Fassadendämmung

Die Dämmung der Fassade ist eine effektive Möglichkeit, die Heizkosten zu senken. Steigende Energiekosten vergrößern die Notwendigkeit nach Maßnahmen der Einsparung. Allerdings müssen bei der Planung die Kosten im Blick behalten werden. Die Investitionskosten müssen sich rentieren, sodass tatsächlich Einsparungen erzielt werden. Da verschiedene Vorgehensweise möglich sind, müssen die Kosten für die Dämmvarianten im Einzelnen überprüft werden. Nur so ist die Auswahl der besten Fassadendämmung möglich.

Die Fassadendämmung kann bei Neubauten und Altbauten durchgeführt werden. Sie kann direkt beim Hausbau mit eingeplant werden oder nachträglich angebracht werden. In beiden Fällen kommt es zur Einsparung von Heizkosten. Die genauen Kosten hängen von verschiedenen Faktoren wie der Größe der zu dämmenden Fläche ab. Aber auch die Art der Dämmung und das eingesetzte Material bestimmten die Kosten. Auffällig ist, dass große Preisspannen bestehen. Entscheiden Sie sich für eine bestimmte Dämmung, dann müssen Sie einen genauen Kostenvergleich vornehmen. Durch die gezielte Auswahl von Materialien, können Sie auch im Bereich der Dämmung noch einmal Einsparungen vornehmen. Allerdings müssen Sie die Effektivität der Dämmung berücksichtigen, da sich nicht nur die Kosten unterscheiden. Das Ziel ist es nicht, möglichst kostengünstig zu dämmen, sondern Einsparungen zu erzielen. Eine Abwägung zwischen Investitionskosten und Nutzen ist notwendig.

Die verschiedenen Varianten der Fassadendämmung

Die Fassadendämmung kann auf verschiedene Arten realisiert werden. Es kann sich um eine der drei folgenden Varianten handeln:

  • Außendämmung
  • Innendämmung
  • Kerndämmung

Durch die verschiedenen Vorgehensweisen entstehen abweichende Kosten, welche im Folgenden genauer betrachtet werden.

Die Außendämmung

Entscheiden Sie sich für eine Außendämmung mit einem Wärmeverbundsystem (WVS), dann entstehen Kosten in Höhe von 90 bis 150 Euro pro m². Entscheidend für die Berechnung ist die Fläche der Außenwand. Die große Variationsfreiheit in Bezug auf die Dämmstärken und die Materialen führt zur großen Spannweite der Preise. Somit können Sie sowohl auf die Dämmwirkung als auch auf die Kosten Einfluss nehmen. Die hinterlüftete Vorhandfassade führt zu Kosten zwischen 170 und 250 Euro pro Quadratmeter. Die Preisspanne resultiert aus den verschiedenen Konstruktionsformen im Bereich der Unterkonstruktion und aus den unterschiedlichen Verkleidungsmaterialien. Sie können sich unter anderem für Holz, Ziegel oder Schiefer entscheiden.

Gerüst - Ebenen

Kombinationsmöglichkeiten zur Kostenersparnis nutzen
Planen Sie Sanierungsarbeiten an der Fassade, dann können Sie die Maßnahmen mit der Anbringung einer Außendämmung kombinieren. Überschneiden sich Kostenpunkte, dann ergeben sich in der Summe Einsparmöglichkeiten. Sie müssen für beide Arbeiten ein Gerüst aufstellen, weswegen Sie die Gelegenheit des montierten Gerüstes nutzen und beide Maßnahmen im Rahmen eines Projektes ausführen lassen können. Das Verputzen ist ein weiterer Punkt, der sowohl bei der Fassadendämmung als auch bei der Sanierung notwendig wird.

Die Innendämmung

Im Vergleich zur Außendämmung ist die Innendämmung günstiger, da Sie kein Gerüst stellen müssen. Die zu dämmenden Bereiche sind leichter zugänglich, was zur Absenkung der Kosten führt. Sie müssen mit Kosten in Höhe von 60 bis 100 Euro pro Quadratmeter rechnen.

