Blumen färben: Anleitung | Lebensmittelfarbe, Tine und Co.

Blumen färben

Sie wollen Blumen färben und somit Ihren Gestecken einen ansprechenden Touch verleihen oder gefärbte Exemplare verschenken? Zur heutigen Zeit finden sich eine Vielzahl von Methoden, mit denen Sie problemlos Blumen einfärben und sich danach über ein intensives Farbergebnis freuen können. Neben der klassischen Tinten-Variante können Sie noch zahlreiche weitere Farben verwenden, um mit diesen sogar selbst gezogene Blumen zu färben.

Blumen färben ist nicht nur eine interessante Freizeitbeschäftigung für Kinder und Erwachsene gleichermaßen. Das Einfärben von Blüten ermöglicht die Umsetzung zahlreicher Gestaltungsideen, vor allem wenn Farbtöne benötigt werden, die natürlich bei einer Art nicht vorkommen. So können Sie mit wenig Aufwand eine weiße Rose blau färben und damit einzigartig ansprechende Gestecke schmücken oder Chrysanthemen in tiefrosa oder gar schwarz präsentieren. Dank der einzelnen Methoden wird es Ihnen möglich, selbst mit im Haushalt auffindbaren Materialien den Blüten einen neuen Anstrich zu verpassen. Die Ergebnisse verändern sich entsprechend der gewählten Methode und einige erlauben sogar das Mischen von Farbtönen.

Blumen färben: 5 Methoden vorgestellt

Blumen einfärben ist möglich mit den richtigen Methoden, die für eine unterschiedliche Intensität und je nach gewählter Blüte für einen anderen Verlauf der Farbe sorgen. Vorab: Nicht alle Blumenarten eignen sich zum Einfärben, da ihre Blätter entweder keine Farbe aufnehmen oder diese nicht an der Oberfläche haftet. Aus diesem Grund sollten Sie einen Blick auf die folgende Liste für geeignete Blumen zum Einfärben werfen:

  • Rosen
  • Gardenien
  • Hartriegel
  • Narzissen
  • Chrysanthemen
  • Tulpen
  • Orchideen
  • Iris
  • Freesien
  • Nelken
  • Dahlien
  • Vergissmeinnicht
Blumen färben
Rose, Narzisse, Tulpen und Dahlie

Das ist nur eine kleine Auswahl an geeigneten Blumen, denn es gibt viele Arten, die sich gut einfärben lassen, vor allem wenn es sich um krautige Pflanzen handelt. Deren Stamm nimmt Feuchtigkeit und dadurch Farbstoffe deutlich effektiver auf, was sich in der entsprechenden Farbintensität und Einfachheit zeigt. Solche Taxa erzielen hervorragende Ergebnisse beim Färben. Doch auch verholzende Pflanzen wie Rosen lassen sich einfärben, wobei das Ergebnis nicht immer so intensiv ausfällt. Experimentieren Sie mit den unten genannten Methoden, mischen Sie Farben und lassen Sie Ihrer Inspiration freien Lauf. Sie können sogar weitere Blumenarten ausprobieren, die Sie im Garten oder Gewächshaus stehen haben, denn diese können die Farbe entweder gut oder schlecht annehmen.

Tipp: Besonders gut geeignet zum Einfärben sind weiße oder helle Blüten, da diese wie ein Blatt Papier die Farbe nicht verfälschen und somit für ein entsprechend gutes Ergebnis sorgen. Violette und rote Blüten dagegen lassen sich nur schwer färben und verfälschen das Ergebnis erheblich, vor allem wenn Sie eine hellere Farbe hierfür verwenden.

Lebensmittelfarbe: Anleitung

Der Klassiker für Zuhause ist die Verwendung von Lebensmittelfarbe. Das Einfärben von Blumen kann mit dieser Methode vor allem für Kinder interessant sein, da diese das Ergebnis direkt beobachten können. Verwendet werden hierfür ausschließlich wasserlösliche Lebensmittelfarben, da die Blumen bei dieser Methode ins Wasser gestellt werden und so die Farbe aufsaugen. Wichtig bei dieser Methode ist die Länge des Stiels der Blume. Dieser sollte mindestens 30 Zentimeter lang sein, um ausreichend Flüssigkeit aufnehmen und leiten zu können. Des Weiteren benötigen Sie:

  • Gläser
  • Wasser
  • scharfes, sauberes Messer

Farbe in Wasser

Die Menge der Gläser ist abhängig von der Menge der verwendeten Farben:

  • 1 Farbe: 1 Glas
  • 2 Farben: 2 Gläser
  • 3 Farben: 3 Gläser

Mehr als drei Farben pro Blume sind nicht zu empfehlen, da Sie sonst den Stängel zu stark einschneiden müssten. Die folgende Anleitung hilft Ihnen beim Blumen färben mit Lebensmittelfarben:

1.  Schritt: Mischen Sie die einzelnen Farben mit Wasser in einem Glas an. Das Glas sollte mindestens zur Hälfte mit Flüssigkeit gefüllt sein. Wenn Sie ein tieferes Farberlebnis wünschen, geben Sie einfach mehr Lebensmittelfarbe hinzu. Rühren Sie so gut um wie möglich.

