Maden in der Biotonne – was tun? Die besten Mittel für schnelle Hilfe

Maden in der Biotonne

Die Biotonne sammelt organische Abfälle und gilt als wichtiges Instrument der Mülltrennung. In der warmen Jahreszeit gibt es jedoch ein Problem mit Maden, die sich in dem Abfall ausbreiten. Die wirksame Bekämpfung ist auf verschiedene Weise möglich.

Maden in der Biotonnen den Kampf ansagen

Grundsätzlich ist die Biotonne ein guter Ersatz für den Komposthaufen. Wenn Sie nur einen kleinen Garten besitzen oder in einer Wohnung leben, können Sie den Biomüll effektiv in der braunen Tonne entsorgen. In immer mehr Städten wird die braune Biotonne für das Recycling von biologischen Abfällen angeboten. Es besteht keine Pflicht zur Nutzung, aber dennoch ist das Interesse groß. Ähnlich wie beim Komposthaufen gibt es in der warmen Jahreszeit ein Problem mit Maden und dicken Fliegen, die sich während der Standzeit in der Biotonne ausbreiten. Bei jedem Öffnen treten die Fliegen aus und die Maden werden sichtbar. Bekämpfen Sie das Problem mit wirksamen Mitteln, anstatt auf die Biotonne zu verzichten. Es gibt unterschiedliche Methoden, das Problem zu beheben.

Maden in der Biotonne – die Ursachen

In der Biotonne werden ausschließlich organische Abfälle gesammelt. Dabei können Küchenabfälle und die Reste vom Rasenmähen ebenso in der braunen Tonne entsorgt werden wie Schalen von Obst und Gemüse. Abfälle aus Fleisch und Wurst gehören zwar auch zu den verderblichen Abfällen. Sie sollten aber nicht in die Biotonne gegeben werden, sondern sie gehören in den Restmüll.

Das größere Problem ist die langsame Zersetzung unter Bildung von Fäulnisgasen. Diese ziehen Maden an. Sie nisten sich in den Abfällen ein, weil sie dort ein ideales Klima finden, um sich zu entwickeln. Dies gilt vor allem für die warme Jahreszeit. Wenn Sie im Sommer die Biotonne öffnen, wimmelt es oftmals nicht nur vor Maden. Große grüne Schmeißfliegen steigen Ihnen entgegen, und sicher haben Sie auch schon einmal darüber nachgedacht, auf die Biotonne zu verzichten. In diesem Fall müssten Sie den Biomüll jedoch über den Restmüll entsorgen und kämpfen mit dem gleichen Problem.

Wenn Sie keinen Komposthaufen im Garten anlegen wollen oder können, gibt es für die Biotonne keine Alternative. Sie haben jedoch die Möglichkeit, das Einnisten der Maden wirksam zu verhindern. Wenn Sie nicht auf die chemische Keule zurückgreifen möchten, vertrauen Sie verschiedenen Hausmitteln, deren Wirksamkeit erwiesen ist. Die Hausmittel zur Bekämpfung der Maden in der Biotonne haben noch einen weiteren Vorteil. Sie sind deutlich preiswerter als chemische Mittel und stören das natürliche Gleichgewicht in der Biotonne nicht.

Herkunft der Maden

Bei den Maden handelt es sich um Larven, aus denen sich Fliegen oder Mücken, aber auch andere Zweiflügler sowie einige Insekten entwickeln. Die Maden entwickeln sich aus Eiern, die von Fliegen und anderen Insekten abgelegt werden. Maden können sich in einem kriechenden Gang fortbewegen. Sie ernähren sich von Faulgasen, was deren Verbreitung in der Biotonne erklärt. Die Maden der Fliege benötigen beispielsweise nur maximal einen Tag, bis sie schlüpfen. Im Alter von drei bis fünf Tagen sind sie geschlechtsreif und legen bis zu 150 Eier.

