50 ungiftige Pflanzen für Katzen | Katzenfreundliche Zimmerpflanzen

Ungiftige Pflanzen für Katzen

Seit über 9.000 Jahren gehören Katzen zu den ständigen Begleitern des Menschen und haben sich von einem Kulturfolger zu einem der beliebtesten Haustiere entwickelt. Katzen verbringen den Großteil ihres Lebens in den vier Wänden ihrer Besitzer und während es Freigänger gibt, finden sich noch mehr Stubentiger. Für Katzenbesitzer ist es daher wichtig zu wissen, welche Zimmerpflanzen giftig sind und welche nicht, damit die Tiere sich nicht aus Neugier vergiften.

50 katzenfreundliche Zimmerpflanzen

Sie fragen sich, warum es wichtig ist, ungiftige Pflanzen als Katzenbesitzer zu halten? Die Antwort liegt klar im Verhalten der Samtpfoten. Da die Hauskatze (Felis catus) im Gegensatz zu ihren wilden Verwandten nur noch über einen geringen Anteil der ursprünglichen Instinkte verfügt, wissen sie nicht, welche Gewächse giftig sind. Zudem ist ihnen innerhalb der Wohnräume meist langweilig, was das Anknabbern von Zimmerpflanzen so verlockend macht. Da klassische Zimmerpflanzen wie Aloe vera, Chrysanthemen oder Lilien giftig sind, müssen Sie ungiftige Pflanzen wählen, damit sich Ihre Katzen nicht aus Langeweile vergiften. Es gibt 50 katzenfreundliche Zimmerpflanzen, die Ihre Katzen sogar anfressen dürfen.

1. Wechselblättriges Zyperngras (bot. Cyperus zumula): zu den bekanntesten Pflanzen, die mit Katzen in Verbindung gebracht werden, zählt Katzengras. Gerade die Art Cyperus zumula ist eine ungiftige Pflanze, die Stubentiger problemlos ankauen können und sich als Sumpfpflanze sogar im Badezimmer halten lässt. Die langen Halme, feinblättrigen Halme machen den Tieren besonders viel Spaß.

2. Katzenminze (bot. Nepeta cataria): wer kennt sie nicht, die Katzenminze. Die ungiftige Nepeta cataria verfügt über die Inhaltsstoffe Nepetalacton und Actinidin, die eine stimulierende Wirkung auf die Tiere hat. Sie reiben sich gerne an der Pflanze oder kauen die Blätter, auch getrocknet, an. Sie können sich den Sommer über auf die blassblauen Blüten freuen.

Katzenfreundliche Pflanzen
Katzenminze, Nepeta cataria

3. Japanische Katzenminze (bot. Schizonepeta tenuifolia): die Japanische Katzenminze ist eine schattenverträgliche, katzenfreundliche Pflanze, die in China und Südkorea als Heilmittel gegen Entzündungen angewandt wird. Sie sieht Nepeta cataria zum Verwechseln ähnlich und eignet sich gut für dunklere Standorte. Zudem verfügt sie über Duftstoffe, die Katzen anlocken, aber nicht stimulieren.

4. Katzengamander (bot. Teucrium marum): Katzengamander hat sogar eine stärkere Wirkung auf die Samtpfoten als Katzenminze und wird gerne von diesen regelrecht abgeerntet. Die Pflanze ähnelt Thymian in ihrer Morphologie und wird eigentlich im Garten gehalten, jedoch steht einer Haltung als Zimmerpflanze nichts im Weg.

5. Verschiedene Getreide (bot. Poaceae): wer hätte das gedacht, dass Ihre Katze ein Fan von Getreide ist. Zwar ist das Tier nicht an den Körnern interessiert, sondern an den Halmen. Besonders zu empfehlen sind Weizen, Gerste und Hafer.

6. Baldrian (bot. Valeriana officinalis): ebenfalls eine ungiftige, katzenfreundliche Pflanze ist Baldrian. Das bekannte Heilkraut kann auf dem Fensterbrett gezogen und sogar von Ihnen geerntet werden, während die Stubentiger sich am Inhaltsstoff Actinidin erfreuen.

