Klebrige gummierte Griffe und Oberflächen reinigen | Anleitung

Klebrige gummierte Griffe und Oberflächen reinigen, Anleitung

Zahlreiche Gegenstände im Haushalt und der Unterhaltungselektronik verfügen über Oberflächen oder Griffe aus Gummi, die häufig berührt werden. Mit der Zeit müssen Sie klebrige gummierte Griffe hinnehmen, die sich äußerst unangenehm auf der eigenen Haut anfühlen. Glücklicherweise lässt sich das Gummi problemlos reinigen, wenn Sie wissen, wie. Wenn Sie die klebrigen Oberflächen reinigen wollen, sind eine Anleitung und Reinigungsmittel notwendig.

Klebrige gummierte Griffe und Oberflächen reinigen. Mit diesem Problem haben viele Menschen zu kämpfen, da das Material nach langer Nutzungsdauer oder Verschmutzungen nicht mehr die gleichen Eigenschaften aufweist und dadurch anfängt zu kleben. Dieses Problem kann viele Ursachen haben, da je nach Typ des Gummis andere Inhaltsstoffe verwendet wurden, die unterschiedlich auf äußere Einflüsse wirken.

Aus diesem Grund ist es wichtig zu wissen, welche Ursache vorliegt, um diese entsprechend zu bekämpfen. Anhand der Ursache wird eine entsprechende Reinigungsmethode verwendet, durch die das Gummi nicht mehr klebt und erneut verwendet werden kann. Wie das gelingt, erfahren Sie in diesem Artikel.

Klebrige gummierte Griffe

Ursachen

Wenn Sie klebrige gummierte Griffe und Oberflächen reinigen müssen, sollten Sie erst einmal zuvor die mögliche Ursache überprüfen. Klebriges Gummi kann entweder von einem Tag auf den anderen oder über einen längeren Zeitraum auftreten, was zugleich das Identifizieren der Ursache erleichtert. Wenn Sie sich wundern, was die klebrigen Gummigriffe und Oberflächen erzeugt hat, werden Ihnen die folgenden Punkte weiterhelfen.

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Reinigungsmittel

Gummi verträgt keine scharfen Reinigungsmittel. Viele Menschen nutzen Reinigungsmittel, die mit Alkohol versetzt oder äußerst säurehaltig sind. Diese können sich äußerst aggressiv auf die Struktur des Gummis auswirken und diesen geradezu auflösen, was vor allem bei Kunstgummi der Fall ist. Natürliches Gummi ist weniger anfällig, sollte den scharfen Reinigern aber ebenfalls nicht ausgesetzt sein. Erkennbar ist der Einsatz von Reinigungsmitteln, die nicht empfehlenswert hierfür sind, an Schlieren auf dem Gummi oder deutlich sichtbaren Beschädigungen.

Alter bei Kunstgummi

Kunstgummi wird über die Jahre der Nutzung klebriger und verliert an Substanz. Der Grund ist ein Verlust an Weichmachern, die dafür sorgen, dass sich das Gummi immer mehr auflöst. Als Folge wird es klebrig, was durch verschiedene Umwelteinflüsse noch gesteigert werden kann. Naturkautschuk hat dieses Problem nicht.

Umwelteinflüsse

Zahlreiche Umwelteinflüsse können sich negativ auf die Struktur des Gummis auswirken und zu klebrigen Stellen oder der ganzen Oberfläche führen. Wenn Sie zum Beispiel ein Fahrrad mit Gummigriffen am Lenker haben, können diese durch heftige Sonneneinstrahlung anfangen zu kleben, da das Material angegriffen wird.

Selbst Temperaturunterschiede, hohe Feuchtigkeit oder Chemikalien von anderen Gegenständen können sich negativ auf den Stoff auswirken. Ein Beispiel ist Formaldehyd, das häufig von Möbelstücken abgegeben und an das Gummi weitergegeben wird, was zu Problemen führen kann. Achten Sie daher darauf, dass Ihre Gummigriffe- und Oberflächen nicht zu ungünstig platziert werden.

Fette und Öle

Ebenso wie zu scharfe Reinigungsmittel das Material angreifen können, ist das der Fall bei Ölen und Fetten, die zum Beispiel von Ihrer Handfläche stammen könnten. Wenn Sie zum Beispiel täglich eine Flasche verwenden, die über Gummiteile verfügt, kann das Material angegriffen werden. Das Öl oder Fett zieht tief in das Gummi und löst es von innen auf, was gleichzeitig dazu führt, dass es klebrig wird.

