Rauchmelder

Ob ein Rauchmelder funktioniert und wann er anspringt, hängt maßgeblich mit dem richtigen Ort seiner Platzierung und einer fachkundigen Anbringung zusammen. Doch wo ist der passende Ort und wie bringt man den Rauchmelder richtig an?

Batteriebetriebene Rauchmelder werden inklusive Montagezubehör geliefert und bedürfen keiner Vorkenntnisse zur Installation. Die Befestigung erfolgt mittels Dübeln und Schrauben in der Decke, ohne dass der Anschluss an einer elektrischen Leitung für Probleme sorgen könnte. Von einer Anbringung mit Klebepads ist abgeraten, da diese bei hoher Luftfeuchtigkeit oder Rauchentwicklung abfallen und den Defekt des Rauchmelders begünstigen können. Welcher Rauchmelder wirklich überzeugt, sich einfach anbringen lässt und zuverlässig funktioniert, wird in diesem Artikel geklärt. Sie erhalten eine Hilfestellung für die Auswahl und können Ihr Haus durch Rauchmelder sicherer gestalten und sich auf ein lebensrettendes Signal im Bedarfsfall verlassen.

Rauchmelder – kleine Lebensretter

Ehe Sie sich für einen Rauchmelder entscheiden, sollten Sie überlegen, ob es ein batteriebetriebenes oder im Stromkreis integriertes Modell sein soll. Optional raten wir zu batteriebetriebenen Rauchmeldern, da diese mit ein wenig handwerklichem Geschick ganz einfach zu montieren und für die Inbetriebnahme vorzubereiten sind. Nehmen Sie die Montage nicht in einem Bereich mit hoher Zugluft vor und vermeiden den Einsatz herkömmlicher Rauchmelder in der Küche und in Bereichen, wo die Luftfeuchtigkeit hoch und regelmäßige Dampfentwicklung vorhanden ist. Bei niedrigen Decken achten Sie darauf, dass sich der Rauchmelder nicht direkt über einem hohen Regal oder einem Schrank befindet und mindestens einen Meter Abstand dazu aufweist.Rauchmelder

Material und Vorbereitung

  • Kaufen Sie die gewünschte Menge Rauchmelder, optimal vom selben Hersteller.
  • Legen Sie die Bohrmaschine und einen Hammer, sowie einen Schraubendreher, im Trockenbau alternativ Spezialdübel für die Befestigung bereit.
  • Prüfen Sie die Raumdecke auf Festigkeit.
  • Messen Sie am besten die Raummitte ab und vermeiden eine Anbringung in Wandnähe.
  • Bei Dachschrägen: eine waagerechte Position suchen.

Das benötigen Sie:

Nachdem Sie die Rauchmelder gekauft und den Platz an der Decke bestimmt haben, können Sie direkt mit der Arbeit beginnen. Es empfiehlt sich, einen Abstand von mindestens 50 Zentimetern zur Deckenbeleuchtung zu halten und so zu verhindern, dass Sie mit der Bohrmaschine oder dem Akkubohrer Kabel verletzen. Um einen Stromschlag zu vermeiden und auf Nummer sicher zu gehen, sollten die Sicherungen für den Raum in dem Sie arbeiten, ausgeschaltet und der Stromkreis unterbrochen sein.

Sicherung
Sicherungen prüfen

Der Rauchmelder besteht aus einer Bodenplatte, die mit ein bis zwei Schrauben an der Decke befestigt wird. Dementsprechend zeichnen Sie die Bohrlöcher an und nehmen die Bohrungen vor. Im Anschluss bringen Sie die Dübel in die Bohrungen ein und legen die Platte auf, die bei richtiger Messung ihre Aussparungen genau über den in der Decke befindlichen Dübel haben sollte. Nun schrauben Sie die Grundplatte an und legen die Batterie ein. Im Anschluss können Sie das Gehäuse des Rauchmelders, welches bei den meisten Modellen mit einer Klick- oder Drehvorrichtung ausgestattet ist, befestigen und den Funktionstest vornehmen.

In welchen Räumen sind Rauchmelder wichtig?

Ihre hauptsächliche Aufmerksamkeit lenken Sie auf die Küche, da diese in jedem Haus und jeder Wohnung das höchste Risiko für einen Brand aufweist. Aber auch im Schlafzimmer, in Kinderzimmern und im Wohnzimmer kann ein Rauchmelder hilfreich sein und Sie über starke Rauchentwicklung in Kenntnis setzen. Unnötig ist ein Rauchmelder im Badezimmer, da ein Brand im Feuchtraum praktisch ausgeschlossen ist. In vielen Bundesländern wurde die Installation von Rauchmeldern im Neubau bereits verpflichtend per Gesetz geregelt. In anderen Bundesländern handelt es sich um eine freiwillige Leistung des Eigentümers, sodass Sie als Mieter durchaus eine Nachrüstung auf eigene Kosten und in Eigenleistung auf Ihre Agenda setzen sollten. Sehr wichtig wird ein Rauchmelder in Fluren und Fluchtwegen, da ein Signal aus dieser Richtung aufzeigt, ob Sie die Wohnung verlassen können oder sich nach einer Alternative, beispielsweise der Feuertreppe oder Ihrer Terrassentür umsehen müssen.