7. Passionsblume (bot. Passiflora): die Passionsblume gehört wohl zu den atemberaubendsten Pflanzen, die in die eigenen vier Wände geholt werden können. Das Beste: sie ist eine ungiftige Zimmerpflanze, die in vielen Arten verfügbar ist.

8. Feldthymian (bot. Thymus pulegioides): der Feldthymian ist ebenfalls eine ungiftige Zimmerpflanze, die aufgrund ihrer ätherischen Öle gerne vom Menschen zum Würzen genutzt wird. Zwar sind diese Zimmerpflanzen ungiftig, jedoch sollten Katzen nicht zu viel von der Pflanze auf einmal verzehren, da dies dem Magen etwas aufstoßen könnte.

9. Weißes Veilchen (bot. Viola alba): das Weiße Veilchen, besser bekannt als Parma-Veilchen, ist aufgrund des geschmacklichen Aromas und Duftes bei Menschen und Katzen gleichermaßen beliebt. Die Pflanzen mit ihren hellblauen Blüten machen sich gut unter Glas und können sogar kandiert werden.

10. Jasmin (bot. Jasminum): die Gattung der Jasmine ist in jeder Form ungiftig für die Stubentiger. Sie können sich hierbei an duftenden Arten wie dem Echten Jasmin (bot. Jasminum officinale) oder winterblühenden Arten wie dem Winter-Jasmin (bot. Jasminum nudiflorum) erfreuen. Sie funktionieren nicht nur als katzenfreundliche Zimmerpflanzen, sondern Sie können aus den Blüten Tee oder Parfüm machen. Achten Sie aber darauf, nicht Pflanzen wie den Pfeifenstrauch, fälschlicherweise Duftjasmin genannt, (bot. Philadelphus) oder Sternjasmin (bot. Trachelospermum jasminoides) anzuschaffen, da es sich bei diesen um für Katzen giftige Gewächse handelt. Nur Pflanzen der Gattung Jasminum sind ungiftig.

Ungiftige Pflanzen für Katzen
Jasmin, Jasminum nudiflorum

11. Hahnenkamm (bot. Celosia cristata): diese recht unbekannte, aber ansprechende und ungiftige Pflanze wird gerne von den Stubentigern angefressen. Sie könnten den Hahnenkamm sogar in Ihren Speiseplan integrieren, da dieser eine typische Zutat in den Ländern Südamerikas, Westafrikas und Indien darstellt.

12. Moldavische Melisse (bot. Dracocephalum moldavicum): gehört zur gleichen Familie wie die Katzenminze und daher bei Katzen sehr beliebt. Die ätherischen Öle sind sogar verzehrbar für empfindliche Menschen, denen Minze zu stark ist.

13. Seychellengras (bot. Pogonatherum paniceum): das Seychellengras wird ebenfalls als Katzengras verwendet und bereitet den Vierbeinern viel Freude beim Ankauen. Die leichte Anzucht sorgt innerhalb kurzer Zeit für eine effektive, katzenfreundliche Beschäftigung.

14. Japanischer Strahlengriffel (bot. Actinidia polygama): diese ungiftige Kletterpflanze wächst sehr schnell und lässt sich problemlos in den den eigenen vier Wänden ziehen. Aufgrund der enthaltenen Inhaltsstoffe Actinidin und Matatabilacton werden Katzen auf die Pflanze aufmerksam.

15. Italienische Strohblume (bot. Helichrysum italicum): dieses Gewächs ist ebenfalls als Currykraut bekannt, hat mit dem Gericht oder der Gewürzmischung aber nur den Geruch gemeinsam. Das Kraut wirkt entzündungshemmend und wird gerne von den Vierbeinern genascht.

16. Zypergras (bot. Cyperus involucratus): diese Variante des Zypergrases wird gerne für Katzengras verwendet und bietet sich problemlos für den Anbau in der Wohnung an.

17. Rosen (bot. Rosa): kleinwüchsige Rosen bieten sich als ungiftige und katzenfreundliche Zimmerpflanzen an. Katzen fressen gerne die Rosenblüten an, daher sollten Sie sich vielleicht überlegen, diese anzupflanzen.

