Den wohl schönsten Tag im Leben möchte wahrscheinlich jedes Brautpaar nach ihren ganz persönlichen Vorstellungen gestalten. Die Vorbereitungszeit ist einmalig und viele Bräute genießen die Aufregung rund um den Hochzeitstag.

Um Ihnen die schöne Zeit zu versüßen und Ihnen die Tage bis zum Finale etwas zu verkürzen, haben wir Ihnen hier eine kleine Anleitung vorbereitet. Nähen Sie sich Ihr persönliches Ringkissen.

Der Phantasie sind hier keine Grenzen gesetzt, denn diese Anleitung gilt als Anregung und kann nach Belieben verändert und angepasst werden.

Holen Sie sich im Vorfeld Inspirationen aus dem Internet und erstellen Sie vielleicht sogar eine kleine Zeichnung.

Wir haben hier für Sie eine Variante im Vintage-Stil gearbeitet und erklären Schritt für Schritt, wie auch Sie sich ein wunderschönes Ringkissen selbst zaubern können.

Diese Anleitung ist auch für Anfänger geeignet.

Material und Vorbereitung

Wenn Sie schon einige Male genäht haben, werden Sie mit Sicherheit die meisten Materialien schon zu Hause haben. Legen Sie sich schon vorher alles zurecht, um Arbeit, Zeit und Stress zu sparen.

Das benötigen Sie:

  • Nähmaschine
  • Stoff
  • Spitze
  • Bänder
  • Garn, Maßband und Scher
  • Stecknadeln und Nähnadel
  • Füllwatte
  • Schneiderkreide oder wasserlöslicher Textilmarker

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Nähmaschine

Für dieses Ringkissen benötigen Sie nur einen einfachen Geradstich. Daher benötigen Sie eine spezielle oder teure Nähmaschine. Unsere Nähmaschine ist von Silvercrest und kostet etwa 100,- Euro.

Stoff

Wir haben einen grauen Stoff aus Baumwolle verwendet. Natürlich ist die Auswahl riesig und es ist nahezu alles an Farben und Mustern möglich. Für Anfänger sind am besten Baumwollstoffe geeignet, da sich diese nicht verziehen oder schnell ausfransen. Einen laufenden Meter Stoff bekommt man ab 5,- Euro.

Spitze

Zu diesem Ringkissen haben wir ein Spitzenband mit 8,5 cm Breite in ivory gewählt. Ein Meter kostet etwa 5,- Euro.

Bänder

Bänder hat wahrscheinlich jeder zu Hause. Natürlich kann man auch textiles Geschenkband verwenden. 40 cm sind ausreichend. Wir haben ein gold-glänzendes Organza-Band gewählt.

Füllwatte

Diese erhalten Sie im Bastelladen oder auch in sämtlichen Euro-Läden. 100 g kosten ca. 4,- Euro.

Schneiderkreide oder Textilmarker

Schneiderkreide erhalten Sie meist in den Farben Weiß, Grau oder blau und erhalten Sie im Handarbeitsbedarf oder bei den Kurzwaren. Wir empfehlen einen wasserlöslichen Textilmarker. Dieser ist mit einem herkömmlichen Filzstift vergleichbar. Nach der Verwendung kann man die Linien mit einem feuchten Lappen abtupfen oder falls möglich in die Waschmaschine stecken.

Nun wird genäht

Nun haben wir alle Materialen zusammen und können endlich mit dem Nähen starten:

1. Erstellen Sie ein Schnittmuster. Wir haben hier die Maße 16 x 16 cm gewählt. Sie können die Größe natürlich individuell anpassen.

Wichtig: Nehmen Sie sich Zeit für das Schnittmuster. Je akkurater das Schnittmuster, desto schöner das Ergebnis.

2. Legen Sie das erstellte Schnittmuster auf und zeichnen Sie es an. Wenn Sie unsicher sind, können Sie es auch einfach mit Stecknadeln feststecken.

3. Schneiden Sie die beiden Quadrate aus.

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4. Legen Sie die Spitze auf eines der Quadrate, um die Größe anzupassen. Lassen sie an den Seite ruhig einen halten Zentimeter überstehen. Das vereinfacht das Nähen.

5. Legen Sie da Ober- und Untergarn nach Anleitung Ihrer Nähmaschine ein. Nun nähen Sie die rechte Seite der Spitze fest.

Die Spitze kann leicht verrutschen. Wenn Sie noch nicht so sicher mit der Nähmaschine sind, stecken Sie die Stoffe zur Sicherheit lieber fest.

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Wichtig: Vergessen Sie nicht, Ihre Nähte stets zu „verriegeln“. Dazu beginnen Sie mit einigen Stichen vorwärts und nähen kurz 3 bis 4 Stiche zurück. Die Rücktaste findet man meistens vorn rechts an der Nähmaschine. Auch am Ende der Naht nähen Sie einige Stiche zurück und dann bis normal bis zum Schluss.

