Schimmel in der Wohnung | Schimmelarten erkennen

Schimmel in der Wohnung

Schimmel in der Wohnung gehört zu den größten Gefahren für die Gesundheit in den eigenen vier Wänden. Häufig bleibt der Schimmel unentdeckt, bis der muffige Geruch deutlich vernehmbar oder der Befall sichtbar ist. Es gibt verschiedene Arten an Schimmelpilzen, die in Ihrer Wohnung auftauchen können und sich unterschiedlich auf Ihren Gesundheitszustand auswirken. Aus diesem Grund müssen die Arten erkannt werden.

Wenn Schimmel in der Wohnung entdeckt wird, ist der Schock erstmal groß. Kein Wunder, denn die Pilze sorgen für zahlreiche gesundheitliche Probleme. Vor allem Asthmatiker oder Allergiker leiden unter diesen. Sobald Sie den Schimmel gesehen oder gerochen haben, müssen Sie diesen identifizieren, um die passenden Maßnahmen einzuläuten. Das ist wichtig, denn wo und warum sich Schimmelpilze ansiedeln, ist abhängig von der Art. Da jede Schimmelart andere Symptome beim Menschen und selbst Tieren auslöst, ist die Identifizierung notwendig. Einige von ihnen sind gesundheitsgefährdender als andere und müssen daher so schnell und effektiv wie möglich bekämpft werden.

Schimmel in der Wohnung: verschiedene Arten

Schwarzer Schimmel

Schwarzer Schimmel in der Wohnung gehört zu den gefährlichsten Arten, die sich bei Ihnen ansiedeln kann. Der Grund dafür ist die hohe Aggressivität, mit der die Sporen über die Atemwege in den Körper eindringen und zu einer Vielzahl von Symptomen führen können:

  • allergische Reaktionen
  • Probleme beim Atmen
  • Atemnot
  • Infektionskrankheiten
  • Erkrankungen von Organen wie der Niere

Über 40 verschiedene Taxa an Pilzen sind für schwarzen Schimmel in Ihren Wohnräumlichkeiten verantwortlich, die alle toxisch für Säugetiere sind. Zu erkennen ist Schwarzschimmel an den folgenden Merkmalen:

  • Farbe: grau bis schwarz
  • schleimig
  • trocken
  • ähnelt Puder
  • tritt bei hoher Luftfeuchtigkeit auf
  • hält Temperaturen bis 45°C aus

Scharzschimmel bildet sich am häufigsten in Feuchträumen und in Fugen, da sich dort viel Feuchtigkeit sammelt und es meist nicht luftig genug ist. Ebenso betroffen sind Tapeten, Mauerwerk, Decken und verputzte Oberflächen. Handelt es sich um einen kleinen Befall glatter Oberflächen können Sie den Schimmel selbst entfernen. Verwenden Sie dafür Essigessenz oder Alkohol mit 70 Prozent. Ansonsten gehen Sie vorsichtshalber auf Nummer sicher und kontaktieren einen Profi, da der Schimmel so schnell wie möglich entfernt werden muss.

Tipp: Als besonders gefährlich gilt der schwarze Schimmelpilz Stachybotrys chartarum, der die gleichnamige Krankheit Stachybotryose auslösen kann. Bei der Stachybotryose handelt es sich um eine Krankheit, die einen Alzheimer-ähnlichen Verlauf bis zum frühzeitigen Tod hat.

Weißer Schimmel

Ein weiterer Schimmel in der Wohnung ist der weiße. Bei diesem handelt es sich ebenfalls wieder um eine Vielzahl von Pilzarten, die folgende Symptome auslösen können:

  • gereizte Schleimhäute
  • Entzündung der Nasennebenhöhlen
  • Kopfschmerzen
  • Halzschmerzen
  • Magenschmerzen
  • Erkältungen
  • Erkrankungen der Haut
  • Hustenanfälle und Bronchitis
  • allgemeine Müdigkeit
  • seltener Gelenkschmerzen

Weißer Schimmel

Da diese Symptome häufig nicht eindeutig sind und im Alltag vorkommen, fällt der weiße Schimmel nicht wirklich auf. Das ist gefährlich, denn diese Schimmelarten können sich mit der Zeit zum Schwarzschimmel weiterentwickeln. Checken Sie deshalb häufig nach einem dauerhaft modrigen Geruch in feuchten Räumen, Kellern, Ecken und hintern Möbeln, die an einer Außenwand stehen. Er wird am besten durch einen Fachmann entfernt, da er vorher identifiziert werden muss, denn er kann verschiedenste Formen von feucht bis trocken annehmen.

Tipp: Überprüfen Sie bei einem Verdacht auf weißen Schimmel die betroffene Stelle so gut wie möglich. Manchmal sind die Beläge aufgrund ihres fast durchsichtigen Farbtons nicht an einer weißen Wand zu erkennen und werden deshalb häufiger übersehen.

Grüner Schimmel

Nicht so gefährlich wie der Schwarzschimmel und deutlich einfacher zu entdecken wie der weiße ist Aspergillus fumigatus. Bei dieser Pilzart handelt es sich um den grünen Schimmel, der am häufigsten auf verdorbenen Lebensmittel und zu feuchtem Pflanzsubstrat zu finden ist. Nicht selten breiten sich die Sporen in Ihren vier Wänden aus, wenn es dauerhaft feucht ist. Vor allem in Küchen, Bädern oder zwischen Wänden kann sich der grüne Schimmel ausbreiten. Zu erkennen ist er an diesen Merkmalen:

  • Farbe: grün mit grauem oder weißem Rand
  • bildet flauschigen Belag aus
  • Konsistent unterschiedich
  • tritt häufig mit anderen Schimmelarten auf

Neben dem roten Schimmel hat der grüne die geringste Toxizität auf den Menschen. Dennoch kann es zu Migräne und Kopfschmerzen, Asthma, allergischen Reaktionen und allgemeiner Schwäche kommen. Kleine Befälle können ebenfalls auf eigene Faust entfernt werden.

Grüner Schimmel

Roter Schimmel

Anzutreffen ist der rote Schimmel entweder in stärkehaltigen Lebensmitteln wie Mehl und Getreide oder Tapeten aus Papier. Das heißt, in Feuchträumen und der Küche wird der intensiv rote Schimmel am häufigsten entdeckt. Neurosporasitophila tritt zudem oft in trockener Konsistenz auf. Die häufigsten, gesundheitlichen Probleme beziehen sich auf die Atmung, darunter ein gereizter Hals oder verstärkte Symptome für Asthmatiker.

Gelber Schimmel

Neben dem Schwarzschimmel ist gelber Schimmel in der Wohnung am gefährlichsten für Mensch und Tier. Das ausgebildete Toxin von Aspergillus flavus wird Aflatoxin genannt, das in verschiedenen Varianten ausgebildet wird. Der Schimmel in der Wohnung ist aufgrund der krebserzeugenden Wirkung nicht zu unterschätzen und muss sofort entfernt werden. Typische Symptome wie bei den anderen Schimmelpilzarten gibt es bis auf einen muffigen Geruch nicht. Die Folgen durch den gelben Schimmel zeigen sich erst nach einiger Zeit durch schwere gesundheitliche Probleme, darunter:

  • Herzprobleme bis zum vollständigen Versagen
  • Krebs in Organen wie der Leber
  • Nierenblutungen

Er kann an allen bisher genannten Orten auftreten. Zu erkennen ist er an seinem ockergelbem Farbton und den verschiedenen Zuständen wie schmierig, trocken, in Flocken oder Körnern.

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