Fliege

In vielen Orten wird eine Biotonne etwa einmal im Monat ausgeleert. Wenn die Witterung warm ist und der Biomüll Faulgase bildet, werden Fliegen und andere Insekten geradezu eingeladen, ihre Maden in der Biotonne abzulegen. Bis zur nächsten Leerung können sich die Maden nahezu explosionsartig vermehren, wenn Sie nichts unternehmen. Setzen Sie auf bewährte Hausmittel, die sehr wirksam sind, und verhindern sie, dass Fliegen sie für die Brutstätte ihrer Maden missbrauchen.

Kompost

Hausmittel für die Bekämpfung

Der Einsatz von Hausmitteln ist für die Bekämpfung von Maden in der Biotonne unbedingt empfehlenswert. Grundsätzlich haben Sie die Möglichkeit, Ihre Biotonne mit chemischen Wirkstoffen anzureichern, um Fliegen und Maden fernzuhalten. Diese chemische Keule ist durchaus wirksam. Sie bringt jedoch das natürliche Gleichgewicht in Ihrer Biotonne durcheinander. Zudem sind Mittel teuer. Die Rückstände verbleiben oftmals dauerhaft in Ihrer Biotonne oder müssen mühsam wieder entfernt werden. Besser ist es, von Sie von vornherein auf ein natürliche Bekämpfung der Schädlinge setzen. Die Maßnahmen können in drei Bereiche eingeteilt werden:

  • Vorsorge bei der Übergabe des Abfalls in die Biotonne
  • Bekämpfung von Schädlingen direkt in der Tonne
  • Nachsorge nach dem Entleeren der Biotonne

Wenn Sie die Maßnahmen miteinander kombinieren, haben Sie gute Chancen, die Maden auf natürliche Weise von Ihrer Biotonne fernzuhalten.

Natürliche Schädlingsbekämpfung

Haben sich die Maden in Ihrer Biotonne bereits ausgebreitet, sollten Sie nicht auf die nächste Entleerung warten. Sie können die Maden mit der Hand aus der Tonne sammeln und entsorgen, doch für viele Biotonnenbesitzer kommt diese Maßnahme aufgrund von unüberwindbarem Ekel nicht infrage. Versuchen Sie, die Fäulnisgase zu unterdrücken, von denen sich die Maden ernähren. Dies erreichen Sie durch verschiedene Maßnahmen:

  • alten Stoff mit duftigen Ölen benetzen und im Inneren des Deckels befestigen
  • Katzenstreu, Heu, getrocknetes Gras zur Abdeckung der Faulgase nutzen
  • Salz verwenden, um den Maden die Feuchtigkeit zu entziehen

Nach der nächsten Entleerung ist es sinnvoll, wenn Sie diese Maßnahmen mit dem Einwickeln der Abfälle kombinieren, denn so schaffen Sie einen doppelten Schutz.

Nutzen der Fliegenlarven in der freien Natur

Im Übrigen können die Larven auch gute Dienste leisten. Sie sorgen dafür, dass Tierkadaver in freier Natur zersetzt werden. Auch fauliges Obst, Blattwerk oder feuchte Pflanzenreste werden von den Maden in kleinste Bestandteile zersetzt. Diese sind sehr nährstoffreich und sie schenken dem Boden wertvolle Mineralien. In der Biotonne ist dieser Prozess jedoch kontraproduktiv. Da die Tonne geschlossen ist, kommt es durch die Zersetzungsvorgänge zu unangenehmen Gerüchen. Außerdem erregt es Ekel, wenn Maden und ein dicker Fliegenschwarm nach jedem Öffnen der Biotonne sichtbar werden.

Fliegen sind unhygienisch und sie können, wenn die Biotonne in kleinen Gärten nahe am Haus steht, in Küche und Wohnräume eindringen und dort ihre Maden niederlegen. Dies alles verhindern Sie, wenn Sie einige Regeln befolgen. Dies gilt übrigens nicht nur für die warmen Sommermonate, sondern auch für den Winter. Vor allem in milden Wintern bleiben die Insekten aktiv und können Ihre Biotonne bevölkern. Sorgen Sie deshalb vor und achten beachten Sie auch nach dem Entleeren der Biotonne einige Regeln.

