Feigenbäume kennen die meisten Mitteleuropäer nur aus dem Urlaub in wärmeren Gegenden, beispielsweise dem Mittelmeergebiet, Italien, Asien, wo das Gehölz eigentlich herstammt, Nordafrika oder aus Südamerika. Dort werden die Bäume bis zu 10 Meter hoch und häufig auch in Plantagen angebaut. Inzwischen gibt es Sorten, die Überleben auch in unseren Gärten. Zwar ist es einfacher, sie im Kübel zu kultivieren und im Winter frostfrei aufzustellen, aber es geht auch anders. Die Pflege des Feiggenbaumes ist recht einfach. Einige Dinge sollten beachtet werden, dann kann es in sonnigen Jahren auch bei uns eine Feigenernte geben. Wir haben die nötigen Tipps und die Pflege-Anleitung für Sie.

Wir haben eine Feige seit vier Jahren und letztes Jahr (2015) haben wir schon zweimal ernten können, das erste Mal Ende Juli, große, sehr reife Früchte und das zweite Mal im Oktober, deutlich kleinere, noch nicht ganz ausgereifte. Unser Feigenbusch ist fest eingepflanzt, überlebt mit Winterschutz und ist sogar mit uns umgezogen. Mal sehen, wie er den Winter übersteht.

Auswahl des richtigen Feigenbaums

Wer vorhat, seinen Feigenbaum als Kübelpflanze zu kultivieren, kann eigentlich jede Sorte dafür nutzen. Einschränkungen gibt es lediglich im Wachstum. Für den Kübel sollte keine starkwüchsige Feige ausgewählt werden. Sie werden zu schnell zu groß und müssen zu viel geschnitten werden. Ansonsten muss man nur auf die Fruchtreife achten und auf den Geschmack.

Wer allerdings plant, den Feigenbaum auszupflanzen, der sollte sich schon eine recht winterharte Sorte suchen. Im Handel werden die unterschiedlichsten Feigensorten angeboten und die meisten auch als winterhart. „Winterhart“ ist aber ein dehnbarer Begriff. Die wenigsten der angebotenen Sorten sind wirklich winterhart.
Ein wichtiges Kriterium beim Kauf ist, ob die Feige eine Befruchtersorte benötigt. Viele alte Sorten tun das. Man benötigt also mindestens zwei Pflanzen. Neue Sorten sind in der Regel selbstfruchtend und haben trotzdem einen reichen Fruchtansatz.

feigenbaum-sorten

Tipp: Häufig angeboten werden Feigenhochstämme. Für Kübelhaltung und frostfreie Überwinterung lohnt sich die Mehrausgabe für das Stämmchen. Wer allerdings auspflanzen will, kann sich diese Ausgabe schenken. Hochstämme erfrieren auch bis unten hin, sind also voll zurückzuschneiden und treiben aus der Wurzel wieder aus. Der Stamm ist hin, man hat dann einen Busch.

Bei der Auswahl ist auf Sortenechtheit zu achten. Feigen kauft man besser bei einem Fachhändler, zumindest solche, die ausgepflanzt werden sollen. Sind sie in unserem Klima gezogen, kommen die Feigen auch besser damit klar als solche, die aus südlichen Ländern stammen. Bei Fachhändlern kann man sich meist auf die angegebene Winterhärte verlassen, wobei es natürlich trotzdem immer auf den Standort ankommt.

Empfehlenswerte Sorten:

  • Brown Turkey – ANERKANNTE SORTE; auch bekannt als Bayern- oder Fruchtfeige, gute Einsteigersorte, sehr winterhart, kleine grüne Früchte, über den Geschmack kann man streiten
  • Bornholmfeige – dänische Sorte, sehr winterhart, sehr frühe Reife, nicht übermäßig viele Früchte, auch unter Bornholm Diamond angeboten, windgeschützter Platz ist wichtig
  • Brooklyn Dark – amerikanische Sorte, sehr winterhart, dunkle violette Früchte, sehr schmackhaft, sehr robust
  • Brooklyn White – amerikanische Sorte, sehr winterhart, grüne Früchte mit rotem Fruchtfleisch, 2x tragend, sehr lecker
  • Dalmatie – ANERKANNTE SORTE, verträgt fast jedes Wetter, auch Wind, kompakter Wuchs, zwei Ernten, guter Geschmack, große Früchte, gute Sorte
  • Bananenfeige/Jerusalem/Longue de Aout – ANERKANNTE SORTE, stammt aus Frankreich, ertragreich, gute Früchte, hellrot/gelb, reiche, frühe Ernte, schwaches Wachstum, zierliche Blätter
  • Ronde de Bordeaux – ANERKANNTE SORTE, eine der härtesten Feigen, extreme Winterhärte, fruchtet nur einmal, kleine, aber sehr süße Früchte, schnellwachsend, windanfällig
  • Fehmarn – ANERKANNTE SORTE, wird auf Fehmarn gezogen, viele, kleine, süße Früchte, gelb überhaucht, reiche Ernte