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Vergleichen Sie die einzelnen Ursachen, um festzustellen, um welche es sich handelt. Falls das Problem schnell aufgetreten ist, sollten Sie die zuletzt verwendeten Reinigungsmittel auf ihre Inhaltsstoffe überprüfen. Ebenso können schnell klebrige gummierte Griffe und Oberflächen auftreten, wenn Ihnen zum Beispiel Speiseöl über diese läuft und Sie es nicht sofort mit Wasser entfernen. Egal um welche Ursache es sich handelt, weiter unten finden Sie passende Mittel und Methoden, durch die das Gummi nicht mehr klebrig ist.

Tipp: Falls die gummierten Griffe und Oberflächen aufgrund von Ursachen wie Fruchtsäften oder anderen Substanzen klebrig werden, können diese ganz einfach mit Wasser entfernt werden. Falls das Gummi nicht schon dauerhaft beschädigt ist, bieten sich sanfte Reiniger dafür hervorragend an, vor allem wenn es sich um zuckerhaltige Substanzen handelt.

Klebrige gummierte Griffe reinigen

7 geeignete Reinigungsmittel

Wenn Sie klebrige gummierte Griffe und Oberflächen reinigen wollen, müssen Sie geeignete Reinigungsmittel verwenden, um das Material nicht zu beschädigen. Dabei ist es wichtig, die Mittel entsprechend ihrer Wirkung und der Art von Gummi auszuwählen.

  • Naturkautschuk
  • Synthesekautschuk

Da Natur- und Synthesekautschuk unterschiedliche Eigenschaften in Bezug auf ihre Struktur aufweisen, dürfen Sie nicht in allen Fällen die gleichen Reinigungsmittel verwenden. Da die beiden Gummitypen fast auf die gleiche Weise vom Menschen verwendet werden können, gehen viele davon aus, dass die gleichen Reinigungsmittel zum Einsatz kommen können.

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Naturkautschuk ist deutlich sensibler in Bezug auf die Reinigung, was die möglichen Mittel natürlich einschränkt. Für die Reinigung bieten sich daher einige Hausmittel an, sowie Reiniger, die Sie im Handel erwerben können. Weiter unten erhalten Sie eine Übersicht an geeigneten Reinigungsmitteln, die Sie für Natur- und Synthesekautschuk verwenden können.

Neben diesen benötigen Sie zudem noch die folgenden Utensilien:

  • Mikrofasertücher
  • Schwämme ohne Scheuerseite
  • Zahnbürste
  • Tücher zum Trocknen
  • Wattepads
  • Plastikschale oder Eimer

Diese erleichtern die Anwendung der weiter unten folgenden Mittel. Vor allem Mikrofasertücher sind wichtig, da diese das Gummi nicht beschädigen, Staub und Schmutz leichter aufnehmen und sogar gegen Fette und Öle wirken, die immer problematisch bei diesem Material sind.

Tipp: Verzichten Sie unbedingt auf Reinigungsmittel wie Nagellackentferner, die Aceton enthalten. Aceton sorgt zwar auf den ersten Blick für sauberes Gummi, doch leidet die Struktur des Materials, wird erneut klebrig und löst sich nach jedem Einsatz mehr und mehr auf, was nicht wirklich gewünscht ist.

Anleitung | Essig

Ja, Sie können Essigsäure zur Reinigung verklebten Gummis verwenden, selbst wenn es sich um Naturkautschuk handelt. Weichgummi und Silikon dagegen dürfen Sie nicht mit Essig reinigen. Verwenden Sie hierfür ausschließlich Essigessenz mit maximal 25 Prozent Essigsäure.

  • 3 Teile Wasser und 1 Teil Essigessenz mischen
  • Schwamm oder Tuch benetzen
  • auf Gummi auftragen
  • vorsichtig einreiben
  • abspülen
  • abtrocknen

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Anleitung | Spülmittel

Ist das Gummi nur schwach verklebt, reicht der Einsatz von Spülmittel komplett aus. Bereiten Sie eine Spülmittellauge aus einem Liter Wasser und zehn Milliliter Spülmittel vor. Legen Sie die Griffe oder Gegenstände in die Lauge. Reinigen Sie diese mit dem Schwamm oder einem Tuch und spülen das Gummi danach mit klarem Wasser ab. Gummierte Oberflächen dagegen mit der Lauge abwischen. Trocknen nicht vergessen. In den meisten Fällen kann Spülmittel schon ausreichen.

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Tipp: Auf gleiche Weise können Sie ein sanftes Waschmittel verwenden, um klebrige gummierte Griffe einzuweichen. Diese nach einiger Zeit wieder aus der Waschmittellösung nehmen, abspülen und gründlich abtrocknen, um diese wieder nutzen zu können.

