Auch wenn die Geschmäcker verschieden sind, einen leckeren Hefezopf mag wohl jeder. Es gibt eine wahre Unmenge an unterschiedlichen Rezepten für Hefezöpfe. Auch die Anweisungen zum Flechten der wohlgeformten Backwaren unterscheiden sich. Doch es gibt einige sehr einfache Kniffe, um den perfekten Hefezopf mit der gewünschten Anzahl von Strängen zu flechten.

Obwohl die Zutaten zu dem leckeren süßen Zopf fast die gleichen sind, wie bei einem einfachen Laib Brot, wird aus dem geflochtenen Teil in kurzer Zeit ein leckerer Kuchen. Kalorien zählen sollten Sie allerdings beim Zopf nicht, denn dank hohem Fett- und Zuckeranteil ist dieser Hefekuchen nichts für die schlanke Linie. Wir zeigen Ihnen hier, wie Sie den Zopf mit einer unterschiedlichen Anzahl von Strängen ganz kunstvoll flechten können. Daneben finden Sie drei ganz unterschiedliche Rezepte für den Hefezopf für jeden Geschmack. Vereint werden alle Rezepte durch das Flechtmuster und das Bestreuen mit Hagelzucker oder Mandelblättchen.

Das benötigen Sie auf jeden Fall:

  • Backblech
  • Backpinsel
  • Teigschaber
  • Rührmaschine
  • Rührquirl
  • Teigbrett
  • Teigschüssel
  • Weizenmehl
  • frische Hefe
  • Zucker
  • Salz
  • Butter
  • Milch
  • Eier

Zopf oder Kranz

Der Hefezopf wird oft auch als Kranz geformt. Das Rezept und die Zubereitung sind jedoch gleich. Für die Vorweihnachtszeit werden die Hefekränze gern mit vier Kerzen versehen als Adventskranz verwendet. Zu Ostern dienen kleine Hefekränze als Eiernester, die gleichzeitig ein leckeres Osterfrühstück darstellen. In vielen Regionen gibt es jeweils Abwandlungen von Rezept, Anzahl der Stränge und Form des Zopfes. Aber auch die Dekoration mit Hagelzucker oder Mandelblättchen fällt immer wieder ganz unterschiedlich aus. In einigen Regionen wird sogar ein Zuckerguss auf den Zopf gegeben.

Grundrezept für den Hefezopf

Ein ganz normales althergebrachtes Rezept für einen süßen Zopf ist dieses:

  • 1 Kilo Weizenmehl
  • 1 Würfel frische Hefe
  • 100 bis 150 Gramm Zucker
  • 550 Milliliter Milch lauwarm
  • 1 Teelöffel Salz
  • 100 Gramm Butter
  • 1 Ei
  • eventuell Sahne, Hagelzucker oder Mandelblättchen

Teigherstellung für das Grundrezept

Bei der Herstellung von Hefeteig gibt es immer verschiedene Möglichkeiten. Einige Backfreunde arbeiten lieber mit einem Vorteig. Andere lösen die Hefe im Zucker auf und wieder andere bröseln die frische Hefe in das Mehl. Die Variante, Zucker und Hefe zu vermengen ist einfach und bietet sich für die Herstellung eines süßen Hefeteiges an.

Tipp: Egal, welche Variante Sie bevorzugen, das Salz sollte erst ganz zum Schluss zugegeben werden. Wenn Sie also den Teig das letzte Mal durchkneten, sollten Sie das Salz gleichmäßig darüber verteilen. Wird das Salz zum Beispiel schon in den Vorteig gegeben, stirbt ein Teil der Hefe ab und der Teig geht nicht richtig auf.

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Der Hefewürfel wird leicht verdrückt und mit dem Zucker vermischt. Die Hefe löst sich im Zucker fast völlig auf, wenn Zucker und Hefe eine Einheit bilden, kommen sie zum Mehl in eine große Schüssel. Die Butter wird auf niedrigster Stufe in einem Topf zerlassen. Die Butter darf nicht richtig heiß werden, sondern sie soll nur schmelzen. Dann kommt die Milch langsam unter stetigem Rühren zur Butter hinzu. Die Milchbutter kommt dann über das Mehl. Die Mischung sollte nicht mehr als handwarm sein. Anschließend wird der Teig gut durchgeknetet. Das sollten Sie mit den Händen machen und nicht mit einem Rührgerät.

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Der Teig muss mindestens eine Stunde an einem warmen Ort ruhen. Decken Sie ihn wieder mit dem lauwarmen feuchten Baumwolltuch ab, damit er nicht austrocknet. Der Teig sollte sich nach dieser Stunde um ungefähr das Doppelte vergrößert haben. Dann wird der Teig noch einmal gut durchgeknetet.

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Nachdem Sie einen Hefezopf Ihrer Wahl geflochten haben, muss dieser lediglich noch mit einem Ei bestrichen werden bevor er für 45 Minuten bei 200 °C in den Ofen kommt.

