Geschirrspüler: Schlieren & Beläge an Geschirr und Gläsern – was tun?

Geschirrspüler, Schlieren und Beläge

Ihr Geschirr und Ihre Gläser kommen absout unsauber aus dem Geschirrspüler? Sie weisen unschöne Beläge und Schlieren auf? Unser Ratgeber erklärt die Ursachen und ebnet kurz- wie langfristige Lösungswege!

Wie ärgerlich es doch ist, wenn man den Geschirrspüler hat, um sich Arbeit zu sparen, und dann doch per Hand nachlegen muss, weil das Geschirr und die Gläser unsauber aus der Maschine kommen. In diesem Beitrag gehen wir den Ursachen von Schlieren und Belägen an Geschirr und Gläsern genauer auf den Grund. Zudem erhalten Sie praktische Tipps zur Entfernung der Rückstände und zur zukünftigen Vermeidung unschöner Spülergebnisse.

Geschirrspüler: Schlieren & Beläge

Grundsätzlich unterscheidet man fünf Arten von Rückstanden, die an Geschirr und Gläsern nach der Reinigung in der Spülmaschine auftreten können.

  • Essensreste
  • Rost
  • Kalkflecken
  • Salzablagerungen
  • Glaskorrosion

Geschirrspüler, Schlieren und Beläge, Geschirr und Besteck

Ursachen

Essensreste am Geschirr

Hängen noch ganze Speisestücke an den Tellern und am Besteck, gibt es oft einen ziemlich banalen Grund dafür: Die Maschine wurde falsch eingeräumt. Anhand von Suppentellern lässt sich die Sache gut erklären: Wenn sie dicht an dicht stehen, gelangen Reinigungsmittel und Wasser nicht richtig an die Teller – wegen der speziellen, gerundeten Form der Teller.

Jetzt zu tun:
Waschen Sie das schmutzige Geschirr noch einmal per Hand ab, um die Essensreste ganz zu entfernen – auch wenn es lästig ist.

Zukünftig zu tun:
Überfüllen Sie Ihre Maschine nicht und folgen Sie beim Einräumen dem Motto: „Kreatives Chaos ist besser als strenge Ordnung“. Das heißt im Klartext: Die Suppenteller müssen nicht alle direkt nebeneinander stehen. Lassen Sie dazwischen jeweils ein Fach frei. So stellen Sie sicher, dass sämtliche Teller vollständig unters Wasser geraten.

Rost am Besteck

Wer plötzlich Rostflecken am kostbaren Besteck bemerkt, gerät häufig erst einmal in Panik und ins Grübeln: „Habe ich nicht extra darauf geachtet, Besteck aus rostfreiem Material zu kaufen?!“ Wahrscheinlich war es so, ja. Tauchen dennoch bräunliche kleine Flecken auf, ist das im Allgemeinen kein Indiz dafür, dass der Hersteller in seinen Produktbeschreibungen Märchen erzählt. Stattdessen handelt es sich bei den Flecken vermutlich um Flugrost.

Von Flugrost ist die Rede, wenn andere Elemente im Geschirrspüler die Rostflecken an den Besteckstücken verursachen. Oftmals rosten die Schrauben, die an den Griffen von Töpfen montiert sind. Von dort fliegt der Rost zum Besteck und setzt sich unansehnlich fest. Sind die sonstigen Geschirrstücke rostfrei? Dann ist Flugrost eher nicht verantwortlich für die Flecken am Besteck. In dem Fall empfiehlt es sich, den Besteckkorb mal etwas genauer unter die Lupe zu nehmen. Bei gebrochenen Körben kommt häufig Metall zum Vorschein – dieses kann rosten.

Jetzt zu tun:
Reinigen Sie das rostbefleckte Besteck mit verdünnter Essigessenz. Dazu brauchen Sie nur ein sauberes Küchentuch in der Essenz zu tränken und die Besteckstücke damit zu säubern. Zuletzt gründlich nachspülen (Wasser und Spülmittel), um den Essiggeruch zu beseitigen.

Tipp: Zum Teil reicht das Reinigen mit dem Tuch nicht aus. Dann weichen Sie die befleckten Stücke gut eine halbe Stunde lang in Essigwasser ein. Alternativ kommt auch Zitronensäure infrage.

Zukünftig zu tun:
Vermeiden Sie möglichst, Geschirr, das rosten kann, mit dem Besteck im Geschirrspüler zu reinigen. Zudem sollten Sie den Besteckkorb regelmäßig auf Makel hin untersuchen.

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Kalkflecken auf Geschirr und Gläsern

Weiße Kalkrückstände auf Geschirr und Gläsern deuten auf hartes Wasser hin. In Multitabs ist gemeinhin ein Wasserenthärter enthalten, der mit einem Wasserhärtegrad bis maximal 21 fertig wird. Eventuell zeichnet eine falsch eingestellte Wasserenthärtungsanlage für die weißen Flecken verantwortlich. Sie muss an den Wasserhärtegrad im Haushalt angepasst sein, um korrekt zu arbeiten.

Tipp: Mit der Gebrauchsanleitung Ihres Geschirrspülers können Sie die Einstellungen der Wasserenthärtungsanlage des Geräts ohne weiteres selbst adaptieren. Erfragen Sie vorher noch den genauen Härtegrad in Ihrem Orts- oder Stadtteil. Dafür wenden Sie sich einfach an das zuständige Wasserwerk.

Jetzt zu tun:
Reinigen Sie das verkalkte Geschirr wiederum mit Essigessenz oder Zitronensäure.

