Wasser aus dem Tank verwendet wurde. Die Ursachen dafür können vielfältig sein und erfordern die Hilfe eines Fachmanns:

  • Ladepumpe verkalkt
  • falsch eingestellt
  • Stromzufuhr funktioniert nicht richtig

Wasserleck

Zu den gefährlichsten Ursachen für eine nicht funktionierende Wärmetauscher-Heizung gehören Lecks. Je nach Alter der Anlage und dem Verschleiß können zum Beispiel Risse in den Rohren entstehen, was wiederum zum Verlust von Fluid innerhalb der Maschine führt. Weitere Ursachen sind:

  • poröse Dichtungen
  • Korrosionen
  • fehlerharte Installation der Rohre

Glücklicherweise lässt sich ein Leck schnell feststellen. Halten Sie nach austretendem Wasser Ausschau, das je nach Ausmaß schneller oder langsamer tropft. Falls die Beschädigung nicht direkt an der Stelle liegt, wo das Wasser heruntertropft, müssen Sie einfach nur ein wenig die Rohre abtasten. Nachdem Sie das Leck gefunden haben, kontaktieren Sie einen Heizungsbauer. Das Leck sollte professionell repariert werden, damit die richtige Heizleistung wieder zum Einsatz kommen kann.

Hinweis: Gehen Sie so schnell wie möglich gegen ein Leck in der Heizung vor. Das austretende Wasser kann auf Dauer zu einem Wasserschaden führen, der hohe Kosten verursacht.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here