Vorsorge betreiben

– den Abfall sicher in die Biotonne übergeben

Bereits vor der Übergabe des Abfalls an die Biotonne können Sie viel tun, um das Ansiedeln der Maden zu vermeiden. Geben Sie die Abfälle nicht lose in die Biotonne, sondern wickeln sie diese vorher ein. Zu diesem Zweck sollten Sie natürlich keine Plastiktüten verwenden, denn diese würden den Zweck der Biotonne nicht entsprechen. Zum Einwickeln können Sie folgende Materialien nutzen:

  • Zeitungspapier von Tageszeitungen
  • kompostierbare Tüten

Das glatte Papier von Illustrierten oder Butterbrotpapier sind für den Zweck nicht geeignet. Das Material zersetzt sich nicht und kann auch die Flüssigkeit nicht aufsaugen. Dies gilt im Übrigen als ein weiterer großer Vorteil: Nach dem Entleeren brauchen Sie bei der Verwendung von Tüten oder Zeitungspapier keine aufwändige Säuberungsaktion Ihrer Biotonne vorzunehmen. Die Flüssigkeit wird von dem Papier aufgesaugt. So hält das Papier nicht nur die Maden fern, sondern sorgt auch für ein gewisses Maß an Sauberkeit in Ihrer Biotonne.

Maden in der Biotonne

Maßnahmen nach der Entleerung

Nachdem die Biotonne entleert wurde, sollten Sie diese komplett säubern. Wenn sich am Boden Fäulnisflüssigkeit gebildet hat und an den Rändern sowie im Deckel Reste von Obst und Gemüse kleben, finden die Maden sofort wieder ideale Bedingungen.

Spritzen Sie die gesamte Biotonne mit einem Gartenschlauch aus und lassen Sie den Deckel so lange offen stehen, bis sie vollständig getrocknet ist. Alternativ können Sie Gießkannen oder Eimer verwenden, wenn ein Gartenschlauch für Sie nicht zugänglich ist. Um unangenehmen Geruch zu vertreiben, können Sie die Biotonne einmalig mit Branntkalk ausreiben. Dazu sollten Sie jedoch Handschuhe anziehen und einen Mundschutz tragen. Achten Sie auch darauf, dass das Material Schaden nehmen kann. Spülen Sie die Biotonne gut aus und setzen Sie sie erst wieder ein, nachdem sie vollständig getrocknet ist. Wählen Sie für die Reinigung einen sonnigen Tag aus. So ist sichergestellt, dass die Biotonne wirksam trocknen kann. Das Einreiben des Deckels und der oberen Ränder mit Essigessenz sorgt für einen beißenden Geruch, den Fliegen nicht mögen. Beachten Sie außerdem bei der Verwendung der Biotonne folgende Punkte:

  • Bioabfälle einwickeln
  • Tuch mit Duftstoffen unter dem Deckel befestigen
  • Biotonne nach dem Entleeren säubern

So verhindern Sie die Ansiedlung von Maden und sorgen für ein gesundes Klima in Ihrer Biotonne.

Häufiges Entleeren – eine hilfreiche Maßnahme?

Die Stadt oder Gemeinde, in der Sie leben, holt die Biotonne innerhalb eines bestimmten Turnus ab. In der Regel sind dies vier Wochen. Wenn Sie sich für die Nutzung einer Biotonne entschieden haben, sollten Sie diese immer entleeren lassen, auch dann, wenn sie noch nicht voll ist. So geben Sie den Maden gar keine Möglichkeit, sich zu entwickeln.

Passender Aufstellort

In der kalten Jahreszeit ist der Aufstellort nicht so wichtig. Im Sommer sollten Sie jedoch einen schattigen Standort wählen. Wenn Sie die Abfälle in der Biotonne entsorgen, beginnen sie Umgehend zu verwesen. Dieser Prozess verstärkt sich im Sommer bei hohen Temperaturen, und erst recht wird der Fäulnisprozess von direkter Sonneneinstrahlung beschleunigt. Die Wände der Biotonne erwärmen sich, und die Maden finden ideale Bedingungen, um sich zu entwickeln. Allein mit der Wahl eines schattigen Standortes können Sie den Befall von Maden nicht verhindern. Wenn Sie jedoch einen dunklen und schattigen Standort wählen und diese Wahl mit anderen Maßnahmen kombinieren, können Sie die Verbreitung von Maden in Ihrer Biotonne sehr wirksam verhindern.

