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Daunendecke waschen und trocknen – so bleibt’s flauschig!

Im Winter ist ein kuscheliges Bett der Lieblingsort der meisten Menschen, kein Wunder das wärmende Daunendecken so beliebt sind. Die Bauschkraft der Federn sorgt dafür, dass sich die Decke weich und geschmeidig dem Körper abpasst und ihre Wärme abgibt. Da die Anschaffung teuer ist, sollten Sie Ihr Federbett regelmäßig waschen, um lange Freude daran zu haben.

Zu Großmutters Zeiten wurde immer davor gewarnt, Daunendecken in die Waschmaschine zu geben oder sie überhaupt zu waschen. Heute ist klar, dass war ein Ammenmärchen, denn Sie können Ihre Daunendecke durchaus in der Maschine waschen und zu Hause trocknen. Mit ein paar Tricks und Kniffen wird die Decke nach der Reinigung genauso flauschig und wärmend sein wie zuvor, nur mit einem angenehmeren Geruch. Gewaschen werden sollten Daunendecken ca. alle vier Jahre, bei Kissen ist ein Waschgang alle zwei Jahre zu empfehlen. Auch wenn die Decke optisch sauber aussieht, setzen sich im Lauf der Jahre Hautschuppen, Schweißpartikel und Milben darin fest, die es zu entfernen gilt.

Das benötigen Sie für die Maschinenwäsche:

  • Waschmaschine mit mindestens sechs Kilo Fassungsvermögen
  • spezielles Daunenwaschmittel oder Wollwaschmittel
  • 4 saubere Tennisbälle
  • Kondenstrockner
  • Löschpapier

Das benötigen Sie für die Handwäsche:

  • Daunenwaschmittel oder Wollwaschmittel
  • großen Wäscheständer mit Flügeln
  • Badewanne
  • Badewannenthermometer
Talu Video-Tipp

Maschinenwäsche

Die Vorbereitungen

Bevor Sie mit der Wäsche beginnen können, sollten Sie die Daunendecke auf feine Risse oder Beschädigungen überprüfen. Hat eine Decke einen Riss und wird dann in der Maschine gewaschen, reißt der Stoff weiter auf und die Daunen gehen während der Wäsche verloren. Das schadet nicht nur der Decke, sondern auch der Waschmaschine, im schlimmsten Fall sind beide Dinge am Ende defekt. Sollten Sie einen Riss entdecken, müssen Sie ihn vor der Wäsche mit einer festen Naht verschließen und die Decke aus Sicherheitsgründen in einem Baumwollbezug waschen.

Lassen Sie das Spülprogramm Ihrer Waschmaschine einmal durchlaufen, um eventuelle Restbestände von Waschmittel zu entfernen. Dieses würde die empfindlichen Daunen verkleben und dazu führen, dass die Decke nicht wieder ihre alte Form erhält. Schütteln Sie die Decke noch einmal gründlich auf und geben Sie sie dann in die Maschine. Ein Fassungsvermögen von mindestens sechs Kilo ist erforderlich, da sonst kein ausreichender Wasserfluss gewährleistet wird und die Daunen verklumpen könnten.

Daunendecke waschen

Checkliste für die Vorbereitung:

  • Waschmaschine vorher durchspülen
  • Decke auf Risse kontrollieren
  • Defekte mit Naht verschließen
  • Decke nochmal gründlich durchschütteln

Der Waschgang in der Maschine

Die Daunendecke sollte bei maximal 40 Grad gewaschen werden. Sollten Sie Hausstauballergiker sein, können Sie die Decke auch bei maximal 60 Grad waschen, allerdings auf keinen Fall häufiger als alle vier Jahre. Dosieren Sie das Daunen- oder Wollwaschmittel exakt nach den Angaben des Herstellers auf der Verpackung. Zuviel Waschmittel verklebt die Daunen und sie verlieren ihre Bauschkraft. Verwenden Sie hingegen zu wenig Waschmittel, wird die Decke nicht richtig sauber und es sind immer noch Schmutzpartikel vorhanden.Feinwäsche

