Handcreme selber machen – 3 Rezepte für pflegende Hautcreme


Sie möchten gern eine eigene Handcreme selber machen mit Inhaltsstoffen die Sie ganz genau kennen? Wir stellen Ihnen hier drei Rezepte für pflegende Hautcremes vor, die kinderleicht selbst herzustellen sind.

Der optimale Hautschutz im Winter: Die selbst gemachte Handcreme

Gerade in der kalten Jahreszeit werden die Hände durch Kälte und Trockenheit besonders beansprucht. Dagegen hilft vor allem hochwertige Handcreme. Was viele (noch) nicht wissen: so eine Handcreme ist ganz leicht selbst gemacht. Wie das geht, zeigen wir Ihnen in unserem heutigen Tutorial und zwar anhand von drei unterschiedlichen Rezepten. Suchen Sie sich einfach Ihren Favoriten aus oder probieren Sie alle drei aus!

Nicht nur für Ihre eigenen Hände ist die selbst gemachte Handcreme wahrer Balsam – sie eignet sich auch hervorragend als Geschenk. Besonders unser erstes Rezept mit der „Handcreme-to-go“ kann individuell in Szene gesetzt werden – wie genau, zeigen wir Ihnen im Tutorial – genauso wie die beiden anderen Creme-Rezepte in einer entsprechenden Verpackung glänzen werden.

Allgemeine Informationen

Schwierigkeitsgrad 1/5
(für Anfänger geeignet)

Materialkosten 2/5
(zwischen EUR 5,- bis EUR 15,- je nach persönlicher Auswahl)

Zeitaufwand 2/5
(Zubereitungszeit sehr gering, teilweise 2-3h danach zu kühlen)

Die Materialkosten können bei der Erstanschaffung etwas höher sein, da Sie ja größere Packungen der einzelnen Zutaten kaufen werden und diese nicht gleich zur Gänze verarbeiten. Zum Beispiel kann ein hochwertiges ätherisches Lavendelöl schon mal EUR 15,- kosten. Sie benötigen laut Rezept aber jeweils nur einige wenige Tropfen davon. Genauso werden Sie mit einer 500g-Packung Sheabutter länger auskommen als für eine Portion Handcreme – damit können Sie locker 10x so viel zubereiten. Dieser kann variieren, je nachdem, ob Sie ihre Produkte online oder im Bioladen kaufen. Die Preise sind überall unterschiedlich.

Tipp: Wenn Sie Duftöle in Cremes verarbeiten, sollten Sie auf hochwertige „echte“ ätherische Öle zurückgreifen, da diese auch die wirksamen Stoffe der Heilkräuter beinhalten.

Hochwertige ätherische Öle erkennen Sie an folgenden Verpackungsangaben:

  • Herkunftsland
  • Anbauart
  • Deutscher und botanischer (biologischer) Name der Pflanze
  • Welcher Teil der Pflanze verwendet wurde
  • Ölgewinnung
  • Prozentangaben, falls das Öl verdünnt wurde

Wenn alle diese Angaben vorzufinden sind, haben Sie ein 100% reines, „echtes“ ätherisches Öl gefunden und kein billiges Synthetikprodukt.

Rezept 1: „Handcreme-to-go“

Wieso „to-go“? Ganz einfach: diese Handcreme wird etwas fester und sollte nicht zu warm aufbewahrt werden. Sie schmilzt bei Körpertemperatur (also beim Eincremen).

Zutaten

Kakaobutter und Sheabutter

Die Zutaten (für etwa 8 Stück Cremewürfel):

  • 14g Bienenwachs (alternativ-vegan auch 11g Carnaubawachs)
  • 20g Kakaobutter
  • 2 EL (oder 30ml) hochwertiges Pflanzenöl (zum Beispiel Mandelöl oder Traubenkernöl)
  • 40g Sheabutter
  • 5 Tropfen ätherisches Öl nach Wahl (zum Beispiel Lavendel, Zimtblätter, Tonkabohne)
  • Nach Bedarf: Dekomaterial wie kleine Blüten oder getrocknete Kräuter

Die Utensilien:

  • Topf
  • Schüssel (vorzugsweise Metall, notfalls Plastik)
  • Schneebesen (notfalls Handmixer)
  • Teigschaber
  • Eiswürfelbehälter oder Ähnliches