Tipp: Die Kosten alleine sollten kein Entscheidungskriterium für Wahl der Dämmung sein. Aus bauphysikalischer Sicht ist die Außendämmung von Vorteil. Zudem reduziert sich durch die Innendämmung die nutzbare Wohnfläche, was als Nachteil zu werten ist.

Die Kerndämmung

Die Kerndämmung ist die günstigste der drei Dämmungsarten. Sie führt zu Kosten in Höhe von 15 bis 30 Euro pro m². Allerdings kann diese Form der Dämmung nicht in jedem Fall angewendet werden. Um die Maßnahmen durchzuführen, muss ein zweischaliges Mauerwerk vorliegen. Es werden kleine Löcher in die Fassade gebohrt, welche mit dem ausgewählten Material befüllt werden. Die Löcher werden im Anschluss wieder verschlossen, sodass die Dämmung sicher eingebracht und nicht mehr sichtbar ist. Neben den geringen Kosten ist auch die schnelle Arbeitsweise ein großer Vorteil. Durchschnittliche Einfamilienhäuser sind daher innerhalb von 1 bis 2 Tagen vollständig behandelt und gedämmt.

Häufig gestellte FragenFAQ - Häufig gestellte Fragen

Lohnen sich die Investitionskosten?

Bei der Planung der Dämmung stellt sich die Frage, ob sich die Investitionskosten lohnen. Um eine Entscheidung zu treffen, muss berechnet werden, wann sich die Ausgaben amortisiert haben. Sie müssen zunächst einmal Ausgaben tätigen und sparen im Anschluss Heizkosten ein. Die Höhe der Einsparungen hat nach einem bestimmten Zeitpunkt die Höhe der Investitionen übertroffen. Dieser Zeitraum wird betrachtet und es kann eine Entscheidung getroffen werden, ob sich die Ausgaben gelohnt haben. Ein weiterer Aspekt ist der Umweltschutz. Durch die Dämmung reduzieren sich die Heizkosten, was für die Umwelt von Vorteil ist. Doch für die meisten Bauherren überwiegt der Zeitraum der Amortisation bei der Entscheidungsfindung.

Es wird die Summe aus den Kosten für die Sanierung und den Heizkosten gebildet. Diese Rechnung wird für zwei verschiedene Fälle vorgenommen. Zum einen müssen Sie den Fall betrachten, bei welchem keine Sanierung stattfindet. Die Heizkosten sind höher und die Investitionskosten niedriger. Auf der anderen Seite müssen Sie den Fall analysieren, bei welchem die Sanierung durchgeführt wird. Es kommt zu höheren Ausgaben für die Investition, im Gegenzug sinken die Heizkosten. Beide Fälle werden anschließend in eine Kurve eingetragen. Schneiden sich die Kurven, dann ist der Zeitpunkt der Amortisation gefunden.Amortisation Fassadendämmung

Bei der Außendämmung findet die Amortisation nach rund 20 Jahren statt. Diese Aussage bedeutet, dass sich nach 20 Jahren die Investition beginnt zu rentieren. Ab diesem Zeitpunkt haben Sie die Summe der Investitionen durch die Einsparungen der Heizkosten wieder ausgeglichen. Diese Angabe beruht auf durchschnittlichen Werten und kann im Einzelfall abweichen. Das eigene Heizverhalten spielt ebenso wie die baulichen Besonderheiten eine entscheidende Rolle. Durch die Nutzung von Fördermaßnahmen können Sie den Zeitpunkt der Amortisation noch einmal verkürzen, da die Investitionskosten sinken. Es wurde bei der Berechnung von einer Wärmeeinsparung von 20 Prozent ausgegangen.

Dämmung selbst vornehmen?

