Solarleuchten Praxis: Kauf, Inbetriebnahme & Pflege

Solarleuchten Praxis

Solarleuchten sind eine beliebte Alternative zur klassischen Garten- und Grundstücksbeleuchtung. Sie sind im Vergleich zur herkömmlichen Beleuchtung nicht so günstig, verbrauchen dafür aber keinen Strom und können unabhängig von den installierten Stromleitungen montiert werden. Was Sie beim Kauf beachten müssen, wie die Installation abläuft und welche Pflegemaßnahmen auf Dauer notwendig sind, erfahren Sie in diesem ausführlichen Ratgeber.

Auf der Suche nach einer kostengünstigen und stromsparenden Gartenbeleuchtung steigen immer mehr Menschen auf Solarleuchten um. Bei diesen handelt es sich um Leuchten mit integrierten Solarmodulen, die über den Tag Sonnenschein in Energie umwandeln und in Akkus speichern. Die gespeicherte Energie wird nachts für die Beleuchtung verwendet. Aus diesem Grund ist keine Verbindung zum Stromnetz des Grundstücks erforderlich, was Stromkosten spart und die Platzierung in verwinkelten Ecken ermöglicht. Beim Kauf, der Inbetriebnahme und der Pflege gibt es einige Punkte zu beachten, die für Interessierte nicht immer klar sind. Dieser Artikel versorgt Sie mit den nötigen Informationen für die Nutzung der Solarbeleuchtung.

Solarleuchten – Überblick

Informationen zum Kauf

Sie haben sich für die Nutzung von solarbetriebenen Lampen entschieden, wissen aber nicht, was beim Kauf zu beachten ist? Keine Sorge, die Anschaffung von Solarlampen ist einfacher als gedacht. Beim Kauf gibt es spezielle Punkte, auf die Sie besonders achten sollten. Zu diesen gehören:

1. Leuchtmittel: Das Leuchtmittel sind in vielen Variationen erhältlich, sollten aber immer passend zur Leuchte ausgewählt werden. Besonders beliebt sind LEDs, da diese langlebig und umweltfreundlich sind. Achten Sie auf eine gute Qualität, denn diese wirkt sich positiv auf die Wirkung der Solarleuchten aus.

LED in Solarleuchten

2. Leuchtdauer: Die Leuchtdauer ist abhängig von der Kapazität des Akkus. Je größer diese ist, desto mehr Energie kann gespeichert werden, was sich positiv auf die Leuchtdauer auswirkt. Sie können die Leuchtdauer zusätzlich erhöhen, wenn Sie Leuchtmittel mit geringem Energieverbrauch verwenden.

3. Außen- oder Innenbereich: Achten Sie beim Kauf darauf, die Lampe für das jeweilige Einsatzgebiet auszuwählen. Der Großteil der Leuchten ist für den Außenbereich konzipiert und somit wetterfest und robust. Varianten für Innenräume sollten niemals im Garten verwendet werden, da sie nicht über die nötigen Schutzmechanismen verfügen.

4. Leuchtkraft- und Farbe: Diese Auswahl ist beim Kauf stark abhängig von Ihren Vorlieben. Je höher die Leuchtkraft, desto effektiver wird Ihr Grundstück beleuchtet. Es gibt drei Leuchtfarben, zwischen denen Sie wählen können:

  • warmweiß
  • weiß
  • kalt

Für Sitzbereiche und Entspannungsoasen ist warmweißes Licht empfehlenswert.

Euro-Zeichen5. Montage: Unter diesem Punkt ist der Montageaufwand vor der Inbetriebnahme zu verstehen. Es gibt Leuchten, die in Form einer Fackel in den Boden gesteckt werden und somit ideal für Gartenwege oder bestimmte Areale auf dem Grundstück geeignet sind. Andere Modelle werden einfach aufgestellt und ähneln einer Laterne oder einem Korb, was sich deutlich im Stil zeigt. Falls Sie Türeingänge oder Balkone beleuchten wollen, sind die Modelle für die Wandmontage zu empfehlen. Sie können nach Belieben an der Fassade fixiert werden. Da keine Kabel verwendet werden müssen, ist für sie einfach ein Platz zu finden.

Die Preise für Solarleuchten variiert erheblich, da nicht nur die oben genannten Faktoren mit in die Preisgestaltung wirken. Speziell das Design bestimmt den Preis, da die unterschiedlichsten Materialien, Formen und Farben zum Einsatz kommen.

Inbetriebnahme erklärt

Besonders einfach ist die Installation der Leuchten. Der größte Vorteil an den Leuchtanlagen ist nämlich die Nutzung ohne Stromversorgung, da sie selbst Energie erzeugen. Das gestaltet die Inbetriebnahme problemlos und sie ist mit wenigen Handgriffen erfolgt. Bei der richtigen Installation ist es wichtig, dass der Akku sich einmal komplett auflädt und danach erst platziert wird. Dafür müssen Sie die Leuchten nur an einem stark besonntem Platz aufstellen und sie für eine Weile sonnen lassen. Wie lange die Lampe für einen vollen Akku in der Sonne stehen muss, ist meist der Gebrauchsanweisung des Produkts zu entnehmen. Es gibt zwei primäre Varianten an Lampen, die mit unterschiedlichen Sensoren ausgestattet sind:

  • Bewegungsmelder
  • Dämmerungssensor

Nach dem erstmaligen Aufladen wird die Leuchte platziert und abhängig vom Modell separat angeschaltet. Die Lampe wird danach entweder aktiviert, wenn jemand in den Bereich des Sensors kommt oder die Dämmerung einsetzt. Es gibt nur wenige Varianten, die über eine Leitung verbunden sind und dadurch über einen Hauptlichtschalter an- und ausgeschaltet werden können. Da die meisten Modelle über Sensoren verfügen, können Sie sich diesen Aufwand sparen. Wählen Sie unbedingt Standorte für die Leuchten aus, die über ausreichend Sonnenlicht verfügen. Das ist wichtig für die Inbetriebnahme, da sie sonst nach dem ersten Ladezyklus nicht mehr ideal aufgeladen werden. Das schadet dem Akku auf Dauer.

