Wohnung effektiv ausmisten in 12 Schritten

Wohnung ausmisten

Mit den Jahren sammelt sich viel Krimskrams in den eigenen vier Wänden an. Um sich im ganzen Chaos wieder wohlfühlen zu können, sollten Sie die Wohnung ausmisten. Das Decluttering hilft effektiv dabei, Platz in den Wohnräumlichkeiten zu schaffen und den Living Space wieder auf Vordermann zu bringen. Dieser Ratgeber erklärt Ihnen in 12 Schritten, wie Sie die Wohnung effektiv ausmisten.

Sie wollen Ihre Wohnung ausmisten, wissen aber nicht, wie Sie anfangen sollen? Keine Sorge. Selbst wenn Sie eine große Wohnung entrümpeln wollen, müssen Sie nicht verzagen. Der Aufwand beim Ausmisten lässt sich durch die richtige Vorgehensweise deutlich verringern, was Sie sich unbedingt zunutze machen sollten. Da es beim Ausmisten vor allem um neuen Schwung in den eigenen vier Wänden geht, sollten Sie sich positiv auf das Projekt einstellen. Dadurch erhalten Sie einen besseren Fokus und können das Projekt effektiv umsetzen. Um Ihnen unter die Arme zu greifen, finden Sie in diesem Artikel 12 Schritte, mit denen Sie Ihre Wohnung ausmisten.

Wohnung effektiv ausmisten

Ausreichend Zeit nehmen

UhrDamit Sie effektiv Ihre Wohnung ausmisten können, sollten Sie dem Projekt während der Planungsphase ausreichend Zeit ermöglichen. Das heißt, abhängig von der Größe und dem Zustand der Wohnung sollten Sie sich einen oder mehrere Tage aussuchen, in denen Sie Ihre Wohnung ausmisten. Bedenken Sie, dass bereits 1-Zimmer-Wohnungen einen ganzen Tag in Anspruch nehmen können, wenn Sie sich nicht überanstrengen wollen. Das Wochenende ist besonders gut für diesen Zweck geeignet. Suchen Sie sich einen Zeitraum aus, über den Sie ungestört sind und keine Erledigungen oder Termine beachten müssen.

Hinweis: Vergessen Sie nicht, Kellerräume, Garagen und andere Bereiche in den Zeitplan zu integrieren, die entrümpelt werden müssen. Sie müssen diese Räumlichkeiten nicht am selben Tag ausmisten.

Checkliste als Übersicht

Das Wichtigste beim effektiven Ausmisten Ihrer Wohnräume ist eine Checkliste. Sie dient als Hilfe, damit Sie nicht auf Dauer die Übersicht verlieren. Vor allem bei großen oder stark zugemüllten Wohnungen sollten Sie auf Checklisten setzen. Es gibt verschiedene Varianten, wie Sie diese anlegen können:

1. Kategorien: Eine Checkliste nach Kategorien ist eine detaillierte Auflistung, mit welchen Bereichen in der Wohnung Sie zuerst beginnen. Zu diesen können beispielweise die folgenden gehören:

  • Kleidung
  • Dokumente
  • PC-Komponenten
  • Hobbys (z. B. Malzubehör)
  • Küchenutensilien

Das ist nur eine kleine Übersicht über die Bereiche, die Sie auf die Checkliste setzen können. Sortieren Sie diese anschließend nach der Menge, die ausgemistet werden muss. Dadurch erhalten Sie einen guten Überblick über den möglichen Aufwand beim Entrümpeln Ihrer Wohnung.

2. Zimmer: Natürlich können Sie Ihre Checkliste nach den Räumen sortieren. Diese Variante gehört zu den beliebtesten, da ein Zimmer nach dem anderen ausgemistet wird, ohne das spezielle Bereiche beachtet werden müssen. Dennoch ist sie nicht immer die effektivste Variante, da bestimmte Bereiche überlappen. Überlegen Sie sich also, ob Sie mit den Räumen beginnen, die nicht so intensiv entrümpelt werden müssen oder andersrum. Oft wird empfohlen, zuerst die Nutzräume wie Küche und Bad auszumisten, damit diese frei sind.

3. Notwendigkeit: Dieser Abschnitt ist nur notwendig, wenn Sie einen Raum bereits beim Ausmisten wiederverwenden müssen. Ein Beispiel wäre die Küche, damit die Familie nicht ohne Abendessen auskommen muss. Überlegen Sie sich also vorher, welcher Raum zuerst fertiggestellt werden sollte und setzen Sie diesen an die Spitze der Checkliste.
Abhängig vom wahrscheinlichen Aufwand und er Wohnungsgröße sollten Sie sich auf eine der genannten Varianten für die Checkliste fokussieren oder Sie kombinieren diese. Schreiben Sie anschließend auf, in welcher Reihenfolge Sie die Wohnung ausmisten wollen. Nach jedem erfolgreichen Schritt streichen Sie den Eintrag aus der Liste oder setzen einen Haken hinter diesen, damit Sie genau wissen, wie viel Sie noch vor sich haben. Zudem lohnt es sich, bestimmte Gegenstände zur Checkliste hinzuzufügen, die Sie auf jeden Fall rausschmeißen wollen. Dadurch vergessen Sie diese nicht.

