Während der Handarbeit kann so ein Nadelkissen schon sehr praktisch sein. Hier finden Steck- und Nähnadeln schnell Platz und sind stets griffbereit. Und wie oft haben Sie schon verkehrt herum in eine Nadel gefasst. Varianten gibt es hier so viele wie Sterne am Nachthimmel. Wir haben für Sie hier eine einfache Variante im Pünktchen-Design vorbereitet. Dieses Nadelkissen ist auch sehr gut für Anfänger geeignet.

Sicher ein Klassiker unter den Nähutensilien: Das Nadelkissen

Grundsätzlich braucht man nicht sehr viel Material, um schnell zu einem schönen Ergebnis zu kommen. Natürlich können Sie diese Anleitung nach Belieben abwandeln und verändern. Diese Anleitung soll eine Anregung und Hilfestellung für viele neue Ideen darstellen.

Material und Vorbereitung

Wer des Öfteren zur Nähmaschine greift und gern kleine Handarbeiten fertigt, hat wahrscheinlich das meiste Material schon zu Hause oder kann sich mit Alternativen behelfen.

Das benötigen Sie:

  • Nähmaschine
  • Stoffe
  • Füllwatte
  • Nadel und Garn
  • Schere und Maßband
  • Schneiderkreide oder wasserlöslicher Textilmarker
  • Textilbordüre
  • Knopf
  • Papier und Stift für das Schnittmuster

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Die Nähmaschine

Für dieses Nadelkissen benötigen kein Hightech Gerät. Hier reicht eine einfache Nähmaschine, denn man benötigt nur einen einfachen Geradstich. Diese Maschine ist von Silvercrest und kostet neu etwa 100,- Euro.

Stoffe

Man benötigt nicht zwingend drei verschiedene Stoffe. Natürlich können Sie auch nur einen einfarbigen Stoff verwenden. Auch Stoffreste für eine Art Patchwork Nadelkissen können ebenfalls verwendet werden. Wir haben 3 verschiedene gepunktete Stoffe verwendet; die zwei bunten für die Oberseite und den schwarzen mit den weißen Punkten für die Unterseite des Nadelkissens. Stoffe gibt es schon ab 5,- Euro pro laufendem Meter.

Füllwatte

Diese erhalten Sie in sämtlichen Bastelläden oder auch Geschäften mit Bastelabteilungen. Je nach Qualität kosten 100 g ca. 3,- Euro.

Tipp: Werfen Sie alte Kissen und Stofftiere nicht weg. Trennen Sie die Nähte auf und verwenden Sie das Füllmaterial zum Beispiel für Ihr neues Nadelkissen.

Nadel, Garn, Schere und Maßband

Zum Schließen der Wendeöffnung und zum Anbringen der Bordüre benötigen Sie eine handliche Nähnadel. Die Farbe des Garns ist weniger wichtig, da die Nähte nicht zu sehen sind. Lediglich zum Anbringen der Bordüre empfiehlt sich passendes Garn.

Schneiderkreide oder wasserlöslicher Textilmarker

Zum Anzeichnen des Schnittmusters auf den Stoffen empfehlen sich Schneiderkreide oder Textilmarker, die sich nach dem Anzeichnen und Ausschneiden mit einem feuchten Lappen wieder entfernen lassen. So ein Marker kostet etwa 4,50 Euro. Die Schneiderkreide ist meist in weiß, blau oder grau erhältlich und kostet etwa 2,50 Euro.

Die Textilbordüre

Die Bordüre ist natürlich nur optional. Wir haben eine Spitzenbordüre verwendet. Auch unifarbene oder Bordüren mit Pompoms sehen hier klasse aus. Die Bordüre muss so lang wieder Umfang des Nadelkissens sein und kostet etwa 0,50 Euro.

Der Knopf

Hier können Sie einen beliebigen Knopf wählen. Knöpfe gibt es ab 0,05 Euro pro Stück.

Nähanleitung für ein Nadelkissen

1. Bereiten Sie sich Ihr Schnittmuster vor.

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WICHTIG: Nehmen Sie sich viel Zeit für Ihr Schnittmuster, denn je genauer Sie jetzt arbeiten, umso schöner wird Ihr Endergebnis.

Wenn Sie das Schnittmuster fertiggestellt haben, können Sie die beiden Teile aus dem Papier ausschneiden.

2. Übertragen Sie das Schnittmuster auf Ihren Stoff. Sie benötigen 8-mal das kleine Dreiecke und 2-mal den großen Halbkreis. Seien Sie auch hier sehr genau. Wenn Sie Schwierigkeiten haben, können Sie das Schnittmuster auf dem Stoff auch mit Stecknadeln fixieren.

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3. Schneiden Sie den Stoff zu.

Tipp: Die Stoffreste brauchen Sie nicht zu entsorgen: Mit diesen können Sie Ihr Nadelkissen zusätzlich ausstopfen und sparen Füllmaterial.

