Alte Fensterrahmen

Fenster und speziell alte Fensterrahmen sind täglich dem Wetter ausgesetzt. Ob Regen, Schnee, Sonne oder Wind, der Rahmen muss sämtlichen Wetterbedingungen trotzen. Doch kann er dies nicht auf Dauer ohne Hilfe und Erneuerung seiner Widerstandskraft. Somit ist es wichtig sich einmal im Jahr die Zeit zu nehmen und sich um seine Fenster zu kümmern, um so keine bösen Überraschungen zu erleben.

Egal ob Wind, Hitze, Kälte oder Nässe, der Rahmen eines Fensters wird jede Sekunde des Jahres beansprucht. Sollte die Farbe, gerade bei Holzfenstern schlechter werden, kommt jeder auf die Idee etwas für seine Fensterrahmen zu tun, jedoch sieht es sonst anders aus. Um Undichtigkeiten und vergammeln von alten Fensterrahmen zu verhindern, ist eine jährliche, gründliche Wartung von Nöten. Alles Notwendige dafür erklärt dieses DIY.

Fensterrahmen reinigen

Materialliste:

  • Eimer mit Wasser und Spülmittel (am besten Fit)
  • Mikrofasertücher
  • Küchenpapier
  • eventuell Fensterleder
  • feiner Besen
  • passende Reiniger für das Material des Rahmens geeignete Reiniger

Beim Reinigen von Fensterrahmen muss zu allererst das Material des Rahmens kontrolliert werden. Standardmäßig gibt es Holz-, Alu- und Kunststofffenster. Nicht jedes Material verträgt dabei die gleichen Reiniger. Was bei dem einen Material hilft, kann bei einem anderen Material große Schäden verursachen!

Deshalb gilt bei allen Materialien:

  • Regelmäßiges Reinigen ist besser als einmal im Jahr, der Schmutz kann sich dadurch nicht festsetzen. Der Schmutz lässt sich so mit weniger aggressiven Mitteln entfernen.
  • Die richtigen Putzutensilien verwenden (Fensterleder, Mikrofasertücher, etc.).
  • Zuerst immer sanfte Mittel benutzen, um den Schmutz zu entfernen.

Schritt 1 – Abstauben

Schon beim Abstauben kann viel falsch gemacht werden. Kunststofffensterrahmen dürfen keinesfalls mit trockenen Tüchern gereinigt werden. Durch das Reinigen mit trockenen Tüchern können schnell matte Stellen und Kratzer entstehen. Zum groben Abstauben wird bei Alu- und Holzfenstern ein feiner Besen genommen. Besser auch hier benutzt man ein Mikrofasertuch oder Küchenpapier mit Wasser und sehr wenig Spülmittel. Für die Beseitigung von Dreck in kleinen Spalten und Rillen eignen sich nasse Wattestäbchen am besten.

Schritt 2 – Leichte Verschmutzungen

Bei leichten Verschmutzungen auf Holz ist die erste Wahl immer Wasser und Spülmittel. Dieses ist nicht aggressiv und verträgt die Oberfläche gut.Fenster putzen

Aluminiumrahmen sind gegenüber Reinigern sehr empfindlich und können ebenfalls mit Spülmittel gereinigt werden, hierbei sollte aber nur sehr wenig Spülmittel verwendet werden. Besser sind hier spezielle Aluminiumreiniger.

Kunststoff ist sehr anfällig gegen Schmutz und nimmt diesen auch stärker an. Jedoch vertragen diese Rahmen aggressivere Reiniger wie Zitronensäure und Ceranfeldreiniger.

Schritt 3 – Starke Verschmutzung

Für starke Verschmutzungen sind auch stärkere Reiniger zu nutzen. Diese sollten jedoch mit Vorsicht und Bedacht eingesetzt werden.

Fest sitzende Flecken auf Holz sind schwer zu entfernen und sollten durch mehrmaliges Anwenden von Spülmittel entfernt werden. Bei stark sitzenden Verfärbungen hilft im Notfall nur das Verschleifen und Neustreichen des Rahmens. Als Tipp ist der Fingernageltrick zu nennen. Kleine Verunreinigungen sind gut mit dem Fingernagel abkratzbar. Es sollte jedoch darauf geachtet werden, dass der Druck auf das Holz nicht zu groß ist, um es nicht zu beschädigen.

Aggressiver Schmutz auf Alurahmen kann mit Alu-Felgenreiniger für das Auto entfernt werden.

Kunststoffrahmen können bei aggressiven Schmutz mit speziellen Kunststoffreinigern für Armaturenbretter vom Schmutz befreit werden. Auch Backofenspray ist für die Entfernung geeignet.

Wichtig: Chlorhaltige Bleichmittel, sowie Scheuermilch sind für das Reinigen von Fensterrahmen nicht geeignet, ein Zerkratzen und Ermatten der Rahmen wäre die Folge!

