Katzenflöhe in der Wohnung – die besten Mittel / Hausmittel

Katzenflöhe in der Wohnung

Es juckt und juckt und juckt und wer ist schuld? Katzenflöhe! Diese kleinen Biester sind ein Graus für jeden Katzenbesitzer, da sie sich nicht nur vom Blut der Samtpfoten ernähren, sondern auch vom menschlichen Lebenssaft. Die Plagegeister sind wie andere Floharten nicht zu unterschätzen und sollten so früh wie möglich zu beseitigen. Doch welche Mittel und Hausmittel eignen sich hierfür? Wir verraten, wie Sie vorgehen bei Katzenflöhen in der Wohnung.

Sie ähneln Mückenstichen, treten dabei in Gruppen an einer Hautstelle auf und jucken höllisch. Die Rede ist von Katzenflöhebissen. Jede fünfte Katze in Deutschland ist durch einen Befall mit Ctenocephalides felis gefährdet, die sich gerne auf den Menschen ausbreiten und sich ebenfalls an deren Blut laben. Vor allem Freigänger sind betroffen, da diese durch das Unterholz streichen oder sich mit anderen Katzen treffen, von denen sie die Katzenflöhe aufnehmen. Werden diese von der Katze ins Haus verschleppt, suchen sich die Flöhe einen Nistplatz in Ecken, Spalten und Ihrem Bett. Sie können den Befall mithilfe von speziellen Mitteln bekämpfen.

Katzenfloh
Von Evanherk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=1771604

Vorbereitung

Zeigen sich auf Ihrer Haut zahlreiche, kleine Bissspuren, die Mückenstichen ähneln, aber nicht so groß sind, dann ist ein Flohbefall nahe liegend. Zeigen sich diese Bisse konzentriert an einer Stelle, sollten Sie Ihre Katze auf Katzenflöhe untersuchen, die sich als kleine, schwarze Punkte im Fell zeigen. Bevor Sie jedoch Hausmittel anwenden, sollten Sie die folgenden Schritte erledigen:

1. Staubsaugen: sobald ein Flohbefall angenommen wird, sollten Sie sofort Ihre Wohnräume saugen. Besonders wichtig sind hierbei die Ecken und Zwischenräume, da diese mehr Staub ansammeln und weniger gestört werden, was ideale Lebensumstände für Katzenflöhe bietet. Zwar hilft das Saugen nicht viel gegen ausgewachsene Tiere, doch können Sie damit Floheier- und Kot entfernen. Wählen Sie hierfür einen leistungsstarken Staubsauger, der ebenfalls für Teppiche, Polstermöbel und Matratzen geeignet ist. Staubsaugerbeutel danach sofort außerhalb der Wohnung entsorgen.

2. Wäsche waschen: Sie sollten sofort Ihre Bettwäsche, Sofabezüge und eigentlich alle Textilien, die Sie im Haus haben, waschen. Stellen Sie Ihre Waschmaschine auf 60°C oder 90°C ein und verwenden Sie einen Hygienespüler. Alternativ können Sie zuerst mit Flohshampoo waschen, welches für Tiere genutzt wird und dann nachwaschen. Flöhe halten weder extreme Hitze noch Kälte aus, daher ist die Waschmaschine tödlich für die Biester.

3. Wäsche trocknen: ideal wäre es, würden Sie die gewaschenen Textilien im Trockner trocknen. Die heiße Luft wirkt als zusätzliche Sicherheit gegen die Katzenflöhe.
Anschließend geht es an die Bekämpfung der Katzenflöhe in Ihrer Wohnung, an Ihrer Katze und Ihnen. Nur so lassen sich die Blutsauger gründlich beseitigen.

Tipp: wenn Ihre Katze ein Freigänger ist, sollte der Vierbeiner unbedingt ein Flohhalsband tragen. Diese sind mit speziellen Inhaltsstoffen versehen, die Flöhe davon abhalten, sich auf der Katze auszubreiten.

Mittel zur Flohbekämpfung

Die folgenden Mittel bieten sich perfekt zur Bekämpfung von Flöhen in Ihrer Wohnung und an Ihrem Haustier an. Sie wirken besonders effektiv und zudem schnell aufgrund ihrer Zusammensetzung:

1. Umgebungsspray: mit Umgebungsspray, zum Beispiel von Bolfo, lassen sich effizient die Eier von den Flöhen abtöten und der Kot beseitigen, der andere Flöhe anzieht. Einfach auf befallene Flächen sprühen und schon wirkt das Mittel. Bei der Anwendung sollten Sie sich nach den Angaben des Herstellers richten. Zudem dringt das Spray in die Materialien und hat eine Langzeitwirkung von etwa 6 Monaten.

Kosten: etwa 18 Euro pro Flasche

2. Flohbomben: auch als Floh Flogger bekannt, kümmern sich diese Mittel selbst um die Bekämpfung der Katzenflöhe. Diese werden in den jeweiligen Raum gestellt und geben selbstständig ihre Wirkstoffe an die Luft ab, die anschließend von den Flöhen, Larven und Eiern aufgenommen wird. Dies tötet die adulten Tiere ab, während Larven und Eier sich nicht voll entwickeln können und ebenfalls absterben. Sie gelten als das effektivste Mittel beim Kampf gegen die Flöhe. Ebenfalls mit Langzeitwirkung. Bekannte Hersteller sind Beaphar, Bolfo und Ardap.

