Kugel-Trompetenbaum ‚Nana‘ – Schneiden und Überwintern

Kugel-Trompetenbaum Nana

Seine sphärische Krone fungiert als dekorativer Blickfang in der kreativen Gartengestaltung. Der Kugel-Trompetenbaum ‚Nana‘ verleiht kleinen Gärten räumliche Struktur und dient in Parks als architektonische Komponente. Wie Sie den aparten Kleinbaum mit den formschönen Herzblättern gekonnt schneiden und fachgerecht überwintern, finden Sie hier heraus.

Dank seiner Kronenveredelung verharrt der Kugel-Trompetenbaum ‚Nana‘ auf seiner Anfangshöhe. In der schöpferischen Gartengestaltung punktet der Kleinbaum mit den dekorativen Herzblättern als kalkulierbare Komponente, da einzig die kugelige Krone an Umfang zunimmt. Wer sich vertraut macht mit dem fachgerechten Rückschnitt, behält somit selbst im kleinen Garten Wachstum und räumliche Ausdehnung des populären Catalpa bignonioides ‚Nana‘ ganz einfach im Griff. Weitere Aspekte der Pflege reihen sich dahinter ein, wie eine ausgewogene Wasser- und Nährstoffversorgung. Tauchen Sie hier ein in eine fundierte Anleitung zum richtigen Schneiden und Überwintern. Profitieren Sie von praxiserprobten Tipps zur vorbildlichen Pflege.

Richtig schneiden

In Anbetracht des gemächlichen Wachstums von 10 bis 20 Zentimetern im Jahr, verlangt ein Kugel-Trompetenbaum nur alle paar Jahre nach einem Rückschnitt. Da sich die sphärische Krone aus eigener Kraft entwickelt, kommt die Schere nur zum Einsatz, um den Umfang zu begrenzen. So schneiden Sie ‚Nana‘ vorbildlich:

  • Als idealer Termin für den Rückschnitt gilt ein frostfreier Tag im Spätwinter
  • Wahlweise schneiden Sie die Krone unmittelbar nach dem Laubfall in Form
  • Zu lange Triebe maximal um zwei Drittel auf die gewünschte Länge einkürzen
  • Die Schere 2-3 mm oberhalb eines nach außen gerichteten Blattknotens ansetzen

Unterziehen Sie die Krone alljährlich im zeitigen Frühjahr einer genauen Kontrolle auf Totholz hin. Abgestorbene Zweige werden an der Basis abgeschnitten, sowie ins Kroneninnere gerichtete oder sich reibende Äste. Sprießen unterhalb der Veredelungsstelle Wildtriebe hervor, reißen Sie diese mit einem beherzten Ruck ab. Ebenso verfahren Sie mit Wasserschossern im Wurzelbereich, die ganzjährig umgehend zu entfernen sind. Setzen Sie hier die Schere an, verbleibt zu viel Rindengewebe, aus dem diese unerwünschten Zweige innerhalb kurzer Zeit erneut austreiben.

Trompetenbaum

Tipp: Jeder Rückschnitt verzögert den Neuaustrieb. Je später im Frühjahr ein Kugel-Trompetenbaum geschnitten wird, desto später präsentiert er sein prächtiges Laub. Bis Mitte/Ende März sollte die Maßnahme idealerweise durchgeführt sein.

Überwintern im Beet

In jungen Jahren erweist sich der Kugel-Trompetenbaum als empfindlich gegenüber Frost und kaltem Wind. Insbesondere in den ersten beiden Standjahren sowie in exponierten Lagen sind die folgenden Vorkehrungen ratsam:

  • Stamm und Krone vor dem ersten Frost locker mit Vlies umwickeln
  • In windgeschützten Lagen auf eine Hülle verzichten aufgrund der Gefahr von Kondenswasserbildung
  • Die Baumscheibe anhäufen mit Lauberde, Stroh, Rindenmulch oder Nadelreisig