Problembereiche markieren

Dieser Schritt ist eine Erweiterung der Checkliste. In manchen Wohnungen gibt es spezielle „Problembereiche“. Bei diesen handelt es sich um Ecken, Schränke oder andere Abschnitte, die schneller in Unordnung verfallen wie andere oder schon lange nicht aufgeräumt wurden. Nehmen Sie sich diesen zuerst an, da diese häufig den größten Aufwand erzeugen. Ebenfalls kommt es häufig vor, dass diese Problembereiche weitere Unordnung in bereits ausgemisteten Räumen verursachen können.

Ausreichend Transport- und Lagerutensilien bereitstellen

Natürlich dürfen Sie nicht vergessen, Kisten und mehr zur Verfügung zu stellen, wenn Sie Ihre Wohnung ausmisten. Beim Entrümpeln fallen viel Abfall und Gegenstände an, die Sie weiterhin verwenden oder aussortieren möchten. Damit Sie nicht im Durcheinander versinken, sollten Sie ausreichend Utensilien zur Lagerung und dem Transport bereitstellen.

Dazu gehören:

  • Umzugskartons
  • Müllsäcke
  • Tragetaschen
  • Wäschesäcke
  • Kleidersäcke

Kartons packen

Für Wohnungen, die über einen sehr langen Zeitraum nicht ausgemistet wurden, ist es sogar manchmal notwendig, einen Container zu mieten. Das ist aber nur der Fall, wenn es sich hauptsächlich um Abfall handelt, der nicht mehr verwendet werden kann. Machen Sie sich Gedanken darüber, wie viele von den Utensilien Sie für die Entrümpelung benötigen.

Kategorien zum Aussortieren anlegen

Sobald Sie Ihre Utensilien zur Hand haben, sollten Sie für jeden Bereich bestimmte Kategorien zum Aussortieren anlegen. Diese unterscheiden sich von der Checkliste, da Sie nur dazu dienen, die Gegenstände vom Müll zu trennen. Idealerweise stellen Sie jeweils einen Karton oder eine Tüte bereit, die für die folgenden Zwecke zum Einsatz kommen:

  • entsorgen
  • behalten
  • noch einmal überdenken

Dadurch lässt sich schnell und einfach die Wohnung ausmisten, ohne dass Sie aus Versehen bestimmte Gegenstände verwechseln und länger aufbewahren, als nötig.

Wohnräume ausmisten

Nun geht es ans Entrümpeln. Die Planung ist wichtig, damit Sie nicht den Überblick verlieren. Aus diesem Grund nimmt die Planung den größten Teil beim Ausmisten in Anspruch. Dafür können Sie sich danach komplett auf das Ausmisten konzentrieren, was bei den Wohnräumen besonders einfach ist. Halten Sie sich einfach an Ihre Checkliste und sortieren Sie alles über die oben beschriebenen Kategorien aus. Besonders viel Aufmerksamkeit sollten die Schränke erhalten, da sie meist viel Krimskrams vollgestopft sind.

Wohnung ausmisten

Tipp: Sie können Ihre Wohnung schneller ausmisten, wenn Sie nicht alleine arbeiten. Mit dem Partner oder anderen Familienmitglieder bzw. Mitbewohnern lassen sich die Wohnräume deutlich effektiver entrümpeln.

Küchen, Vorratsschränke und Bäder ausmisten

Im Vergleich zu Wohnräumen misten Sie diese nach nicht mehr funktionellen Utensilien oder abgelaufenen Lebensmitteln und Kosmetika aus. Das heißt, checken Sie Verfallsdaten Ihrer Cremes, Putzmittel und Saucen oder den Zustand von Pfannen, Bürsten und Kämmen. Die folgenden Punkte helfen Ihnen dabei, diese Gegenstände leichter einzuteilen:

  • Haltbarkeitsdatum bei Lebensmitteln, Getränken, Gewürzen, Saucen, Ölen, Alkoholika
  • Anzeichen auf Schimmel oder verfaulte Stellen
  • Verfallsdatum von Kosmetika und Medizin (meist 6 bis 12 Monate, seltener länger oder kürzer)
  • Beschädigungen an Utensilien (z. B. kaputtes Kabel am Fön, fehlender Pfannengriff)
    Zur gleichen Zeit sollten Sie festhalten, was Sie nach dem Ausmisten ersetzen müssen. Vor allem nach mehreren Jahren ist das notwendig.

