Spülmaschine reinigen

Eine neue Spülmaschine wird zunächst einige Zeit ihren Dienst verrichten, ohne dass Sie eine Reinigung vornehmen müssen. Wenn Sie feststellen, dass sich Fett ablagert oder dass Gerüche entstehen, sollten Sie die Spülmaschine reinigen. Sie können die Reinigung selbst vornehmen und brauchen nicht in teure Reinigungsmittel zu investieren. Zudem haben Sie die Möglichkeit, einer starken Verschmutzung wirksam vorzubeugen.

In den meisten Haushalten ist die Geschirrspülmaschine täglich in Betrieb. Eine große Familie muss den Spüler sogar nach jeder Mahlzeit einschalten. Mit der Zeit können sich im Inneren der Spülmaschine unangenehme Gerüche ausbreiten. Diese greifen in der Regel zwar nicht auf Geschirr, Töpfe und Besteck über. Dennoch müssen sie aus Gründen der Hygiene beseitigt werden. Bei älteren Spülmaschinen kommt es außerdem vor, dass sich Fett ablagert. Es sollte umgehend entfernt werden, denn auf Dauer kann Fett die Funktionsfähigkeit der Spülmaschine beeinträchtigen. Sie brauchen für die Reinigung und die Entfernung von Fett keinen Kundendienst zu bemühen und können die Arbeiten selbst erledigen. Die notwendigen Hilfsmittel sind in jedem Haushalt vorhanden.

Material und Vorbereitung

Bevor Sie mit der Reinigung des Geschirrspülers beginnen können, sollten Sie einige Vorbereitungen treffen. Dann gehen Ihnen die Arbeiten einfacher von der Hand. Legen Sie die Dinge, die Sie für die Reinigung brauchen, bereit.

Das benötigen Sie:

  • heißes Wasser
  • Werkzeug zum Entfernen des Spülmaschinenarms
  • Essigreiniger
  • Spülmittel
  • Handschuhe
  • Schwamm oder Lappen

Entfernung von Fett und Gerüchen in Spülmaschinen

Eine verschmutzte Spülmaschine kann auf verschiedene Weise gereinigt werden. Reicht ein gründliches Spülen nicht aus, können Sie Anbauteile einzeln reinigen oder mit einem Reinigungsmittel versuchen, das Fett und die Gerüche zu beseitigen. In der Regel haben die Maßnahmen eine hohe Erfolgsquote, sodass Sie Ihre Spülmaschine danach wieder wie gewohnt nutzen können.Reinigungsarm Geschirrspüler

1. Vollprogramm starten

Hat sich in Ihrer Geschirrspülmaschine Fett angesammelt oder nehmen Sie unangenehme Gerüche wahr, sollten Sie im ersten Schritt das Vollprogramm einmal durchlaufen lassen. Dabei handelt es sich um das Programm, bei dem die Spülmaschine das Wasser auf die höchstmögliche Temperatur aufheizt. Bei den meisten Spülmaschinen sind dies 70 Grad. Sie können das Vollprogramm unterstützen, indem Sie kochendes Wasser in die Spülmaschine geben. Verzichten Sie auf das Einlegen von Besteck oder Geschirr, sondern lassen Sie die Spülmaschine vollkommen leer laufen. Nach dem Ende des Programms überprüfen Sie, ob die Gerüche neutralisiert wurden und das Fett wirksam entfernt wurde. Ist dies nicht der Fall, kann es zum Erfolg führen, wenn Sie das Vollprogramm ein zweites Mal laufen lassen.

Warten Sie nicht, bis sich das Innere der Spülmaschine abgekühlt hat, sondern starten Sie das Programm sofort wieder. Sollte auch die zweite Spülung keinen Erfolg bringen, probieren Sie die Reinigung anhand der Empfehlungen im nächsten Schritt.

2. Spülmaschine manuell reinigen

Die Neutralisierung von Gerüchen und die Entfernung von Fett kann auch gelingen, wenn Sie die Spülmaschine manuell reinigen. Es ist empfehlenswert, wenn Sie die Reinigung nach einer Wäsche vornehmen. Das Innere der Spülmaschine ist noch angewärmt und die Reinigung gestaltet sich einfacher.

