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Pinienzapfen öffnen: So knacken Sie sie! | Sind Pinienkerne essbar?

Pinienzapfen öffnen

Sie möchten gesammelte oder gekaufte Pinienzapfen öffnen, wissen aber nicht, wie Sie es anstellen sollen? Unser Ratgeber mit mehreren Schritt-für-Schritt-Anleitungen hilft Ihnen, die harten Zapfen zu knacken und an die kostbaren Schätze im Inneren heranzukommen!

Pinienzapfen sind mittlerweile auch in Deutschland, Österreich und der Schweiz ein häufig gesehener Gast in der Gemüseabteilung des Supermarktes. Manche Menschen haben das Glück, die Zapfen in der freien Natur oder im eigenen Garten zu ernten. Um die Kerne im Inneren der Pinienzapfen herauszubekommen, müssen Letztere geöffnet werden – und das kann eine ziemlich mühsame Angelegenheit sein. Im Folgenden liefern wir Ihnen viele praktische Tipps zum Öffnen von Pinienzapfen und zur Verwendung der Pinienkerne.

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Sind Pinienkerne essbar?

Ja, Pinienkerne sind essbar – und bescheren puren Genuss. Sie finden insbesondere in der italienischen und orientalischen Küche Anwendung, eignen sich aber auch für zahlreiche andere Speisen. Ob Nudel- oder Reisgerichte, Salate oder Suppen: Das nussig-milde Aroma und die weiche Konsistenz der Kerne werten so gut wie jedes Gericht enorm auf.

Sicherlich ist Ihnen im Zuge Ihrer Einkäufe schon aufgefallen, dass schalenlose Pinienkerne ziemlich teuer sind. Wissen Sie, woran das liegt? Natürlich haben die Kerne ausgezeichnete Inhaltsstoffe – sie bestehen zu etwa 50 Prozent aus Fett und zu 40 Prozent aus Eiweiß und enthalten viele Vitamine und Mineralstoffe. Die Zusammensetzung ist allerdings nicht der Grund für die meist saftigen Preise. Vielmehr hat die Kostspieligkeit mit der vergleichsweise komplizierten Vorbereitung zu tun.

Pinienkerne rösten

Tatsächlich fällt es auch bei der industriellen Bearbeitung mit Maschinen schwer, die Kerne aus den Pinienzapfen herauszulösen und sie von ihren harten Schalen zu befreien. Es ist enorm aufwändig, die sehr weichen und entsprechend empfindlichen Kerne unbeschadet von der Hülle zu trennen. Im Grunde unterscheidet sich das Prozedere der Profis kaum von der DIY-Methode zuhause. Erst werden die Zapfen durch trockene Hitze geöffnet, dann die Schalen vorsichtig von den gelben Samen mit dem schwarzen Punkt weggenommen.

Pinienzapfen öffnen

Zunächst geht es darum, die Pinienzapfen zu öffnen. Wir stellen Ihnen die drei gängigsten Varianten vor.

Trocken lagern

Pinienzapfen öffnen sich von selbst, wenn man sie in einem warmen, trockenen Zimmer lagert. Dies kann unter Umständen allerdings mehrere Wochen dauern. Die relativ lange Wartezeit ist nicht nur eine Geduldsprobe für Sie, sondern auch gefährlich für die Kerne im Inneren der Zapfen. Oft beginnen sie zu schimmeln – und sind nicht mehr essbar, wenn sich die Pinienzapfen geöffnet haben.

Tipp: Schimmelbefall erkennen Sie am muffigen Geruch der Pinienzapfen sowie später auch an der gräulichen Verfärbung der Kerne.

Auf Heizung legen

Um den Öffnungsprozess zu beschleunigen, empfiehlt es sich, die Pinienzapfen auf einer aktivierten Heizung zu platzieren. Behalten Sie die Zapfen im Auge, um sie gleich von der Wärmequelle wegnehmen zu können, wenn sie aufgesprungen sind.