6. Jetzt benötigen wir noch ein kleines Stück von der Spitze. Überlegen Sie, wie breit der Schleifenknoten sein soll und legen Sie die Spitze dafür einmal doppelt. Schneiden Sie diesen Stück zu.

7. Nähen Sie nun die lange Seite zusammen.

8. Wenden Sie die kleine Röhre. Gern können Sie einen Stift, eine Häkelnadel oder Ähnliches zur Hilfe nehmen.

Nun erhalten Sie einer Röhre mit unsichtbarer Nahtzugabe.

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9. Nun muss die Röhre einmal in der Mitte gefaltet werden. Achten Sie darauf, dass die offenen Enden deckungsgleich aufeinander liegen.

10. Nähen Sie auch dies zusammen. Vergessen Sie auch hier das Verriegeln nicht, denn bei der zarten Spitze kann sich der Faden leicht lösen.

11. Wenden Sie die kleinen Ring wieder. Nun liegen alle Nähte innen und Nahtzugaben sind nicht sichtbar.

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12. Nehmen Sie sich wieder das Stück Stoff mit der Spitze vor. Ziehen Sie die Spitze durch den gerade gefertigten Ring und drapieren Sie die Schleife ein wenig. Der Ring sollte möglichst mittig sitzen.

13. Legen Sie die fast fertige Schleife zur Seite. Nun falten Sie das Band in der Hälfte und legen es auf den Oberstoff. Es sollte in der Mitte unter dem Schleifenring liegen. Stecken Sie das Band fest. Das empfiehlt sich in jedem Fall, da das Band garantiert beim Nähen verrutscht.

14. Nähen Sie nun einige Mal über das Band.

15. Legen Sie die Schleife wieder um und stecken die andere Seite fest. Achten Sie darauf, dass diese Seite auf der gleichen Höhe wie die rechte liegt. Nähen Sie die Seite fest.

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16. Nun kommen wir zum schwierigsten Teil: Stecken Sie die Enden der Bänder provisorisch unter die Schleifen. Diese dürfen über den Rand nicht hinaus zeigen. Legen Sie das zweite Quadrat mit der rechten Seite auf die Schleife. Stecken Sie alles fest. Gehen Sie hier sehr akkurat vor. Jeder Fehler in diesem Schritt fällt im Endergebnis auf.

17. Dieser Schritt ist optional: Markieren Sie sich die Stelle, an der Sie Platz für die Wendeöffnung lassen möchten. Gerade als Anfänger näht man gern mal komplett herum, um am Ende festzustellen, dass man die Arbeit nun nicht wenden kann.

18. Entweder beginnen Sie nun an der einen Seite der Wendeöffnung oder an einer Ecke mit der Naht. Wenn Sie nicht die Wendeöffnung als Startpunkt verwenden, müssen Sie kurz vor der Markierung verriegeln, das Nähfüßchen heben und am anderen Ende der Markierung neu ansetzen.

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Tipp: Wenn Sie an einer Ecke angelangt sind, lassen Sie sie Nadel am tiefsten Punkt im Stoff stecken, heben das Nähfüßchen und drehen den Stoff um 90 Grad. So können Sie Ihre Naht weiterführen und haben eine Schwierigkeiten, die Naht neu anzusetzen.

19. Nun nehmen Sie sich die Wendeöffnung vor. Wenden Sie Ihr fast fertiges Ringkissen nun auf die rechte Seite. Nehmen Sie einen Stift, eine Häkelnadel oder Ähnliches zur Hilfe, um die Ecken auszuarbeiten.

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20. Füllen Sie Sie nun Ihr Ringkissen mit Füllwatte.

Tipp: Heben Sie Stoffreste auf und nutzen Sie diese als Füllmaterial. Auch alte Stofftiere und Kissen müssen Sie nicht entsorgen. Trennen Sie die Nähte auf und bewahren Sie das Füllmaterial auf.

21. Wenn Sie das Ringkissen ausreichend gestopft haben, muss nur noch die Wendeöffnung geschlossen werden. Verwenden Sie dazu den Leiter- oder Matratzenstich.

22. Zum Schluss haben wir noch einen kleinen Schmuckstein aufgenäht.

23. Nun ist Ihr persönliches Ringkissen fertig und Sie können sich auf Ihren großen Tag freuen.

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Wir wünschen Ihnen viel Spaß mit Ihrem Unikat, entweder bei Ihrer eigenen Hochzeit oder Sie verschenken es.

Tipps für Schnellleser:

  • Schnittmuster erstellen
  • 2x ausschneiden
  • Spitzen anpassen
  • Spitze an einer Seite aufnähen
  • Schleifenknoten aus einem kleinen Stück Spitze arbeiten
  • Schleifenknoten auf die Schleife ziehen
  • Bänder anbringen
  • zweite Seite der Schleife anbringen
  • beide Quadrate rechts auf rechts legen und außen zusammennähen, Wendeöffnung nicht vergessen
  • Kissen ausstopfen
  • Wendeöffnung mit Leiterstich schließen
  • Schmuckstein anbringen

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