Darf man den Pool mit Brunnenwasser füllen?

Darf man den Pool mit Brunnenwasser füllen?

Ist es möglich, den Pool mit Brunnenwasser zu füllen? Diese Frage stellen sich viele, die ihren Pool zum ersten Mal oder im erneut im Frühling befüllen müssen. Brunnenwasser reduziert die Kosten deutlich, was es für viele Poolbesitzer so interessant macht, es zu verwenden. Da Wasser aus dem Brunnen nicht frei von lokal auftretenden Verunreinigen ist, muss es vorher aufbereitet werden.

Wenn Sie Ihren Pool mit Brunnenwasser füllen wollen, spricht eigentlich nichts dagegen. Brunnenwasser ist deutlich günstiger als Leitungswasser und gerade bei großen Pools lässt sich auf diese Weise viel Geld sparen. Dennoch sollten Sie nicht einfach so Ihren Pool mit dem Wasser füllen, da es verschiedenste Metalle, Verunreinigungen und sogar Bakterien enthalten kann. Aus diesem Grund müssen Sie vor der Befüllen das Brunnenwasser erst einmal überprüfen, um sich einen Überblick über die Zusammensetzung zu machen. Danach können Sie je nach Beschaffenheit des Wasser die notwendigen Aufbereitungsmaßnahmen einläuten. Dieser Ratgeber wird Ihnen dabei helfen.

Brunnenwasser testen

Um herauszufinden, ob Sie das Brunnenwasser überhaupt verwenden sollten, ist ein Test notwendig. Warum dieser wichtig ist? Im Brunnenwasser können sich nicht nur metallische Bestandteile oder Mineralien befinden, die problemlos entfernt werden können und keine wirkliche Gefahr für Sie darstellen. Ein viel größeres Problem stellen Krankheitserreger dar, die durch die Nähe zu Kläranlagen oder landwirtschaftlichen Betrieben und Höfen dauerhaft das Grundwasser belasten. Zu diesen gehören:

  • Escherichia Coli
  • Enterokokken
  • Legionellen

Bakterien

Diese Bakterien sind gefährlich für Menschen und können sich daher negativ auf Ihre Gesundheit und die Ihrer Badegäste auswirken. Zudem kann sich die Wasserqualität durch diese verschlechtern. Zwar ist eine Aufbereitung durch Chlor möglich, doch müssen Sie extensiv gegen die Krankheitserreger vorgehen, was erneute Tests und Stroßchlorungen nach wenigen Monaten notwendig macht. Aus diesem Grund bietet sich Brunnenwasser deutlich besser an, wenn es nur von Metallen und Mineralien belastet ist. Es wird einfach über spezielle Mittel gereinigt und kann danach wie gewohnt verwendet werden. Wählen Sie zur Ermittlung der Wasserqualität unbedingt Tests aus, die für die folgenden Wasserwerte funktionieren:

  • Metalle
  • Mineralien
  • Bakterien
  • Keime
  • empfehlenswert sind Tests mit zusätzlicher Laboranalyse

Tipp: Sie können Brunnenwasser mit Krankheitserregern alternativ zur Erstbefüllung verwenden und anschließend mit Leitungswasser ersetzen. Dadurch können Sie immer noch etwas sparen, solange Sie gut chloren.

Metallbestandteile neutralisieren

Wie im vorherigen Abschnitt bereits erwähnt, reicht es für die Bakterien oder Keime aus, wenn Sie in regelmäßigen Abständen eine Stoßchlorung durchführen und immer wieder Tests durchführen. Das ist für die Metallbestandteile nicht möglich. Für diese werden spezielle Aufbereitungsmittel verwendet, die zur Flockung der Bestandteile führen, damit diese anschließend herausgespült werden. Versäumen Sie den Einsatz der Mittel, kommt es innerhalb kurzer Zeit zu verschiedenen Problemen:

  • Wässer färbt sich grün bis schwarz
  • Metallablagerungen an Düsen erkennbar
  • Metallreste im Wasser

In den meisten Fällen handelt es sich dabei um oxidierendes Eisen, das sich dauerhaft absetzt und nur durch eine intensive Chlorung beseitigt werden kann. Idealerweise verwenden Sie hierfür schnell wirkendes Chlor-Granulat von Herstellern wie Turbo oder Planet Pool. Angewandt wird es nach der Erstbefüllung wie folgt:

  • pH-Wert optimieren zwischen 7,2 und 7,4
  • Stoßchlorung durchführen
  • Chlorwert bis auf 3 ppm erhöhen
  • dafür werden etwa 48 Stunden benötigt
  • nicht das Wasser betreten

pH-Wert testen

Nach dieser Stoßchlorung werden Sie wahrscheinlich zahlreiche Flocken im Wasser erkennen. Um diese zu entfernen, benötigen Sie einen Metall-Neutralisator verwenden, der auf die gleiche Weise wie das Chlor verwendet wird. Orientieren Sie sich in Bezug auf die Dosierung auf die Herstellerangaben, damit Sie nicht zu wenig Metall-Neutralisator pro Kubikmeter Wasser verwenden. Nachdem Sie das Mittel ins Wasser gegeben haben, lassen Sie die Filteranlage für zwei Tage laufen. Über den gesamten Zeitraum wird der Pool nicht rückgespült oder betreten. Danach noch einmal die Wasserwerte überprüfen und anschließend gründlich rückspülen. Danach ist das Brunnenwasser frei von Metallablagerungen.

Hinweis: Falls Sie nach der gesamten Prozedur Sediment am Poolboden entdeckt haben, müssen Sie dieses mit dem Poolsauger nur absaugen. Weitere Mittel sind in diesem Fall nicht mehr notwendig.

pH-Wert optimieren

Zu guter Letzt sollten Sie den pH-Wert noch einmal optimieren, wenn er nach der Aufbereitung nicht mehr ideal ist. Er sollte zwischen 7,0 bis 7,4 liegen, damit das aufbereitet Brunnenwasser zum Baden geeignet ist. Falls Sie auf Nummer sicher gehen wollen, überprüfen Sie das Wasser in regelmäßigen Abständen auf den pH-Wert. Idealerweise liegt die Chlormenge bei 0,3 bis 0,5 ppm, wenn der pH-Wert stimmt.

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