4. Legen Sie sich die kleinen 8 Dreiecke so hin, wie Sie es für Ihr Nadelkissen anordnen möchten.

5. Nun werden 2 nebeneinander liegende Teile mit den rechten, also den „schönen“ Seiten aufeinander gelegt. Wenn Sie möchten, können Sie die Teile mit einer Stecknadel fixieren.

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6. Legen Sie den Unter- und Oberfaden in Ihre Nähmaschine laut Anleitung ein.

7. Nähen Sie nun die zwei Teile an einer langen Seite zusammen. Achten Sie darauf, dass Sie Ihre Nähte stets am Anfang und am Ende „verriegeln.“ Dies bedeutet, dass man am Anfang nach einigen Stichen, die Rücktaste (meist an der Nähmaschine vorne rechts) betätigt, kurz einige Stiche zurücknäht und dann die Naht ganz normal fortsetzt. Das Gleiche gilt für das Ende der Naht.

Tipp: Nähen Sie von außen in Richtung der Spitze, da sich sonst die Nähmaschine gern verhakt.

Wiederholen Sie diesen Schritt 4-mal bis Sie 4 Pärchen haben.

8. Legen Sie nun zwei Pärchen mit den rechten Seiten aufeinander und stecken Sie diese gegebenenfalls fest.

9. Nähen Sie 2 x 2 Pärchen an den Seiten zusammen.

10. Nun haben Sie zwei Halbkreise. Legen Sie auch diese wieder mit den rechten Seiten aufeinander, eventuell feststecken.

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11. Nun haben Sie einen Kreis aus den ursprünglich 8 Teilen zusammengenäht.

12. Jetzt kommen wir zu der Unterseite. Legen Sie die beiden Halbkreise mit den rechten Seiten aufeinander.

13. Lassen Sie beim Nähen etwa 4 cm in der Mitte der Naht offen. Dies wird die Öffnung zum Wenden.

14. Nun können Sie die Ober- und die Unterseite rechts auf rechts zusammenlegen. Hier empfiehlt es sich, die beiden Stücke mit Stecknadeln zu fixieren.

15. Nähen Sie nun einmal außen um die Kreise komplett herum.

16. Nun können Sie überstehenden Stoff zurückschneiden. Lassen Sie einen Rand von etwa einem halben Zentimeter stehen.

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Tipp: Wenn Sie mögen, können Sie auch noch mehrere kleine Dreiecke in den Rand schneiden, damit sich die Ränder später nach dem Wenden besser ausarbeiten lassen.

17. Wenden Sie nun die Arbeit durch die Öffnung auf der Unterseite.

18. Arbeiten Sie den Rand schön aus. Nehmen Sie eventuell einen Stift oder eine Stricknadel zur Hilfe, indem Sie diese durch die Wendeöffnung stecken und den Rand herausdrücken.

19. Stopfen Sie nun Ihr Nadelkissen mit dem Füllmaterial. Das Nadelkissen darf schön prall gefüllt sein, damit die Nadeln später gut im Kissen halten.

20. Nun muss noch die Wendeöffnung geschlossen werden.Verwenden Sie hierfür den sogenannten Leiterstich. Mit diesem ist Ihre von Hand gefertigte Naht nahezu unsichtbar.

Eine genaue Nähanleitung für das Nähen des Leiterstichs finden Sie hier: https://www.talu.de/mit-der-hand-naehen-lernen/

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21. Bringen Sie nun den Knopf in der Mitte der Oberseite des Nadelkissens an. Ziehen Sie den Faden ruhig fest an und stechen Sie durch die Unterseite des Kissens, sodass der Knopf etwas im Material versinkt.

22. Wenn Sie möchten, können Sie nun zum Schluss noch eine passende Textilbordüre anbringen. Mit ein paar Stichen per Hand ist die Borte schnell angebracht. Wer nicht nähen möchte, kann auch eine selbstklebende Bordüre verwenden.

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Ihr Unikat ist nun fertig und Sie können es verwenden.

Variante: Wer möchte, kann natürlich auch noch ein breites Gummiband an den Seiten anbringen und so das Nadelkissen bei der Handarbeit am Arm tragen. Das erleichtert oftmals die Arbeit, wenn Sie zum Beispiel Hosen abstecken möchten.

Tipps für Schnellleser:

  • Material zurechtlegen
  • Schnittmuster vorbereiten und ausschneiden
  • Stoffteile zuschneiden
  • die kleinen Teile der Oberseite zu einem Kreis zusammennähen
  • die beiden Teile der Unterseite zusammennähen (Wendeöffnung nicht vergessen)
  • die Kreise rechts aufeinander legen und außen am Kreis zusammennähen
  • überschüssigen Stoff abschneiden
  • wenden
  • ausstopfen
  • Wendeöffnung mit Leiterstich schließen
  • Knopf anbringen
  • Bordüre mit einigen Handstichen anbringen

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