Nachhaltiger wohnen | Umbaumöglichkeiten für ein „grüneres“ Haus

Nachhaltiger Wohnen

Grünes Haus. Green Living, Nachhaltige Wohnkonzepte sind unter einer Vielzahl von Begriffen bekannt, die auf unterschiedlichen ökologischen Gedanken basieren. Immer häufiger kommt bei Hausbesitzern der Wunsch auf, ihre eigenen vier Wände nachhaltig aufzurüsten, um die Auswirkungen auf die Umwelt zu reduzieren und auf Dauer anfallenden Kosten zu reduzieren. Wie Sie nachhaltiger wohnen und welche möglichen, grünen  Modernisierungsmethoden es gibt und wie deren Vorteile aussehen, erfahren Sie in unserem Ratgeber.

Sie wollen nachhaltiger wohnen und wundern sich, welche Möglichkeiten Ihnen für das Projekt zur Verfügung stehen? Keine Sorge. Ein „Grünes Haus“ wird für zahlreiche Familien immer erschwinglicher und leichter umsetzbar, da neue Technologien mit historischen Methoden kombiniert werden. Auf diese Weise lassen sich die unterschiedlichsten Haustypen ökologisch modernisieren. Zu den einfachsten Methoden gehört der Umstieg auf 100-prozentigen grünen Strom, der ausschließlich aus erneuerbaren Energien produziert wird. Das ist aber nicht die einzige Methode, um nachhaltiger zu wohnen. In diesem Ratgeber stellen wir Ihnen die Umbaumöglichkeiten für nachhaltige Häuser vor und welchen Effekt diese auf die Umwelt und Ihren Alltag haben.

Nachhaltiger Wohnen: Die Zukunft im Blick

Ein „Grünes Haus“ ist zu Zeiten des Klimawandels immer beliebter bei Familien und Hausbesitzern, die ihren Einfluss auf die Umwelt senken und den eigenen Wohnsitz entsprechend auf die Zukunft vorbereiten wollen. Der größte Vorteil: Durch die Modernisierung des Hauses lässt sich ein nachhaltiger Lebensstil noch effizienter umsetzen. Ein grünes Haus hat viel Vorteile für Familien, die ihren Fokus auf mehr Sustainability legen wollen:

  • geringere Renovierungskosten
  • nachwachsende und umweltverträgliche Baustoffe kommen zum Einsatz (Umweltbelastung sinkt)
  • gesünderes Raumklima
  • hohe Energieeffizienz
  • langfristige Investition (kaum Wertverlust)
  • Verzicht auf gesundheitsgefährdende oder gefährliche Baustoffe

Aufgrund dieser Vorteile ist ein Ökohaus empfehlenswert, um einen Beitrag für den Klimaschutz zu leisten. Dabei spielt es keine Rolle, wie groß die Familie oder das Gebäude sind. Jede Anpassung des Hauses reduziert die Umweltbelastung über einen längeren Zeitraum, was sich positiv auf den gesamten Lebensstil auswirkt.

Nachhaltiges Leben

Die verschiedenen Umbaumöglichkeiten und Baustoffe ermöglichen diese Umstellung, was sich auf die ganze Familie und zukünftige Generationen auswirken wird. Das ist einer der wichtigsten Punkte beim Umbau zum grünen Haus: den nachhaltigen Gedanken weitertragen. Ihre eigenen Kinder erfahren direkt, was Nachhaltigkeit bedeutet und wie sie sich auf den Alltag auswirkt. Dadurch wird das Haus zu einer Investition für den Nachwuchs und die Umwelt. Um diesen Gedanken zu verwirklichen, finden Sie in den folgenden Abschnitten zahlreiche Umbaumöglichkeiten und Baustoffe, mit denen Sie Ihr Zuhause nachhaltig modernisieren können.