Fensterrahmen abdichten

Materialliste:

  • Außensilikon
  • Cutter
  • Silikonentferner
  • Malerkrepp
  • Spülmittel (am besten Fit)
  • Sprühflasche
  • Silikonabzieher
  • Schüssel mit Spülmittel
  • Küchentücher

Fensterrahmen haben von Natur aus eine große Schwachstelle. Die Stelle, an der die Fensterlaibungen und der Fensterrahmen aufeinandertreffen. Standardmäßig wird hier Außensilikon verwendet, welche in den Spalt zwischen Rahmen und Mauerwerk gespritzt wird. Das Silikon dichtet diesen Bereich Jahre gegen Wind und Wetter ab, doch altert Silikon auch. Die Folge sind Risse im Silikon. Das Silikon kann den Spalt nicht mehr abdichten, dadurch kann wiederum Wasser in das Mauerwerk gelangen, was schädlich für die Bausubstanz ist. Als zweiten schädlichen Punkt entsteht so eine Kältebrücke. Kalte Luft kommt bis in das Mauerwerk und sorgt so für einen erhöhten Heizverbrauch. Somit ist die jährliche Kontrolle der Silikondichtung wichtig. Sollten Alterungserscheinungen festzustellen sein, ist ein sofortiges Handeln notwendig!

Schritt 1 – Entfernung Silikon

Zu aller erst ist es notwendig sämtliches altes Silikon zu entfernen. Mithilfe eines Cutters (Teppichmesser) werden zuerst grob, auf allen Seiten die Silikondichtungen herausgeschnitten. Wichtig ist, mit einer scharfen Klinge zu arbeiten und sich bei der Arbeit Zeit zu lassen. Einmal mit dem Cutter abgerutscht entstehen gerade auf Holz- und Kunststoffrahmen unschöne Kratzer, die wieder schwer unkenntlich zu machen sind.Silikon entfernen

Ist die grobe Arbeit erledigt, müssen noch die letzten Spuren des Silikons auf dem Rahmen und der Mauer entfernt werden. Speziell dafür gibt es in jedem Fachhandel und Baumarkt Silikonentferner.

Gerade das Entfernen am Mauerwerk ist eine recht zeitaufwendige Angelegenheit, jedoch notwendig, da Silikon nicht auf Silikon haftet und nach kurzer Zeit wieder Risse entstehen würden. Die Arbeit wäre somit umsonst gewesen.

Ist das Silikon entfernt, wird zur Sicherheit die Kante des Rahmens noch einmal mit Silikonentferner gereinigt. Anschließend wird noch einmal alles mit Wasser und Spülmittel abgewaschen. In einem weiteren Schritt wird mit klarem Wasser nachgespült. Das Trocknen ist eine Voraussetzung für den nächsten Arbeitsschritt.

Wichtig: Nicht jeder Silikonentferner ist für jeden Untergrund geeignet!

Schritt 2 – Vorbereitungen

Um eine optisch einwandfreie Fuge zu bekommen, ist es notwendig auf beiden Seiten der Fuge Vorbereitungen zu treffen. Auf das Fenster wird Malerkrepp in einem Abstand zur Kante des Rahmens von ca. drei bis fünf Millimeter geklebt, dies geschieht um den gesamten Rahmen. Darauf zu achten ist, dass das Kreppband gut anliegt und die Ecken ordentlich ausgearbeitet sind. Dasselbe wird nun auf der Außenwand des Hauses gemacht. Da diese zumeist rau ist, ist hier ein besonders sorgfältiges Arbeiten nötig, sowie eine besondere Kontrolle des Kreppbandes.
Malerkrepp

Schritt 3 – Silikon auftragen

Im nächsten Schritt wird in einem Zug eine ausreichend große Menge Silikon in die Fuge gespritzt. Es muss darauf geachtet werden, dass genügend Silikon in die Fuge gelangt.

Tipp: Lieber etwas zu viel Silikon auftragen als zu wenig. Überschüssiges Material wird weg gewischt. Noch einmaliges auftragen ist schwer und sieht unschön aus, da oft Kanten und Ansätze entstehen können.

Schritt 4 – Abziehen

Ist das Silikon in der Fuge, wird es mit einer Sprühflasche, in der sich Wasser mit etwas Spülmittel befindet, die Fuge benetzt.

