Ficus Benjamini verliert Blätter – was Sie jetzt tun können!

Ficus Benjamini verliert Blätter

Der Ficus benjamini, auch als Birkenfeige bekannt, ist eine gern gehaltene Zimmerpflanze, die aufgrund ihrer pflegeleichten Art Einzug in viele Haushalte hält. Das dichte, grüne Blattwerk ist schnittfest und sorgt das gesamte Jahr über für ansprechende Akzente in den eigenen Wohnräumen, selbst über den Winter. Wenn sich die Blätter jedoch plötzlich verfärben und abfallen, geht es dem Ficus nicht gut.

Mit Ficus benjamini findet sich ein Maulbeergewächs aus Südostasien, das für seine Wuchsfreude und intensive Grünfärbung bekannt ist. Die Blätter mit dem hellen Rand sind typisch für das Aussehen der Pflanze und sie benötigt trotz ihres ursprünglichen Verbreitungsgebiets nicht viel Pflege. Jedoch kann es dazu kommen, dass die Birkenfeige plötzlich ihre Blätter abwirft und immer schwächer wirkt. Dieses Problem kann mit der Zeit schlimmer werden, daher ist es notwendig, dass Sie so schnell wie möglich handeln. Ficus benjamini verzeiht Pflegefehler nicht so einfach und aus diesem Grund müssen Sie den Schaden so gut wie möglich begrenzen.

Ursachen und Behandlung

Bevor Sie über die Maßnahmen zur Pflege der Birkenfeige nachdenken, sollten Sie zuerst die Ursache feststellen. Der Ficus benötigt an sich nur wenig Pflege, solange der Standort und die Temperatur im Raum stimmen. Aus diesem Grund wird der Blattverlust meist durch Pflegefehler verursacht, da Ficus benjamini recht resistent gegen Schädlinge und Krankheiten ist. Der Vorteil: da der Blattabwurf eine Stressreaktion der Pflanze im Bezug auf die Haltung ist, muss dieser Fehler nur behoben werden. Die Birkenfeige sorgt mit dem Blattabwurf dafür, das wichtige Nährstoffe in den Wurzeln und dem Stamm verbleiben, um zu überleben.

Tipp: wenn Ihre Birkenfeige bei entsprechender Pflege im Herbst beginnt, Blätter abzuwerfen, ist das völlig normal. Zu dieser Zeit beginnt der Ficus eine Ruhepause und verliert einen kleinen Teil seiner Blätter, was aber kein Grund zur Sorge ist.

Falscher Standort für Ficus Benjamini

Eine der häufigsten Ursachen für den Blattabwurf beim Ficus ist der falsche Standort. Birkenfeigen sind äußerst empfindlich auf ihre Standortbedingungen und reagieren mit Stress, falls dieser nicht optimal ist. Die folgende Liste gibt Ihnen einen Überblick über die Standortbedingungen der Pflanze:

  • Lichtbedarf: hell bis sonnig
  • keine direkte Mittagssonne
  • Sonne am Vormittag wird bevorzugt
  • Südfenster sind zu empfehlen
  • Temperatur: über 15°C, ideal 18°C bis 20°C
  • Temperatur muss das gesamte Jahr über gleich bleiben
  • Zugluft vermeiden
  • Heizungsluft vermeiden
  • Wärmestau vermeiden
  • Kälte wird überhaupt nicht vertragen
  • bei kalten Böden Topf auf Styropor, Holz oder Kork stellen

Überprüfen Sie den bisherigen Standort der Pflanze und stellen Sie diese an einen besseren Platz. Achten Sie bei Fensterplätzen unbedingt darauf, dass keine Zugluft vorhanden ist, da dies den Gewächsen den Rest geben kann. Wundern Sie sich nicht, wenn der Ficus nach dem Umstellen noch Blätter verliert. Die Pflanze muss sich daran erst gewöhnen. Da Ficus benjamini äußerst standorttreu ist, verträgt er es eigentlich nicht, wenn Sie ihn umstellen. Selbst das Drehen des Topfes kann Stress verursachen, daher sollte die Pflanze nach der Optimierung des Standorts nicht mehr bewegt werden.

Lichtmangel und falsches Überwintern

Wie oben beschrieben, benötigt der Ficus ausreichend Licht. Vor allem im Winter kann das zum Problem werden, da in Mitteleuropa die Tage deutlich kürzer werden. Platzieren die Pflanze daher schon im Sommer oder spätestens Herbst so, dass Sie vor einem Südfenster steht. Jedoch sollte dieses Fenster nicht über den Winter geöffnet werden, damit keine Zugluft an die Pflanze gerät. Falls Sie kein Südfenster zur Verfügung haben, installieren Sie Pflanzenlampen, die über LEDs das nötige Licht spenden. Nur dadurch wird das Winterquartier überstanden. Zudem sollten Sie auf die folgenden Punkte achten:

  • Raumtemperatur über den Winter sollte um die 15°C betragen
  • Wasserzugaben reduzieren
  • Düngezugaben reduzieren

Standort für Ficus Benjamini

Im Winter ist die Gefahr auf Staunässe höher, daher müssen Sie im Winter weniger gießen. Ebenso verhält es sich mit den Düngezugaben, da zu viele Nährstoffe nicht von der Pflanze aufgenommen werden können. Diese reichern sich dann im Substrat an, was zum Blattabfall führen kann.