Viele unterschiedliche Feigensorten finden Sie unter: http://www.hortensis.de/pflanzen/obst.html

Standort

Feigenbäume benötigen viel Licht und Sonne. Im Prinzip können sie nicht genug davon bekommen. Junge Bäumchen bilden da die Ausnahme. Sie vertragen noch keine knallige Mittagssonne. Ältere Pflanzen kommen damit super klar. Kübelpflanzen sollte man einen windgeschützten Platz geben, damit die Blätter nicht so zerzaust werden. Sie können recht groß sein und reißen dann ein. Das ist allerdings nur ein optischer Aspekt. Ausgepflanzte Feigen kommen mit einem geschützten Platz auch deutlich besser zurecht. Günstig ist ein Platz vor einer warmen Hauswand, ideal in einem Innenhof oder einer von zwei Seiten geschützten Ecke. Feigen lieben Mauern, als Windschutz und als Wärmespender. Wichtig ist allerdings auch, dass der Baum oder Busch genug Platz hat, um sich entfalten zu können und weder durch Mauern, noch anderen Gewächsen eingeschränkt wird.

feigenbaum-standort

  • als Zimmerpflanze – direkt an einem Fenster, möglichst Südseite oder im Wintergarten
  • als Kübelpflanze – ab Ende Mai im Freien, ab Temperaturen unter 0 bis 5° C einstellen (je nach Alter und Abhärtungsgrad)
  • als Freilandpflanze – sonnig und geschützt, Platzbedarf beachten

Pflanzsubstrat

Das Wichtigste beim Pflanzsubstrat ist, dass es durchlässig ist. Bei Topf- und Kübelpflanzen reicht gute Kübelpflanzenerde. Das Entscheidende ist eine Drainage im Topfboden. Überschüssiges Wasser muss abfließen können und sollte sich auch nicht im Untersetzer sammeln. Um das Substrat durchlässig zu machen, kann Perlite untergemischt werden.
Der Boden bei ausgepflanzten Exemplaren muss nährstoffreich und auch sehr durchlässig sein. Zu nasses Substrat im Winter kann den Feigenbaum töten. In Verbindung mit Kälte ist die Nässe schlimmer, als tiefer Frost allein, wenn der Boden einigermaßen trocken ist. Deshalb ist es günstig, Sand oder feinen Kies unterzumischen. Komposterde macht das Ganze etwas stabiler, dass auch etwas Wasser und vor allem Nährstoffe gespeichert werden können.

  • für Topf- und Kübelpflanzen – gute Kübelpflanzenerde, Perlite untermischen, Drainage im Topfboden
  • bei Auspflanzung – nährstoffreiche und durchlässige Erde, Gartenerde + Kompost +Sand oder Kies

Tipp: Statt Sand oder Kies kann Perlite genutzt werden. Das Vulkangestein hat viele Vorteile und wird guter Pflanzenerde beigemischt. Perlite ist absolut natürlich. Wenn man im Baumarkt nach Perlite fragt, wissen die Verkäufer häufig nicht Bescheid. Für sie heißt der Stoff Isoself. Man findet ihn in der Baustoffabteilung, als Dämmmaterial.

