Spülmaschine wäscht nicht sauber – 12 Gründe woran es liegen kann

Spülmaschine wäscht nicht sauber

Mit der Spülmaschine lässt sich täglich das unangenehme Spülen des Geschirrs umgehen. Jeden Tag werden Bestecke, Töpfe und Gläser von Lebensmittelresten befreit, gereinigt, poliert und getrocknet, damit Sie sich problemlos über einen frischen Abwasch freuen können. Bemerken Sie jedoch, dass der Geschirrspüler immer häufiger das Geschirr nicht sauber spült, kann das mit einer Vielzahl von Ursachen zusammenhängen.

Sobald die Spülleistung Ihres Geschirrspülers abnimmt und das Geschirr mit Ablagerungen, verkalkt oder gar noch schmutzig aus der Maschine kommt, sollten Sie der Sache auf den Grund gehen. Je nach Alter der Maschine, der letzten Reinigung und der falschen Dosierung der Reinigungsmittel kann es schnell zu Problemen im Geschirrspüler kommen, die die Reinigungsleistung stark beeinträchtigen. Wird gegen diese Probleme nichts unternommen, müssen Sie meist das Geschirr nachspülen oder von Hand abtrocknen, was wiederum den Nutzen einer Spülmaschine zunichtemacht. Bevor Sie jedoch etwas unternehmen können, müssen Sie zuerst einmal checken, was die mögliche Ursache ist.

Die häufigsten Ursachen

Da der Geschirrspüler täglich genutzt wird, um verdrecktes Geschirr zu reinigen, sammeln sich über die Zeit Schmutz, Lebensmittelabfälle und Kalk in der Maschine an. Doch ist nicht immer nur ein verstopftes Sieb schuld, es gibt noch viele weitere Ursachen:

  • unzureichende Reinigung
  • kein oder zu wenig Spülmaschinensalz
  • nicht genügend Enthärter beim Einsatz von Spülmaschinentabs
  • Spülmaschine falsch eingeräumt
  • falscher Spülgang
  • kein Vorspülen per Hand oder Programm
  • zu niedrige Temperatur
  • Gläser zusammen mit anderem Geschirr gespült
  • Einfüllfach für Reinigungsmittel blockiert oder während des Programms geöffnet
  • Sprüharme eingeklemmt
  • Abwasserschlauch abgeknickt
  • Maschine defekt

Häufig leiden Spülmaschinen nur an einer dieser Ursachen, daher ist es recht unproblematisch, diese systematisch zu checken. So können Sie innerhalb weniger Augenblicke feststellen, was der Grund für das Problem ist und handeln, zum Beispiel bei einem von Speiseresten verstopften Sieb. Daher sollten Sie beim Check der einzelnen Elemente des Geschirrspülers darauf achten, diese gründlich anzuschauen, damit Sie auch ja nichts vergessen. Nur so können Sie weiteren Problemen beim Spülen vorbeugen.

Spülmaschine läuft aus

Reinigung

Der Geschirrspüler sollte aufgrund seiner Funktion regelmäßig gereinigt werden, damit sich Fette, Speisereste und Kleinteile nicht in der Maschine festsetzen und dort anfangen zu verfaulen. Das ist vor allem wichtig, sobald Sie eine große Zahl an Geschirr über einen langen Zeitraum gespült, dabei aber versäumt haben, die Spülmaschine an sich zu putzen. Es ist wichtig, dass der Innenraum der Maschine sauber bleibt, allen voran folgende Komponenten:

  • Sieb und Filter
  • Besteckkasten
  • Gitteraufhängungen
  • Gummidichtungen

An all diesen Stellen kann sich vermehrt Schmutz ansammeln und sollte daher regelmäßig gereinigt werden. Grobe Speisereste sollten Sie sofort nach jedem Spülgang entfernen, am besten noch bevor Sie das Geschirr in die Maschine stellen. Nudeln, Hackfleischreste oder Zwiebeln gehören einfach nicht in die Spülmaschine und sollten keine Chance haben, in dieser zu vergammeln. Allgemein sollten Sie alle zwei Monate einen Maschinenreiniger, am besten von Miele, Bosch oder Finish, in die leere Spülmaschine geben und diese bei einem Programm mit mindestens 60°C laufen lassen.

Tipp: Sie erkennen eine starke Verschmutzung des Geschirrspülers immer zuerst an einem unangenehmen Geruch. Da sich hier viele organische Stoffe ablagern, fangen diese an zu vergammeln und anschließend übel zu riechen, was Sie durch regelmäßiges Reinigen und Entleeren der Maschine verhindern können.

