Brennholz lagern – Ideen und Tipps für das Lagern von Kaminholz

Brennholz lagern

Brennholz ist noch heute für viele Hausbesitzer ein wichtiger Rohstoff, um über den Winter nicht in einem kalten Wohnzimmer sitzen zu müssen. Bei Kaminholz ist die richtige Lagerung entscheidend, damit das Holz nicht schimmelt, fault oder beim Verbrennen umweltschädliche Gase erzeugt. Selbst für Anfänger in diesem Bereich erweist sich dieser Prozess einfacher als gedacht und kann effektiv umgesetzt werden.

Kaminholz – ein Brennstoff, der noch heute aufgrund seiner Eigenschaften genutzt wird und dank seiner Nachhaltigkeit besonders effizient in Einfamilienhäusern zum Einsatz kommt. Damit das Brennholz ohne unerwünschte Nebenwirkungen trocken gelagert werden kann, bieten sich Ideen und Tipps an, die die Lagerung erleichtern. Zudem können sie wirklich von jedem ausgeführt werden, da sie universell funktionieren und je nach Menge und Art der Holzscheite nur ausreichend Zeit und Kraft benötigen. Da es sich bei Holz um einen natürlichen Stoff handelt, kann der Brennwert aufgrund der falschen Aufbewahrung erheblich gemindert werden, was unbedingt vermieden werden muss, da sonst zu wenig Leistung erzielt wird.

Brennholz lagern

Schon seit Jahrtausenden ist Holz ein wichtiger Bestandteil des menschlichen Lebens, sei es als grundlegender Rohstoff für eine Behausung oder einen Jagdbogen. Trotz der zahlreichen Energiearten, die den Menschen heute zur Verfügung stehen, hat sich Holz als ein nachwachsender Rohstoff etablieren können. Um das gesamte Energiepotential des Rohstoffs ausnutzen zu können, ist die richtige Lagerung notwendig, da es sonst zu unwiderruflichen Schäden kommen kann, die sich negativ auf die Brennleistung auswirken. Folgende Probleme können dabei auftreten:

  • Schimmel
  • Fäulnis
  • Schädlinge, darunter Hausbock, Brauner Splintholzkäfer, Mulmbock und weitere
  • Feuchtigkeit kann sich im Holz sammeln und nicht entweichen

Kaminholz lagern

Da all diese Zustände nicht ideal sind und das Heizen in der Effizienz stark verringern, sollten Sie unbedingt die folgenden Ideen und Tipps befolgen, um die Lagerung zu optimieren. Das hilft vor allem, um die Feuchtigkeit aus dem Holz zu ziehen und am Ende trockenes Kaminholz zu erhalten, das ohne Probleme angezündet und verbrannt werden kann. Es gibt vier unterschiedliche Stufen von Feuchtigkeit, die bei Brennholz vorliegen:

  • bis 15 %: idealer Wert, kann ohne Bedenken als Brennstoff verwendet werden, Qualm- und Geruchsbildung gering
  • 16 bis 20 %: im grünen Bereich, gute Heizleistung, Schadstoffwerte sind noch gering
  • 21 bis 24 %: Schadstoffwerte steigen, Heizleistung nimmt stetig ab
  • über 25 %: besonders schlechte Heizleistung, stinkt förmlich, bildet stark dunkle Rauchschwaden

Bis 20 Prozent ist der Einsatz des Kaminholz als umweltfreundlich einzustufen und es kann problemlos genutzt werden. Darüber wird die Nutzung des Brennholzes nicht empfohlen, da die Heizleistung äußerst gering ist. Zudem kann es zu den folgenden Problemen kommen:

  • Brennraum kann beschädigt werden
  • Versottung des Abgasrohrs
  • Rückstände des Holzes können sich im Inneren des Rohrs und Brennraums festsetzen

Eine weitere Folge daraus ist das häufige Nachlegen von Holzscheiten, was langfristig an Ihrem Geldbeutel nagt. Daher empfiehlt es sich, die weiter unten folgenden Tipps und Ideen anzuwenden, um Ihr Kaminholz trocken und bereit für den Winter zu haben.
Bitte beachten: nasses Holz mit einem Feuchtigkeitsgehalt von über 25 Prozent sollte und darf niemals in den Kamin gegeben werden. Die Heizleistung vermindert sich um das Dreifache und aufgrund der Feuchtigkeit kommt es zur Bildung von hohen Mengen Kohlenmonoxid, was schlecht für Ihre Gesundheit und die Umwelt ist.

