Kalk ist nicht nur der natürliche Feind einer Waschmaschine, auch die Heizstäbe des elektrischen Durchlauferhitzers leiden unter den Ablagerungen. Als Folge verringert sich die Leistung der Wärmeübertragung, die Kosten für die Warmwasseraufbereitung steigen in beachtliche Höhe. Regional ist der Kalkanteil im Wasser unterschiedlich, sodass ein Entkalken für den Durchlauferhitzer von Zeit zu Zeit notwendig wird.

Bevor Sie sich an das Entkalken ihres Durchlauferhitzers machen, prüfen Sie bitte, um welche Art es sich handelt. Bei einigen Herstellern ist ein Verkalken überhaupt nicht möglich, da es die Bauweise nicht zu lässt. Handelt es sich um ein Gerät mit Blankdrahtheizung, ist eine Verkalkung nicht möglich. Die Blankdraht-Heizelemente sind in einen druckfesten Isolierblock eingesetzt und können somit vom Laien nicht geöffnet und entkalkt werden.

 

Bei Geräten mit Heizstäben (Rohrheizsystem) kann sich ein Versuch lohnen. Es empfiehlt sich aber einen Fachmann zu Rate zu ziehen. Diese Anleitung ist für Geräte mit Rohrheizsystemen geeignet.

Tipp: Wohnen Sie zur Miete, ist die Reparatur des Durchlauferhitzers Vermieter-Angelegenheit.

Abbau der Einzelteile

Während die Heizstäbe im Inneren des Durchlauferhitzers das Wasser erhitzen, setzen sich im Laufe der Zeit feinste Kalkablagerungen an ihnen ab. Ist der Heizstab vollständig von Kalk ummantelt, verringert sich automatisch die Heizleistung des Gerätes. Aus langfristiger Sicht muss mit dem Verlust gerechnet werden. Doch bevor dies geschieht, ist es einfacher, den elektrischen Durchlauferhitzer zu entkalken und für eine dauerhafte Leistung zu sorgen.

Unser DIY-Ratgeber zur Entkalkung elektronischer Durchlauferhitzer sollte sorgfältig gelesen und Schritt für Schritt umgesetzt werden. Das regelmäßige Entkalken des Durchlauferhitzers sorgt für eine stabile Leistung.

Stecker ziehen
Stecker ziehen

Wichtig ist in jedem Falle, das Gerät vor dem ersten Arbeitsschritt vom Stromnetz zu entfernen. Das heißt zu aller erst: Stecker ziehen bzw. vom Stromnetz trennen!

Bevor die Zerlegung in Einzelteile beginnt, ist es praktisch, ein helles Handtuch oder eine ähnlich helle Unterlage bereitzulegen, auf der alle Schrauben und Kleinteile abgelegt werden. So gehen Sie sicher, beim späteren Zusammenbau keine Teile zu vergessen.

Die ersten Schritte im Überblick

  • Das Gerät von Strom- und Wasseranschluss trennen
  • In jedem Fall den Stecker ziehen
  • Falls notwendig, das Gerät entleeren
  • Alle Teile auf einem hellen Tuch sammeln

Die Gehäuseabdeckung wird nun entfernt und alle notwendigen Teile, die zu den Heizstäben im Inneren führen. Der Aufbau kann bei jedem Gerätetyp unterschiedlich sein. Dabei kommen die verkalkten Elemente nun zum Vorschein und werden mit Bedacht entnommen. Wenn Sie sich unsicher im späteren Aufbau Ihres Gerätes sind, machen Sie Fotos vom Originalzustand und den einzelnen Arbeitsgängen. Auf keinen Fall dürfen Sie hier mit Gewalt arbeiten! Jedes der Elemente ist entweder mit einer Schraube befestigt oder wird durch einfache Mechanik miteinander verbunden. Im Inneren befinden sich neben den Heizstäben auch Rohre und eventuell Schläuche, die sichtlich verkalkt sind. Diese weißen Ablagerungen sind mehr als deutlich zu erkennen.