Salze und Tabs

Damit der Geschirrspüler effektiv arbeiten kann, benötigt er die richtige Dosierung unterschiedlicher Reiniger:

  • Klarspüler
  • Spülmaschinensalz
  • Tabs oder Pulver

Es ist typisch, dass Verbraucher, die Pulver anstelle von Multitabs nutzen, automatisch Klarspüler und Spülmaschinensalz in ihren Geschirrspüler füllen. Diese Produkte sind ebenfalls notwendig, wenn Sie Tabs benutzen, da hier die Menge an Klarspüler und Salz niemals ausreicht, um wirklich effektiv zu funktionieren. Während die Tabs und das Pulver als Seife funktionieren, reguliert das Salz die Härte des Wassers und der Entkalker wirkt gegen mögliche Kalkflecken, die vor allem auf Geschirr und Gläsern auftauchen. Zwar kann das Reinigungsmittel alleine eingesetzt werden, die Reinigungsleistung ist ohne Salz und Entkalker aber nur minderwertig. Daher sollten Sie auf dieses nie verzichten.

Geschirrspüler entkalken

Falsch eingeräumt

Häufig führt das falsche Einräumen von Geschirr zu schlechten Spülergebniss. Diese sind entweder zu eng beieinander angeordnet und der Wasserstrahl kann nicht effektiv eingesetzt werden oder die Positionen des Geschirrs innerhalb der Maschine sind falsch. Dieses sollte wie folgt geordnet sein:

  • stark verschmutzt: nach unten
  • leicht verschmutz: nach oben
  • Gläser: auf jeden Fall nach oben
  • Besteck: in den Besteckkasten, mit dem Griff nach oben

Da der Geschirrspüler weder Bürsten noch andere Reinigungsutensilien zur Verfügung hat, ist es notwendig, dass die einzelnen Teller, Tassen, Auflaufformen, Töpfe und das Besteck so angeordnet sind. Dadurch kann der Wasserstrahl dieses leichter säubern und anschließend trocknen. Stapeln Sie zudem niemals das Geschirr in der Spülmaschine. Somit richten Sie nur noch mehr Schaden an.

Spülmaschine wäscht nicht sauber

Tipp: Achten Sie darauf, sensible Gläser für Wein oder andere Getränke allein zu waschen. Diese könnten durch Speisereste aufgrund ihrer bauchigen Form zusätzlich verdreckt werden.

Spülgange und Temperatur

Hitze wirkt effektiv gegen jede Form von Schmutz in der Spülmaschine und wird im Gerät durch das jeweilige Programm definiert. Viele Menschen wollen Wasser sparen und nutzen zum größten Teil die Eco-Funktion des Geschirrspülers, die mit einer Temperatur von 40°C spült. Das ist zwar ausreichend zum Spülen von leichten Verschmutzungen, doch gegen Fette und hartnäckigen Schmutz wirkt das nur mäßig, Die Folge daraus sind unangenehme Gerüche und dreckiges Geschirr. Aus diesem Grund sollten Sie immer mal wieder mit mindestens 60°C spülen, damit der Geschirrspüler sauberer wird. Ebenso sollten folgende Programme für bestimmte Arten von Geschirr genutzt werden:

  • Standard-Programm (60°C): wirkt gut gegen normale Verschmutzungen und für die Reinigung von Gläsern
  • Auto-Programm (40°C bis 70°C): hier wird der Inhalt der Maschine über Sensoren erfasst und anschließend die Temperatur eingestellt
  • Kurz-Programm (45°C): nicht geeignet für starke Verschmutzungen
  • Eco-Programm (unter 40°C): nur geeignet für leichteste Verschmutzungen

Ebenso sollten Sie unbedingt darauf achten, immer von Hand vorzuwaschen oder einen Spülgang zu wählen, der eine Vorwaschstufe hat. Diese hilft dabei, hartnäckige Flecken einzuweichen und so den Schmutz, vor allem Fette, entfernen zu können. Wie schon oben erwähnt, sollten Sie immer vor dem Spülgang grobe Speisereste entfernen, somit lassen sich Verschmutzungen vermeiden. Das Auto-Programm ist hier sehr empfehlenswert, da es den derzeitigen Spülgang an die Menge des Geschirrs anpasst. So übernimmt dieses die notwendige Hitzeentwicklung, um effektiv gegen hartnäckigen Schmutz vorzugehen.