Kleiderschrank richtig entrümpeln

Abhängig von Ihrer Checkliste werden Sie sich früher oder später um Ihren Kleiderschrank kümmern. Kleiderschränke können sehr aufwendig sein, vor allem wenn Sie viele Kleidungsstücke, Accessoires, Schuhe oder Bettwäsche Ihr Eigen nennen. Überlegen Sie sich bereits im Voraus, nach welchem System Sie den Kleiderschrank ausmisten. Die folgenden kommen am häufigsten zum Einsatz:

  • 1-Jahr-Regel: Kleidung wird ausgemistet, die über ein Jahr nicht getragen wird
  • Farben
  • Zweck
  • Größe
  • Zustand

Kleidung sortieren

Am besten kombinieren Sie einzelne Bereiche. Sie können zum Beispiel Ihre Kleidung nach einem Jahr ausmisten und danach nach Farben sortieren. Auf diese Weise verlieren Sie nicht den Überblick. Zu den Ausnahmen dieser Kategorien gehören vor allem Anzüge, Kleider und Designer-Kleidung. Über diese sollten Sie sich mehr Gedanken machen.

Pausen gönnen

Abhängig von der Größe der Wohnung ist es wichtig, dass Sie zwischendurch eine Pause einlegen, denn eine Wohnung effektiv ausmisten kann anstrengend sein. Trinken oder essen Sie etwas, gehen Sie nach draußen an die frische Luft oder verfolgen Sie eines Ihres Hobbies. Dadurch schöpfen Sie neue Energie und können sich anschließend wieder auf das Projekt konzentrieren. Kleinere Wohnungen sind meist schneller entrümpelt und je nach Aufwand ist eine Pause nicht immer nötig. Dennoch sollten Sie darauf achten, sich nicht zu überanstrengen.

Zum Abschluss reinigen

Nach dem Ausmisten sollten Sie unbedingt Ihre Wohnung reinigen. Beim Entrümpeln kann viel Schmutz anfallen, vor allem Staub, der in den Räumlichkeiten verteilt wird. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass Sie sich vor der Neugestaltung Ihrer Wohnräumlichkeiten um die Sauberkeit kümmern. Der Reinigungsaufwand ist stark abhängig von der Größe Ihrer Wohnung und wie viel Sie ausmisten mussten. Vor allem Bereiche, die über einen sehr langen Zeitraum nicht verwendet oder aufgeräumt wurden, neigen dazu, Dreck anzusammeln und sollten gründlich geputzt werden.

Hinweis: Falls ein Allergiker zu Ihrem Haushalt gehört, sollte die Reinigung auf keinen Fall vergessen werden. Staub und Schutz verschlimmern allergische Reaktionen, was sich negativ auf die Gesundheit und das Wohlbefinden des Betroffenen auswirkt.

Neu einrichten

Nun ist es an der Zeit, die Wohnung neu einzurichten. Ein großer Vorteil am Ausmisten ist die Möglichkeit, bereits beim Aussortieren darüber nachdenken zu können, wie die Wohnung am Ende aussehen soll. Sie können Gegenstände und Möbelstücke direkt an ihren neuen Platz befördern und sich so einen Überblick verschaffen, wie die Einrichtung umgesetzt werden soll. Lassen Sie sich beim Einrichten so viel Zeit wie möglich, damit Sie sich in Ihrem neuen Ambiente wohlfühlen.

Nicht alles wegwerfen

Zu guter Letzt sollten Sie sich überlegen, was Sie mit dem ausgemisteten Krimskrams anstellen. Je nach Zustand der Gegenstände wird ein Teil auf jeden Fall entsorgt, vor allem wenn es sich um stark beschädigte oder nicht mehr verwendbare Stücke handelt. Dennoch können beim Ausmisten zahlreiche Schätze auftauchen, die Sie komplett aus den Augen verloren haben, aber nicht mehr zu Ihrem Stil passen oder einfach nicht mehr benötigt werden. Das Beste: Sie können die Gegenstände entweder verkaufen oder verschenken. Dafür geeignet sind:

  • Flohmarkt
  • Second Hand-Läden
  • Kleinanzeigen
  • Online-Marktplätze wie eBay
  • Antiquitätengeschäfte
  • Tafeln
  • Sozialkaufhäuser
  • Frauenhäuser
  • Kindergärten
  • Büchereien

Flohmarkt

Wenn Sie Glück haben, handelt es sich bei den Gegenständen um solche, die perfekt für den Verkauf geeignet sind. Auf diese Weise können Sie sich nach dem Ausmisten über ein kleines oder großes Taschengeld freuen.

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