Geben Sie mit der Daunendecke die vier Tennisbälle in die Maschine. Diese springen während des Waschgangs in der Trommel umher und sorgen dafür, dass die empfindlichen Daunen nicht verkleben. Wählen Sie das Feinwäscheprogramm aus, sofern Ihre Waschmaschine nicht über ein spezielles Programm für Daunenprodukte verfügt. Stellen Sie zudem die höchste Schleuderdrehzahl ein, damit ein Großteil der Feuchtigkeit bereits vor dem Trocknen aus der Decke befördert wird. Lassen Sie das Programm der Waschmaschine bis zum Ende durchlaufen und starten Sie dann erneut den Spülvorgang. So wird überschüssiges Waschmittel aus der Decke gespült. Nachdem ein zweites Mal gespült wurde, müssen Sie auch den Schleudergang noch einmal starten. Öffnen Sie direkt nach der Wäsche die Tür, damit keine Schimmelbildung durch Restfeuchtigkeit entsteht.

Tipp: Im Waschsalon gibt es Spezialmaschinen in besonderer Größe, falls Ihre Waschmaschine nicht genug Fassungsvermögen hat.

Trocknen im Kondenstrockner

Am besten und schnellsten können Daunendecken im Kondenstrockner getrocknet werden. Nehmen Sie die Decke aus der Waschmaschine und tragen Sie sie möglichst waagerecht zum Trockner. Auf keinen Fall dürfen Sie die Decke nach unten hängen lassen, denn dann würden die Daunen verrutschen und die Decke verformt sich. Geben Sie die feuchte Decke direkt in den Trockner und fügen Sie die Tennisbälle hinzu. Die maximale Trockentemperatur beträgt 30 Grad. Lassen Sie den Trockner für mindestens eine Stunde laufen und beenden Sie den ersten Trockenvorgang dann. Nehmen Sie die Decke heraus und schütteln Sie sie von allen Seiten gut auf. Anschließend legen Sie sie waagerecht auf einen Tisch oder Wäscheständer und lassen sie vollkommen abkühlen.

Wäschetrockner

Nachdem die Decke abgekühlt ist, startet der zweite Trockenvorgang. Geben Sie die Decke und Tennisbälle wieder in den Kondenstrockner und starten Sie das Trockenprogramm ein zweites Mal. Nun lassen Sie das Programm maximal zwanzig Minuten laufen und entnehmen die Decke anschließend wieder. Schütteln Sie die Daunen erneut in Form und legen die Decke flach auf den Wäscheständer. Klopfen Sie mehrmals auf die liegende Decke, so werden die Daunen weiter aufgelockert. Wenn der Stoff und die Daunen wieder vollständig abgekühlt sind, wiederholen Sie den Vorgang. Es sind etwa fünf bis sechs Trockenvorgänge erforderlich, bis die Daunen vollständig trocken und bauschig sind. Prüfen können Sie den Erfolg mit einem Löschpapier. Drücken Sie dieses fest auf die Decke. Saugt das Papier noch Flüssigkeit auf, ist die Decke noch nicht trocken und der Trockenvorgang muss wiederholt werden.

Tipp: Ein Löschblatt findet sich in jedem handelsüblichen Schulheft.

Handwäsche von Daunendecken

Die Vorbereitung

Überprüfen Sie, ob Ihre Daunendecke möglicherweise beschädigt ist und nähen Sie Risse sorgsam zu. Für die Handwäsche ist in jedem Fall eine Badewanne notwendig, da die Decke ausreichend Platz benötigt. Reinigen Sie die Badewanne sorgfältig, um Restbestände von Seife und Shampoo zu entfernen. Lassen Sie das Wasser ein und achten Sie darauf, dass die Temperatur nicht über 40 Grad steigt. Prüfen Sie die Temperatur mit einem Badewannenthermometer nach. Geben Sie das Waschmittel exakt nach Dosierungsanleitung hinzu, bitte dosieren Sie nicht zu hoch. Schütteln Sie die Decke vor dem waschen noch einmal kräftig auf.