Katzenflöhe bekämpfen

Kosten: etwa 10 Euro pro Dose

3. Imidacloprid: dieser Wirkstoff findet sich in Mitteln, die direkt auf den Nacken der Katze geträufelt werden und Flöhe schon innerhalb von 24 Stunden stark abtöten. Da die Katze der Überträger der Flöhe ist, ist es notwendig das Tier zu behandeln, um den Befall einzudämmen. Es darf an keine andere Stelle aufgetragen werden, da sich Katzen im Nackenbereich nicht ablecken können. Bekanntes Mittel ist Advantage von Bayer Vital. Unbedingt an die Verpackungsbeilage halten.

Kosten: 45 Euro pro Packung

Hausmittel gegen Katzenflöhe

Die folgenden Hausmittel haben sich gegen Katzenflöhe bewährt, müssen aber regelmäßig angewandt werden, um wirklich alle Tiere zu beseitigen. Da sie auf natürlicher Basis sind, lassen sie sich direkt auf den Aufenthaltsorten Ihrer Katze anwenden, ebenso auf allen Oberflächen im Haushalt.

1. Zitronen-Essig-Lösung: 3 l Essig, 0,25 l Zitronensaft und 1,5 l Wasser mischen und in eine Sprühflasche geben. Dieses Mittel wirkt effektiv in Textilien, Polstern und Matratzen und muss ebenfalls unter den befallenden Möbelstücken gesprüht werden. Einwirken lassen und solange täglich anwenden, bis der Befall gemindert ist. Danach nur noch alle drei Tage, bis alle Katzenflöhe verschwunden sind.

Zitrone

Kosten: unter 2 Euro

2. Kieselgur: klassisches Mittel gegen Flöhe. Diese versteinerten Algen werden ins Bett oder auf andere Oberflächen verstreut und nach einer Einwirkzeit von 48 Stunden mit dem Staubsauger entfernt.

Kosten: 10 l für etwa 25 Euro

3. Pfefferminzöl: einfach ausreichend Pfefferminzöl auf ein Tuch geben und direkt an eine befallene Stelle legen. Die Flöhe werden vertrieben. Je mehr sie von diesen auslegen, desto schneller suchen sich die Tiere ein neues Zuhause, sogar außerhalb Ihrer vier Wände. Der Wirkung können Sie durch verstärktes Putzen nachhelfen.

Pfefferminzöl

Kosten: zwischen 2 bis 10 Euro

4. Rosmarin-Zitronen-Lösung mit Geranienöl: dieses Hausmittel wirkt als Antiflohspray und wird folgendermaßen hergestellt:

  • 1 Zitrone mit Schale würfeln
  • in Topf geben
  • frischer Rosmarin (handvoll) ebenfalls in den Topf geben
  • 1 l Wasser dazu
  • für 15 Minuten aufkochen lassen
  • ausschalten, über Nacht ziehen lassen
  • am nächsten Tag acht Tropfen des Geranienöls dazugeben
  • durch ein Sieb gießen
  • in eine Sprühflasche füllen

Dieses Mittel wird für die gesamte Wohnung genutzt und bietet sich ebenfalls für den Schlafplatz Ihrer Katze an. Es sollte täglich angewendet werden, bis der Befall eingedämmt ist. Danach alle zwei bis drei Tage anwenden.

Kosten: 10 ml Geranienöl für etwa 10 Euro, andere Zutaten 2 bis 4 Euro

5. Kerzenfalle: die Kerzenfalle wirkt nach dem Wärmeprinzip, denn Flöhe suchen immer nach Wärme. Aus diesem Grund bietet es sich perfekt für stark befallene Räume an. Bereiten Sie hierfür eine Schale mit Wasser vor, in die Sie Spülmittel geben, um die Oberflächenspannung aufzulösen. Dann stellen Sie in die Mitte eine Kerze und zünden diese an. Die Flöhe wollen nun zur Kerze gelangen, ertrinken aber auf dem Weg dorthin.

Kosten: unter 5 Euro

Hausmittel gegen Juckreiz

Wenn Sie von vielen Katzenflöhen gebissen wurden, lohnt es sich, die folgenden Hausmittel anzuwenden, um den Juckreiz zu lindern und die Schwellung zu minimieren. Zudem halten diese Mittel die Flöhe für eine Weile von Ihrer Haut fern, damit Sie sich der Reinigung Ihrer Wohnung widmen können:

  • Aloe Vera: entweder als Saft oder Gel verfügbar, auf die betroffene Hautstelle geben und einwirken lassen
  • Eis oder kalte Kompressen: helfen gegen die Schwellung und lindern das Verlangen zu kratzen
  • Instant-Haferflocken: aufkochen und abkühlen lassen, Paste auf die betroffenen Stellen auftragen, wirkt gut gegen viele Bisse
  • Zaubernuss-Creme (bot. Hamamelis): wirkt gegen Juckreiz, Schwellungen und regt die Hautregeneration an
  • Kokosöl: Kokosöl lindert Schmerzen durch Bisse, sorgt zugleich für eine weiche Haut, angenehmes Aroma, einfach auftragen

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