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Hefezöpfe flechten

Teilen Sie den Teig in so viele Teile auf, wie Sie Stränge hineinflechten möchten. Die einfachste Variante ist der 2-strängige Zopf, echte Könner schaffen aber auch acht Stränge. Beim Backen müssen Sie aber beachten, dass zwischen den einzelnen Strängen mehr Luft eingebettet ist, je mehr Stränge Sie anlegen. Daher braucht der Zopf beim Backen nicht so lange, je mehr Stränge geflochten werden.

Zwei Stränge in einem Zopf sind eigentlich kein richtiges Flechtwerk, dies beginnt erst bei drei Strängen. Die Teigteile sollten also gleichgroß und nach dem Rollen gleichlang sein.

Tipp: Einige Zopfbäcker rollen den kompletten Teig zu einer größeren Rolle und teilen ihn dann so auf, dass der Teig an einem Ende noch zusammenbleibt. Die einzelnen Stränge werden in diesem Fall gar nicht gerollt. Beim späteren Aufgehen und Backen kann es aber passieren, dass der Zopf insgesamt etwas unförmig und ungleichmäßig wird. 4.1. Zweistrangzopf

Hefezopf flechten mit 2 Strängen

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Die zwei gleichlangen und gleichdicken Teigwürste werden wie ein Kreuz übereinander auf den Tisch gelegt. Dabei liegt die vertikale Wurst obenauf. Die waagerecht verlaufende Wurst wird einmal übereinander geschlagen, deren Enden wechseln die Seiten. Dasselbe wird mit der senkrecht verlaufenden Wurst wiederholt. So wird nun weiter im Wechsel fortgefahren. Der Zopf kippt dann nach ein, zwei Mal flechten zur Seite und wird seitlich einfach weitergeflochten. Das Ende wird rund verstrichen.

Hefezopf flechten mit 3 Strängen

Legen Sie die Teigwürste nebeneinander auf ein bemehltes Backblech. Am Beginn des Zopfes können Sie die drei Würste zusammendrücken. Das muss zunächst noch nicht schön aussehen, sondern soll nur den Zusammenhalt sichern.

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  • Legen Sie den rechten Strang über den Mittleren
  • Der linke Strang wird über den nun mittigen Strang gelegt
  • Anschließend wird wieder der rechte Strang über den nun in der Mitte liegenden Strang gelegt
  • Gehen Sie möglichst gleichmäßig vor bei den Abständen
  • Nie zweimal von der gleichen Seite her flechten bei drei Würsten

Hefezopf flechten mit 4 Strängen

Die vier Teigwürste werden nebeneinander auf den Tisch gelegt und am oberen Ende miteinander verbunden.

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Der rechte, äußere Strang wird in die Mitte gelegt, danach folgt der linke, äußere Strang. Dieser wird ebenfalls in die Mitte gelegt, aber über den ehemals rechten, äußeren Strang. Diesen Vorgang wiederholen Sie nun bis Sie am Ende des Hefezopfes angekommen sind. Am Ende werden alle Teigwürste zu einem runden Abschluss zusammengedrückt.

Hefezopf flechten mit 5 Strängen

Nun wird es langsam etwas schwieriger, obwohl fünf Teigwürste im Prinzip genauso geflochten werden wie drei. Sie müssen im Grunde zweimal einen 3-strängigen Zopf flechten.

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  • Alle fünf Würste gleichmäßig auslegen und am Beginn zusammendrücken
  • Die zwei linken Würste außer Acht lassen
  • Die rechten drei Würste wie oben beschrieben einmal kreuzen
  • Nun die beiden rechten Würste außer Acht lassen
  • Die linken drei Würste wie oben verflechten
  • Dann wieder die zwei nun links liegenden Würste ruhen lassen
  • Mit den rechten drei Würsten weitermachen
  • Diesen Vorgang wiederholen, bis das Ende erreicht ist
  • Ende wieder zusammendrücken und verstreichen

Hefezopf flechten mit 6 Strängen

Eigentlich ganz einfach werden bei sechs Strängen zunächst die beiden äußeren Würste jeweils quer über den Zopf gelegt. Das Grundprinzip lautet: Oben müssen zwei Würste in entgegengesetzten Richtungen liegen.

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  • Rechter Strang nach links und umgekehrt.
  • Der ehemals rechte Strang (liegt nun links) wird über seinen Kollegen hinweg in die Mitte gelegt.
  • Um ihn zu ersetzen, wird der rechte Strang auf die linke Seite gelegt.
  • Der erste von links kommende Strang (der oben rechts geruht hat) wird erst jetzt in die Mitte gelegt.
  • Dieser wird wieder vom linken äußeren Strang ersetzt, der wieder quer abgelegt wird.
  • Es müssen immer oben zwei Würste quer liegen, die in entgegengesetzte Richtungen weisen.