Daunendecke waschen

Checkliste für die Vorbereitung:

  • Kontrolle der Decke auf Risse
  • Versorgung von Defekten
  • Badewanne sorgfältig reinigen
  • Waschmittel erst im Wasser auflösen, dann Jacke hinzu geben

Die Wäsche per Hand

Legen Sie die Decke möglichst ausgebreitet ins Wasser und achten Sie darauf, dass sie vollständig von Wasser bedeckt ist. Beginnen Sie nun sichtbaren Schmutz mit der Hand sorgfältig abzureiben. Bei starken Verschmutzungen ist der Einsatz von Gallseife sinnvoll. Haben Sie den Schmutz weitgehend entfernt, lassen Sie die Daunendecke mindestens eine Stunde im Wasser liegen. Nach Ablauf der Zeit können Sie das Wasser ablassen und die Decke kräftig mit der Duschbrause ausspülen. Nun lassen Sie noch einmal klares Wasser in die Wanne und wenden die Decke darin. Lassen Sie das Wasser erneut ab und spülen Sie gründlich nach. Erst wenn keinerlei Waschmittelreste mehr aus dem Deckenstoff fließen, ist die Wäsche vollständig abgeschlossen. Bitte achten Sie darauf, die empfindliche Decke keinesfalls auszuwringen, damit könnten Sie die Daunen nachhaltig beschädigen. Klopfen Sie das überschüssige Wasser vorsichtig aus der Decke heraus.

Daunendecke Handwäsche

Trocknen auf dem Wäscheständer

Legen Sie eine dicke Schicht aus Handtüchern unter den Wäscheständer oder stellen Sie diesen im Freien auf. Die Decke hat sehr viel Wasser aufgesogen, was sie während der Trocknungszeit verliert. Tragen Sie die Decke so waagerecht wie möglich zum Wäscheständer, vermeiden Sie herunterhängende Teile, da die Federn sonst verrutschen können. Legen Sie die Decke sorgsam ausgebreitet auf den Wäscheständer und klopfe Sie sie noch einmal vorsichtig in Form. In den ersten 24 Stunden auf dem Wäscheständer muss die Decke alle zwei Stunden aufgeschüttelt und gewendet werden, da sich sonst Schimmel im Bereich der Daunen bilden kann. Nach 24 Stunden reicht es aus, wenn die Decke alle vier Stunden gewendet und geschüttelt wird. Stellen Sie sicher, dass Sie für einen Zeitraum von ca. 10 Tagen ausreichend Zeit haben, die Decke alle vier Stunden zu wenden und zu schütteln. Nur so lässt sich ein verkleben der empfindlichen Daunen verhindern.

Daunendecke auf dem Wäscheständer trocknen

Je nach Größe der Decke dauert es zehn Tage lang, bis der Trocknungsprozess abgeschlossen ist. Wenn Sie die Decke zu früh wieder verwenden, droht Schimmelbildung zwischen den Federn und der Geruch wird unangenehm. Ob die Decke tatsächlich trocken ist, prüfen Sie ebenfalls mit dem Löschpapiertest. Pressen Sie ein Löschblatt für mehrere Sekunden auf die Decke und sehen nach, ob noch Feuchtigkeit vorhanden ist. Falls ja, muss die Decke noch mindestens weitere 24 Stunden auf dem Wäscheständer bleiben.

Tipps für Schnellleser:

Maschinenwäsche

  • Waschmaschine im Leerlauf durchspülen lassen
  • Daunendecke mit Tennisbällen hineingeben
  • Maximaltemperatur 40 Grad (Allergiker 60 Grad)
  • Fein- oder Wollwaschprogramm starten
  • maximale Schleuderdrehzahl einstellen
  • Tennisbälle und Decke in Trockner geben
  • fünf bis sechs Trockenvorgänge nötig

Handwäsche

  • Zwischen den Trockengängen Pausen machen
  • Badewanne zur Handwäsche zwingend notwendig
  • Wassertemperatur maximal 40 Grad
  • Daunenwaschmittel nach Angaben dosieren
  • Decke eine Stunde im Wasser einweichen
  • gründlich mit klarem Wasser ausspülen
  • Decke waagerecht auf Wäschetrockner tragen
  • alle zwei Stunden aufschütteln und wenden

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