Entkalkungsbad

Im Überblick – So geht es weiter

  • Säurebad in großer Schüssel vorbereiten
  • Alle Kleinteile ausreichend mit Wasser bedecken
  • Die Verkalkung bestimmt die Einwirkzeit
  • Dichtungen überprüfen und bei Bedarf ersetzen
Essig
Essig zur Entkalkung

Stellen Sie ein Säurebad aus klarem Wasser und Essig bereit. Hier werden alle Kleinteile hereingelegt. Alternativ verwenden Sie für die Entkalkung des Boilers die im Handel erhältlichen Entkalkungsmittel. Dabei ist zu beachten, dass die Elemente vollständig im Wasser liegen. Herausragende Teile werden ansonsten nicht vom Kalk befreit. Je nachdem, wie intensiv die Bestandteile verkalkt sind, müssen sie für mehrere Stunden im Wasser-Essig-Bad verbleiben. In hartnäckigen Fällen kann dieser Entkalkungsprozess auch einige Tage dauern. Hier müssen Sie bedenken, dass sich der Kalk nicht nur äußerlich, sondern auch im Laufe der Zeit in den Rohren abgelagert hat. Es lohnt sich also ein Blick in das Innere, sofern dies möglich ist.

Dichtungen überprüfen

Poröse Dichtungen
Poröse Dichtungen

Völlig entkalkt sind die einzelnen Elemente erst dann, wenn sich kein weißer Belag mehr auf der Oberfläche oder in den Rohren befindet. Die Einwirkzeit der Elemente ist erst dann beendet, wenn sich jeglicher Kalk bereits abgelöst hat oder sich ohne jegliche Anstrengung abwischen lässt. Erst dann werden die Teile aus dem Säurebad entnommen und kurz mit kaltem Wasser abgespült und getrocknet. Während die Bestandteile des Durchlauferhitzers im Säurebad liegen, gibt Ihnen das Zeit und Möglichkeit, nun auch die Dichtungen des Gerätes zu überprüfen. Bei längerer Inbetriebnahme werden diese teilweise spröde und brechen. Das Ergebnis ist ein tropfender Durchlauferhitzer. Vermeiden Sie solche Störungen also im mit intelligenter Aufmerksamkeit und ersetzen Sie die Dichtungen durch neue. Im Fachhandel oder Baumarkt erhalten Sie neue Dichtungen, die sie durch die alten ganz einfach ersetzen.

Montage der Einzelteile

Das Entkalken des Durchlauferhitzers ist nun beendet. Jetzt werden alle Teile gut getrocknet und somit für den Wiedereinbau vorbereitet. Der Zusammenbau erfolgt in gleicher Weise, diesmal nur in rückwärtigen Arbeitsgängen. Zuerst werden die neuen Dichtungen wieder eingesetzt. Danach erfolgt das Einsetzen der Heizstäbe, Schläuche und Rohre. Achten Sie darauf, dass alle Teile fest sitzen. Die bei der Demontage erstellten Fotos sind eine gute Hilfe bei der Montage. So können Sie die richtige Stellung aller Kleinteile überprüfen.

Auf die Kleinteile achten!Montage

Nun wird der Durchlauferhitzer wieder an der Wand montiert. Vorerst überprüfen Sie erst, ob alle Zuleitungen dicht sind und lassen Wasser ein. Wenn nach ca. 10 – 15 Minuten kein Wasser an einer Stelle des Gerätes auftritt, kann das Gerät wieder an den Stromkreislauf angeschlossen werden. Es versteht sich von selbst, dass am Ende keine Schrauben oder Dichtungen übrig bleiben dürfen. Gleichermaßen wichtig ist, dass Sie die jeweiligen Schrauben wieder genau dort einsetzen, wo sie sich vor der Demontage befanden. Nach dem Einschalten des Gerätes sollten alle Funktionen wieder vollständig hergestellt sein.

Tipps für Schnellleser:

  • Das Gerät vom Stromnetz und Wasserzufuhr entfernen
  • Alle Kleinteile übersichtlich ablegen
  • Fotos von der Demontage erstellen
  • Die verkalkten Elemente im Säurebad einweichen
  • Gegebenenfalls Dichtungen austauschen
  • Abschließende Reinigung und Trocknung
  • Der Einbau aller Elemente
  • Das Schließen des Gerätes
  • Erst Wasser anschließen, dann prüfen!
  • Letzter Schritt: Gerät an Stromkreis anschließen

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