Hefezopf flechten mit 7 Strängen

Nun ist etwas Konzentration erforderlich, aber wenn man sich ganz stur an die Grundanweisung hält, gelingt auch ein Zopf aus sieben Teilen. Alle Zopfstränge werden wieder ganz gleichmäßig nebeneinander verteilt und oben zusammengedrückt. Bei sieben Teilen heißt die Grundregel:

  • Außenseite über einen und unter zwei

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Also legen Sie die rechte äußere Wurst über die Nächste nach innen hin und heben die nach innen hin liegenden nächsten zwei Würste über diese von ganz außen kommende Wurst hinweg. Das Gleiche machen Sie auf der linken Seite. Sie heben immer den jeweils außen liegenden Strang über einen hinweg und unter zwei Strängen hindurch. So gelangt immer ein anderer Strang an den Rand. Wichtig sind nur Konzentration und der Wechsel zwischen rechts und links.

Tipp: Ein Zopf aus neun Strängen wird fast genauso geflochten, wie dieser mit sieben Teilen. Nur werden mit der jeweils außen liegenden Wurst gleich zwei Streifen überwunden und dann zwei darübergelegt. Hier heißt es also: Außenseite über zwei und unter zwei.

Hefezopf flechten mit 8 Strängen

Das Erfreuliche an dem Zopf mit acht Teigwürsten ist, dass er genauso geflochten wird wie der Zopf mit sechs Strängen. Es ist bei der Methode auch unerheblich, wie viele weitere Stränge Sie verwenden möchten.

hefezopf-flechten-8-straengeEs werden immer die beiden äußeren Stränge quer abgelegt und dann in der Mitte platziert. Als Ersatz wird jeweils der Strang von der Außenseite wieder quer übergelegt. Damit können Sie bei Bedarf sogar einen Hefezopf mit zwölf Strängen verflechten. Allerdings sollten Sie die dann die einzelnen Würste etwas einmehlen, da sie beim Flechten sonst leicht verkleben und sich schon verbinden wollen.

Runder Zopf oder Hefekranz flechten

Einen Kranz mit einem Loch in der Mitte stellen Sie am einfachsten aus einem 3-Strang-Zopf her und kaschieren die zusammengesetzte Stelle mit eingeschnittenem Muster. Etwas komplizierter wird ein runder Zopf ohne ein Loch in der Mitte. Dazu benötigen Sie vier Teigwürste.

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  • Zwei Würste nebeneinander auf das Backblech legen
  • Eine Wurst mittig quer dazu anordnen, diese über eine der beiden hinweg und unter der anderen hindurchführen
  • Zweite Wurst mittig quer anordnen, genau anders über eine hinweg und unter der anderen Wurst hindurch
  • Dann geht es einmal links herum, also jeweils ein Strangende über das andere legen
  • Anschließend geht es nach rechts, die übrig gebliebenen längeren Enden werden nun nach rechts gelegt
  • Je nach Größe des Knopfes oder Rundzopfes wiederholen oder Enden unterschlagen und verstreichen

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Tipp: Den runden Zopf, der regional auch als Knopf bekannt ist, können Sie auch mit mehr als vier Strängen flechten. Das Grundprinzip bleibt dabei gleich.

Dekoration des Hefezopfes

Nach dem Flechten wird der Zopf mit dem verquirlten Ei bestrichen und wahlweise mit Hagelzucker oder Mandelblättchen bestreut. Einige bevorzugen auch eine Mischung aus den beiden Bestandteilen. Wichtig ist nur, dass die Deko gleichmäßig verteilt wird.

Abwandlungen vom Grundteig

Es haben sich viele verschiedene Rezepte eingebürgert, die teilweise aus regionalen Bezügen stammen. Ein Rezept gründet zum Beispiel auf der Idee einer Hausfrau, die keine Milch im Hause hatte. Statt Milch wird bei dem Rezept also ganz edel Sahne zugegeben. Das führt zu einer ganz anderen lockeren Konsistenz des fertigen Teigs. Wird Sahne statt Milch zugegeben, sollten Sie allerdings nicht die gleiche Menge verwenden, denn Sahne verhält sich etwas anders. Eventuell ersetzen Sie den Rest der Flüssigkeit mit etwas lauwarmem Wasser. Es gibt unzählige Varianten, hier ein paar

Möglichkeiten für Veränderungen:

puderzucker

  • Rosinen
  • Schokoladenraspel
  • Haselnüsse
  • Walnüsse
  • Sultaninen
  • Trockenobst gehackt
  • Puderzucker auf den Zopf
  • Glasur überziehen
  • Schokoladenüberzug

Tipps für Schnellleser:

  • Vorteig anlegen aus Milch, Hefe, Mehl
  • Vorteig 20 Minuten ruhen lassen
  • wahlweise Hefe in Zucker aufdröseln
  • Salz zum Schluss in Teig geben
  • Teig gut durchkneten und abdecken
  • etwa eine Stunde gehen lassen
  • nochmals leicht durchkneten
  • Teig in gleichmäßige Klumpen teilen
  • einzelne Klumpen zu Strängen rollen
  • Stränge verflechten – Enden zusammendrücken
  • Hefezopf mit verquirltem Ei bestreichen
  • Hagelzucker und / oder Mandelblättchen aufstreuen
  • Zopf backen 200 Grad etwa 45 Minuten
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Feli
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