Luftfeuchtigkeit nicht ideal

Die Luftfeuchtigkeit ist besonders wichtig, wenn Sie einen Ficus benjamini halten. Die Pflanzen benötigen eine hohe Luftfeuchtigkeit bei warmen Zimmertemperaturen. Aus diesem Grund dürfen Sie den Ficus niemals vor eine Heizung stellen, da die Pflanze sonst über die Luft austrocknet. Das Problem beheben Sie, indem Sie in regelmäßigen Abständen die Blätter mit Wasser besprühen. Dieses sollte kalkarm sein:

  • Filterwasser
  • abgekochtes Regenwasser
  • abgestandenes Wasser

Hygrometer kalibrieren

Verabreichen Sie das Wasser nur lauwarm und besprühen Sie nicht den Stamm. Alternativ können Sie einen Luftbefeuchter in direkter Nähe des Ficus aufstellen.

Staunässe und Gießfehler

Im Bezug auf das Wasser ist der Ficus benjamini nicht gerade einfach. Schnell kann es dem Gewächs zu viel oder zu wenig sein. Bei beiden Varianten jedoch folgt ein Blattabwurf. Vor allem gelbe oder braune Blätter weisen auf Staunässe hin, die in den meisten Fällen zum Verenden der Pflanze führt. Wenn junge Blätter sich ebenfalls gelblich färben, ist auf jeden Fall Staunässe verantwortlich für den Blattabwurf. Gehen Sie bei Staunässe wie folgt vor:

  • ziehen Sie Handschuhe an
  • topfen Sie den Ficus aus
  • spülen Sie die Wurzeln komplett ab
  • alle verfaulten und abgestorbenen Wurzeln entfernen
  • altes Substrat entsorgen
  • vertrocknete Pflanzenteile wie Blätter entfernen
  • Topf mit Drainageschicht am Boden ausrüsten
  • in neues Substrat umtopfen
  • Substrat sollte locker und durchlässig sein
  • Substrat sollte nur geringe Anteile Torf enthalten

Achten Sie unbedingt darauf, dass der Topf über ein Abzugsloch und einen Untersetzer verfügt. Nur dadurch kann ausreichend Wasser ablaufen. Den Boden des Topfs füllen Sie mit einem der folgenden Materialien, um eine Drainageschicht zu erzeugen:

  • Tonscherben
  • Kies
  • Blähton

Birkenfeige

Nach dem Umtopfen gießen Sie wie folgt:

  • alle zwei Wochen
  • vor dem Gießen Substrat mit Fingerprobe prüfen
  • gegossen wird bei angetrocknetem Substrat bis zu 3 cm Tiefe
  • kaltes, kalkarmes Wasser verwenden
  • überschüssiges Wasser im Untersetzer sofort wegschütten

Ganz wichtig ist, den Ficus nicht zu viel zu gießen, dabei aber den Wurzelballen nicht austrocknen zu lassen. Ansonsten können Sie Ihre Birkenfeige mit den richtigen Wasserzugaben retten.

Tipp: achten Sie bei der Haltung der Birkenfeige auf ihre Giftigkeit. Während bei Erwachsenen die Symptome nur schwach ausfallen, können Babies und Kleinkinder nach dem Verzehr eines Blattes Magenschmerzen und Erbrechen erleiden, während es bei Katzen, Hunden und Nagetieren zu schweren Atemlähmungen mit Todesfolge führen kann.

Düngefehler

Falsches Düngen sorgt beim Ficus benjamini zu einem Nährstoffmangel oder Überschuss, was jeweils durch einen Blattabwurf deutlich wird. Einen Nährstoffmangel erkennen Sie zum Beispiel an dunklen Blattadern, die sich deutlich von den Blättern in ihrem Farbton abheben. Düngen Sie wie folgt:

  • Dünger: Grünpflanzendünger
  • Dosierung: Hälfte der vom Hersteller angegebene Menge
  • gegossen wird über das Gießwasser
  • März – September: alle 2 Wochen
  • Oktober – Februar: alle 6 Wochen

Niemals dürfen Sie auf das trockene Substrat Dünger geben. Das beschädigt die Wurzeln, was unweigerlich zum Absterben der Birkenfeige führen kann.

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