Das ein Hibiskus gelbe Blätter bekommt, kann schon mal vorkommen. Wenn allerdings sehr viele Blätter gelb werden und abfallen, sollte man die Ursache herausfinden. Werden zusätzlich Knospen und/oder Blüten abgeworfen, hat das in der Regel einen guten Grund.

Der Garten-Eibisch, also der Hibiskus, der ausgepflanzt werden kann, ist sehr robust und wird nur selten von Krankheitserregern befallen. Das solche eine Pflanze auch mal einige gelbe Blätter bekommt, ist normal. Sollte sich das aber häufen, muss kontrolliert werden, ob der Boden um den Pflanzballen zu trocken oder zu nass ist. Außerdem sind die Blätter auf Pilzbefall zu inspizieren. Die Pilzsporen sitzen meist unter den Blättern und sind dort gut zu erkennen. Werden Knospen vor dem Aufblühen abgeworfen, liegt das meist an einem akuten Wassermangel. Allerdings können auch Nährstoffe fehlen. Natürlich können auch Schädlinge an dem Zustand des Hibiskus schuld sein. Das muss ebenfalls abgeklärt werden.

Hibiskus verliert Blüten
Hibiskus verliert Blüten

Beim Roseneibisch, der als Zimmer- oder Kübelpflanze kultiviert wird, gibt es meist mehr Probleme. In dem häufig kleinen Gefäß fehlen oft Nährstoffe, außerdem reicht das Gießwasser bei sonnigem Standort und großer Hitze nicht. Der Ballen trocknet mehrmals hintereinander aus und das schwächt den Hibiskus. Die Pflanze wird anfällig für Krankheiten. Bei der Überwinterung treten Schädlinge auf, vor allem wenn die Bedingungen nicht stimmen. Schuld sind häufig zu hohe Temperaturen und zu niedrige Luftfeuchtigkeit. Am häufigsten treten Chlorosen und Blattfleckenkrankheiten auf.

Trockenheit

Trockenheit ist sowohl für den Garten-Hibiskus, als auch für die Zimmerpflanzen schädlich. Kommt das einmal oder auch zweimal vor, ist das kein Problem. Die Pflanzen erholen sich in der Regel sehr schnell davon. Bei einer Häufung von trockenen Standzeiten schwächeln die Pflanzen dann aber. Ihre Widerstandsfähigkeit lässt nach und sie konzentrieren ihre Kraft auf das Überleben der Wurzel, denn daraus können sie wieder austreiben. Was nicht unbedingt zum Überleben gebraucht wird, kann weg. Zuerst werden Blüten und Knospen abgeworfen. Die kosten Kraft und die wird anderweitig gebraucht. Dann wird die Wasserversorgung der Blätter eingestellt, was gut zu erkennen ist, weil diese schlapp und kraftlos an der Pflanze hängen. Wird die Trockenheit baldigst erkannt und gegossen, erholen sich die Blätter und richten sich wieder auf. Hat sie schon zu lange gedauert, sind die Blätter nicht mehr zu retten. Hier hilft nur noch ein straffer Rückschnitt und regelmäßiges Gießen, in der Hoffnung, dass noch Leben im Wurzelstock ist und der Hibiskus wieder austreibt. Trockenheit, vor allem häufige Trockenheit gilt es also zu vermeiden. Der Boden sollte gleichmäßig leicht feucht sein.

  • Regelmäßig gießen
  • Nicht austrocknen lassen
  • Gleichmäßig leicht feucht halten, außer im Winter

Nässe

Nässe ist ebenso schädlich und zwar für alle Hibiskusarten. Stehen die Wurzeln im Wasser, fangen sie nach einiger Zeit an zu faulen. Deshalb ist es wichtig, dass kein Wasser im Untersetzer oder Übertopf stehen bleibt. Am besten man kontrolliert nach dem Gießen, dass kein überschüssiges Wasser zurückbleibt. Gelbe Blätter am Hibiskus sind ein erstes Zeichen für das Faulen. Wird der Zustand rechtzeitig entdeckt, kann die Pflanze meist gerettet werden. Hier hilft Umtopfen.

Hibiskus zu viel gegossen
Hibiskus zu viel gegossen

Dabei wird so viel Erde um die Wurzeln herum entfernt wie möglich, ohne diese zu beschädigen. Dann werden schwarze, faulende und abgestorbene Wurzeln vorsichtig abgeschnitten, in der Hoffnung, dass genug Wurzelmasse übrigbleibt, um ein Überleben zu sichern. Anschließend wieder in neues, vor allem durchlässiges Substrat eintopfen. Eine Drainage im Gefäßboden hilft, dass überschüssiges Wasser ablaufen und sich nicht mehr stauen kann.

  • Keine stehende Nässe
  • Bei beginnender Wurzelfäule hilft umtopfen
  • Drainage einbauen

Überalterte Triebe

Wird der Hibiskus nicht regelmäßig geschnitten, kann es zu einer Überalterung der Triebe kommen. Diese tragen dann keine Knospen mehr und die Blätter werden rasch gelb und fallen ab. Auch das kann sowohl beim Garten-Hibiskus, als bei der Zimmerpflanze vorkommen. Zwar gibt es mehrere Gründe für eine regelmäßige Schnittmaßnahme, aber der einer Vorbeugung der Überalterung ist schon ein wichtiger.