Bevor Sie die Spülmaschine reinigen können, sollten Sie die Körbe entnehmen. Entfernen Sie auch die Arme. Lösen Sie zu diesem Zweck die Schrauben und nehmen Sie die Arme vorsichtig aus der Spülmaschine heraus. Weiterhin ist es wichtig, dass Sie den Filter entnehmen und ebenfalls einer intensiven Reinigung unterziehen.Spülmaschine Korb entfernen

Das leere Innere der Spülmaschine waschen Sie nun mit einem fettlösenden Spülmittel aus. Lösen Sie das Spülmittel dazu in heißem Wasser auf. Wenn Sie Handschuhe tragen, kommt die hohe Temperatur des Wassers nicht mit Ihren Händen in Berührung. Reinigen Sie die Wände, den Boden und den oberen Bereich des Geschirrspülers mit der heißen Lösung. Verwenden Sie einen Schwamm oder einen Lappen. Wenn Sie den Reinigungsprozess abgeschlossen haben, spülen Sie das gesamte Innere der Maschine mit heißem Wasser aus. Von Vorteil ist es, wenn Sie über eine Brausearmatur verfügen, die Sie ausziehen können. Dann lässt sich das Innere der Spülmaschine einfach von den Rückständen des Reinigungsmittels befreien.

Anstelle von Spülmittel können Sie auch Essigreiniger verwenden. Dieser entfernt Fettrückstände sehr hartnäckig. Essigreiniger ist für die Gesundheit unschädlich. Dennoch sollten Sie berücksichtigen, dass der Essigreiniger sehr konzentriert ist und beim nächsten Betrieb der Spülmaschine möglichst nicht mit dem Geschirr oder Besteck in Berührung kommen sollte.

Nach der manuellen Reinigung ist es empfehlenswert, wenn Sie ein weiteres Vollprogramm starten, um den Schaum und die Rückstände des Reinigungsmittels restlos zu entfernen. Dabei sollten Sie auf eine Beladung der Geschirrspülmaschine verzichten. Bevor Sie das Reinigungsprogramm starten, können

Worauf Sie achten sollten

Vorsicht bei scharfen Reinigern

Scharfe Haushaltsreiniger sind eine Alternative zu Spülmitteln oder einem Essigreiniger auf natürlicher Basis. Oftmals erzielen Sie mit diesem Reiniger einen besseren Erfolg, als wenn Sie ein Spülmittel verwenden. Scharfe Reinigungsmittel haben jedoch den Nachteil, dass sie nicht mit dem Geschirr und dem Besteck in Berührung kommen sollten. Andernfalls kann es sein, dass Sie die Rückstände bei der nächsten Mahlzeit mit aufnehmen. Dies kann sich schädlich auf die Gesundheit auswirken. Wenn Sie scharfe Reinigungsmittel verwenden, müssen Sie die Spülmaschine danach besonders gründlich ausspülen und mindestens zwei Vollprogramme aktivieren, bis Sie sicher sind, dass Sie alle Rückstände restlos entfernt haben.

Gummis reinigen

Unangenehme Gerüche können auch auftreten, wenn die Gummis der Geschirrspülmaschine verschmutzt sind. Aus diesem Grund ist es empfehlenswert, wenn Sie die Gummis in regelmäßigen Abständen reinigen. Dazu verwenden Sie warmes Wasser und ein leichtes Spülmittel. Reinigen Sie die Gummis nicht nur oberflächlich, sondern beziehen Sie auch die Falze in die Reinigung mit ein. Darunter können sich Speisereste, aber auch Reste des Reinigungsmittels sammeln. Grundsätzlich können Sie der Ablagerung von Speiseresten im Geschirrspüler vorbeugen, indem Sie diese unter fließendem Wasser entfernen. Erst danach sollten Sie Geschirr, Töpfe, Schüsseln und Pfannen in den Geschirrspüler geben.Dichtungen reinigen

Unangenehme Schimmelbildung

Neben Fettablagerungen und Gerüchen kann auch Schimmelbildung zum Problem werden. Der Schimmel entsteht, wenn die Feuchtigkeit im Inneren des Geschirrspülers sehr hoch ist und wenn die Schimmelpilze einen Nährboden finden. Diesen stellen Essensreste dar. Schimmel entfernen Sie manuell, indem Sie die betroffenen Stellen mit einem Lappen reinigen. Wenn Sie die Spülmaschine reinigen und dabei sehr gründlich vorgehen, wird Ihnen der Schimmel sofort auffallen. Hartnäckige Stellen behandeln Sie am besten mit Bleichsoda. Nach der Reinigung muss das Bleichsoda gründlich abgespült werden. Sollte es mit einem Spülmittel in Kontakt kommen, kann es in schlimmsten Falle zu einer chemischen Reaktion kommen.