Während Sie in den meisten Räumlichkeiten klassische Rauchmelder aus dem Baumarkt oder Fachhandel verwenden können, sollten Sie sich in der Küche für ein Modell entscheiden, das über eine hohe Resistenz gegen Staub und Wasserdampf verfügt. Durch regelmäßiges Kochen oder auch bei einer starken Rauchentwicklung beim Anbraten von Speisen kann ein weniger hochwertiges Modell Fehlalarme erzeugen und Sie in Angst und Schrecken versetzen. Da die Verschmutzung der Rauchkammer aber auch zu einer verkürzten Lebensdauer des Rauchmelders führt, empfehlen sich gelegentliche Reinigungen mit einem trocken Tuch oder einem Staubwedel. Alternativ zu einem hochwertigen Rauchmelder für die Küche können Sie sich auch für einen Hitzemelder entscheiden. Dieser reagiert nicht auf Rauch, aber auf die enorme Wärmeentwicklung bei einem Brand.

Die richtige Platzierung von Rauchmeldern

Fakt ist, ein Rauchmelder gehört an die Decke und nicht an die Wand. Er muss waagerecht und nach Möglichkeit gerade, auf ebenem Untergrund installiert werden. Die ordnungsgemäße Funktion ist nur dann gewährleistet, wenn das Gerät in entsprechender Position befestigt und mit einem aufgeladenen Akku oder der beiliegenden Batterie bestückt wird. Anhand dieser Punkte können Sie bei der Installation keinen Fehler begehen und sorgen dafür, dass Ihr Rauchmelder bei einem eventuellen Brand umgehend reagiert und Sie mit einem Alarmsignal warnt.

  1. Rauch steigt immer nach oben.
    Er sammelt sich unter der Decke und breitet sich erst dann tiefer im Raum aus, wenn der Deckenbereich vollständig vom Rauch in Beschlag genommen wurde. Allein diese Tatsache zeigt auf, warum ein Rauchmelder primär an der Decke und nicht an Wänden oder beispielsweise an Balken angebracht wird. Da es sich bei Rauchmeldern um ein Frühwarnsystem handelt, können Sie durch die richtige Positionierung umgehend reagieren und ein brennendes Haus verlassen. Auch die zentrale Platzierung ist wichtig und Sie sollten darauf achten, dass auch in engen Räumen ein Mindestabstand von 50 Zentimetern zur Wand gewährleistet ist.
  2. Abstand zur Umgebung
    Um das problemlose Eindringen von Rauch in die dafür vorgesehene Kammer des Rauchmelders zu gewährleisten, sollte er in solitärer Position verbaut werden. Das heißt, nicht nur der Wandabstand, sondern auch ein entsprechender Abstand von 50 Zentimetern zu Ecken, Deckenleuchten oder Balken und Unterzügen muss gewährleistet sein.

    Rauchmelder - Abstand
    Ausreichend Abstand zu den Wänden

    Befindet sich der Rauchmelder zu nah an einer Wand oder der Deckenleuchte, könnte seine Funktion beeinträchtigt und das Signal entweder überhaupt nicht oder mit enormer Zeitverzögerung ausgelöst werden.

  3. In L-förmigen Räumen stellt die Anbringung Ihres Rauchmelders vor eine besondere Herausforderung. Vor allem bei Räumen in L-Form und einer Quadratmeterzahl von über 60 ist es ratsam, jeden Schenkel des Raumes als eigenständig anzusehen und mit einem separaten Rauchmelder auszustatten. Bei Räumen unter 60m² ist ein Rauchmelder auch bei L-Form ausreichend, sofern er genau auf der Gehrungslinie, also dem Übergang der beiden verbundenen Räumlichkeiten installiert wird.
  4. Großer Raum
    Wie beim L-förmigen Raum sollte auch ein großer Raum mit Möbeln als Bereichsunterteilung mit mehreren Rauchmeldern ausgestattet werden. Haben Sie beispielsweise Wohnzimmer, Wohnküche und Arbeitsbereich in einem Zimmer mit einer Quadratmeterfläche von 100, sind 3 Rauchmelder, also ein Gerät pro Bereich, sowie ein Hitzemelder oder spezieller Rauchmelder für den Küchenbereich ratsam. Bricht in der Küche ein Feuer aus, reagiert der Rauchmelder sofort und Sie werden nicht erst per Signal informiert, wenn die Rauchentwicklung so stark ist, dass sie das in entgegengesetzter Richtung liegende Arbeitszimmer erreicht hat.Standort Rauchmelder
  5. Flure
    In Fluren, langen und großen Dielen empfiehlt es sich, die Räume wie L-förmige Zimmer zu behandeln. Die Besonderheit bei der Installation von Rauchmeldern im Flur besteht darin, dass der Abstand zur Stirnfläche nicht mehr als 7,50 Meter betragen sollte. Ebenso ist es wichtig, bei sehr langen Fluren auf einen Höchstabstand zwischen den Rauchmeldern zu achten, der 15 Meter nicht überschreitet. Bei diesen Empfehlungen wird von einem Gang ausgegangen, der nicht breiter als 3 Meter ist. Bei größeren Fluren sinkt der Abstand der Rauchmelder, wodurch sich die Sicherheit der Signalgebung erhöht.
  6. Besonderheit Dachschrägen
    In Dachgeschoss- oder Maisonette Wohnungen kann die Installation von Rauchmeldern vor eine ganz neue Herausforderung stellen. Da der Rauchmelder waagerecht montiert werden sollte, ist eine Deckenbefestigung oftmals nicht möglich. Lediglich bei Schrägen von maximal 20 Grad kann die Decke wie eine waagerechte Decke behandelt und der Rauchmelder an der Schräge befestigt werden. Anderenfalls kann es ratsam sein, eine Konstruktion für die waagerechte Befestigung zu bauen und so sicherzustellen, dass die Rauchkammer funktioniert und bei minimalster Rauchentwicklung umgehend einen Alarm auslöst.