Bereits im Spätsommer können Sie die Winterhärte des Zierbaumes maßgeblich stärken. Verabreichen Sie im August einen Kalium-betonten Dünger, wie Kalimagnesia oder Thomaskali. Kalium besitzt die einzigartige Fähigkeit, den Salzgehalt in Pflanzenzellen zu erhöhen. Bekanntlich reduziert Salz ab einer bestimmten Konzentration den Gefrierpunkt. Der Kugel-Trompetenbaum profitiert von dieser Eigenschaft, indem seine Triebe frostigen Temperaturen länger die Stirn bieten. In erster Linie ist der Baum den intensiven Belastungen bestens gewappnet, die von einem permanenten Wechsel von Frost- zu Tauwetter ausgeübt werden.

Überwintern im Kübel

Seine edle Statur setzt der Kugel-Trompetenbaum im Kübel eindrucksvoll in Szene. Im Hinblick auf die Überwinterung stellt diese Kultivierung indes besondere Anforderungen, da der Wurzelballen hinter den Kübelwänden vor den Unbilden winterlicher Witterung kaum geschützt ist. So handhaben Sie es richtig:

  • Idealerweise steht ein frostfreies, nicht zu dunkles Winterquartier zur Verfügung
  • Unter freiem Himmel den Kübel auf isolierendes Material stellen, wie Holz oder Styropor
  • Das Gefäß umhüllen mit mehreren Lagen Luftpolsterfolie, Vlies oder Jute
  • Das Substrat bedecken mit Stroh, Sägemehl oder Laub

Verbringt das Ziergehölz den Winter in der Geborgenheit einer Südmauer, können Sie auf den Schutz von Stamm und Krone verzichten. Von essenzieller Bedeutung ist hingegen die regelmäßige Versorgung mit Wasser bei Kahlfrost. Herrschen tiefste Minusgrade ohne Schneefall, ist Catalpa bignonioides ‚Nana‘ von Trockenstress bedroht. An frostfreien Tagen ist daher maßvolles Gießen oberste Pflicht.

Kugel-Trompetenbaum Nana

Tipp: Platziert auf einem Pflanzenroller, ist selbst ein gewichtiger Kübel mit dem Kugel-Trompetenbaum mobil genug für einen Umzug in ein frostfreies Winterquartier oder eine geschützte Mauernische.

Pflege – Anleitung

Während Schneiden und Überwintern zu den tragenden Säulen in der fachgerechten Pflege zählen, reihen sich weitere Aspekte dahinter ein. Machen Sie sich im Folgenden vertraut mit einem ausgewogenen Wasser- und Nährstoffhaushalt, dem richtigen Umpflanzen zur rechten Zeit sowie möglicher Behandlungsmethoden bei Krankheiten und Schädlingen.

Gießen

Mit zunehmendem Alter nimmt der Gießbedarf ab, aufgrund eines vital verzweigten Wurzelsystems. Bis sich der dekorative Kleinbaum im Beet gut etabliert hat, kommt er indes nicht ohne eine regelmäßige Wasserversorgung aus.

  • Frisch gepflanzte Jungbäume reichlich und regelmäßig gießen
  • Ab dem zweiten Standjahr bei sommerlicher Trockenheit wässern
  • ‚Nana‘ im Kübel verlangt in jedem Alter nach zusätzlicher Wasserversorgung
  • Besser einmal pro Woche durchdringend gießen, als täglich in kleinen Mengen

Geben Sie das Wasser stets unmittelbar auf die Baumscheibe und vermeiden eine Beregnung über das Laub. Diese Umsicht beugt Pilzinfektionen wirksam vor. Bitte bedenken Sie, dass ein Regenguss die dicht belaubte Krone nicht unbedingt durchdringt, sodass trotzdem die Gießkanne zum Einsatz kommt.

Tipp: Regelmäßiges Mulchen mit Pinienrinde, Lauberde oder Rasenschnitt hält die Erde länger warm und feucht.