Zubereitung

Bereiten Sie ein Wasserbad vor, um die Zutaten schonend zu erwärmen: Dazu füllen Sie einen etwas höheren Topf einige Zentimeter mit Wasser und Stellen eine Schüssel darauf, die oben am Rand aufliegt, ohne das Wasser im Topf zu berühren. Idealerweise verwenden Sie dazu eine Metallschüssel mit Griffen. Notfalls geht es aber auch mit einer passenden Plastikschüssel. So stellen sie beides auf den Herd und schalten ihn an. Durch den Wasserdampf aus dem Topf heizt sich die Schüssel langsam auf und die Zutaten werden schonend erwärmt, sodass nichts anbrennen kann.

Wasserbad

Geben Sie nun das Bienenwachs, die Kakaobutter und anschließend das Pflanzenöl in die Schüssel und rühren sie langsam um, bis alles geschmolzen ist.

Zutaten schmelzenNehmen Sie die Schüssel vom Topf (der Herd kann nun ausgeschaltet werden), fügen Sie die Sheabutter hinzu und verrühren Sie alles mit einem Schneebesen (im Notfall auch mit einem Handmixer auf kleinster Stufe), bis eine homogene, cremige Masse entstanden ist.

Fügen Sie nach Belieben ätherisches Öl hinzu – falls Sie verschiedene Öle mischen sollten es auch in Summe maximal 6 Tropfen sein – und rühren Sie dieses gut ein.

Handcreme selber machen

Tipp: Falls Sie die Cremewürfel verschenken möchten (oder sich selbst einen besonderen optischen Anreiz gönnen), können Sie nun kleine Blüten oder getrocknete Kräuter in die Eiswürfelformen legen. Dazu bietet sich an, jeweils eine Pflanze auszuwählen, welche auch zum Duft des ätherischen Öls passt, welches Sie ausgewählt haben. Also zum Beispiel bei Lavendel-Creme getrocknete Lavendelblüten.

Füllen Sie nun die Masse in die Würfelformen oder kleine Tiegel. Mit einem Teigschaber erwischen Sie auch den letzten Rest und können die gesamte Masse vollständig verwerten. Die Form stellen Sie anschließend für etwa zwei bis drei Stunden kalt, idealerweise in den Kühlschrank. Am Fensterbrett draußen könnte die Creme gefrieren, das wollen wir vermeiden.

Handcreme selber machen

Lösen Sie danach die Würfel aus der Form und bewahren Sie sie in einem Glasbehälter auf oder verschenken Sie sie schön verpackt in Cellophan mit Schleife.

Handcreme selber machen

Rezept 2: Kräuter-Handcreme

Diese Handcreme wird aus verschiedenen Arten von Kräuterextrakten hergestellt. Dabei gibt es keine genauen Vorgaben für die einzelnen verwendeten Kräuter, sie sollten jedoch gut miteinander harmonieren, daher rentiert es sich, wenn Sie sich vorher das Rezept durchlesen und sich Gedanken über Ihre Wunschzusammensetzung machen.

Zutaten

Lanolin und Bienenwachs

Die Zutaten (für etwa 200g Creme):

  • 10g Bienenwachs (alternativ-vegan auch 4g Carnaubawachs)
  • 80g Pflanzenöl (zum Beispiel Mandelöl oder Ringelblumenmazerat)
  • 20g Lanolin
  • 10g Sheabutter
  • 10-20g Kakaobutter
  • 80g Kräutertee
  • 13 Tropfen ätherisches Öl nach Wahl
  • Nach Bedarf: Etiketten und Stifte zum Beschriften und Verzieren der fertigen Cremepackungen

Die Utensilien:

  • Topf
  • zwei kleine Gläser (zum Beispiel Marmelade- oder Gurkengläser)
  • Küchenthermometer
  • Stabmixer
  • Leere Cremetiegel (von verbrauchten Cremes oder neu gekaufte aus der Drogerie – 50-100ml)
  • Alkohol zur Desinfektion

Zubereitung

Desinfizieren Sie zunächst alle Utensilien mit Alkohol, um eine längere Haltbarkeit der Creme zu gewährleisten.

