Wärmetauscher der Heizung defekt: 5 Anzeichen

Wärmetauscher defekt

Wärmetauscher sind ein essentieller Bestandteil von Heizungen, die das Wasser erhitzen und somit die Funktion der Anlage ermöglichen. Über die Nutzungszeit verschleißen die Bauteile, was die Heizleistung deutlich einschränkt, bis ein vollständiger Wechsel erfolgt. Es gibt verschiedene Anzeichen, die auf die verschlissene Komponente hinweisen und es Ihnen ermöglicht, vor dem Einbau eines neuen Wärmetauschers einen Check durch einen Experten anzufordern.

Die Heizung gehört zu den wichtigsten Ausstattungen eines modernen Hauses und sorgt für eine angenehm warme Temperatur über die kalte Jahreszeit. Innerhalb der Heizung wird meist Wasser oder eine andere Flüssigkeit erhitzt, deren Wärme an den Raum abgegeben wird. Zu den essentiellen Komponenten der Heizanlage gehört der Wärmetauscher, der diesen Schritt ermöglicht. Falls die Komponente beschädigt ist, findet kein Wärmeaustausch mehr statt und die Leistung der Heizung verschlechtert sich dauerhaft. Aus diesem Grund ist es wichtig zu erkennen, ob eine Beschädigung vorliegt. Es finden sich einige Anzeichen, die auf eine Fehlfunktion hinweisen und die Analyse des Problems erleichtern.

Defekter Wärmertauscher an der Heizung: 5 Anzeichen

Warmes Wasser für persönliche Nutzung und die Heizung wird innerhalb der eigenen vier Wände über Wärmetauscher ermöglicht. Mit ihnen wird die entstandene Hitze aus den Brennstoffen an das Wasser abgegeben, wodurch die eigentliche Heizungsleistung entsteht. Hergestellt werden die Komponenten aus verschiedenen Metallen mit unterschiedlichen Eigenschaften. Werden zum Beispiel Modelle aus Aluminium verwendet, erhöht sich die Wärmeleitfähigkeit deutlich, während Edelstahl-Varianten kaum rosten. Unabhängig vom Material kann es bei jedem Wärmetauscher passieren, dass es zu einem Problem kommt, das den Austausch des Bauteils verlangt. Festgestellt wird das durch die folgenden Punkte:

  • Anzeichen ermitteln
  • falls möglich: Methoden zur Verbesserung anwenden
  • Fachmann kontaktieren

Heizungsfachmann

Heizungsanlagen sind kompliziert und verschiedenste Komponenten können beschädigt werden, was die Ermittlung der genauen Anzeichen notwendig macht. Es finden sich bestimmte „Symptome“, die bei defekten Wärmetauschern auftreten, unabhängig vom Modell oder Material. Diese geben Aufschluss über das Problem und mögliche Methoden, den Zustand zu verbessern. In vielen Fällen ist es aber notwendig, die Komponente auszutauschen, damit die Heizung wird richtig funktioniert. Die folgenden Abschnitte stellen Ihnen die 5 typischen Anzeichen vor, an denen Sie defekte Wärmetauscher erkennen.

Hinweis: Um die Funktionsfähigkeit des Wärmetauschers über einen längeren Zeitraum garantieren zu können, sollten Sie diesen in regelmäßigen Abständen prüfen lassen. Je nach Härte des Wassers in Ihrer Region sollte dies in Abständen von sechs bis 24 Monaten geschehen.

Druckschwankungen

Zu den offensichtlichsten Anzeichen eines defekten Wärmeaustauschers ist der nicht konstante Druck. Die Druckschwankungen entstehen durch undichte Wärmeaustauscher, die diesen nicht mehr stabilisieren können. Erkennbar sind die Schwankungen an einer nicht konstanten Heizleistung abhängig von der Position der Heizkörper in den Räumlichkeiten. Verteilt wird das Wasser zu den verschiedenen Räumen mit einem durchschnittlichen Druck von 1 bis 2 bar, der nicht unter- oder überschritten werden sollte. Das Wasser gelangt dabei durch den Wärmeaustauscher, der im defekten Zustand den Druck negativ beeinflusst. Wenn Sie zum Beispiel drei Heizkörper haben und der Druck zu niedrig ist, wirkt sich das auf die folgende Weise aus:

