Es gibt zahlreiche Variationen, um leckere Müsliriegel selber herzustellen – und zwar auf gesunde Weise. Insbesondere wer unter Unverträglichkeiten leidet, findet auf diese Art eine tolle Alternative zu den fertigen Standardprodukten. Gesunde Zutaten lassen sich nach Belieben ergänzen oder austauschen. Unsere liebsten Powerbars setzen ganz auf gesunde Energie, Protein und wenig Aufwand!

Facettenreiche Kraftpakete als gesunde Snacks zwischendurch

Schnell, einfach und lecker: Selbstgemachte Müsliriegel stehen ihren fertigen Verwandten aus dem Supermarktregal in nichts nach. Stattdessen haben sie einiges mehr zu bieten, etwa die absolute Kontrolle darüber, was enthalten sein soll. So lassen sich die meisten Rezepte an eine vegane sowie gluten- oder laktosefreie Ernährung anpassen: Wir geben die nötigen Tipps! Natürlich besteht überdies die Möglichkeit, einzelne Ingredienzien nach dem persönlichen Geschmack zu variieren: etwa die liebsten Früchte statt der von uns vorgeschlagenen. Auch mitnehmen lassen sich die kleinen Kraftpakete ohne Probleme. Einfach in Backpapier wickeln und unterwegs direkt daraus knabbern! Zudem schaffen Sie sich einen praktischen Naschvorrat, denn im Kühlschrank halten die meisten Bars für mindestens drei Tag bis hin zu einer Woche.

1. Kraft und Genuss: leckere Powerriegel

Eine Extraportion Power für Zwischendurch und dabei noch genießen? Dafür eignen sich diese Powerriegel perfekt! Sie kombinieren wertvolle Inhaltsstoffe mit einem herrlich süßen Geschmackserlebnis. Wer es noch gesünder – oder kalorienreduzierter – mag, ersetzt einfach den Honig durch Kokosblütensirup und verwendet statt Butter Kokosöl.

Powerriegel mit Haferflocken selber machen

Zutatenkosten: rund 10 Euro – Vieles wiederverwendbar
Zubereitungszeit: 5 Minuten plus 20 Minuten Backzeit und anschließendes Auskühlen
Haltbarkeit: im Kühlschrank eine Woche
Bei Unverträglichkeiten: Für die glutenfreie Variante verwenden Sie einfach glutenfreie Haferflocken. Die Riegel sind laktosefrei und mit Kokossirup und Kokosöl statt Honig und Butter auch vegan!

Das werden Sie brauchen:

  • 250 g kernige Haferflocken
  • 250 g feine Haferflocken
  • 100 g Sonnenblumenkerne
  • 150 g Kokosflocken
  • 75 g Haselnüsse gehackt oder Mandeln
  • 250 g Butter
  • 300 g Honig
  • Backofen

So geht es:

1. Zunächst erhitzen Sie Butter und Honig in einem Topf auf dem Herd bis alles eine gut verbundene flüssige Masse ergibt.

Butter und Honig schmelzen
Butter und Honig lassen sich auch schnell in der Mikrowelle erhitzen

Tipp: Sie brauchen sich nicht zu stressen, die Masse darf ruhig etwas köcheln. Nur anbraten sollte nichts.

2. Nun ergänzen Sie alle weiteren Zutaten Schritt für Schritt – dabei immer gut umrühren.

3. Rühren Sie das Gemisch so lange, bis alles schön vermengt ist.

Zutaten für Müsliriegel vermnengen

4. Anschließend geben Sie den Teig auf ein vorab mit Backpapier ausgelegtes Backblech.

5. Gleichmäßig verstreichen, und zwar in etwa so hoch, wie Ihre Riegel später werden sollen.

Masse fürMüsliriegel in Auflaufform geben

6. Bei Umluft auf 150° Celsius zwischen 15 und 20 Minuten backen.

Powerriegel in den Ofen schieben

7. Nach dem Auskühlen hacken Sie die Masse in gleichmäßige Riegel. Guten Appetit!

2. Protein & Energie: eiweißreiche Riegel

Diese gesunden Riegel sind im Handumdrehen gemacht und versorgen den Körper mit wertvollem Protein: ideal vor oder nach dem Sport! Das Eiweiß kommt aus den Haferflocken, Nüssen und Samen sowie dem Quark – zusätzliches Proteinpulver ist nicht nötig, ebenso wenig wie ein Backofen!