Im Bereich der Innendämmung ergeben sich die größten Möglichkeiten, die Dämmung selbst vorzunehmen. Sie bringen die Dämmmaterialien entsprechend der Anleitung an und können hierbei ohne ein Gerüst arbeiten. Im Außenbereich ist die Dämmung komplizierter und erfordert ein professionelleres Vorgehen. FachbetriebDer Gerüstaufbau sollte aus Sicherheitsgründen stets von einem Fachbetrieb vorgenommen werden. Falsch angebrachte Gerüste können Menschenleben gefährden oder die Fassade beschädigen. Eventuell können Sie dem Gerüstbauer anbieten, ihm beim Aufbau zu helfen, sodass Sie einen Teil der Kosten einsparen. Für die Kerndämmung sind Spezialmaschinen notwendig, die in der Regel nicht vorhanden sind. Daher muss auch in diesem Fall ein Fachbetrieb beauftragt werden.

Vorteile der Dämmung?

Durch die Dämmung steigern Sie den Wert des Gebäudes. Viele Häuser verfügen bereits über einen Energiepass. In ihm wird festgehalten, welche Heizkosten entstehen. Ein niedriger Wert sorgt für höhere Mieteinnahmen und bessere Verkaufspreise. Die Dämmung kann als Vermieter daher Ihre Einnahmen steigern, was den Gewinn noch einmal ansteigen lässt. Planen Sie in Zukunft einen Verkauf, dann ist die Dämmung auch aus diesem Grunde von Vorteil.

Auswahl des Dämmmaterials?

Das Dämmmaterial bestimmt in einem hohen Maße die Kosten. Es ist allerdings nicht ausreichend, sich für die günstigste Variante zu entscheiden. Sie müssen unter anderem auf die Umweltverträglichkeit, den Brandschutz und die gesundheitlichen Aspekte achten. Der Brandschutz wird durch entsprechende Kennwerte angegeben und trifft Aussagen darüber, wie sich das Material beim Ausbruch von Feuer verhält. Um den Brandschutz zu verbessern, werden oftmals Zusätze getätigt. Ein Beispiel ist die Zellulosedämmung. Hierbei werden sortenreine Papiere verwendet, um Dämmmaterial herzustellen. Dieses kann eingeblasen werden. Die Stärke der Dämmung lässt sich individuell bestimmen. Da Zellulose keinen guten Brandschutz aufweist, werden bei kommerziellen Produkten bestimmte Zusätze hinzugefügt. Sie verbessern den Brandschutz, sodass es sich um ein sicheres Produkt handelt. Die Dämmwirkung ist ebenfalls ein wichtiger Punkt. Sie beschreibt, wie effektiv das Material ist. Je besser das Material dämmt, desto mehr Einsparungen erzielen sie.

Wärmedämmung mit Styropor
Wärmedämmung mit Styropor

Bestehen Fördermöglichkeiten?

Bei der Fassadendämmung handelt es sich um Maßnahmen, die dem Einsparen der Heizkosten dienen. Daher werden die Arbeiten durch Unterstützungen gefördert. Ein Beispiel ist die KfW-Bank. Sie bietet verschiedene Programme, die dabei zur Kostensenkung genutzt werden können. Das Programm KfW 430 gewährt einen Zuschuss in Höhe von 10 Prozent der anfallenden Kosten. Die maximale Grenze der Unterstützung liegt bei 5.000 Euro je Wohneinheit. Neben dieser Gewährung von Geldern sind auch kostengünstige Kredite möglich. Nicht immer wird die Investitionssumme selbst aufgebracht sondern ein Kredit dient zur Bezahlung der Fassadendämmung. Der KfW 152 Kredit dient der Finanzierung von Einzelmaßnahmen. Der Kredit ist auf maximal 50.000 Euro pro Wohneinheit beschränkt. Es werden günstige Zinsen vereinbart und Sie erhalten zudem einen Tilgungszuschuss in Höhe von 7,5 Prozent.

Tipps für Schnellleser:

  • Außendämmung der Fassade: 90 bis 250 Euro pro m²
  • Innendämmung der Fassade: 60 bis 100 Euro pro m²
  • Kerndämmung der Fassade: 15 bis 30 Euro pro m²
  • wichtig ist der Zeitraum der Amortisation
  • Umwelt wird durch Einsparungen geschont
  • einige Aufgaben können selbst übernommen werden
  • Gerüst muss aufgebaut werden
  • Sicherheit muss beachtet werden
  • Dämmvarianten weisen abweichende Wirkungen auf

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