Das Pflanzen

Bei den Topf- oder Kübelpflanzen gibt es nicht viel zu beachten. Wichtig ist, einen ausreichend großen, aber nicht zu großen Topf zu wählen. Bei Standort im Sommer im Freien muss bedacht werden, dass das Gefäß sehr standfest ist und auch nicht so schnell vom Wind umgeweht werden kann. Die großen Blätter bieten eine gute Angriffsfläche für den Wind. Wichtig ist die Drainage am Topfboden. Hierfür können Kieselsteinchen, Kies, Scherben alter Blumentöpfe oder ähnliches genutzt werden. Den Feigenbaum möglichst gerade einsetzen. Beim Busch darauf achten, dass er nach allen Seiten gleichmäßig wirkt. Die beste Zeit zum Pflanzen und Umtopfen ist das Frühjahr, bevor die Blätter ausgetrieben werden.

Bei ausgepflanzten Feigen ist der Zeitpunkt äußerst wichtig, mitunter überlebenswichtig. Die Pflanzen benötigen einige Zeit, um an ihrem neuen Platz einzuwurzeln und ausreichend Wurzeln zu bilden. Pflanzt man sie zu spät, schaffen sie das nicht bis zum Winter, bis zum Frost. Deshalb ist es wichtig, im Frühjahr zu pflanzen, sobald kein Spätfrost mehr zu erwarten ist und der Boden schon etwas durchgewärmt ist.

  • Topf- und Kübelpflanzen – mit Drainage, gerade einsetzen, pflanzen und umtopfen am besten im Frühjahr vor Blattaustrieb
  • Auspflanzung – unbedingt im Frühjahr, nach Spätfrost, wenn Boden angewärmt ist

Das Pflanzloch muss ausreichend groß sein. Dort hinein Kies oder Sand füllen und Kompost darauf verteilen. Das Feigengewächs so platzieren, dass es gerade steht. Mit einem Gemisch aus Gartenerde, Kompost und Sand oder Kies auffüllen. Wichtig ist, nicht zu tief zu pflanzen, damit Nässe den Stamm nicht faulen lässt. Die Erde schön festdrücken. Günstig ist ein Gießring, der dafür sorgt, dass das Wasser nicht wegläuft und genau zur Wurzel gelangt. Gerade im Sommer, wenn viel Wasser benötigt wird und bis zum Anwachsen ist das eine gute Sache. Im Winter den Ring entfernen, denn dann soll das Wasser eher weglaufen.

Gießen

Die Gießmenge richtet sich nach der Jahreszeit. Im Sommer mag der Feigenbaum reichlich Wasser, darf aber nicht nass stehen. Im Winter sollte er deutlich trockener gehalten werden. Staunässe ist unbedingt zu vermeiden. Deshalb ist es bei Zimmer- und Kübelpflanzen wichtig, dass sie nicht im Untersetzer oder Übertopf stehen oder, das dieser etwa 15 Minuten nach dem Gießen entleert wird.

Feigen mögen eher weiches Wasser. Wer also zu kalkhaltiges Wasser bekommt, sollte lieber auf Regenwasser zurückgreifen. Wenn die Feigen im Kübel in der vollen Sonne stehen, muss reichlich gegossen werden. Die Erde im Gefäß trocknet sehr schnell aus. Bei großer Hitze ist es sinnvoll, morgens und abends zu gießen. Bei ausgepflanzten Exemplaren brauch es etwas Fingerspitzengefühl, damit ausreichend, aber nicht zu viel gegossen wird. Oberflächlich sollte die Erde abgetrocknet sein, nur austrocknen ist schlecht.

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Wassermangel zeigen die Gewächse durch schlaffe Blätter an. Diese richten sich nach einer Wassergabe wieder auf. Zu oft sollte man das Gießen aber nicht vergessen, dann werden die Früchte abgeworfen.

  • weiches Wasser – Regenwasser, Teichwasser, abgestandenes Wasser, gefiltertes Wasser
  • im Sommer regelmäßig und auch reichlich gießen, aber keine stehende Nässe
  • bei kühleren Temperaturen weniger gießen und keinesfalls ständig nass halten

Tipp: Frischgepflanzte Feigenbäume zwar reichlich, aber in größeren Abständen gießen. Der Zweck ist, dass die Wurzeln angeregt werden sollen, sich in die Tiefe nach dem Wasser zu strecken, anstatt sich in die Breite zu entwickeln. Langfristig hilft das den Gehölzen, sich bei Trockenheit aus tieferen Schichten mit Wasser zu versorgen.