18. Zimmertanne (bot. Araucaria heterophylla): diese kleinbleibende Zimmertanne, auch bekannt als Norfolk-Tanne, lässt sich als immergrünes Gewächs in die Wohnräume holen. Das Gewächs bildet sogar verzehrbare Samen auf, die nicht giftig sind.

Katzenfreundliche Pflanzen
Zimmertanne, Araucaria heterophylla

19. Schwertfarn (bot. Nephrolepis exaltata): dieser Farn begeistert durch sein üppiges Grün, verlangt aber eine hohe Luftfeuchtigkeit, was ihn ideal fürs Badezimmer macht.

20. Schusterpalmen (bot. Aspidistra): Palmen sind an sich giftig für jede Katze, doch handelt es sich bei den Schusterpalmen um Spargelgewächse (bot. Asparagaceae) und nicht um Palmengewächse (bot. Arecaceae). Aus diesem Grund sind Schusterpalmen unbedenkliche Zimmerpflanzen, wenn Sie eine Katze haben.

21. Streifenfarn (bot. Asplenium): der Streifenfarn ist ähnlich zu halten wie der Schwertfarn und macht sich gut im Bad. Er fällt durch seine namensgebenden Streifen auf.

22. Saumfarn (bot. Pteridaceae): ein weiterer Farn, den die Tiere unbedenklich anfressen können. Er begeistert durch seine Blattform.

23. Rachenrebe (bot. Columnea): die Arten dieser Gattung werden hauptsächlich als Ampelpflanzen verkauft. Die Vierbeiner springen die Pflanzen gerne an, daher müssen Sie sich überlegen, ob sich eine Anschaffung als hängendes Gewächs lohnt. Die roten Blüten sind es auf jeden Fall wert.

24. Pantoffelblume (bot. Calceolaria): fällt aufgrund der Blütenform und Farbe sofort ins Auge. Sie sind bei Anfängern beliebt, da sie pflegeleicht sind.

25. Tapirblume (bot. Crossandra infundibuliformis): ein pflegeleichter Strauch mit wunderschönen Blüten, die völlig unbedenklich sind und mit ihrer Farbe die Innenräume verschönern.

26. Korbmaranten (bot. Calathea): Korbmaranten werden als Pfeilwurz bezeichnet, da aus ihren Wurzeln ein Mittel gegen das Gift der Pfeilgiftfrösche gewonnen werden kann. Die Pflanze ist völlig unbedenklich und macht sich in jedem Ambiente gut.

Ungiftige Pflanzen
Korbmarante, Calathea

27. Kentia-Palme (bot. Howea forsteriana): eine weitere „Palme“, die Sie als ungiftige Zimmerpflanzen halten können. Sie ist äußerst robust und verträgt sogar ständiges Kauen Ihrer Samtpfoten.

28. Kamelie (bot. Camellia japonica): die wunderschönen Blüten sind bei zahlreichen Pflanzenbesitzern beliebt und stellen überhaupt keine Gefahr für die Vierbeiner dar. Erfreuen Sie sich an den Blüten im Winter.

29. Schamblume (bot. Aeschynanthus): ebenfalls ein Ampelgewächs, das sich zusammen mit anderen Pflanzen gut in Ihr Wohnambiente integrieren lässt. Sehr beliebt aufgrund der roten Blüten.

30. Bergpalmen (bot. Chamaedorea): diese „Palmen“ sind an sich nicht giftig für die Tiere, jedoch kann übermäßiger Verzehr der Blätter zu Magenverstimmungen führen. Dennoch ist eine Haltung der sattgrünen Gewächse möglich.

31. Frauenhaarfarn (bot. Adiantum): Farne und Katzen funktionieren sehr gut miteinander. Ebenso der Frauenhaarfarn, der durch sein hellgrünes Laub wirklich wie eine Frisur wirkt.

32. Geweihfarn (bot. Platycerium): ein weiterer Farn, der sich ebenso gut fürs Badezimmer nutzen lässt. Diese Gewächse fallen extrem durch ihre Blätter aus, die an Geweihe erinnern, wie der Name andeutet.

33. Schiefteller (bot. Achimenes): diese Zimmerpflanzen sind nicht giftig und verzaubern mit ihren Blüten in verschiedenen Farbvarianten.