Einige nutzen zum Fugen ziehen einen Finger, zumeist den Zeige- oder Mittelfinger, da sie mit ihrem Finger besser den Winkel und den Druck auf das Silikon abstimmen können. Andere hingegen nutzen einen Silikonabzieher aus Kunststoff.Silikon abziehen

Je nachdem, was man nimmt, wird nun entweder ein Finger oder der Silikonabzieher mit einem Wasser und Spülmittel Gemisch benetzt. Mit dem Werkzeug wird nun angefangen die Fuge nach zu ziehen, um somit eine gleichmäßige Silikonfuge zu erstellen. Wichtig ist dabei immer denselben Winkel und denselben Druck auf das Silikon auszuüben, damit die Fuge gleichmäßig wird. Rings umher wird nun das Silikon abgezogen. Überschüssiges Material wird in einem Küchentuch abgewischt. Nach jedem Abwischen müssen die Finger bzw. der Silikonabzieher gesäubert und neu benetzt werden.

Ist man mit seiner Arbeit zufrieden, wird das Kreppband vorsichtig abgezogen.

Fensterrahmen streichen

Beim Streichen eines Fensterrahmen ist viel zu beachten, damit sich das Ergebnis sehen lassen kann. Nehmen Sie sich in erster Linie Zeit dafür.

Holzfensterrahmen streichen

Holzfensterrahmen sind am einfachsten zu streichen. Im Gegensatz zu Alu- oder Kunststofffensterrahmen lassen sich Holzrahmen einfacher verarbeiten. Wie auch bei anderen Rahmen ist im ersten Schritt eine gründliche Reinigung des Rahmens von Nöten.

Anschleifen

Im folgenden Arbeitsschritt wird die Oberfläche des Holzes von der alter Farbe befreit und angeraut. Dazu wird Schleifpapier mit einer 240er Körnung verwendet. Das Fenster wird gleichmäßig angeschliffen, um ein einheitliches Schleifbild zu erreichen.

Holz anschleifen
Holz anschleifen

Im folgenden Schritt muss der Staub, am besten mit Wasser und Spülmittel, sowie einem Schwamm entfernt werden.

Grundieren

Bevor die Lasur aufgetragen werden kann, ist eine Grundierung von Nöten. Diese sorgt für einen festen Halt der Farbe auf dem Untergrund. Von Hersteller zu Hersteller unterschiedlich können mehrere Schichten der Grundierung von Nöten sein. Zwischen den Schichten ist ein Anschleifen und reinigen des Rahmens wichtig. Es ist darauf zu achten, dass zwischen den Grundierungsvorgängen eine ausreichend lange Trocknungszeit herrscht, die vom Wetter abhängig ist.

Streichen

Ist die letzte Grundierschicht aufgebracht, angeschliffen und gesäubert, kann die eigentliche Farbschicht aufgetragen werden. Mit einem passend großen Pinsel wird die Lasur dünn aufgetragen, dabei wird immer in Längsrichtung gestrichen. Achten Sie darauf, dass keine unschönen Farbnasen durch zu viel Farbe an einem Punkt entstehen. Streichen Sie den Pinsel immer voll aus, bevor Sie weitere Farbe mit dem Pinsel aufnehmen. Alte Fensterrahmen lackieren

Ist die Farbe durchgetrocknet, schleifen Sie die Farbe noch einmal an und tragen sie nach dem reinigen eine weitere Farbschicht auf.

Kunststofffensterrahmen streichen

Vorbereitungen

Kunststofffenster werden im Innen- und Außenbereich unterschiedlich gestrichen. Im Innenbereich werden Kunststofflacke auf Wasserbasis eingesetzt. Diese sind im Vergleich zu Kunstharzlacken deutlich ärmer an Giftstoffen. Im Außenbereich werden dagegen auf Chemie basierende Lacke eingesetzt, da diese eine höhere Widerstandskraft gegen Wettereinflüsse haben.

Bevor die eigentlich Arbeit beginnt, ist es zwingend notwendig eine gründliche Vorreinigung des Rahmens durchzuführen. Dazu sollte warmes Wasser mit Spülmittel genutzt werden. Starke Verschmutzungen können notfalls mit alkoholhaltigen Lösungen entfernt werden. Außerdem ist ein Abkleben sämtlicher nicht zu streichender Fensterteile mit Malerkrepp ratsam.

Wichtig: Schon vorhandene Farbe muss durch Abschleifen gänzlich entfernt werden.

Anschleifen

Im nächsten Schritt wird zuerst die Oberfläche des Kostofffensters angeraut. Hierzu wird Schleifpapier mit einer 240er Körnung oder feiner verwendet. Dabei wird das Fenster gleichmäßig angeschliffen. Dabei ist darauf zu achten, gleichmäßig Schleifbewegung ausgeführt werden, um ein einheitliches Schleifbild zu bekommen.

Fenster anschleifen
Fenster leicht anschleifen

Nach erledigter Arbeit muss der Staub, am besten mit Wasser und Spülmittel, sowie einem Schwamm entfernt werden.