Zutatenkosten: rund 10 Euro – Vieles häufiger verwendbar
Zubereitungszeit: 5 Minuten plus mindestens 30 Minuten Trockenzeit
Haltbarkeit: im Kühlschrank eine Woche
Bei Unverträglichkeiten: glutenfrei möglich – einfach glutenfreie Haferflocken verwenden! Für laktosefreie Riegel sehen Sie sich stattdessen die im Anschluss gezeigten Protein-Bars an!

Eiweiß-Müsliriegel selber machen

Das werden Sie brauchen (für etwa 6 bis 8 Riegel):

  • 150 g Haferflocken
  • 1 Banane
  • 150 ml Apfelmus
  • eine Handvoll Nüsse
  • 1 EL Sesamsamen
  • 250 g Magerquark
  • optional für den Geschmack: Rosinen, Kokosflocken, Kakaopulver, 1 EL Honig
  • gesundes Plus: 1 EL Chiasamen oder Leinsamen
  • Pürierstab
  • Kühlschrank

Zutaten für Eiweißriegel

So geht es:

1. Für den festen Teil geben Sie zuerst die Haferflocken in eine Schüssel. Dazu ergänzen Sie die Nüsse und Samen, sowie – wenn vorhanden – die Rosinen und Kokosflocken.

Müsliriegel mit Nüssen, Haferflocken und Samen selber machen
Die Rosinen, Cranberries oder Kokosflocken können auch nachträglich oben auf der Masse verteilt werden.

2. Der flüssige Teil entsteht aus der Banane, dem Apfelmus und dem Magerquark. Alles in eine separate Schale geben und pürieren.

Banane. Apfelmus und Quark zusammen pürieren

Tipp: Wer keinen Pürierstab hat, rührt einfach sehr kräftig per Hand – auch dann sollten sich reife Bananen gut zerkleinern lassen. Alternativ: Mixer!

3. Nun vermengen Sie den festen mit dem flüssigen Teil zu einer leckeren Masse, die Sie anschließend in eine große Auflaufform geben.

Müslimasse anrühren

4. Verstreichen Sie sie gleichmäßig, sodass sie den Boden der Form etwa ein bis zwei Zentimeter hoch bedeckt.

Müsliriegelmasse in Auflaufform geben

Tipp: Ein mit Wasser befeuchteter Löffel oder Küchenspatel erleichtert das Glattstreichen.

5. Zum Abschluss lassen Sie das Ganze mindestens 30 Minuten im Kühlschrank aushärten. Sollte sich die Masse danach noch nicht fest genug anfühlen, geben Sie ihr noch etwas mehr Zeit. Ansonsten könnten Sie die Form kurz – wenige Sekunden bzw. Minuten reichen aus – in die Mikrowelle oder den Backofen geben, um dem Gemisch überschüssige Flüssigkeit zu entziehen.

mueslieriegel-selber-machen-rezept-05

6. Danach lediglich mit einem großen Küchenmesser Riegel in Wunschgröße zurechtschneiden und genießen.

3. Proteine: veganer Power-Bar

Der Power-Bar liefert pro Stück etwa 13 Gramm Eiweiß. Er sättigt lange und gibt Kraft. Alle Zutaten enthalten ein breites Spektrum wertvoller Vitalstoffe, Vitamine und Mineralien.

Zutatenkosten: etwa 10 Euro plus 10 bis 30 Euro für das Proteinpulver
Zubereitungszeit: 10 Minuten plus Kochzeit des Quinoas sowie zwei Stunden zum Auskühlen
Haltbarkeit: mindestens 3 bis 4 Tage im Kühlschrank
Bei Unverträglichkeiten: Einfach auf passendes Proteinpulver achten, also etwa Reis-, Hanf- oder Sojaprotein. Ansonsten ist der Riegel vollkommen frei von Laktose oder Gluten.

Das werden Sie brauchen (für etwa sechs Riegel):

  • 80 g Quinoa ungekocht
  • 25 g Mandeln
  • 25 g sonstige Nüsse
  • 30 g Amaranth gepufft
  • 4 – 5 Feigen
  • 60 g Proteinpulver nach Wahl
  • optional: etwas Stevia zur Süßung
  • Backpapier
  • Mixer

So geht es:

1. Kochen Sie zuerst Ihr Quinoa nach den Anweisungen auf der Packung. Lassen Sie es danach auskühlen – für die Weiterverarbeitung in die Power-Bars muss es zwar gekocht, aber kühl sein.