34. Kokospalme (bot. Cocos nucifera): Kokospalmen sind ebenfalls als katzenfreundliche Pflanzen geeignet. Jedoch müssen die Vierbeiner ein wenig auf die scharfen Blätter aufpassen.

35. Schönmalve (bot. Abutilon): ein beliebtes Malvengewächs, das durch die Blüten in gelb, orange oder rot einen Platz in jeder Wohnung haben sollte.

Katzenfreundliche Pflanzen
Schönmalve, Abutilon

36. Mond-Sichelfarn (bot. Polystichum falcatum): diese Farnart ist bekannt für ihre großen Blätter mit der tiefen Farbe.

37. Glockenblume (bot. Campanula): Glockenblumen sind äußerst gut geeignet als ungiftige Zimmerpflanzen. Ihre Blüten sind atemberaubend schön und eine wahre Zierde.

38. Usambaraveilchen (bot. Saintpaula ionatha-Hybriden): dieses „Veilchen“ ist kompakt, hübsch und unproblematisch zu halten.

39. Grünlilie (bot. Chlorophytum comosum): Grünlilien sind gern gesehene Gäste, wenn eine Katze das Haus beherrscht. Grünlinien werden sehr gerne angeknabbert.

40. Losbaum (bot. Clerodendrum tomsoniae): ein wunderschönes Spaliergewächs, das sich gut in hellen Wintergärten oder großen Räumen macht.

41. Geldbaum (bot. Crassula ovata): der Geldbaum, bekannt für seine fleischigen Blätter, darf ohne Bedenken geschmeckt werden. Jedoch kann ständiges Knabbern der Vitalität schaden.

42. Kussmäulchen (bot. Nematanthus): Kussmäulchen sind ebenfalls ungiftige Pflanzen für Katzenbesitzer. Sie erhielten den Namen aufgrund der charakteristischen Blütenform.

43. Zimmerhibiskus (bot. Hibiscus rosa-sinensis): Eibisch ist eine der beliebtesten Gartenpflanzen, doch lässt sich der Zimmerhibiskus ideal in der Wohnung halten. Wie ein Großteil der Malvengewächse ist auch diese nicht giftig für die Vierbeiner.

Katzenfreundliche Pflanzen
Zimmer-Hibiskus, Hibiscus rosa-sinensis

44. Dattelpalmen (bot. Phoenix): diese Palmen leben recht kurz als Zimmerpflanze, sind aber ideal für Katzenbesitzer geeignet.

45. Fuchsien (bot. Fuchsia): die violetten Blüten sind es, die Fuchsien so beliebt machen. Mit den Ampel-Zimmerpflanzen spielen die Stubentiger gerne.

46. Gloxinien (bot. Sinningia speciosa-Hybriden): diese Hybriden sind ungiftige Pflanzen, die durch ihre filzigen Blüten in verschiedenen Farben auffallen.

47. Drehfrucht (bot. Streptocarpus): die Drehfrucht ist einzigartig kontrastreich, denn die farbigen Blüten erheben sich aus einem Meer von grünen Blättern.

48. Weiße Melisse (bot. Nepeta cataria ssp. citriodora): das angenehme Zitronenaroma der Weißen Melisse war früher ein Highlight vieler Bauergärten. Selbst die Samtpfoten können die Pflanze verzehren und sie werden vom Geruch angezogen.

49. Blaues Lieschen (bot. Exacum affine): das Blaue Lieschen fällt sofort durch den Wuchs und die Blüten auf, die sich von den Blättern abheben. Wird gerne von den Vierbeinern beschnüffelt.

50. Korkenzieherbinse (bot. Juncus effusus ‚Spiralis‘): bekannt aufgrund der verschnörkelten Halme, die gerne als Katzenspielzeug zum Einsatz kommen.

Tipp: bei der Auswahl einer der oben genannten Pflanzen sollten Sie unbedingt immer nach der botanischen Bezeichnung innerhalb der Klammer gehen, da nur diese Auskunft über die Art gibt. Da im normalen Sprachgebrauch viele Gewächse untereinander verwechselt werden, ist die Gefahr eine giftige Pflanze ins eigene Heim zu holen sehr hoch.

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