2. Schritt: Wenn Sie nur eine Farbe verwenden, schneiden Sie den Stängel am Ende schräg ab. Gehen Sie hier ruhig großzügig vor, damit genügend Schnittfläche ins Wasser reicht. Bei zwei Farben oder mehr spalten Sie den Stängel entsprechend. So benötigen Sie für jedes Glas mit Farbe einen Teil des Stängels, der in ein Glas reicht. Vom Aussehen erinnert die Blume dann an einen Tintenfisch mit abspreizenden Tentakeln.

3. Schritt: Stellen Sie die Blume in die Farbmischung und fixieren Sie mehr als zwei Gläser mit einem Gummiband. Dadurch verrutschen diese nicht.

4. Schritt: Die Blumen müssen auf diese Weise für 24 bis 48 Stunden oder länger im Glas verweilen. Schon nach zwei Stunden können bei weißen Blumen erste Farbverläufe erkannt werden. Nach der Wartezeit sollte die Blume die Farbe über das Wasser aufgesogen und die Blüte sich gefärbt haben. Entnehmen Sie die Blume, schneiden Sie den im Wasser platzierten Teil des Stängels ab und nun haben Sie erfolgreich Blumen mit Lebensmittelfarbe gefärbt.

5. Schritt: Das Farbwasser wird einfach im Abfluss entsorgt.

Tipp: Die Verwendung von Wasserfarben auf diese Weise gelingt ebenfalls, nur müssen Sie sich dabei auf ein deutlich schwächeres Ergebnis einstellen, da die verwendeten Farbpigmente nicht so stark wie die der Lebensmittelfarbe sind. Sie eignen sich sehr gut für Pastelltöne, die Blumen besonders lieblich und natürlich erscheinen lassen, während Lebensmittelfarbe deutlich intensiver ist.

Tinte: Anleitung

Wenn Sie sich für Tinte entscheiden, können Sie nach der gleichen Anleitung wie bei der Lebensmittelfarbe vorgehen. Der einzige Unterschied ist die Farbintensität, die von der Qualität der Tinte und der Farbe der Blüten abhängig ist. Tinte kann selbst dunklere Blüten deckend färben. Das beste Ergebnis erhalten Sie hier, je frischer die Blumen sind, da die Farbstoffe somit besser von der Pflanze verarbeitet werden können. Die Menge der Tinte ist variabel einstellbar. Orientieren Sie sich hierbei an der Farbintensität im Glas. Geben Sie ruhig etwas mehr hinzu, wenn Sie finden, dass die Farbe zu hell ist. Sie können zum Färben die folgenden Tinten verwenden:

Tintenfass

  • Druckerpatronen für Füllfederhalter
  • Schreibtinte
  • Druckerpatronen für Drucker

Vor allem die Schreibtinten sind zu empfehlen, da Sie diese besonders einfach dosieren können und diese in verschiedenen Farben verfügbar sind. Druckerpatronen für Drucker und Kopierer dagegen sind nur im Ausnahmefall zu empfehlen, da Sie dafür die Patrone öffnen müssten.

Sprühfarbe: Anleitung

Sprühfarbe bietet sich ebenfalls zum Blumen färben an. Jedoch sollten Sie hierbei darauf achten, keinen farbigen Lack oder andere Farben zu verwenden, da diese frischen Blüten schneller vertrocknen lassen wie üblich. Setzen Sie auf spezielle Sprühfarben für Blumen, die mit der Verwendung echter Blüten bestimmt sind. Diese werden in einer Vielzahl von Farben angeboten, kosten pro 400 oder 500 Milliliter um die zwölf bis 15 Euro und sind recht ergiebig, wenn Sie nicht einfach so drauf los sprühen. Die Verwendung der Sprühfarben erweist sich als äußerst einfach:

  • schütteln Sie die Dose vor dem Gebrauch
  • ziehen Sie sich Handschuhe an
  • sprühen Sie vorsichtshalber in Richtung einer Zeitung oder eines Kartons
  • dadurch vermeiden Sie schwierig zu entfernende Farbflecken
  • sprühen Sie die Farbe gleichmäßig auf die Blüte
  • dabei den vom Hersteller angegebenen Abstand einhalten
  • danach trocknen lassen

Blumen-Dekorspray

Der große Vorteil an den Sprühfarben ist die Möglichkeit, die Farbschicht sehr dünn aufzutragen, wodurch sie weder tropft, noch an manchen Stellen zu dick wird. Sie bleibt gleichmäßig und sieht je nach Qualität der Farbe entsprechend gut oder sogar natürlich aus.