Gläser

Wie oben erwähnt, leiden Gläser stark an zu viel Geschirr, grobem Schmutz und nicht genügend Entkalker. Sie können Gläser problemlos für einen Spülgang vorbereiten, indem Sie diese vorreinigen und anschließend in eine leere Spülmaschine setzen. Vor allem Rotweingläser gehören in diese Kategorie, da sie häufig Ränder bilden. Dennoch sollten Gläser niemals zu heiß gespült werden, da sie sonst leicht brechen könnten und somit gehören sie nicht in die gleiche Ladung wie die Backform nach dem Makkaroni-Auflauf. Bitte beachten Sie, dass Gläser auf natürliche Weise mit der Nutzung matt werden und nicht mehr „brillant“ sind. Das ist kein Fehler der Spülmaschine.

Einfüllfach

Das Einfüllfach hat häufig mit dreckigem Geschirr zu tun. Finden Sie einen halb aufgebrauchten Tab oder Pulver in der Maschine oder riecht der Geschirrspüler nur nach Wasser und dreckigem Geschirr, ist es wahrscheinlich, dass die Klappe des Einfüllfachs nicht richtig geschlossen wurde oder blockiert ist. Achten Sie hier verstärkt drauf, da es häufig passieren kann, dass die Klappe nicht geschlossen wird, weil Sie zum Beispiel schnell zur Arbeit müssen. Läuft das Pulver aus, wird es bereits im Vorwaschgang weggespült. Das sollten Sie unbedingt vermeiden, da Sie somit Wasser verschwenden. Blockiert das Fach, kann kein Reiniger ins Wasser gegeben werden.

Spülmaschine wäscht nicht sauber

Hinweis: Achten Sie ebenfalls darauf, alle anderen Fächer sicher zu verschließen, damit keine Reiniger auslaufen. Das kann auch zu Flecken durch die Reinigungsmittel auf dem Geschirr und Besteck führen, da dieses sich dort ablagern kann.

Sprüharme

Die Sprüharme sind essentiell für eine effektive Spülmaschine, da sie das Wasser in verschiedenen Druckstufen verteilen. Ohne funktionierende Sprüharme kann der Geschirrspüler nicht richtig funktionieren. Ist nur eine Seite Ihres Geschirrs sauber, ist dies häufig ein Hinweis auf Probleme mit den Sprüharmen, da diese nur noch einen Teil des Geschirrs säubern. Zwar bekommt das gesamte Geschirr in der Maschine Wasserdampf ab, doch ist die Reinigungswirkung nur allein durch Dampf nicht ausreichend. Häufig blockieren die Sprüharme aufgrund von zu viel Geschirr im Geschirrspüler. Aus diesem Grund sollten Sie die Maschine niemals vollstopfen.

Abgeknickter Schlauch

Der Abwasserschlauch ist ein essentielles Teil der Spülmaschine, da er das gesamte, verschmutzte Wasser und winzige Speisereste aus der Maschine in den Abfluss weiterleitet. Knickt dieser ab, sammeln sich Wasser und Teilchen in der Stelle und dadurch kann Schmutz wieder zurück in die Maschine gegeben werden. Theoretisch wird das Wasser wieder aufgewirbelt und nach dem Spülgang bleibt häufig eine Schicht von Fetttröpfchen auf dem Geschirr zurück. Ein weiteres Anzeichen hierfür sind unangenehme Gerüche, selbst bei einer sauberen Maschine. Lagern Sie den Schlauch also am Besten in einer erhöhten Position, damit er nicht abknickt.

Spülmaschine läuft aus

Maschine defekt

Ein weiterer Grund, der häufig zuletzt in Betracht gezogen werden muss, ist ein Defekt der Spülmaschine, der die Reinigungsleistung stark einschränkt. Das kann viele Ursachen haben, die am besten von einem Profi gecheckt werden sollten. Einige typische Defekte sind:

  • Heizelemente beschädigt
  • Sensoren beschädigt
  • Türmechanismus funktioniert nicht
  • Geschirrspüler kann das Füllfach nicht über einen Befehl öffnen
  • Sprüharme funktionieren nicht mehr
  • Steuereinheit beschädigt

Diese Symptome sind häufig schwer zu erkennen, doch lassen sich defekte Heizelemente daran erkennen, dass nach dem Spülgang kein Wasserdampf entsteht, das Geschirr kalt und nass ist. Sobald der Geschirrspüler nicht genügend Hitze erzeugen kann, ist das gründliche Spülen unmöglich und Sie sollten einen Fachmann beauftragen. Ist zum Beispiel die Steuereinheit des Geschirrspülers beschädigt, kann es passieren, dass das Wasser nicht abgepumpt oder überhaupt in die Maschine geleitet wird.

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