  • Heizkörper nahe der Heizanlage: normale Leistung
  • einen Raum entfernt: Leistung kann sich verschlechtern
  • einen weiteren Raum entfernt: Leistung schwach

Heizung klopft

In diesem Fall frieren Sie in den weiter entfernten Zimmern. Gleichzeitig kann ein zu hoher Druck die Energiekosten anwachsen lassen und die Leitungen, sowie den Wärmetauscher beschädigen. Falls Sie den Druck nicht selbst messen können, checken Sie einfach die verschiedenen Heizkörper und ob diese unterschiedlich warm auf der gleichen Einstellung sind. Der Druck lässt sich glücklicherweise anpassen. Der Wärmetauscher, sofern nicht durch zu hohen Druck beschädigt, muss dann meist nicht ausgewechselt werden.

Luft

In Kombination mit den Druckschwankungen ist der Eintritt von zu viel Luft in das Wasser und den Wärmeaustauscher bemerkbar. Wenn Sie ein plötzliches Gluckern von der Heizungsanlage aus bemerken und der Druck nicht stabil bleibt, empfiehlt es sich, den Wärmeaustauscher zu überprüfen. Häufig gelangt unnötig viel Luft in den Kreislauf, wenn das Bauteil defekt ist.

Plötzlicher Ausfall

Seltener haben defekte Wärmeaustauscher plötzliche Ausfälle der Heizung zufolge. Diese können in unregelmäßigen Abständen auftreten und werden nicht einmal durch das erneute Einschalten behoben. Die Heizung heizt in diesem Fall für einen unbestimmten Zeitraum und kann plötzlich ausgehen, um schnell herunterzukühlen. Ursache für den plötzlichen Ausfall ist ein beschädigter Wärmeaustauscher, der zu lange nicht gewartet wurde. Ebenso kann es sich um minderwertige Qualität des Bauteils handeln. Sobald sich die Heizung immer wieder von alleine ausschaltet, sollten Sie den Wärmetauscher überprüfen lassen.

Heizung

Höherer Energieverbrauch

Ein ganz klares Anzeichen für defekte Wärmeaustauscher ist der intensive Stromverbrauch. Wenn die Kosten deutlich ansteigen, die Heizleistung aber nicht besser wird, kann das Bauteil der Grund dafür sein. Der hohe Energieverbrauch hängt immer mit den anderen Ursachen zusammen, da beschädigte Wärmeaustauscher die entstehende Wärme nicht optimal verteilen. Kontaktieren Sie einen Fachmann oder halten Sie nach den weiteren Anzeichen Ausschau, um die Ursache festzustellen. Nach dem Austausch der Komponente müssten sich die Kosten wieder stabilisieren.

Verschmutzungen

Ebenfalls ein großes Problem stellen starke Verschmutzungen dar, die durch Ablagerungen verschiedener Stoffe entstehen. Zu diesen gehören:

  • Kalk
  • Rostpartikel
  • Schwebstoffe

Diese Kombination sorgt dafür, dass die Bauteile verschlammen und verkalken, was dazu führt, dass der Wärmefluss unterbrochen wird. Die Wärme kann daher nur noch schlecht transportiert werden. Das resultiert in einer schlechten Heizleistung, die sich erst mit der Komplettreinigung oder einem Ersatz des Wärmetauschers beheben lässt. Falls keines der bisher genannten Anzeichen erkennbar ist, die Heizung aber nur bedingt wärmt, sollten Sie den Wärmeaustauscher reinigen. Wenn Sie ein wenig Erfahrung im Ausbau der Komponente haben, können Sie diese sogar auf eigene Faust säubern. Ideal wäre eine fachgerechte Reinigung beim Profi.

Tipp: Ausgewechselt werden müssen Wärmeaustauscher auf jeden Fall, wenn diese komplett verkalkt sind. In diesem Fall reicht es nicht aus, diese zu reinigen, da die Ablagerungen das Material beschädigen.

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