Anleitung | Zahnpasta

Ganz gewöhnliche Zahnpaste ist ein gutes Mittel, wenn Sie klebrige gummierte Griffe und Oberflächen reinigen wollen. Zahnpasta ist nicht zu aggressiv für Gummi und lässt mit geringem Aufwand nutzen. Besonders gut ist Zahnpasta für Gummidichtungen geeignet. Geben Sie die Zahnpasta auf eine Zahnbürste oder einen Tuch und bürsten Sie damit den Gegenstand ab. Abspülen und trocknen.

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Anleitung | Natron

Natron ist ein klassisches Hausmittel, das selbst bei verklebtem Synthesegummi hilft. Mischen Sie dafür ein Päckchen Natron mit Wasser. Es muss eine homogene Masse entstehen, die sich leicht mit der Zahnbürste oder einem Schwamm auftragen lässt. Angewandt wird die Natronmasse auf die gleiche Weise wie die Zahnpasta.

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Anleitung | Nagelcleaner

Nagelcleaner haben sich als hervorragender Reiniger für Gummigriffe und Oberflächen etabliert. Diese Reiniger werden nicht zum Entfernen von Nagellack genutzt, sondern um natürliche und künstliche Nägel und Equipment wie Nagelscheren zu reinigen. Aus diesem Grund verzichten sie auf aggressive Bestandteile, die das Gummi angreifen könnten. Nagelcleaner werden günstig für einen Preis von sieben bis zehn Euro für einen Liter angeboten und auf folgende Weise angewandt.

  • Gummi einsprühen
  • eingesprühte Fläche mit Wattepad abwischen
  • wahlweise mit frischem Wasser abspülen
  • abtrocknen

Danach müsste das Gummi wieder sauber sein und nicht mehr kleben. Nagelcleaner sollten Sie nicht bei Naturkautschuk anwenden.

Tipp: Neben einem Nagelcleaner können Sie ebenfalls Klebstoffentferner nutzen, die es in Baumärkten, Internet oder im Fachhandel zu erwerben gibt. Achten Sie nur bei dem ausgewählten Produkt darauf, dass es Oberflächen und Gegenstände aus Gummi nicht angreift, wie es der CLEANEXTREME ermöglicht.

Anleitung | Babypuder

Klassisches Babypuder lässt sich für die Reinigung von Natur- und Synthesekautschuk verwenden. Da es eine sanfte Reinigungswirkung erzielt, lässt es sich hervorragend dafür anwenden, klebrige gummierte Griffe und Oberflächen zu reinigen, die aufgrund von Ölen und Fetten verschmutzt sind. Babypuder ist zudem sehr günstig zu erwerben und lässt sich auf die folgende Weise anwenden.

  • Babypuder auf Tuch geben
  • auf Oberfläche oder Stelle verreiben
  • einwirken lassen
  • nach einiger Zeit abwischen
  • abspülen nicht notwendig

Klebrige gummierte Griffe und Oberflächen reinigen, Anleitung, Babypuder

Das Geheimnis hinter Babypuder ist das enthaltene Talkum. Dieser reinigt das Gummi, ohne dieses anzugreifen. Da es ein recht sanfter Reiniger ist, müssen Sie bei besonders klebrigen Oberflächen und Griffen die Prozedur mehrmals wiederholen.

Anleitung | Yogamatten-Spray

Yoga ist seit einigen Jahren der letzte Schrei und immer mehr Matten werden für den Sport angeboten. Viele Matten werden aus Naturkautschuk hergestellt und werden mit speziellen Sprays gereinigt, die sanft zum Material sind. Das können Sie sich zu Nutze machen. Im Internet und Yoga-Geschäften werden Mattenreiniger angeboten, mit denen Sie problemlos klebrige gummierte Griffe und Oberflächen reinigen können. Diese werden für Preise von etwa neun bis elf Euro für einen halben Liter in der Sprühflasche angeboten und werden auf die folgende Weise verwendet.

  • Gummi einsprühen
  • einige Minuten einwirken lassen
  • Schwamm anfeuchten
  • Gummi abwischen
  • unter fließendem Wasser abspülen
  • gut abtrocknen

Es gibt Yogamatten-Spray, das mit ätherischen Ölen versetzt ist, was je nach Intensität dazu führen kann, dass sich das Material mit der Zeit schneller zersetzt. Setzen Sie stattdessen auf Sprays ohne Duftstoffe, um den Reinigungseffekt zu verbessern.

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