  • Regelmäßige Schnittmaßnahmen

Spinnmilbenbefall

Besonders bei der Überwinterung des Rosen-Eibischs treten häufig Spinnmilben auf. Das liegt meist an zu warmen Raumtemperaturen und einer zu niedrigen Luftfeuchtigkeit. Spinnmilben breiten sich sehr rasch aus, da sie sich explosionsartig vermehren. Außerdem sind sie nur schwer zu bekämpfen. Es ist absolut wichtig, die Plagegeister früh zu erkennen. Sind die Blätter durch den Befall schon gelb geworden, ist es meist zu spät. Regelmäßige Kontrollen auf Befall sind wichtig, am besten wöchentlich. Spinnmilben erkennt man am besten, indem man Wasser mit einem Zerstäuber über dem Hibiskus versprüht. An den Triebspitzen, unter den Blättern und an den Gabelungen von Trieb und Blattstiel sind danach kleinste Wassertröpfchen an netzartigen Gebilden zu erkennen. Diese Gespinste werden von den Spinnmilben errichtet, daran sind sie zu erkennen. Ansonsten sind blasse Blätter ein Symptom, diese wurden schon angestochen und ausgesaugt. Sie erscheinen etwas durchsichtig und schlapp, werden immer gelblicher und fallen schließlich ab. Knospen werden ebenfalls gern eingesponnen. Auch sie werden gelb und fallen ab.

Auch Blattläuse können Schäden verursachen
Auch Blattläuse können Schäden verursachen

Spinnmilben können meist nur mit der chemischen Keule bekämpft werden, wobei man immer schauen muss, welche Mittel im Angebot sind. Viele haben keine Zulassung mehr bekommen, die Auswahl ist sehr begrenzt und Spinnmilben entwickeln schnell Resistenzen. Werden die Plagegeister früh erkannt, kann eine Erhöhung der Luftfeuchte und regelmäßiges Besprühen der Pflanzen mit Wasser helfen.

  • Zu hohe Temperaturen
  • Zu niedrige Luftfeuchte
  • Pflanze mit Wasser einnebeln und nach Gespinsten Ausschau halten
  • Chemische Mittel einsetzen
  • Luftfeuchte erhöhen
  • Regelmäßige Kontrollen

Standortwechsel

Wird der Zimmerhibiskus häufig umgestellt, kann es passieren, dass er seine Knospen abwirft. Er drückt damit seinen Unwillen aus. Auch die Blätter können gelb werden, was allerdings seltener passiert. Knospenfall ist allerdings typisch. Standortveränderungen mag der Roseneibisch nicht sonderlich. Gleiches trifft auf Zugluft zu.

  • Nach Möglichkeit nicht umstellen
  • Keine Zugluft

Blattflecken

Braune unregelmäßige Flecken auf den Blättern werden meist durch einen Pilz hervorgerufen. Die Blattfleckenkrankheit kommt bei vielen Pflanzen vor und kann sowohl den Garten-Hibiskus, wie auch die als Zimmerpflanzen kultivierten Exemplare befallen. Die Blätter sind unbedingt schnell zu entfernen, bevor sich der Pilz weiter ausbreiten kann. Um eine Ausbreitung zu verhindern, dürfen sie nicht auf dem Kompost entsorgt werden, sondern im Hausmüll.

  • Blattfleckenkrankheit
  • Pilzbefall
  • Betroffene Blätter entfernen

Gelbfleckenkrankheit

Ausschließlich gelbe Flecken auf den Blättern weisen auf eine Viruserkrankung hin, die Gelbfleckenkrankheit. Nicht das ganze Blatt wird gelb, sondern nur einzelne Stellen. Wie beim Menschen sind Viruserkrankungen auch bei Pflanzen übertragbar, weshalb der Hibiskus isoliert werden sollte. Betroffene Blätter sollten alle entsorgt werden. Wichtig ist, sie nicht auf den Kompost zu geben. Sie müssen im Hausmüll entsorgt werden.Hibiskus-krank

  • Gelbfleckenkrankheit
  • Virus – übertragbar
  • Pflanze isolieren
  • Betroffene Blätter entfernen

Chlorose

Gelbliche Blätter, bei denen die Blattadern deutlich hervortreten (meist kräftig grün), sind typisch für eine Chlorose. Ursache ist ein bestimmter Nährstoffmangel, meist Eisen. Zwar ist der Dünger im Boden häufig vorhanden, die Pflanze kann ihn aber aus bestimmten Gründen nicht aufnehmen. Dabei kann es sich um Trockenheit, Staunässe, Bodenverdichtung, schlechte Durchlüftung, Kälte oder andere Kulturfehler handeln. Fehlt wirklich Dünger, ist es einfach, das Problem zu lösen. Man muss nur ordentlich düngen. Es gibt speziellen Dünger, auch solchen, der über die Blätter aufgenommen werden kann. Ist jedoch genügend gedüngt worden, muss herausgefunden werden, was falsch läuft. Zuerst sollte nach der Wurzel geschaut werden, nicht dass die fault. Faulige Teile abschneiden. Muss viel entfernt werden, ist auch der obere Teil der Pflanze zurückzuschneiden. Außerdem sollte man in lockeres, durchlässiges Substrat umtopfen. Das Gießverhalten muss geändert werden. Beim Zimmerhibiskus kann auch ein Umstellen an einen wärmeren Ort helfen. Beim Garten-Hibiskus ist Mulchen mit Rindenmulch empfehlenswert. Der Boden bleibt dadurch länger feucht, trocknet nicht so schnell aus.

  • Gelbliche Blätter mit deutlich hervorgehobenen Blattadern
  • Meist Eisenmangel
  • Spezielle Düngung
  • Nährstoffe können häufig nur nicht aufgenommen werden
  • Liegt an Trockenheit, Nässe, Bodenverdichtung, schlechter Durchlüftung, Kälte oder Pflegefehlern

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