Bei Dachschrägen bringen Sie den Rauchmelder etwa einen Meter unter der Dachspitze, sowie in waagerechter Position an. Bei einer schrägen Befestigung kann es im Notfall passieren, dass der Rauch am Rauchmelder vorbei zieht und keinen Alarm auslöst. Wenn die Dachspitze eine 1 Meter breite Mittelfläche ohne Schräge verfügt, bietet sich diese zur Befestigung des Rauchmelders an. Anderenfalls sollten Sie eine Konstruktion bauen, die die waagerechte Anbringung und somit das Eindringen von Rauch in die Rauchkammer ermöglicht.

Tipp : Bedenken Sie, dass auch eine leistungsstarke Batterie nicht dauerhaft hält. Wenn Ihr Rauchmelder in regelmäßigen Abständen piept und kurze Geräusche von sich gibt, sollten Sie die Energiequelle austauschen. Aus eigener Erfahrung ist bekannt, dass die meisten Rauchmelder zu nachtschlafender Zeit anzeigen, das die Batterie leer ist und ein umgehender Austausch erfolgen sollte. Um die lebensrettenden Eigenschaften des Rauchmelders zu nutzen, sollten Sie dem Geräusch Aufmerksamkeit schenken und es nicht ignorieren.

Rauchmelder kaufen – wichtige Kriterien zur Anschaffung

Wer sich auf renommierte Marken und zertifizierte Produkte beruft, kann in der Regel keinen Fehler begehen. Bei sehr hohen Räumen oder Wohnungen mit Dachschrägen sollten Sie der Anschaffung noch mehr Beachtung schenken und einen Rauchmelder bevorzugen, der sehr sensibel und leistungsstark ist. Nicht der Preis, sondern die Qualität ist entscheidend für die fehlerfreie Funktion. Nach der Anbringung können Sie den Funktionstest per Knopfdruck durchführen und sich darüber in Kenntnis setzen, ob der Alarm angeht. Betätigen Sie die kleine rote Lampe, die bei allen Rauchmeldern einen leichten Überstand zum Gehäuse bildet und mit minimalem Kraftaufwand ein Stück nach innen bewegt werden kann. Ertönt ein Signal, drücken Sie noch einmal und schalten den Rauchmelder nach dem Funktionstest wieder aus.Rauchmelder

Tipp: Wenn Sie die Funktion im Zusammenhang mit einer echten Gefahr prüfen möchten, können Sie eine brennende Kerze in die Nähe des Rauchmelders halten und abwarten. In der Regel dauert es nicht lange, bis der Alarm ertönt und Ihr Rauchmelder die große Hitze- und Rauchentwicklung anzeigt.

Um ihn auszuschalten, drücken Sie auch hier wieder leicht auf den Knopf, dessen Licht während der Signalgabe blinkt. Um einen Rauchmelder zu installieren, benötigen Sie keinen Fachmann. Vor allem wenn Sie zu einem Modell mit Batteriebetrieb greifen, sind die Bohrmaschine, ein bis zwei Dübel pro Rauchmelder, sowie die gleiche Menge Schrauben ausreichend. Allerdings sollten Sie in der Lage sein, auf der Leiter zu stehen und über Kopf zu arbeiten. Sind Sie nicht höhentauglich, können Sie einen Freund oder Verwandten um Hilfe bitten und sich auf das Zureichen der Werkzeuge und Bauteile beschränken.

Tipps für Schnellleser

  • Rauchmelder sind schnell anzubringen.
  • Primär gehört ein Rauchmelder in die Küche.
  • Alternativ kann er zusätzlich Wohn- und Kinderzimmer absichern.
  • Anbringung erfolgt mit ein bis zwei Bohrungen.
  • Bodenplatte wird an der Decke verschraubt.
  • Batterie wird eingesetzt.
  • Gehäuse wird auf den Boden geklickt / geschraubt.
  • Funktionstest wird vorgenommen.
  • Tipp: Rauchmelder an Schrägdecken immer waagerecht anbringen!

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