2. Ergänzen Sie die Nüsse und Feigen sowie nach Wunsch etwas Stevia für zusätzliche Süße.

3. Geben Sie dieses Gemisch in den Mixer.

Tipp: Für crunchige Riegel nur kurz „anmixen“. Wer es zarter mag, mixt sich eine geschmeidige Masse.

4. Nun fügen Sie Ihr Proteinpulver hinzu, indem Sie es vorab mit wenig Wasser zu einer puddingartigen Masse verrühren.

Tipp: Starten Sie lieber mit weniger Wasser, das Proteingemisch sollte auf keinen Fall zu flüssig werden.

5. Als Letztes kommt noch der Amaranth dazu. Alles gut verrühren und anschließend ebenmäßig und kastenförmig auf Ihr Backpapier streichen – so hoch, wie Ihr Riegel später werden soll, also zwischen 0,5 und 3 Zentimeter, je nach Wunsch.

6. Nun lassen Sie das Ganze für zwei Stunden im Kühlschrank aushärten.

7. Daraufhin schneiden Sie den kastenförmigen Block in kleinere Riegel. Fertig!

4. Fruchtschnitte mit Biss

Wer es fruchtig mag, kommt mit dieser Fruchtschnitte auf sein tägliches Obst – mit zusätzlichem Protein-Kick, vielen Ballaststoffen und noch mehr Genuss!

Müsliriegel mit Quinoa selber machen

Das werden Sie brauchen:

  • 250 g Quinoa Pops (gepufftes Quinoa, gibt es im Bioladen, Reformhaus oder online)
  • eine halbe Tasse Cranberries
  • Nach Belieben zusätzlich Rosinen, Feigen, getrocknete Erdbeerstückchen (Achten Sie lediglich darauf, dass Ihre gewählten Trockenfrüchte keinen zusätzlichen Zucker enthalten!)
  • eine halbe Tasse Kokosflocken
  • eine halbe Tasse gehackte Nüsse und/oder Mandeln
  • 5 EL Kokosblütensirup
  • 175 g Kokosöl
  • Backofen

So geht es:

1. Geben Sie das Kokosöl zusammen mit Ihrem Kokosblütensirup in einen Topf und erhitzen das Gemisch auf dem Herd. Es soll nicht kochen, lediglich eine homogene Flüssigkeit ergeben.

Zutaten für Müsliriegel vermengen

2. Parallel vermischen Sie Ihre sonstigen Zutaten zu einem Müsli: Also Früchte, Quinoa Pops, Nüsse und Kokosflocken in eine Schale geben und gut durchrühren.

3. Übergießen Sie Ihr Müsli mit dem flüssigen Kokosöl- und Sirupgemisch und rühren es abermals gut durch.

Tipp: Es sollte eine klebrige Masse entstehen. Falls die Zutaten nach dem Rühren noch zu trocken sind, einfach noch etwas Öl und Sirup erwärmen und hinzugeben. Verwenden Sie aber keinesfalls Wasser oder Ähnliches, um das Ganze zu Durchfeuchten – das würde die spätere Konsistenz ruinieren.

4. Nun geben Sie die Mixtur wie schon in den vorherigen Rezepten entweder auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech oder alternativ in eine eingefettete Auflaufform.

Quinoa-Müsliriegelmasse in Auflaufform geben

5. Bei mittlere Hitze für etwa eine Viertelstunde im Backofen backen – bis alles schön goldgelb aussieht!

Fertige Müsliriegel mit Quinoa Pops

6. Lassen Sie den Teig vor dem Schneiden unbedingt vollständig auskühlen, sonst wird es bröckelig. Danach einfach in die typische Form von Müsliriegeln schneiden und genießen.

5. Gesunde Schokoriegel

Eine ideale Alternative zu Snickers und Co. zeigt Ihnen das Rezept für gesunde Schoko-Müsliriegel. Damit verbinden Sie süßen Genuss ohne Reue mit einer großen Portion guter Nährstoffe.

