Wie bei vielen Pflanzen, ist der richtige Standort auch für den Hibiskus entscheidend. Egal ob Rosen-Eibisch oder Garten-Hibiskus, stehen die Pflanzen falsch, können sie sich nicht richtig entwickeln. Zu viel Sonne ist häufig genauso schlecht, wie zu wenig. Gleiches gilt für Wind und die passenden Nachbarpflanzen. Auch der Boden am Standort muss passen, sonst können sich die Pflanzen nicht gesund entwickeln. Beim Hibiskus heißt das meist, wenig oder gar keine Blüten und Kümmerwuchs. Besonders bei der Überwinterung spielt der Standort die entscheidende Rolle, ob nun der Hibiskus im Freiland oder im Haus untergebracht ist.

Standort für den Rosen-Eibisch

Der Roseneibisch kann als reine Zimmerpflanze kultiviert werden, gedeiht aber besser, wenn er den Sommer im Freien verbringen kann. Allerdings muss er langsam an die Sonne gewöhnt und darf keinesfalls zu früh ausgeräumt werden. Die Temperaturen müssen auch nachts über 10°C liegen. Am besten stellt man die Pflanze erst einmal in den Schatten und dann alle paar Tage etwas sonniger, beginnend mit Morgen- und Abendsonne. Knallige Mittagssonne verträgt ein Hibiskus, aber erst nach einigen Wochen, etwa 3 bis 4, besser mehr. Je sonniger die Gewächse stehen, umso mehr Wasser benötigen sie. Günstig ist ein etwas geschützter Platz, sowohl vor Regen, als auch vor starkem Wind, unter beiden leiden die Blüten.

Zimmerhibiskus
Zimmerhibiskus

Den Winter muss der Rosen-Eibisch unbedingt frostfrei verbringen. Es ist ein tropisches Gewächs, nicht gemacht für Minustemperaturen. Schon bei unter 10°C kommen die Pflanzen nicht mehr zurecht. Zu warme Überwinterung ist allerdings auch nicht empfehlenswert. Der Zimmer-Hibiskus braucht eine Ruhephase und da sind zu hohe Raumtemperaturen, wie sie beispielsweise im Wohnzimmer herrschen, nicht günstig. Besser ist ein helles Zimmer, bei etwa 15°C. Wichtig ist eine hohe Luftfeuchtigkeit, ansonsten breiten sich gern Schädlinge aus, allen voran Spinnmilben. Diese müssen frühzeitig erkannt werden, bevor sie sich zu sehr ausbreiten können. Eine regelmäßige Kontrolle auf Befall ist deshalb unverzichtbar, nicht nur beim Hibiskus, sondern bei allen überwinternden Pflanzen.

  • Standort im Sommer
    • Im Zimmer
      • So hell wie möglich
      • Gern direkt am Fenster
      • Bei Südfenster mittags beschatten (Gardine)
    • Im Freien
      • Warm und sonnig
      • Geschützt vor Wind und Regen
      • Pflanze langsam an die Sonne gewöhnen
      • Nicht zu früh ausstellen, erst ab Temperaturen über 10°C, vor allem auch nachts
    • Standort im Winter
      • Hell, auch im Südfenster, aber mittags beschatten
      • Temperaturen um die 15°C
      • Hohe Luftfeuchte
      • Regelmäßige Schädlingskontrolle

Standort für Garten-Eibisch

Der Garten-Hibiskus ist eine recht robuste Pflanze. Nur Jungpflanzen sind etwas empfindlich und benötigen deshalb einen passenden Standort, der sie etwas schützt. Außerdem muss das Wachstum der Pflanzen eingeplant werden. Ein normaler Hibiskusstrauch kann recht umfangreich werden, 2 bis 3 m müssen für ihn eingerechnet werden. Schmaler bleiben Hochstämme. Wer nicht ausreichend Platz eingeplant hat, kann den Hibiskus aber durch Schnittmaßnahmen kleiner halten.

Gartenhibiskus
Gartenhibiskus

Wer nicht in einer Gegend mit sehr kalten Wintern lebt, kann den Hibiskus fast überall im Garten auspflanzen, wo genügend Licht und Sonne hinkommen. Empfehlenswert ist ein windgeschützter Platz, vor allem vor kalten Ostwinden, die den Pflanzen im Winter Schaden können. In kälteren Gegenden pflanzt man Garten-Eibisch sehr geschützt, direkt vor eine nach Süden ausgerichtete Mauer, möglichst in eine geschützte Ecke. Dort kommen die Gehölze am besten klar. Günstig sind dann noch etwas Abdeckung des Wurzelbereichs im Winter und reichliches Gießen im Sommer. Beim Standort ist auch der Boden entscheidend. Zwar kann der den jeweiligen Erfordernissen weitestgehend angepasst werden, aber von der Grundsubstanz sollte er passen. Wichtig ist ein lockerer, durchlässiger Boden, der überschüssiges Wasser schnell ablaufen lässt, aber trotzdem Feuchtigkeit speichern kann. Das gelingt gut, wenn etwas Lehm enthalten ist. Ansonsten ist ein hoher Nährstoffgehalt günstig.

Der Gartenhibiskus wirkt sehr gut als Solitär, kann aber auch in Gruppen gepflanzt werden. Besonders Hochstämme in Reihe gepflanzt ergeben ein schönes Bild. Sogar als Heckenpflanzen kann dieser Hibiskus genutzt werden, wenn auch die Blätter im Herbst abfallen. Im Sommer sehen die Hecken sehr schön aus.

  • Sonnig und warm
  • Windgeschützt, vor allem vor Ostwinden
  • Genügend Raum ringsum lassen (Pflanzabstände)
  • Durchlässiger Boden, nährstoffreich, etwas lehmhaltig

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