Bereiten Sie ein zuerst Wasserbad vor, wie schon in Rezept 1 beschrieben. Statt der Schüssel können Sie hier ein Marmelade-, beziehungsweise Gurkenglas zum Schmelzen benutzen.

Schmelzen Sie das Bienenwachs im Wasserbad, danach fügen Sie das Lanolin sowie das Pflanzenöl hinzu bis wieder alles geschmolzen ist. Nehmen Sie das Glas aus dem Wasserbad (der Herd kann noch weiter laufen für das zweite Glas) und lassen Sie die Masse auf 40 Grad abkühlen. Überprüfen Sie die Temperatur mit dem Küchenthermometer.

Fügen Sie bei 40 Grad die Sheabutter hinzu und lassen Sie diese ebenfalls schmelzen.

Nun folgt die „kritische Phase“:

Kräuter und Blüten

Erwärmen Sie im zweiten Glas die Tinktur und das Pflanzenwasser (Kräutertee) bis auch diese 40 Grad erreicht hat. Rühren Sie diese „Wassermischung“ tropfenweise in die „Fettmischung“ ein, damit sich beide Substanzen gut verbinden können und eine homogene Masse entsteht – dazu ist ständiges Rühren erforderlich, welches am einfachsten mit einem Stabmixer zu gewährleisten ist. Die Masse emulgiert nach kurzer Zeit (sie verbindet sich zu einer geschmeidigen Creme).

Tipp: Für gutes Gelingen ist es erforderlich, die beiden Substanzen wirklich ganz langsam und tropfenweise zusammenzuführen, während beide dieselbe Temperatur haben. Auch ein ausreichendes Mixen ist für die Konsistenz des Endergebnisses von größter Bedeutung!

Rühren Sie nun noch die ätherischen Öle ein und füllen Sie die Masse in die Cremetiegel. Diese können Sie nach Lust und Laune bekleben, beschriften und verzieren.

Tipp: Diese Creme enthält weder Farb- noch Konservierungsstoffe, somit ist sie nur begrenzt haltbar. Daher besser öfter kleinere Portionen anfertigen und im Kühlschrank lagern. Wenn sie beginnt, ranzig zu riechen oder sich die Farbe verändert, sollte sie nicht mehr verwendet werden.

Rezept 3: Honig-Handcreme

Wie in vielen Naturkosmetik-Rezepten kommen auch in diesem Lebensmittel vor. Wenn Sie trockene und empfindliche Haut haben, liegen Sie mit diesem Rezept goldrichtig! Sie kann nicht nur an den Händen, sondern auch im Gesicht angewandt werden und soll gegen Knitterfältchen und Entzündungen helfen.

Honig

Zutaten

Die Zutaten:

  • 2g flüssiger Honig
  • 20ml Vollmilch
  • 40ml Traubenkernöl
  • 2 Tropfen Calendulaöl
  • 2 Tropfen Kamillenblütenöl
  • Nach Bedarf: Etiketten und Stifte zum Beschriften und verzieren der fertigen Cremepackungen

Die Utensilien:

  • Standmixer
  • Schüssel
  • Teigschaber
  • Cremetiegel (50-100ml)

Zubereitung

Schlagen Sie die Milch im Standmixer für ein paar Minuten schaumig auf und fügen Sie das Traubenkernöl unter ständigem Weiterrühren tröpfchenweise hinzu. Füllen Sie die Masse in eine Schüssel und heben Sie den Honig und die ätherischen Öle so lange vorsichtig unter, bis die Masse eine homogene, cremige Konsistenz erreicht hat.

Füllen Sie die Creme in Cremetiegel und bekleben, beschriften und dekorieren Sie diese nach Ihrem Belieben.

Tipp: Durch den Honig entsteht eine zwar leicht klebrige, aber antibakterielle Heilcreme mit vielseitigen Anwendungsmöglichkeiten. Am besten kann sie Ihre Wirkung als Nachtcreme entfalten. Die Creme kommt ohne Farb- und Konservierungsstoffe aus, somit ist sie aber auch nicht lange haltbar und sollte im Kühlschrank aufbewahrt und zeitnah aufgebraucht werden.

Die Zwirnpiratin

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