Düngen

Nährstoffe sind hauptsächlich in der Wachstumsperiode wichtig für den Feigenbaum. Es sollte also regelmäßig gedüngt werden. Am wichtigsten ist die Düngung während der Ausbildung der Früchte. Zu beachten ist, dass Feigen Phosphor und Kalium benötigen, aber kaum Stickstoff. Stickstoffüberdüngung mindert die Winterhärte, denn die Bäume wachsen und wachsen und die Triebe verholzen nicht. Im Winter sind sie extrem frostgefährdet. Wird die Pflanze frostfrei überwintert, spielt das natürlich keine Rolle.

  • erste Düngung beim Austreiben der Blätter, nur Phosphor und Kalium, nicht nach Packungsanleitung, sondern nur ein Viertel der angegebenen Menge
  • zweite Düngung Mitte Juni – niedrige Stickstoffwerte, hohe Phosphor- und Kaliumwerte
  • danach nicht mehr düngen
  • einen natürlichen Dünger verwenden!!!

Schneiden

Eigentlich muss eine Feige gar nicht geschnitten werden. Wenn die Sträucher aber zu groß werden, kann man es tun, auch, wenn man sich ein Bäumchen erziehen möchte. Wer seine Pflanze im Freien überwintert, muss im Frühjahr eventuell erfrorene und abgestorbene Triebe abschneiden. Wichtig ist, nicht zu spät zu schneiden. Meist sind nur die jungen, unausgereiften Triebe zu entfernen, während die alten den Winter gut überstehen.

  • geschnitten wird im den Monaten Februar/März, wenn keine Fröste mehr zu erwarten sind
  • Triebe die sich gegenseitig behindern, großzügig entfernen
  • vor allem das Strauchinnere darf nicht zu dicht sein, sonst kommt zu wenig Licht hinein
  • wo Neuaustrieb erwünscht ist, Stummel stehen lassen, aus denen die neuen Austriebe kommen
  • zweijähriges Holz muss gefördert werden, denn daran reifen die Sommerfrüchte
  • an den einjährigen Trieben reifen die Früchte kaum noch aus (Oktober/November)
  • auf die Gesamtform achten, es muss ein schönes Bild entstehen
  • ruhig auch dickere Triebe am Ansatz herausschneiden, wenn sie andere behindern
  • sollte der Baum nach einigen Jahren vergreisen, kann auch ein Radikalschnitt durchgeführt werden

Überwintern

Beim Überwintern muss unterschieden werden, ob es sich um eine Kübelpflanze handelt, oder der Strauch ausgepflanzt wurde. Kübelpflanzen draußen zu überwintern ist möglich, wenn verhindert wird, dass der Ballen bei Frost durchfriert. Ansonsten ist es besser, sich einen frostfreien Raum zu suchen. Da die Feige alle Blätter abwirft, muss dieser nicht hell sein. Eine Garage, ein Keller, ein Kalthaus, alles ist geeignet, solange es nicht zu warm ist oder frostig.

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  • kühl bei Temperaturen zwischen 2 und 5°C
  • hell oder dunkel
  • sehr wenig gießen, nur nicht vollkommen austrocknen lassen
  • ohne Kältephase keine Fruchtbildung

Ausgepflanzte Feigen brauchen in den ersten Wintern Schutz. Die jungen Gehölze sind noch frostempfindlich und die Triebe frieren häufig komplett weg. Aus der Wurzel treiben die Büsche aber meist zuverlässig wieder aus. Allerdings fehlt das zweijährige Holz, welches die Sommerfeigen trägt.

Im Winter ist das durchlässige Substrat besonders wichtig. Der Boden darf, vor allem bei Minusgraden, nicht zu nass sein. Die Kombination aus Nässe und Frost ist gefährlich. Frost allein können die Pflanzen ganz gut ab, zumindest der unterirdische Teil.

  • Junge Pflanzen einpacken. Hilfreich sind drei oder vier Pfähle, die um die Pflanze eingeschlagen werden. Darum wird dickes Vlies gewickelt. Oben kann das Gebilde offen bleiben. Außenherum muss alles gut verschnürt werden, damit das Vlies bei starkem Wind nicht wegfliegt. Bei recht kleinen Feigenbäumchen kann das Vlies innen mit Laub oder Stroh gefüllt werden.
  • Die Wurzelscheibe dick mit Mulch oder noch besser Reisig abdecken, das schützt zusätzlich vor großer Nässe.