Hart- oder Weichholz?

Zu den wichtigsten Tipps, der bei der Lagerung des Holzes zu beachten ist, zählt der Typ des Holzes. Je nach Baumart werden zwischen weichen und harten Holzarten unterschieden, die alle ihre unterschiedlichen Vorteile und Eigenschaften haben. Die Unterscheidung ist notwendig, denn Weichholz eignet sich aufgrund seiner Dichte nicht für das Näheren eines Feuers und daher wird auf Hartholz gesetzt. Unter Hartholz werden alle Arten verstanden, die über eine Darrdichte von über 550 kg/m³ verfügen, wie zum Beispiel:

  • Birkenholz
  • Lärchenholz; obwohl mehr als Holz zum Anheizen geeignet
  • Buchenholz
  • Schwarzkieferholz
  • Eichenholz

Ein großer Vorteil am Hartholz ist die hohe Resistenz gegen Feuchtigkeit. Wird das Holz entsprechend gelagert, bleibt das Brennholz über einen langen Zeitraum trocken und kann sofort bei Notwendigkeit zum Einsatz kommen.

Standort

Zu den klassischen Ideen des Lagerns von Kaminholz zählt der richtige Standort. Schon allein dieser Punkt kann Ihnen viel Arbeit abnehmen und das Holz effektiv lagern. Der Standort sollte so beschaffen sein, dass keine übermäßige Feuchtigkeit an das Holz gelangt, es nicht umkippt oder in der Nähe von möglichen Feuerquellen liegt. Weiterhin sollten die folgenden Punkte beachtet werden:

1. Luftzirkulation: eine ausreichende Luftzufuhr gehört zu den wichtigsten Punkten, über die der Standort verfügen sollte. Kann sich die Luft nicht um das Kaminholz herum bewegen, fängt es an, Feuchtigkeit anzusammeln, was wiederum in Schimmel oder Fäulnis endet.

2. Sonne: Sonneneinstrahlung hat einen trocknenden Effekt auf das Holz, vor allem nach starken Regenfällen. Die Sonne sorgt dafür, dass Restfeuchte aus dem Brennholz verdunstet und dieses dadurch besser für den Einsatz im hauseigenen Kamin genutzt werden kann. Dabei gilt: je mehr Sonne, desto besser.

3. Schutz vor der Witterung: dies ist ebenso wichtig wie eine ausreichende Luftzirkulation. Zu viel Regen, Schnee oder feuchter Wind, dem das Holz schutzlos ausgeliefert ist, bekommt dem Brennmaterial überhaupt nicht. Daher sollte der Standort über einen Schutz vor der Witterung verfügen.

Brennholz lagern

Diese drei Punkte beschreiben die essentiellen Notwendigkeiten des Standorts und helfen dabei, diesen einzugrenzen. Die folgenden Ideen eignen sich perfekt, um das Kaminholz zu lagern und dabei nicht böse überrascht zu werden:

1. Hauswand: die Hauswand ist ein beliebter Standort für die Aufbewahrung von Brennholz. Wählen Sie hierfür am besten eine Wand, die nach Süden oder Südwesten ausgerichtet ist, damit viel Sonne an den Holzstapel gelangt. Ebenso muss der Holzstapel etwa 15 Zentimeter von der Hauswand entfernt sein, damit die Luft sich frei bewegen kann.

Brennholz lagern

2. Schleppdach: das Schleppdach ist wie geschaffen das Aufbewahren von Brennholz. Durch die stark nach unten gerichtet Form ist das Holz der Witterung gut geschützt und benötigt nur ausreichend Sonne.

3. Holzmiete: bei der Holzmiete handelt es sich um ein traditionelles Verfahren zum Stapeln von Holz, das einen der besten Tipps zum Aufbewahren darstellt. Dank der Form kann Regenwasser abfließen und die Sonne trocknet die Miete effizient. Benötigt etwas mehr Arbeit, lohnt sich aber. Bei dieser Variante handelt es sich um einen freistehenden Holzstapel, auf den eigentlich nicht geachtet werden muss. Sie kann mit einem Dach aus Holz oder einer Abdeckplane bei starken Regenfällen versehen werden.