Pflege von Solarleuchten

Damit die Solarbeleuchtung optimal funktioniert, dürfen Sie die Pflege nach der Inbetriebnahme nicht außer Acht lassen. Da die Beleuchtung hauptsächlich für den Außenbereich zum Einsatz kommt, sind Verschmutzungen durch die Witterung, Gartenarbeit und Straßenstaub ein typisches Problem. Folgende Nachteile treten auf, wenn die Pflege vernachlässigt wird:

  • Kapazitätsverlust
  • ineffiziente Leistung des Solarmoduls
  • Verschleiß

Glücklicherweise gibt es verschiedene Methoden, mit denen Sie die Leuchten dauerhaft sauber halten, damit sie effektiv zum Einsatz kommen. Die folgenden Tipps helfen Ihnen dabei:

1. Regelmäßig abwischen: Es reicht vollkommen aus, wenn Sie die Solarleuchten in regelmäßigen Abständen mit einem feuchten Tuch abwischen. Es sollte sich um ein feines Baumwolltuch handeln, damit keine Kratzer auf empfindlichen Materialien entstehen. Damit keine Verfärbungen oder Rostablagerungen entstehen, trocknen Sie die Lampe danach gut ab.

2. Geeignete Reinigungsmittel: Die Pflege umfasst nicht nur das Abwischen der Leuchten. Da Solarleuchten am häufigsten im Außenbereich eingesetzt werden, sind hartnäckige Flecken häufig zu entdecken. Für diesen Fall sollten Sie auf geeignete Reinigungsmittel setzen, die das Material der Leuchte nicht schädigen. Für jedes Material wird ein anderer Reiniger benötigt:

  • milde Reiniger: Nickel, Eisen, Edelstahl, Aluminium, Chrom
  • Glas: Fensterreiniger: Glas, Kunststoff, Acryl

Solarleuchten installieren

Leuchten aus Messing, Zink und Kupfer sind sehr empfindlich auf Reinigungsmittel und sollten daher ausschließlich mit Wasser gereinigt werden. Das nachträgliche Abwischen mit einem Tuch sorgt für ein langlebiges Material. In vielen Fällen reicht ein sanftes Spülmittel vollkommen aus.

3. Bürste: Eine raue Bürste sollten Sie niemals für die Pflege der Solarleuchten verwenden. Diese führen auf Dauer nur zu Kratzern, was auf keinen Fall gewünscht ist. Am besten nutzen Sie eine weiche Zahnbürste oder etwas Vergleichbares. Die Borsten sollten nachgeben, da dieser Schritt die Gefahr auf Kratzer deutlich verringert. Verwenden Sie diese, wenn die Flecken besonders hartnäckig sind und ein Tuch nicht ausreicht. Wenden Sie aber nicht zu viel Druck an.

Tipp: Falls Sie Leuchten mit einer Oberfläche aus Messing verwenden, müssen Sie diese nicht vor Rost schützen. Das Material bildet mit der Zeit eine schützende Patina, die nicht entfernt werden muss und den Aufwand in Bezug auf die Pflege deutlich reduziert.

Wichtig: Solarleuchten über Winter einlagern

Ein weiterer Pflegeschritt, der häufig vergessen wird, ist die Einlagerung der Leuchten oder Akkus über den Winter. Da die Leuchten über die kalte Jahreszeit meist nicht genug Sonnenschein abbekommen, kommt es häufig zur Tiefentladung, was den Akkus stark zusetzt. Die Speicherkapazität nimmt dadurch dauerhaft ab, was zu einer schlechten Leistung führt. Aus diesem Grund sollten Sie kurz vor Wintereinbruch die Leuchten einlagern. Das gelingt wie folgt:

  • Leuchten demontieren
  • trockenen Raum für Lagerung nutzen (z.B. Gästezimmer, Garage)
  • Akkus entnehmen
  • separat lagern
  • Leuchten reinigen

Falls es in Ihrer Region über den Winter ausreichend Sonne gibt, müssen Sie die Leuchten nicht einlagern. In diesem Fall sollten Sie regelmäßig die Lampen von Schnee befreien, da dieser die Effektivität der Solarmodule verringert. Die Leuchten sollten vor der erneuten Verwendung ab dem Frühling gründlich gereinigt werden, um überschüssige Staubablagerungen zu verhindern.

Tipp: Sie müssen die Leuchten nicht einwintern, wenn es sich um Konstruktionen handelt, die spezifisch für den Winter geeignet sind. Diese Information können Sie der Produktbeschreibung entnehmen oder Sie kontaktieren den Hersteller.

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