Tipp: Es gibt eine Vielzahl staatlicher Förderungen für die nachhaltige Aufrüstung der eigenen vier Wände. Mit diesen können Sie auf Dauer noch mehr Geld sparen.

Methoden für eine effektive Energiegewinnung & Wärmeerzeugung

Zu den wichtigsten Elementen eines nachhaltigen Hauses gehört natürlich die Energiegewinnung. Beim „Green Living“ ist es das Ziel, so viel Energie wie möglich eigenständig zu erzeugen. Das heißt nicht, dass jedes Haus „off the grid“ gebaut werden muss, damit Sie nachhaltiger wohnen können. In vielen Fällen ist das nicht möglich, beispielsweise aufgrund der Lage. Dennoch ist es möglich, verschiedene Lösungen zur Energiegewinnung ins Haus zu integrieren, um einen Teil des Stroms auf eigene Faust zu erzeugen. Zu den wichtigsten Möglichkeiten gehört die Installation von Photovoltaikanlagen und einem passenden Stromspeicher:

  • Dach- oder Garteninstallation der Module möglich
  • geringer Platzverbrauch
  • Stromspeicher ermöglicht Stromnutzung an bewölkten Tagen, vor allem im Winter

Solarenergie

Die Nutzung von Photovoltaikanlagen läuft komplett von alleine ab und Sie müssen eigentlich nicht tun. Sie gehören zu den besten Lösungen, um nachhaltiger zu wohnen. Sie müssen nur mit etwas höheren Anschaffungs- und Installationskosten rechnen, die Sie über die nächsten Jahre wieder reinholen.

Aber Achtung: Photovoltaikanlagen erzeugen ausschließlich Strom und werden daher für Küchengeräte oder die Beleuchtung verwendet. Wärme zum Heizen oder für Warmwasser erhalten Sie durch Solarthermieanlagen. Die Anlagen wandeln die Sonnenenergie nicht in Strom, sondern Wärme um. Idealerweise kombinieren Sie die beiden Anlagen, wenn Sie so effektiv wie möglich nachhaltiger wohnen wollen. Natürlich dürfen Sie dann den Einbau einer neuen, umweltfreundlichen Heizung nicht vergessen. Dafür bieten sich die folgenden Varianten an:

  • Wärmepumpe
  • Pelletöfen

Zwar können Sie Fernwärme nutzen, doch sollten Sie die entsprechenden Anbieter vergleichen und ob es sich überhaupt für sie lohnt. Die Wärmepumpe nimmt Wärme aus der Umgebung, zum Beispiel dem Garten, auf und wandelt sie zur Nutzung im Haus um. Aus diesem Grund ist diese Heizung so beliebt, da kaum Ressourcen verbraucht werden. Mit Holz- und Pelletöfen wird eine klimaneutrale Heizung verwendet, da ausschließlich Holz zum Einsatz kommt, das beim Verbrennen nur die Mengen an CO2 an die Umwelt abgibt, wie der Baum bis zur Fällung aufgenommen hat.

Wassernutzung im nachhaltigen Zuhause

Die nachhaltige Wassernutzung ist neben der Energiegewinnung und Heizung einer der essentiellen Punkte, mit denen Sie Ihr Haus effektiv umbauen können. Vorab: Die komplette Selbstversorgung mit Wasser ist nur schwer möglich, da eine effiziente Abwasseraufbereitung auf dem eigenen Grundstück nicht möglich ist. Das Krankheitsrisiko ist einfach zu hoch. Aus diesem Grund können Sie ausschließlich Wasser sammeln und dieses als Ergänzung verwenden. Die Rede ist in diesem Fall von Regenwasser, das in einem grünen Haus für die folgenden Bereiche genutzt werden kann:

  • Toilettenspülung
  • Wäschewaschen
  • Gartenbewässerung
  • bedingt als Putzwasser

Regenwasser

Als Trinkwasser ist Regenwasser nicht geeignet oder zugelassen. Wenn Sie Regenwasser verwenden wollen, müssen Sie Ihr Haus mit den folgenden Komponenten ausstatten:

  • Zisterne für Regenwasser
  • Regenwasserleitungen
  • Regenwasserfilter
  • Hauswasserwerk

Bei der Installation muss vor allem darauf geachtet werden, dass die Leitungen zur Gartenbewässerung direkt nach der Pumpe abgezweigt werden. Sie fragen sich warum? Regenwasser für den Garten erzeugt kein Abwasser, wie es bei Brauchwasser für die Toilette und das Waschen üblich ist. Zudem werden diese Leitungen mit dem Netz innerhalb des Hauses verbunden. Für die Installation eines Hauswasserwerks zur Sammlung von Regenwasser ist unbedingt ein Fachmann notwendig, damit das System so effizient wie möglich funktioniert. Informieren Sie sich zudem über staatliche Zuschüsse für die Einspeisung von Regenwasser in Ihr „Grünes Haus“. Dadurch können Sie viel Geld sparen und zur gleichen Zeit nachhaltiger wohnen.

Dämmung nicht vergessen

Einer der wichtigsten Punkte bei der Modernisierung Ihrer vier Wände ist eine nachhaltige Dämmung. Die Dämmung wirkt sich deutlich auf die Energieeffizienz des Gebäudes aus, da sie vor Wärmeverlust schützt und zugleich die Temperatur das gesamte Jahr über effektiv reguliert. Um nachhaltiger zu wohnen, sollten Sie über den Austausch des Dämmmaterials nachdenken. Das Beste: Die Dämmeigenschaften der verfügbaren Materialien ist vergleichbar mit den Varianten auf Erdöl- oder Mineralbasis. Weiterhin haben sie bedeutende Vorteile:

  • meist unbehandelt
  • erzeugen besseres Raumklima
  • vollständig recycel- oder kompostierbar
  • regional verfügbar (kürzere Transportwege)

Nachhaltig Dämmen

Die geeigneten Dämmstoffe verfügen über die folgenden Eigenschaften und Wärmeleitfähigkeiten:

  • Hanf: langlebig, nicht geeignet für Wärmedämmverbundsystem, Wärmeleitfähigkeit von 0,040 bis 0,045 W/mK
  • Holzfasern: feuchtigkeitsregulierend, geeignet für Wärmedämmverbundsystem, Wärmeleitfähigkeit von 0,040 bis 0,052 W/mK
  • Jute: schimmel- und schädlingsresistent, reguliert Luftfeuchtigkeit, Wärmeleitfähigkeit von  0,037 bis 0,040 W/mK
  • Kork: schimmel- und schädlingsresistent, verrottet kaum, atmungsaktiv, ideale Schalldämmung, Wärmeleitfähigkeit von 0,040 bis 0,045 W/mK
  • Schilf: schimmel- und schädlingsresistent, feuchtigkeitsregulierend, deutlich schwerer, Wärmeleitfähigkeit von 0,040 bis  0,065 W/mK
  • Seegras: diffusionsoffen, angenehmes Raumklima, schalldämmend, verrottet nicht, Wärmeleitfähigkeit von 0,039 bis 0,046 W/mK
  • Stroh: diffusionsoffen, angenehmes Raumklima, ideal für Leichtbaugebäude, Wärmeleitfähigkeit von 0,051 bis 0,055 W/mK
  • Zellulose: kostengünstig, ideale Einblasdämmung, kann nicht kompostiert werden, Wärmeleitfähigkeit von 0,040-0,045 W/mK

Sie können die Dämmung durch einen Fachmann im gesamten Haus austauschen lassen. Achten Sie darauf, dass die bisher verwendete Dämmung so umweltfreundlich wie möglich entsorgt wird. Sie verfügen häufig über Stoffe, die sich negativ auf die Umwelt auswirken könnten.