Reinigung des Siebes

Zu den regelmäßigen Reinigungsaufgaben gehören die Entleerung und die Säuberung des Maschinensiebes. Dieses ist in die Unterseite der Geschirrspülmaschine integriert. Sie können es zum Zwecke der Reinigung entnehmen. Das Maschinensieb fängt Reste auf, die sich auf dem Geschirr oder Besteck befunden haben. Idealerweise sollten Sie es nach jedem Reinigungsprozess entleeren. Dies ist vor allem dann wichtig, wenn Sie das Geschirr und das Besteck vor dem Einsortieren in den Geschirrspüler nicht abspülen.

Spülmaschine Abflusssieb
Abflusssieb regelmäßig reinigen

Ein zugesetztes Maschinensieb kann den Betrieb des Geschirrspülers beeinträchtigen. Darüber hinaus können Fettablagerungen und Gerüche begünstigt werden. Kleine Speisereste, die nicht entfernt werden, verderben in dem Maschinensieb. Sie können bei der folgenden Wäsche aus den Poren des Siebes ausgespült werden und sich in den Gummis oder an der Wand des Geschirrspülers festsetzen. Sie vermeiden derartige Verunreinigungen, wenn Sie auf die regelmäßige Reinigung des Maschinensiebes großen Wert legen.

Tipps für die effiziente Vorbeugung

Wenn Sie Ihre Spülmaschine erfolgreich gereinigt haben, können Sie einer erneuten Fettablagerung und Geruchsbildung wirksam vorbeugen. Beachten Sie diese Tipps auch beim Kauf einer neuen Geschirrspülmaschine, denn dann kann es gar nicht oder nur in Ausnahmefällen zu einer Fettablagerung kommen.

Viele moderne Geschirrspülmaschinen besitzen ein so genanntes Eco-Programm. Es eignet sich für leicht verschmutztes Geschirr und für Spülgänge, bei denen der Spüler nur mäßig gefüllt ist. Das Eco-Programm, das auch als Kurzprogramm oder Schnellprogramm bezeichnet wird, soll Energie sparen. Das Geschirr wird in einer kürzeren Zeit gereinigt. Damit dies möglich wird, heizt die Geschirrspülmaschine nicht auf die normale Spültemperatur von 65 bis 70 Grad Celsius. Das Geschirr wird nur bei 50 Grad Celsius gereinigt. Für leicht verschmutztes Besteck und Geschirr ist diese Temperatur grundsätzlich ausreichend. Problematisch wird es jedoch, wenn Sie die Spülmaschine dauerhaft oder überwiegend im Öko-Programm nutzen. Auch an leicht verschmutzten Tellern befinden sich Fettablagerungen von den Speisen und es entstehen Gerüche, die aufgrund der niedrigen Temperatur nicht neutralisiert werden. Aus diesem Grund ist es ratsam, wenn Sie das Eco-Programm nur in Ausnahmefällen nutzen.Spülmaschine häufig einschalten

Achten Sie darauf, den Geschirrspüler mindestens einmal in der Woche auf einem Vollprogramm mit der höchstmöglichen Temperatur laufen zu lassen. Durch die hohe Temperatur können Gerüche neutralisiert und Fettrückstände entfernt werden. Auch wenn Sie Ihren Geschirrspüler nicht so häufig nutzen, ist es ratsam, dass Vollprogramm einmal in der Woche durchlaufen zu lassen. Die Rückstände werden aus dem Inneren des Geschirrspülers entfernt und können sich nicht dauerhaft festsetzen. Unangenehme Gerüche kommen gar nicht erst auf. Mit der regelmäßigen Nutzung des Vollprogrammes schonen Sie Ihren Geschirrspüler und damit auch Ihren Geldbeutel. Die Ersparnis fällt höher aus als die Stromkosten, die Sie mit der regelmäßigen Nutzung des Eco-Programmes einsparen, denn Ihr Geschirrspüler hat eine längere Lebensdauer.

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