Zutatenkosten: zwischen 5 und 10 Euro
Zubereitungszeit: 10 Minuten plus weitere 10 Minuten Backzeit plus mindestens eine halbe Stunde Auskühlzeit
Haltbarkeit: im Kühlschrank etwa 3 Tage
Bei Unverträglichkeiten: Einfach die bedenklichen Zutaten durch die angegebenen Alternativen ersetzen, bei der Schokolade auf die Inhaltsangaben schauen und schon erhalten Sie leckere laktose- und glutenfreie Schokoriegel.

Das werden Sie brauchen:

  • 80 g Haferflocken
  • 50 g gehackte Mandeln
  • 30 g Süßlupinenschrot
  • 1 EL Reisprotein
  • 2 EL Zuckerrübensirup (alternativ: Reissirup oder Kokosblütensirup)
  • 1 EL Erdnusscreme (reine Erdnussbutter ohne Zusatzstoffe gibt es im Bioladen oder bei DM)
  • für mehr Süße : 1 EL Honig oder etwas Stevia
  • 1 EL Sahne (vegan und laktosefrei: Soja- oder Reissahne aus dem Bioladen)
  • reine Backschokolade (am besten ohne Zuckerzusatz und mit mindestens 70% Kakaoanteil)
  • eine Handvoll gehackter Pistazien
  • eine halbe Tasse Milch (oder Soja- bzw. Reisdrink für die laktosefreie Variante)
  • Backform
  • Backofen

So geht es:

1. Vermischen Sie Ihre Haferflocken mit den gehackten Mandeln sowie dem Süßlupinenschrot und Ihrem Reisprotein in einer großen Schale.

2. Nun geben Sie die Sahne hinzu und ergänzen Honig oder Stevia.

3. Reiben Sie aus Ihrem Schokobarren nach Belieben Schokostreusel in die Mischung.

4. Anschließend gelangen auch der Zuckerrübensirup und die Erdnusscreme in die Schale.

5. Fügen Sie jetzt so viel Milch oder veganen Pflanzendrink hinzu, bis die Masse zu einem gleichmäßigen dicken Brei wird.

6. Jetzt können Sie den Brei auch schon in Ihre Backform streichen – je gleichmäßiger desto besser. Ein Küchenspatel oder angefeuchteter Löffel hilft dabei.

Tipp: Schichten Sie den Teig in kleineren Formen nicht zu hoch, maximal drei Zentimeter an Höhe genügen – schließlich soll er später noch in den Mund passen. Teilen Sie Ihr Gemisch stattdessen auf und backen es in zwei Formen und Durchgängen!

7. In der Zwischenzeit lassen Sie zwei bis drei Streifen des Schokoladenbarrens per Wasserbad zergehen.

Tipp: Wasserbad heißt, Sie stellen den Topf mit den Stücken Ihrer Schokolade darin auf einen weiteren Topf auf dem Herd, in dem bereits Wasser kocht. So kann nichts anbrennen.

8. Nach 10 Minuten bei 200° Celsius entnehmen Sie die Form dem Ofen und geben Ihre geschmolzene Schokolade als Glasur darüber. Über die Menge entscheidet Ihr persönlicher Geschmack.

9. Anschließend streuen Sie die gehackten Pistazien über den Schokomantel und lassen alles für mindestens eine halbe Stunde im Kühlschrank abkühlen.

10. Nun nur noch vorsichtig in eine hübsche Riegelform schneiden und das Naschen kann losgehen!

Tipps für Schnellleser:

Powerriegel aus Haferflocken, Samen und Nüssen

  • Mit Butter und Honig oder leichteren Alternativen
  • Vermengen und backen

Natürlicher Proteinriegel ohne Eiweißpulver

  • Mit Magerquark, Haferflocken und Nüssen
  • Kein Backen, nur im Kühlschrank aushärten

Proteinbar aus Quinoa und Proteinpulver

  • Quinoa kochen und auskühlen lassen
  • Alles vermengen und einfach in den Kühlschrank
  • Kein Backen nötig

Fruchtschnitte mit Cranberries und Quinoa Pops

  • Zutaten verrühren und in Form streichen
  • Backen und in Riegelform zerhacken

Gesunder Schokoriegel: Snickers-Alternative

  • Zutaten schrittweise zusammenfügen
  • In Backform in den Ofen geben
  • Mit Schokolade und Pistazien glasieren
  • Nach dem Auskühlen zerschneiden
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Feli
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