Bei älteren Feigensträuchern wird das Einpacken im Winter zu kompliziert, da sie einfach zu groß werden. Außerdem sind diese Gewächse deutlich frostverträglicher. Junge Triebe frieren öfter weg, aber das macht nichts, sie werden einfach herausgeschnitten. Die älteren Triebe vertragen schon mal -15°C und mehr. Wenn Feigen mehrere Jahre in Folge den Winter gerade so überstehen, schwächt sie das. Bemerkbar macht sich dies vor allem bei der Menge der Früchte.

Vermehrung

Im südeuropäischen Raum ist die Vermehrung der Feige ein Kinderspiel. Man steckt einen Trieb in die Erde und wartet, bis sich daraus ein neuer Strauch entwickelt. Das geschieht innerhalb eines halben bis ganzen Jahres. Bei uns ist es nicht ganz so einfach, aber auch nicht schwierig. Auch hier ist die Vermehrung durch Stecklinge möglich, ebenso die durch Aussaat.

Stecklingsvermehrung

Stecklinge werden im Frühjahr geschnitten. Man wähle einen Ast, der weder zu dick noch zu dünn ist und etwa 20 cm lang. Es können grüne und verholzte Stecklinge genutzt werden, am besten ist aber ein nicht mehr grüner, aber auch noch nicht vollständig verholzter Trieb. Man kann ihn in einem Wasserglas bewurzeln lassen oder man steckt ihn in Pflanzsubstrat. Das Wasser im Glas muss regelmäßig alle paar Tage gewechselt werden. Die Wurzeln bilden sich innerhalb einiger Wochen. Sind sie groß genug, kann das junge Pflänzchen eingetopft werden, in Erde ohne Dünger allerdings.

feigenbaum-steckling

Wird der Steckling gleich in Erde gesetzt, Aussaaterde verwenden, die ist dünger- und schädlingsfrei. Das Substrat nicht zu feucht halten. Es dauert auch hier einige Wochen, bis sich Wurzeln gebildet haben. Dass die Bewurzelung geglückt ist, erkennt man daran, dass sich Blätter zeigen. Für beide Arten der Wurzelbildung sind Temperaturen über 20°C nötig.

  • Stecklinge im Frühjahr schneiden, 20 cm langer Trieb, weder ganz grün, noch vollständig verholzt
  • entweder in Wasserglas bewurzeln lassen und danach einpflanzen, oder
  • gleich in Anzuchterde setzen, leicht feucht halten
  • beides gelingt bei Temperaturen um die 20°C

Für die Aussaat können Samen gekaufter Feigenfrüchte genutzt werden. Diese sollten aber richtig reif sein. Man löst sie aus dem Fruchtfleisch und lässt sie etwas antrocknen. Die Samen dann auf Aussaaterde legen und nur andrücken, nicht mit Erde bedecken (Lichtkeimer). Da zum Keimen eine hohe Luftfeuchte nötig ist, macht es Sinn, eine Glasplatte über das Gefäß zu legen oder alternativ eine durchsichtige Tüte über den Topf zu ziehen. Wichtig ist tägliches Lüften, damit sich kein Schimmel bilden kann. Die Erde nur feucht, nicht nass halten. Bei Temperaturen zwischen 20 und 25°C beträgt die Keimdauer etwa 10 Tage. Die Keimlinge benötigen viel Licht, aber keine Sonne.

  • Samen auf Erde legen, nur andrücken, nicht bedecken
  • Erde leicht feucht halten und mit Abdeckung für hohe Luftfeuchte sorgen
  • täglich lüften, hell stellen, keine Sonne

Wer Feigen mag, muss nicht länger von den leckeren Früchten träumen. Man kann heute im eigenen Garten selbst welche ernten, vorausgesetzt, man entscheidet sich für die richtige Sorte (dem Standort und den Hauptwetterlagen entsprechend). In den ersten Jahren brauchen die Sträucher im Winter noch etwas Unterstützung, später kommen sie in der Regel alleine klar. Wer die Feige im Kübel kultiviert, benötigt ein entsprechendes Winterquartier. Es darf nicht zu warm, muss aber frostfrei sein. Was Feigen nicht mögen, ist Wind und Nässe. Ansonsten lieben sie Sonne, Wärme, Platz und ab und zu ein paar Streicheleinheiten.

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Feli
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