Mülltonnen

Fressfeinde

Die so genannten natürlichen Fressfeinde können Maden sehr wirksam aus Ihrer Biotonne vertreiben. Diese Maßnahme hat jedoch den Nachteil, dass Sie den Deckel der Biotonne offen stehen lassen müssen. Vor allem in den Morgenstunden können Sie erreichen, dass sich die Vögel von den Maden in Ihrer Biotonne ernähren. Wenn Sie sich für diese Methode entscheiden, sollten Sie folgende Dinge im Auge behalten:

  • Zerpflücken des eingewickelten Mülls durch die Vögel
  • Anlocken von Mäusen und Ratten
  • weiteres Ablegen von Eiern durch Fliegen

Sind Sie Besitzer eines Aquariums oder eines Terrariums, können Sie die Maden als Mahlzeit anbieten. Dies erfordert jedoch wieder ein Absammeln, was von vielen Besitzern einer Biotonne mehr als unangenehm empfunden wird.

Weitere Maßnahmen

Fliegengitter und -fallen können eine Hilfe gegen den Befall Ihrer Biotonne mit Ungeziefer sein. In vielen Fällen haben sich diese Maßnahmen bewährt. Sind Sie bereit, etwas Geld in die Bekämpfung der Maden zu investieren, können Sie einen Deckel mit einem integrierten Bio-Filter installieren. Diese hält Maden auf natürliche Weise fern. Er muss alle zwei Jahre erneuert werden und verhindert nicht, dass Fliegen beim Öffnen der Tonne unbemerkt eindringen und ihre Maden ablegen. Es gibt noch weitere wirksame Maßnahmen:

  • klebriges Zuckerwasser lockt Fliegen an
  • Mischung aus Wasser, Fruchtsaft, Spülmittel und Essig herstellen

Beide Flüssigkeiten werden direkt neben der Biotonne aufgestellt und verhindern, dass Fliegen ihre Eier in der Tonne ablegen können.

Verzicht auf die chemische Keule – warum Sie sich dafür entscheiden sollten

Es gibt viele Möglichkeiten, die chemische Keule zu schwingen und die Biotonne mit Insektenvernichtungsmittel, Sprays oder anderen Mitteln auszusprühen. Die Wirkstoffe entwickeln giftige Dämpfe, die zwar die Insekten abhalten, aber auch Ihnen schaden können. Dies gilt vor allem, wenn Kinder in Ihrem Haushalt leben.

Ein weiteres Problem stellt der Abbau der schädlichen Stoffe nach dem Entleeren der Tone dar. Sie können ins Erdreich gelangen und die Umwelt auf diese Weise nachhaltig beeinträchtigen. Dies sollte nicht in Ihrem Sinn sein, wenn Sie die Umwelt durch die Nutzung einer Biotonne schonen möchten.

Madenbekämpfung in der Biotonne – preiswert, aber aufwändig

Die Bekämpfung von Maden in der Biotonne ist von den Kosten her sehr preiswert. Die meisten Mittel sind in nahezu jedem Haushalt vorrätig und brauchen nur entsprechend kombiniert und eingesetzt werden. Wenn Sie den Maden wirklich wirksam den Kampf ansagen möchten, brauchen Sie Geduld und Sie dürfen den einen oder anderen Aufwand nicht scheuen. Dies gilt für das Einwickeln der Abfälle in Papier, aber auch für die Säuberung der Biotonne nach der Entleerung und das Einschichten von Grad oder Haustierstreu. Letztlich lohnt sich der Aufwand jedoch und Sie werden einen schnellen Erfolgt bei der Bekämpfung der Maden erzielen, und zwar ohne dass Sie chemische Mittel oder Insektizide benutzen müssen.

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