Hinweis: Holzwolle ist ein weiterer Dämmstoff, speziell in Form von Putzträgerplatten, die im Außen- und Innenbereich zum Einsatz kommen. Sie sind nicht so effektiv wie Holzfaser, können aber als Alternative zum Einsatz kommen, wenn eine Holzfaser-Dämmung ungeeignet ist.

Nachhaltige Baustoffe: Ratgeber

Nicht nur für die Dämmung werden bestimmte Materialien benötigt. Für ein „Grünes Haus“ gibt es bestimmte Materialien, die sich deutlich besser anbieten als Rigips oder Beton. Es handelt sich bei diesen um Baustoffe, die schon seit Jahrtausenden zum Einsatz kommen und in der modernen Welt durch Materialien verdrängt wurden, die sich vor allem für den schnellen Plattenbau eignen. Dabei werden die nachhaltigen Baustoffe nicht nur für den Rohbau verwendet. Sie kommen als Bodenbeläge, für Wände und andere Einsatzzwecke wie die Dacheindeckung zum Einsatz:

  • Holz: als Grundgerüst, für Dachschindeln, Inneneinrichtung, Reparaturen, klimaneutral, heimisch, nachwachsend
  • Lehm: für gesamtes Gebäude geeignet, ermöglicht angenehmes Raumklima, schadstofffrei, schädlingsresistent, heimisch
  • Reet: ideal als Dachbedeckung, wasserabweisend, sturmsicher, frostabweisend, reguliert Klima im Haus
Reetdach
Reetdach

Neben diesen Baustoffen finden sich noch zahlreiche Natursteine, die Sie für den Umbau Ihrer eigenen vier Wände nutzen können. Geeignet sind diese vor allem als Bodenbeläge, zur Modernisierung von Mauerwerk oder für die Umsetzung von Wegen. Zudem haben sie einen hohen Designwert, da die Natursteine in einer Vielzahl von Arten verarbeitet werden, die sich deutlich auf das Ambiente Ihres grünen Hauses auswirken. Nachhaltigkeit heißt nicht, ohne Stil umweltfreundlich und dem Klimaschutz trotzend zu wohnen. Die folgenden Natursteine bieten sich für diesen Zweck besonders gut an:

  • Basalt
  • Granit
  • Kalkstein
  • Marmor
  • Schiefer

Wie Sie sehen, haben Sie die Qual der Wahl, wenn Sie Natursteine verwenden wollen. Als Alternative zu diesen können Sie ebenfalls auf Ziegelsteine setzen. Ziegel sind robust, aufgrund ihrer Form leicht zu verarbeiten und besonders langlebig. Sie sorgen für eine effektive Schalldämmung. Falls Sie auf eine weitere Dämmung verzichten wollen, sollten Sie über die Nutzung von Ziegelsteinen nachdenken, da sie über hervorragende Wärmedämmeigenschaften verfügen. Dabei wirken sie sich durch ihre Offenporigkeit positiv auf das Raumklima aus, da sich Feuchtigkeit nicht staut.

Hinweis: Kork ist nicht nur als Baustoff für die Dämmung geeignet. Das Material aus der Korkeiche bietet sich ebenfalls hervorragend als Bodenbelag an, vor allem wenn eine natürliche Trittschalldämmung benötigt wird.

Fundament: nachhaltig möglich?

Häufig kommt bei der Auswahl der Baustoffe für ein grünes Haus die Frage auf, ob es ohne Beton auskommt. Moderne Häuser werden zum größten Teil mit Betonfundamenten umgesetzt, da sie viele Vorteile bieten. Vor allem der Schutz vor Bodenfeuchtigkeit ist durch Betonfundamente gegeben, was sie für viele Projekte zur ersten Wahl macht. Dennoch müssen Sie nicht immer auf Beton zurückgreifen, wenn Sie ein Fundament benötigen. Das gilt vor allem für Gartenhäuser oder eine Garage, die Sie nachhaltig umsetzen können. Eine immer häufiger auftauchende Alternative zum klassischen Betonfundament ist nämlich das sogenannte Schraubfundament, das wie folgt funktioniert:

  1. Bei einem Schraubfundament hat das Gebäude keinen Kontakt zum Boden. Das heißt, wenn Sie beispielsweise nachträglich ein Gartenhaus errichten wollen, ist es erhöht, wodurch keine Bodenfeuchtigkeit das Gebäude erreicht.
  2. Ermöglicht wird der Abstand zum Boden durch Erdschrauben, deren Größe, Durchmesser und Tragkraft abhängig vom Gebäudetyp und dessen Ausmaßen sind. Die Schrauben werden in den Boden gedreht und bilden zusammen die Grundlage für das erhöhte Fundament.
  3. Das Gebäude wird nun auf den Erdschrauben errichtet. Der Look erinnert an Stelzenhäuser, wie sie häufig früher in der Nähe von Seen errichtet wurden.

Der größte Vorteil neben dem Verzicht auf Beton ist die Bodenqualität. Die Erdschrauben verschließen den Boden nicht und können in ihrer Höhe individuell angepasst werden. Dadurch muss Erdreich weder abgetragen, aufgefüllt oder planiert werden. Dadurch ist der Aufbau bereits deutlich nachhaltiger. Zwar können Sie kein bestehendes Haus mit einem Schraubfundament ausstatten. Es bietet sich nur an, wenn Sie etwas Neues errichten und dabei auf den Einsatz eines Betonfundaments verzichten wollen. Ideal wäre es zum Beispiel für ein kleines Zweithaus oder eine Gartenlaube auf dem Grundstück.

Grüne Einrichtung im Detail

Eine Weiterentwicklung der nachhaltigen Baustoffe ist die Nutzung von Möbeln und anderen Einrichtungsgegenständen, die ebenfalls aus den bereits vorgestellten Materialien gefertigt sind. Grüne Einrichtungsgegenstände sind bereits ein guter Schritt in die richtige Richtung, selbst wenn Sie in einem Mietshaus oder einem Apartment wohnen. Viele von ihnen lassen sich mit wenig Aufwand auswechseln. Zwar ist die Anschaffung meist etwas teurer als typisch im Einzelhandel erhältliche Modelle, dafür rentieren sich die Kosten mit der Zeit. Vor allem sind hier energieeffiziente Haushaltsgeräte zu nennen, darunter:

  • Herd
  • Kühlschrank
  • Gefrierschrank
  • Waschmaschine
  • Geschirrspüler

Bei diesen Geräten handelt es sich für viele Haushalte um grundlegende Anschaffungen. Um nachhaltiger zu wohnen, sollten diese auf jeden Fall in den folgenden Energieeffizienzklassen ausgesucht werden:

Die Klasse A ist seit der Labelumstellung von März 2021 nun die effizienteste Klasse – danach geht es direkt mit den Buchstaben B, C, D usw. weiter. Die Plusklassen ( A+ , A++ und A+++), die in der Vergangenheit für hohe Energieeffizienz standen, wird es in Zukunft als Bezeichnung für Haushaltsgeräte nicht mehr geben. Weiterhin sollten Sie sich darüber Gedanken machen, ob kleine Haushaltsgeräte überhaupt notwendig sind.

Am Beispiel von Wasserkochern oder einer Kaffeemaschine ist das leicht erkennbar. Tee, Kaffee oder heißes Wasser können Sie problemlos im Topf zubereiten. Sie sparen Energie und Wasser, da beim Kochen im Topf meist nur die benötigte Menge an Flüssigkeit verwendet wird. Im Wasserkocher wird häufig zu viel Wasser unnötig gekocht. Überlegen Sie also gut, welche Geräte Sie ersetzen können. Weiterhin sollten Sie Möbel und Einrichtungsgegenstände mit einem hohen Kunststoffanteil bevorzugt links liegen lassen. Das gilt ebenfalls für Kunstleder, wenn es nicht aus organischen Materialien gefertigt ist. Veganes Leder ist empfehlenswert, solange es sich um folgende Typen handelt:

  • Weinleder
  • Pilzlede
  • Korkleder
  • Kombucha-Leder
  • Ananasleder
  • Kaktusleder

Ebenfalls zu den veganen Ledertypen gehören Apfel- und Papierleder, die jedoch mit PU oder anderen Kunststoffen zusammen verarbeitet werden. Aus diesem Grund bieten sie sich weniger gut für eine Couch oder einen Sessel an, wenn Sie nachhaltiger wohnen wollen. Weiterhin bieten sich beispielsweise für Ober- und Arbeitsflächen in Küche und Bad Naturstein oder Holz besser als Kunststoffimitate an. Überprüfen Sie vor dem Kauf ganz genau, um welche Materialien es sich handelt und verzichten Sie für ein „Grünes Haus“ auf Kunststoffe. Allein schon diese Alternativen geben Ihnen einen Ausblick darauf, wie Sie Ihre Wohn- und Nutzräume „grüner“ einrichten können. Die folgenden Tipps helfen ebenfalls:

  • auf Tropenhölzer verzichten
  • Prüfsiegel und Zertifikate wie FSC beachten
  • recycelte oder gebrauchte Möbel kaufen
  • alte Elektrogeräte vermeiden
  • bevorzugt qualitativ hochwertig (sind langlebiger)

Tipp: Falls es möglich ist, sollten Sie vollkommen auf einen Trockner verzichten. Richten Sie sich stattdessen einen Platz im Garten, Hof oder innerhalb Ihres Hauses ein, der für Wäscheleinen oder Wäscheständer geeignet ist.

Nachhaltig gärtnern

Ja, Ihren Garten können Sie ebenfalls nachhaltig gestalten. Typische Gartenkonzepte wie ein perfekt gepflegter, englischer Rasen wirken sich häufig negativ auf die Umwelt aus. Grund dafür sind die folgenden Punkte:

  • Verdrängung heimischer Wildgewächse
  • es handelt um Monokulturen
  • Nahrungspflanzen für Insekten können nicht blühen
  • in manchen Fällen Bodendegradation

Je nach Gartenform handelt es sich daher nicht um nachhaltige Konzepte, die einen positiven Einfluss auf die Umwelt haben können. Ausnahmen bilden natürlich stark strapazierte Flächen, zum Beispiel einem Spielrasen. In diesem Fall ist solch eine Bepflanzung vorzuziehen, damit der Boden vor der Belastung besser geschützt ist. Aber nicht nur Rasenflächen sind ungeeignet für den nachhaltigen Lebensstil. Es gibt zahlreiche Dinge, die Sie im Garten anpassen können, um eine Grünoase zu verwirklichen:

  • Pflanzkübel aus Kunststoff vermeiden
  • Kompost anlegen
  • Nützlinge ansiedeln
  • wilde Ecken einrichten, um Diversität im Garten zu fördern
  • Hecken und Bäume als Einfriedung oder Sichtschutz
  • Nistkästen für Vögel befestigen
  • komplett auf Torferde verzichten
  • Naturdünger verwenden
  • qualitativ hochwertige Gartengeräte nutzen
Torftöpfe
Torftöpfe

Besonders wichtig ist der Verzicht auf chemische Pflanzenbekämpfungsmittel und die Kultivierung nicht heimischer Gewächse. Wenn Sie nachhaltiger wohnen wollen und einen Garten besitzen, sind vor allem tropische Gewächse schwer zu integrieren.

Tipp: Verzichten Sie im Außenbereich des Hauses unbedingt auf versiegelte Oberflächen, da sie Regen- und Schmelzwasser daran hindern, in den Boden einzudringen. Das wirkt sich negativ auf die Grundwasserneubildung in Ihrer Region aus.

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