Sind Astern eigentlich winterhart? | Astern im Garten und Topf

Sind Astern winterhart im Garten und Topf

Astern gehören aufgrund ihrer zahlreichen Farbvariationen zu den beliebtesten Garten- und Kübelpflanzen und schmücken von Mai bis in den späten November mit ihren Blüten Terrassen, Beete und Balkone. Viele Besitzer der Korbblütler fragen sich, ob die Gewächse winterhart sind und ob sie einen Winterschutz benötigen, vor allem Exemplare, die im Topf gehalten werden. Astern werden Sie mit ihrer Winterhärte überraschen.

Sie sind begeistert von Ihren Astern, fragen sich aber kurz vor Wintereinbruch, ob diese den Winter aushalten werden? Die Doldenblütler, die Margeriten manchmal zum Verwechseln ähnlich sehen, sind bekannt für ihre robuste Art. Selbst über die kalte Jahreszeit stehen die Pflanzen aufrecht und vergehen nicht, während ihre verwelkten Blüten und Triebe sich malerisch in die winterliche Landschaft einfügen. Das macht sie zu solch beliebten Gewächsen, da sie das gesamte Jahr über den Gärtner erfreuen. Dennoch ist es notwendig zu wissen, ab wann es ihnen zu kalt werden kann und welche Maßnahmen notwendig sind, um sie durch den Winter zu bringen.

Sind Astern winterhart?

Astern gehören zu den äußerst winterharten Gewächsen und halten selbst sehr kalte Winter durch, ohne Schaden zu nehmen. Sogar Topfpflanzen können problemlos draußen gehalten werden, ohne einzugehen, solange ein ausreichender Winterschutz für den Kübel besteht. Die Pflanze selbst muss nicht geschützt werden. Die Winterhärte der Astern wird durch die jeweilige Winterhärtezone angegeben. Die folgenden Winterhärtezonen sind typisch für die Arten, die Sie in Mitteleuropa erwerben und anpflanzen können.

Sind Astern winterhart im Garten und Topf, Astern im Gartenbeet
Astern im Gartenbeet
  • Z6: – 23,3°C bis – 17,8°C
  • Z5: – 28,8°C bis – 23,4°C
  • Z3: – 40,0°C bis – 34,5°C
  • Z2: – 45,5°C bis – 40,1°C

Anhand der Winterhärtezone erkennen Sie, welche Ihrer Astern besonders winterhart sind und welche etwas mehr Winterschutz benötigen. Das Z steht dabei natürlich für Zone, während die Zahl dahinter anzeigt, welche Zone zum Einsatz kommt. Wie Sie sicher erkannt haben, sind die Zonen mit der höheren Nummer wärmer. Da an sich nur wenige Astern in dieser Zone befinden, können Sie guten Gewissens Ihre Gewächse im Garten überwintern.

Hier ein Überblick:

  • Wildaster (bot. Aster ageratoides): Z6
  • Bergaster (bot. Aster amellus): Z5
  • Kissenaster (bot. Aster dumosus): Z3
  • Alpenaster (bot. Aster alpinus): Z3
  • Sommeraster (bot. Callistephus chinensis): Z3
  • Waldaster (bot. Eurybia divaricata): Z3
  • Myrtenaster (bot. Symphyotrichum ericoides): Z3
  • Raublattaster (bot. Symphyotrichum novae-angliae): Z2
  • Glattblattaster (bot. Symphyotrichum novi-belgii): Z2
Sind Astern winterhart im Garten und Topf, Sommerastern
Sommeraster, Callistephus chinensis

Diese Angaben beziehen sich rein auf die Astern der Gattung Astern (bot. Aster), Herbstastern (bot. Symphyotrichum) und Eurybia, die früher alle zur Gattung der Astern zusammengeführt wurden und nicht andere Gattungen innerhalb der Ordnung der Asternartigen (bot. Asterales), wie zum Beispiel den Chrysanthemen (bot. Chrysanthemum). Diese halten den Winter zwar mit einem guten Winterschutz ebenfalls im Beet aus, dafür nur geringfügig im Kübel, da dieser schneller durchfriert und deshalb einen noch effektiveren Schutz benötigt.

Tipp: Wenn Sie in Regionen mit milden Wintern wohnen, benötigen Sie in den meisten Fällen keinen Winterschutz. Vor allem sind hier der Westen Baden-Württemberg, das südliche Rheinland und die Pfalz zu nennen.

Astern überwintern

Das Überwintern von Astern ist nicht wirklich schwer. Zwar vertragen Sie problemlos kühle Temperaturen, jedoch sollten sie nicht komplett ohne Vorbereitung den Winter überstehen müssen. Vor allem wenn Sie im Kübel gehalten werden, muss dieser mit einem Winterschutz versehen werden, damit das Substrat nicht durchfriert und austrocknet, was den Astern stark zusetzt. Selbst ins Beet gepflanzte Exemplare freuen sich über einen Winterschutz, der sie mit ausreichend Nährstoffen versorgt, damit sie im Frühjahr wieder austreiben können. Ins Beet gepflanzte Astern bereiten Sie auf die folgende Weise auf den Winter vor.

Im Freien

1. Schritt: Schneiden Sie die Astern nicht vor dem Winter, erst wieder im Frühjahr. Die Triebe und Blüten wirken als eigenständiger Winterschutz, der unbedingt an der Aster verbleiben sollte. Sie können Verblühtes abschneiden und verwelkte Blüten, wenn Sie eine im Sommer oder Frühling blühende Aster halten. Die Blüten könnten bei zu hoher Feuchtigkeit faulen.

Sind Astern winterhart im Garten und Topf, weiße Sommeraster
Sommeraster, Callistephus chinensis

2. Schritt: Bevor sich der erste Frost zeigt, verteilen Sie um den Wurzelballen eine Mischung aus Kompost und Erde. Darüber wird eine Schicht Reisig verteilt.

Mehr wird für die im Beet angepflanzten Astern nicht benötigt.

Kübelhaltung

Bei Kübelhaltung gehen Sie dagegen wie folgt vor:

1. Schritt: Suchen Sie einen neuen Standort für den Topf. Dieser sollte folgendermaßen beschaffen sein.

  • kühl
  • hell
  • nicht in geschlossenen Räumen
  • vor Witterung geschützt

Besonders gut bieten sich nach Süden oder Südosten ausgerichtete Hauswände, da diese ausreichend Licht abbekommen.

2. Schritt: Den Kübel packen Sie am besten ein, um ein Einfrieren zu verhindern. Dafür nutzen Sie eine dieser beiden Optionen.

  • Winterschutzvlies
  • Jutesack

Sind Astern winterhart im Garten und Topf, Jutesack

3. Schritt: Anschließend dürfen Sie über den gesamten Winter nicht vergessen, die Astern leicht zu wässern. Da sie kein Regenwasser abbekommen sollten, muss diese Aufgabe von Ihnen erledigt werden, denn ein Austrocknen sorgt für Schäden am Wurzelwerk.

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