Zukünftig zu tun:
Achten Sie auf die richtige Einstellung der Wasserenthärtungsanlage Ihrer Maschine.

Salzablagerungen auf dem Geschirr

Weiße Flecken auf dem Geschirr sind auf den ersten Blick tückisch: Man weiß nicht auf Anhieb, ob es sich um Kalkrückstände oder Salzablagerungen handelt. Optisch gibt es so gut wie keinen Unterschied.

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Aber: Während Kalkrückstände etwas hartnäckiger sind, lassen sich Salzablagerungen mit Wasser problemlos abwaschen. Somit sollten Sie bei auftretenden weißen Flecken immer gleich den Test machen und das fragliche Stück unter fließendes Wasser halten.

  • Bleiben die Flecken bestehen? Dann verunziert wahrscheinlich Kalk das Geschirr.
  • Verschwinden die Flecken im Nu? Dann haben Sie es mit Salzablagerungen zu tun.

Potenzielle Ursachen für Salzablagerungen:

1. Zu viel Regeneriersalz im Geschirrspüler.
2. Salzfach schließt nicht richtig.

Jetzt zu tun:
Spülen Sie das Geschirr einfach kurz per Hand mit heißem Wasser ab.

Zukünftig zu tun:
Prüfen Sie, ob der Deckel des Salzbehälters eine Dichtung aufweist und korrekt zugedreht ist. Zudem sollten Sie stets eine sinnvolle Salzmenge im Behälter sicherstellen (nicht zu viel, aber auch nicht zu wenig).

Glaskorrosion als irreparabler Schaden

Gläser und (sonstige) Geschirrstücke aus Glas, deren milchige Beläge nicht verschwinden wollen (trotz der beschriebenen Maßnahmen), sind wahrscheinlich von der sogenannten Glaskorrosion betroffen. Dies ist die Fachbezeichnung für feine Mikrorisse im Glas, die dem jeweiligen Glasprodukt die „unsaubere“ Optik verpassen. Um ganz sicherzugehen, dass es sich wirklich um Glaskorrosion handelt, untersuchen Sie das Element am besten mit einer Lupe.

Immerhin lässt sich die Glaskorrosion auch ohne Lupe relativ gut von anderen Problemen unterscheiden. In der Regel betrifft sie nämlich nicht das gesamte Glas, sondern bestimmte Stellen. Die Mitte des Glases ist meist besonders stark betroffen. In dem Bereich stoßen die Gläser beim Spülen in der Maschine gerne zusammen, wenn sie nah beieinander stehen. Dies beschleunigt den Korrosionsprozess.

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Normalerweise entsteht die Glaskorrosion nicht von einem Moment auf den anderen. Sie wird vielmehr nach und nach stärker. Das bedeutet für Sie: Liegt Ihnen Ihre Glassammlung am Herzen, sollten Sie diese von Beginn an (spätestens jedoch bei den ersten Anzeichen einer Korrosion bei einem der Gläser) per Hand abwaschen.

Hinweis: Auch sehr hohe Temperaturen im Geschirrspüler begünstigen die Entwicklung der Glaskorrosion. Deshalb ist ratsam, Gläser – wenn schon nicht per Hand – wenigstens allein (ohne sonstiges Geschirr) im speziellen Glasreinigungsprogramm der Geschirrspülmaschine zu säubern.

Jetzt zu tun:
Bei einer Glaskorrosion gibt es nichts zu tun. Die beschädigten Gläser sind nicht zu retten.

Zukünftig zu tun:
Lesen Sie immer die Verpackungen von neuen Gläsern und gläsernen Geschirrstücken. Dort steht geschrieben, ob sie spülmaschinenfest sind oder nicht. Darüber hinaus ist wichtig, Gläsernes bei möglichst niedriger Temperatur und kurzer Zeit in der Maschine zu reinigen. Nehmen Sie die Geschirrstücke nach dem Waschgang gleich heraus. So sind sie nicht allzu lange dem Dampf ausgesetzt, der die Oberfläche angreifen kann.

Mini-Exkurs: Neben der Glaskorrosion gibt es andere Ursachen für Schlieren auf Gläsern. Sie lassen sich praktischerweise nach Farben einteilen.

1. Weißliche Streifen = Kalkablagerungen (besser) oder Glaskorrosion (schlechter).
2. Bläuliche/metallische Schlieren = zu viel Klarspüler in der Maschine.

Tipp: Klarspülerschlieren sind recht schwer von Gläsern zu entfernen. Mit Säure kommen Sie hier leider nicht sehr weit. Probieren Sie es damit: Reiben Sie die Gläser komplett mit Geschirrspülmittel ein, lassen das Ganze daraufhin 15 bis 20 Minuten einwirken und spülen die Gläser zuletzt gründlich ab. Bestenfalls sind die Schlieren daraufhin verschwunden.

Tipps

Allgemeine Tipps zur Verwendung des Geschirrspülers

Kommt in Ihrer Region sehr weiches Wasser aus dem Hahn? Dann verzichten Sie auf den Einsatz eines Klarspülers. So schonen Sie Ihre Gläser und auch Ihr Portemonnaie.

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Geben Sie Zusätze wie Wasserenthärter, Regeneriersalz, Klarspüler oder Glasschutz nicht in Form von Multitabs, sondern besser separat in den Geschirrspüler. Wenn alles in einem Tab vereint ist, hebt die eine Wirkung die andere unter Umständen auf. Mit der getrennten Variante erstrahlen Ihre Gläser und auch das sonstige Geschirr in neuem Glanz!

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