Im Backofen „sprengen“

Möchten Sie weder lange auf Ihre Pinienkerne warten noch Schimmelbildung riskieren, ist es am besten, die Pinienzapfen zum Öffnen für einige Minuten in den Backofen zu geben. Befolgen Sie einfach die folgende Anleitung:

1. Schritt: Stellen Sie den Backofen auf 60 bis 80 Grad Celsius ein.
2. Schritt: Legen Sie das Backblech oder den Rost mit etwas Backpapier aus.
3. Schritt: Platzieren Sie die Pinienzapfen auf dem Blech oder Rost.
4. Schritt: Schieben Sie das Blech oder den Rost mit den Zapfen in den Backofen.
5. Schritt: Warten Sie einige Minuten.

Pinienzapfen öffnen

Hinweis: Werfen Sie alle zwei bis drei Minuten einen Blick in den Ofen, um zu prüfen, ob die Pinienzapfen bereits aufgesprungen sind. Normalerweise öffnen sich die Pinienzapfen zwar mit einem lauten Knacken – bei einem dicht schließenden Backofen kann es dennoch sein, dass man das Geräusch nicht hört.

Pinienkerne herauslösen

Sind die Pinienzapfen erst einmal geöffnet, gilt es die Pinienkerne herauszuholen – durch einfaches Schütteln oder mit etwas mehr Aufwand…

Pinienkerne herausschütteln

Häufig lassen sich die Pinienkerne einfach aus den geöffneten Zapfen herausschütteln. Zum Teil sitzen die Kerne allerdings so fest drin, dass Schütteln allein nicht ausreicht. Dann wird Methode 2 erforderlich.

Pinienzapfen komplett zerlegen

Gelingt es Ihnen nicht, die Pinienkerne durch Schütteln der Zapfen herauszulösen, müssen Sie Letztere komplett zerlegen. Verwenden Sie dazu ein scharfes Messer.

Pinienkerne auskleiden

Zu guter Letzt geht es darum, die Pinienkerne von ihrer dicken, harten Schale zu befreien. Dabei stehen Ihnen wiederum zwei Varianten zur Wahl.

In der Pfanne erhitzen

Das Rösten in der Pfanne ist die stressärmste und sicherste Art, die Pinienkerne aus ihren Schalen herauszulösen.

1. Schritt: Drehen Sie den Herd an (hohe Stufe).
2. Schritt: Stellen Sie eine gut beschichtete Pfanne auf die Platte.
3. Schritt: Lassen Sie die Pfanne heiß werden.
4. Schritt: Geben Sie die Pinienkerne in die erhitzte Pfanne.

Wichtig: Fügen Sie keinerlei Fett hinzu – Pinienkerne werden generell trocken, also fettfrei geröstet!

5. Schritt: Warten Sie, bis sich die Kerne goldgelb verfärben. Dann sind sie fertig.
6. Schritt: Befördern Sie die Pinienkerne auf einen Teller.
7. Schritt: Lassen Sie die Kerne ein paar Minuten auskühlen.
8. Schritt: Lösen Sie die Schalen ab – dies klappt nun problemlos.

Hinweis: Nach dem Rösten sollten Sie die Pinienkerne umgehend genießen.

Nussknacker

Wenngleich wir Ihnen explizit zu Variante 1 raten, möchten wir Ihnen der Vollständigkeit halber auch noch die zweite Methode beschreiben, mit der Sie Pinienkerne von ihren Schalen befreien können.

Kleiden Sie die Kerne mithilfe eines herkömmlichen Nussknackers aus. Die Vorgehensweise ist dieselbe wie bei Wal- oder Paranüssen. Jedoch sind Pinienkerne deutlich kleiner. Stellen Sie sich also gleich auf eine recht fummelige Angelegenheit ein.

Warnung: Versuchen Sie niemals, die Pinienkerne mit Ihren Zähnen zu knacken – ansonsten landen Sie ganz schnell beim Zahnarzt. Die Schalen sind härter als Ihr Zahnschmelz – dieser würde einfach weggesprengt. Auch die Zahnkrone könnte brechen.

Tipp: Werfen Sie die leeren Pinienzapfen nicht weg – nutzen Sie sie lieber als Deko. Ob Sie die Zapfen natürlich belassen oder mit Dekorationsspray (beispielsweise Gold, Silber oder Kunstschnee) verzieren, bleibt Ihnen überlassen.

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