Blumenfarben: Anleitung

Blumenfarben sind spezielle Produkte, die für das Blumen färben produziert werden und aus diesem Grund eines der besten Ergebnisse liefern. Zwar ist die Farbintensität nach dem Färben stark abhängig von der entsprechenden Blüte, dafür ist die Farbe innerhalb kurzer Zeit trocken und so lassen sich die Blumen schnell verwenden. Erhältlich sind diese für etwa sieben bis zehn Euro pro 100 Milliliter von Marken wie Intercolor in verschiedenen Ausführungen. Sie können dabei auf einer großen Farbpalette wählen. Der große Vorteil an den Blumenfarben ist die Möglichkeit, diese mit getrockneten und frischen Blumen verwenden zu können. Sobald Sie sich für eine Farbe entschieden haben, gehen Sie wie folgt vor:

1. Schritt: Die Farbe wird aus der Tube in eine Schale umgefüllt, die tief genug sein sollte, dass die Blüte eingetaucht werden kann. Legen Sie am besten schon hier ein Tuch unter die Schale, damit nicht aus Versehen Farbe daneben geht.

2. Schritt: Nun nehmen Sie die frischen Rosen und tauchen diese komplett ein. Falls Sie ein bestimmtes Muster verfolgen, können Sie natürlich nur einzelne Partien färben, nur müssen Sie dabei aufpassen, denn die Farbe verläuft schnell. Trockenblumen werden ebenfalls in die Farbe getunkt. Die Blumen sollten für etwa zwei Sekunden in der Farbe verbleiben.

3. Schritt: Nachdem die Blumen in die Farbe getunkt wurden, müssen Sie diese kurz abtropfen lassen. Dafür diese am besten über die Schale mit der Farbe halten und abschütteln, da so der Großteil der überschüssigen Farbe abgeht. Frische Blumen sollten zusätzlich mit klarem Wasser abgespült werden. Sie nehmen sonst zu viel Farbe auf und können dadurch schnelle kaputt gehen. Das Wasser ebenfalls abtropfen lassen.

4. Schritt: Platzieren Sie die Blumen nun für eine kurze Wartezeit an einem dunklen oder schattigen Ort. Sie erkennen die getrocknete Farbe daran, dass diese nicht mehr glänzt. Trockenblumen sind meist deutlich schneller fertig.

Farben mischen ist mit diesen Blumenfarben besonders einfach und je nach Grad ihrer künstlerischen Fähigkeiten können Sie diese sogar mit dem Pinsel auftragen. Dadurch entfalten sich komplett neue Möglichkeiten für die Gestaltung Ihrer Blüten.

Tipp: Auf die gleiche Weise können Sie Textilfarben zum Einfärben von bereits getrockneten Blumen nutzen, da frische Blütenblätter nicht ausreichend Farbe aufnehmen. Dafür geben Sie die Farbe einfach in einen Behälter und tunken die getrockneten Blumen vorsichtig in diese, damit diese nach dem Trocknen in einer anderen Farbe erstrahlen.

Glitter: Anleitung

Ja, bei Glitter handelt es sich nicht direkt um eine Farbe, aber Sie können durch die Verwendung entsprechender Materialien bereits gefärbte Blumen oder bestimmte Blütenfarben noch stärker zum Ausdruck bringen. Selbst elegante oder prunkvolle Ideen lassen sich damit umsetzen, da eine gekonnt aufgetragene Menge Glitter für einen ansprechenden Charakter sorgt. Das Beste: Glitter auftragen gelingt äußerst einfach, da Sie hierfür einfach ein Glitter- oder Glitzerspray verwenden. Diese sind für zwei bis zehn Euro je nach Farbton, Feinheit und Qualität zu bekommen. Gehen Sie dabei wie folgt vor:

Weihnachtsstern

  • ziehen Sie sich Handschuhe an
  • überprüfen Sie die Herstellerangaben auf eine einzuhaltende Entfernung beim Sprühen
  • nehmen Sie eine Blume in die Hand
  • halten Sie diese im entsprechenden Abstand vom Spray entfernt
  • sprühen Sie eine dünne Schicht auf eine Seite
  • drehen Sie die Blume
  • erneut sprühen
  • so oft wiederholen, bis gesamte Blüte glitzert
  • noch einmal überprüfen
  • entsprechende Stellen ausbessern
  • trocknen lassen

Sie sehen, diese Variante ist äußerst einfach. Je nach Menge und Art des Sprays hat diese den gleichen Effekt wie Haarspray und erhält die Blüte noch eine Weile länger.

Tipp: Verwenden Sie kein Glitzerpulver, da dieses nur schlecht aufgetragen werden kann. Dafür müssten Sie die Blüte entweder in farblosen Leim oder Klebstoff tunken und danach den Glitzer darauf verteilen.

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