Grundieren

Im dritten Schritt wird die Grundierung auf den Kunststoff auftragen. Diese Grundierung ist eine wässrige, milchige Lösung, die sich fest mit dem Kunststoff verbindet und es der Farbe ermöglicht einen festen Halt auf dem Untergrund zu bekommen.

Je nach Hersteller sind ein oder mehrere Grundierungsschichten aufzutragen. Nach jeder Schicht ist eine ausreichend lange Trockenzeit zu gewährleisten, die je nach Luftfeuchtigkeit und Temperatur unterschiedlich lang sein kann. Ist eine Schicht getrocknet, ist ein Anschleifen erforderlich, sowie ein gründliches Reinigen mit Wasser, Spülmittel und einem Schwamm.

Streichen

Ist die Grundierung getrocknet und noch einmal angeschliffen, sowie gesäubert wurden, ist es nun möglich den Rahmen zu streichen. Dabei wird vorsichtig der Lack auf die Grundierung aufgetragen. Benutzen Sie dazu einen passend großen Pinsel, alternativ einen Lackroller. Gestrichen wird immer in Längsrichtung. Achten Sie darauf dünn zu streichen, um so unschöne Lacknasen zu vermeiden.

Ein zweiter Anstrich oder eine Versiegelung perfektioniert den Anstrich und sorgt für einen lang anhaltenden Wetterschutz. Darauf zu achten ist, dass Lack und Grundierung zusammenpassen und möglichst vom selben Hersteller sind. Andernfalls besteht die Möglichkeit, dass die Grundierung die Farbe abstößt.

Aluminiumfenster streichen

Vorbereitungen

Aluminiumfensterrahmen zu streichen ist eine komplizierte Aufgabe. Problem dabei ist, dass Farbe auf dem Untergrund sehr schlecht haftet. Grund dafür ist, dass Aluminium eine Oxidschicht bildet, durch die Farben und Lacke nicht haften. Folglich muss die Oxidschicht zuerst entfernt werden.

Bevor jedoch die Arbeit beginnt, ist eine ausgiebige Vorreinigung des Rahmens wichtig, bei der jeglicher Schmutz entfernt wird. Zudem ist ein Abkleben sämtlicher nicht zu streichender Fensterteile mit Malerkrepp ratsam.Fenster abkleben

Anschleifen

Im nächsten Schritt wird der Rahmen mit 240er Schleifpapier oder feinerem Schleifpapier gründlich angeschliffen. Führen Sie dabei immer dieselbe Schleifbewegung aus, um ein einheitliches Schleifbild zu erreichen. Schon vorhandene Farbe muss in diesem Arbeitsschritt gänzlich mit entfernt werden.

Ist der Anschliff erfolgt, folgt eine gründliche Reinigung des Rahmens und die Entfernung jeglichen Staubs.

Grundieren

Um eine bessere Haftung der Farbe auf dem Aluminium zu erreichen, wird 2-K-Grundierung (Zwei-Komponenten-Grundierung), auch Haftvermittler genannt eingesetzt. Dies ist eine Wässrige, in einigen Fällen milchig aussehende Flüssigkeit, die sich fest mit der Oberfläche des Aluminiums verbindet und es der Farbe ermöglicht einen „festen Halt“ auf der Oberfläche zu finden.

Grundierung
Grundierung

Der Rahmen wird dabei gleichmäßig dünn, am besten bei ausgebautem Fenster, mit der Grundierung gestrichen. Je nach Hersteller sind ein oder mehrere Anstriche von Nöten. Zwischen den Anstrichen sind ausreichend lange Trocknungszeiten zu beachten, die je nach Wetterlage anders sein können. Bei niedrigen Temperaturen und hoher Luftfeuchtigkeit ist die Trocknungsdauer bedeutend langsamer als bei geringer Luftfeuchtigkeit und hohen Temperaturen. Nach jeder Trocknungsphase muss die Grundierung wieder mit Schleifpapier angeraut werden und der Staub entfernt werden.

Streichen

Ist die Grundierung ausgetrocknet und wurde sie nochmals angeschliffen, kann nun die Farbe auf den Rahmen aufgetragen werden. Dabei zu beachten ist, dass Farbe und Grundierung von ein und demselben Hersteller sind, da es andernfalls zu Materialunverträglichkeiten kommen kann und die Grundierung die Farbe abstößt. Des Weiteren sollte darauf geachtet werden, dass die Farbe für Aluminium und Außenbereiche zugelassen ist.

Je nach Hersteller ist es anzuraten, nach dem die Farbe getrocknet ist, eine Versiegelung aufzubringen. Dies ist ein farbloser Schutzanstrich der die Lebensdauer und den Witterungsschutz somit noch einmal deutlich erhöht.

Um einen optisch guten Anstrich zu bekommen, ist es ratsam immer in Längsrichtung zu streichen. Die Farbe sollte dünn aufgetragen werden, damit keine Farbnasen entstehen können.

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