4. Kaminholzregal: das Regal für Brennholz ist perfekt für die Aufbewahrung geeignet und meist aus einem Metall, zum Beispiel rostfreier Stahl, oder Holz gefertigt. Diese gibt es in verschiedenen Größen und Ausführungen und erleichtern das Schichten ungemein.
Einer der wertvollsten Tipps überhaupt betrifft den Keller im Haus oder den Gartenschuppen. Verzichten Sie unbedingt darauf, das Kaminholz dort zu lagern, denn die Luftzirkulation ist nur gering bis gar nicht vorhanden, was innerhalb kurzer Zeit zu Schimmelbefall führen kann. Ebenso sollten Sie darauf verzichten, den Holzstapel lange mit einer luftundurchlässigen Plane abzudecken, da dies den genau gleichen Effekt haben würde, selbst wenn diese das Holz vor Regen schützt.

Untergrund

Passende Ideen für den Untergrund schützen das sensible Holz vor Feuchtigkeit aus dem Boden. Wird der Holzstapel auf einen geeigneten Untergrund gestellt oder dieser speziell für den Stapel angelegt, ist das Holz zudem vor einer Vielzahl von Schädlingen geschützt. Das ist besonders wichtig, denn aus dem Boden kann viel Feuchtigkeit in das Brennholz dringen, was sich dann von unten hineinfressen würde. Folgende Lösungen empfehlen sich hierfür:

  • Steine oder Steinplatten
  • Europaletten
  • Kanthölzer als Fundament
  • Planen aus wasserdichtem Material oder Teichfolie

Der Holzstapel kann anschließend auf dem gewählten Untergrund platziert werden.

Überdachungen

Separate Überdachungen sorgen für einen zusätzlichen Schutz des Holzes. Am besten eigen sich hierfür Wellblech, Kunststoff und Holzdächer, die geneigt sind, damit das Wasser seitlich abfließen kann und dabei nicht das Brennholz befeuchtet.

UhrLagerzeit

Bei der Lagerzeit kommt es darauf an, wie schnell Sie das Holz zur Verfügung haben wollen und für welche Form der Aufbewahrung Sie sich entschieden haben. Im Durchschnitt können Sie Brennholz solange lagern, wie Sie wünschen, doch sollte dieses niemals länger als vier Jahre liegen. Das Holz nimmt mit den Jahren selbst bei guter Lagerung Feuchtigkeit auf und es werden biologische Abbauprozesse eingeleitet, die die Heizleistung des Holzes spürbar verringern. Die typische Trocknungszeit liegt bei einem bis zwei Jahren. Wenn Sie das Holz früher zur Verfügung haben wollen, sollten Sie nicht die Holzmiete wählen, da diese die längste Trocknungszeit benötigt.

Füllmenge

Der Standort sollte ausreichend Platz für die Füllmenge bieten, um Sie in den kommenden Jahren zu versorgen. Lagern Sie am besten 150 bis 300 Prozent mehr Holz, als Sie eigentlich verbrauchen würden. So haben Sie selbst in kalten Wintern genügend Kaminholz zur Verfügung.

Spalten und Stapeln: Anleitung

Ebenfalls zu den Tipps und Ideen für die Lagerung des Kaminholzes gehört das richtige Stapeln. Dies ermöglicht eine gute Luftzufuhr und erlaubt es den Holzscheiten über einen langen Zeitraum gelagert zu werden. Die Anleitung wie folgt:

Holz hacken

1. Schritt: Das Holz wird entweder geviertelt oder halbiert. Halbieren reicht aus, sobald der Holzscheit nicht länger als 30 Zentimeter ist. Sollten die Scheite zu lang für Ihren Standort sein, sollten Sie diese entsprechend auf die Hälfte einkürzen und anschließend spalten.

2. Schritt: Legen Sie jeden Scheit einzeln mit der Rinde nach unten. Dadurch benötigen die Scheite länger zum Faulen.

Brennholz lagern

3. Schritt: Platzieren Sie das Kaminholz so, dass das dünne Ende zur Wetterseite zeigt, was mögliche Schäden durch die Witterung reduziert.

4. Schritt: Platzieren Sie die Scheite in der untersten Reihe versetzt mit etwas Abstand voneinander um die Luftzirkulation zu fördern. Danach stapeln Sie alle Scheite entsprechend ihrer natürlichen Form übereinander. Dabei können Sie variieren und einige Reihen quer auflegen.

5. Schritt: Wiederholen Sie Schritt 4, bis das gesamte Holz geschichtet wurde und anschließend als Kaminholz getrocknet werden kann.

Tipp: Alternativ können Sie vorgeschlagenes Kaminholz bei Fachhändlern in verschiedenen Qualitäten erwerben. Checken Sie dieses vor dem Kauf aber unbedingt auf eine zu hohe Feuchtigkeit im Holz, Schimmel oder Insektenfraß.

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