Düngen

Der Nährstoffbedarf eines Catalpa bignonioides ‚Nana‘ bewegt sich auf niedrigem Niveau. Während der Vegetationsperiode freut sich das grazile Gehölz über eine Portion Kompost mit Hornspänen alle 4 Wochen. Im Kübel verwöhnen Sie die Pflanze mit Flüssigdünger, Düngestäbchen oder Granulat. Ab August erhält ‚Nana‘ keinen Dünger mehr, damit die Triebe rechtzeitig vor dem Winter ausreifen.

Umpflanzen

Unter Hobbygärtnern herrscht nicht selten Unsicherheit hinsichtlich der Realisierbarkeit eines Standortwechsels. Dabei ist diese Maßnahme problemlos möglich, wie professionelle Baumschulen demonstrieren. Hier werden selbst ältere Bäume alle 4 Jahre verschult zur Stärkung der Vitalität. Hegen Sie den Plan, einen Kugel-Trompetenbaum umzupflanzen, gehen Sie in diesen Schritten fachgerecht vor:

  • Im Frühjahr alle Triebe um die Hälfte bis zwei Drittel zurückschneiden
  • Den Wurzelbereich rundherum mit dem Spaten abstechen
  • Der Radius entspricht 60-75 Prozent der Wuchshöhe
  • Bis zum Herbst wiederholt durchdringend gießen

Trompetenbaum

Gedulden Sie sich bis September/Oktober, damit der Kugel-Trompetenbaum neue Feinwurzeln entwickelt. Dann lockern Sie den Wurzelballen mit der Grabegabel und heben den Baum aus der Erde. Am sonnigen bis halbschattigen Standort ist bereits eine ausreichend große Pflanzgrube angelegt mit einer Drainage an der Sohle. Hier hinein setzen Sie mittig das Gehölz. Mithilfe des Aushubs, der mit Kompost angereichert ist, schlämmen Sie den Wurzelballen ein. Sollte zwischen dem Auspflanzen und erneuten Einpflanzen eine Zeitspanne von mehr als einem Tag liegen, schlagen Sie den Wurzelballen ein in ein Ballentuch und halten dieses permanent leicht feucht.

Umtopfen

Während das Umpflanzen im Beet einzig bei Bedarf vonstattengeht, zählt wiederholtes Umtopfen alle 3-4 Jahre zum Pflegeprotokoll. Spätestens dann, wenn die Wurzeln drohen, das Pflanzgefäß zu sprengen, ist die Zeit reif. Wählen Sie vorzugsweise einen Termin im zeitigen Frühjahr, kurz vor dem frischen Austrieb. In diesen Schritten gehen Sie vor:

  • Die Kugelkrone gründlich auslichten und bei Bedarf einkürzen
  • Im neuen Kübel über dem Wasserablauf mit Tonscherben eine Drainage anlegen
  • Zu einem Drittel mit hochwertiger Kübelpflanzenerde auffüllen
  • Den Kugel-Trompetenbaum austopfen und mittig einsetzen in das frische Substrat

Blätter des Trompetenbaum

Während eine helfende Hand den Baum stabilisiert, schlämmen Sie den Wurzelballen mit Erde so ein, dass sich keine Hohlräume bilden. Wichtig zu beachten ist, dass ‚Nana‘ exakt so tief eingepflanzt wird wie zuvor. Die Erdmarke am Stamm signalisiert die optimale Pflanztiefe.

Tipp: Ein luft- und wasserdurchlässiges Vlies zwischen Drainage und Substrat verhindert, dass Erdkrümel das anorganische Material sogleich wieder verstopfen.

Krankheiten

Kommt es am Kugel-Trompetenbaum zu gesundheitlichen Problemen, resultieren diese in der Regel aus Versäumnissen in der Pflege. Vollkommen gefeit gegen Krankheiten ist ‚Nana‘ gleichwohl nicht. Diese Infektionen machen dem Baum das Leben schwer:

Mehltau

Breitet sich während feucht-warmer Witterung auf den Blättern eine mehlig-graue Patina aus, handelt es sich mit hoher Wahrscheinlichkeit um Mehltau. Diese Pilzinfektion treibt vom Frühjahr bis in den Spätsommer ihr Unwesen im Zier- und Nutzgarten. Dank wirksamer Hausmittel können Sie sich den Griff zum chemischen Fungizid ersparen, sofern die Krankheit noch nicht zu weit fortgeschritten ist. So gehen Sie gegen Mehltau vor:

  • Frischmilch und Wasser mischen im Verhältnis 1:9
  • Die Krone wiederholt besprühen, bis der Belag verschwindet
  • Das Hausmittel nicht anwenden unter praller Sonneneinstrahlung

Verticillium-Welke

Diese Pilzinfektion greift den Baum von den Wurzeln heran. Typische Symptome sind welke, vergilbte, sich einkräuselnde Blätter. Im weiteren Verlauf hängt das Laub schlaff herab. Die Pilzsporen verstopfen die Versorgungsbahnen im Baum, sodass weder Wasser noch Nährstoffe in die Triebe und das Laub gelangen. Eine Heilmethode konnte bislang nicht entwickelt werden. Im fortgeschrittenen Stadium sollte der Baum entsorgt werden, um einer weiteren Ausbreitung dieser fatalen Krankheit entgegenzuwirken. Vorbeugend wirken diese Maßnahmen:

Trompetenbaum-Krankheiten

  • Einen Standort wählen mit nährstoffreichem, gut durchlässigem Boden
  • Den Baum weder Trockenstress noch Staunässe aussetzen
  • Von März bis August wiederholt organisch düngen
  • Im frühen Stadium einen kräftigen Rückschnitt um zwei Drittel durchführen

Schädlinge

Rücken Schädlinge dem Kugel-Trompetenbaum zu Leibe, handelt es sich in der Regel um die üblichen Verdächtigen im Garten. Kontrollieren Sie das Bäumchen regelmäßig auf die folgenden Plagegeister, um ihnen sogleich den Garaus zu bereiten:

Blattläuse

Pünktlich mit Beginn des Frühlings sind die Schwächeparasiten zur Stelle. Die winzig kleinen Blattläuse sind grün, braun oder schwarz und besiedeln sowohl die Oberseiten als auch die Unterseiten der Blätter. In rasender Geschwindigkeit breiten sie sich aus, sodass unmittelbarer Handlungsbedarf besteht:

  • Den befallenen Baum gründlich abbrausen
  • In 1 Liter Wasser je 15 ml Kernseife und Spiritus geben und wiederholt aufsprühen
  • Alternativ in 1 Liter Wasser 20 ml Rapsöl und 1 Tropfen Pril geben und applizieren

Von intensiver Wirkung erweist sich Kaffeesatz-Extrakt aus 4 Esslöffeln Kaffeesatz, 15 ml Kernseife und 1 Liter Wasser. Bevor Sie dieses Mittel anwenden, sollten die Auswirkungen auf das Laub getestet werden. Grassiert zeitgleich im Garten eine Pilzinfektion, wie Mehltau, sollte das Laub des Kugel-Trompetenbaumes nicht befeuchtet werden. In diesem Fall fungiert feines Gesteinsmehl, aufgetragen mit einer Puderspritze, als effektives Bekämpfungsmittel von Blattläusen.

Tipps für Schnellleser

  • Bester Rückschnitt-Termin ist in Februar und März
  • Formschnitt einzig alle 3-4 Jahre erforderlich
  • In jungen Jahren mit Winterschutz ausstatten
  • Im Kübel den Wurzelballen vor Frostschaden bewahren
  • Bei Kahlfrost gießen
  • Etablierten Kugel-Trompetenbaum bei Trockenheit gießen
  • Im Kübel regelmäßig wässern
  • Von März bis August alle 4 Wochen düngen
  • Umpflanzen im Herbst bei Bedarf
  • Zuvor im Frühjahr die Wurzeln abstechen
  • Umtopfen alle 3-4 Jahre im zeitigen Frühjahr
  • Drainage aus Tonscherben am Kübelboden
  • Gegen Mehltau vorgehen mit Milch-Wasser-Mix
  • Blattläuse bekämpfen mit Hausmitteln

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