Verklebtes Bügeleisen reinigen: so gelingt es | 7 Hausmittel

Ein verklebtes Bügeleisen ist ärgerlich, nicht effizient und verbraucht sogar mehr Strom, da länger gebügelt werden muss, um ein gutes Ergebnis zu erzielen. Mit der Zeit sammeln sich Ablagerungen an der Sohle des Bügeleisens, die immer stärker einbrennen und die Leistung spürbar reduzieren. Passende Hausmittel helfen dabei, ein verklebtes Bügeleisen zu reinigen und wieder effizient zum Bügeln zu benutzen.

7 Hausmittel zur Reinigung

Wenn Sie Ihr bereits verklebtes Bügeleisen reinigen müssen und einfache Methoden wie etwas Wasser oder ein Handtuch nicht mehr ausreichen, sollten Sie auf Hausmittel setzen. Diese wirken effizient gegen den Dreck, der sich in das Material gebrannt hat. Zudem ersparen Sie sich eine zusätzliche Anschaffung, da meist eine der Optionen schon im Haushalt vorhanden ist. Hausmittel sind deutlich günstiger in der Anschaffung als spezielle Reinigungsmittel. Achten Sie bei der Anwendung nur darauf, welchem Modell-Typ Ihr Bügeleisen angehört und dass Sie manche Methoden auf ein abgekühltes Gerät anwenden, während es für andere erhitzt werden muss.

Achtung: Niemals dürfen Sie spitze Gegenstände wie Messer, Schraubenzieher oder Drahtwolle über die Sohle des Bügeleisens führen. Schon in kleinen Kratzern sammelt sich Staub und Schmutz, was dazu führt, dass die Oberfläche noch schwieriger zu reinigen ist.

Zitronensaft

Zitronensaft gehört zu den klassischen Hausmitteln schlechthin und bietet sich gut an, um ein Bügeleisen zu reinigen und Eingebranntes zu lösen. Zitronensaft bietet sich gut als Mittel für beschichtete Bügeleisen an, da die Säure im Vergleich zu anderen Reinigungsmitteln nicht zu Kratzern führt. Meist handelt es sich dabei um Modelle, die mit Teflon beschichtet sind. Salz wäre zum Beispiel fatal bei diesen Sohlen, da die Kristalle innerhalb weniger Augenblicke zu tiefen Kratzern führen. Ein großer Vorteil an dieser Methode ist zudem der Zitronenduft nach der Reinigung. Dieser hält sich sogar bis zum nächsten Bügeln, was Ihrem Kleiderschrank eine frische Zitrusnote verleiht.

Sie benötigen für die Anwendung entweder eine frische Zitrone oder Konzentrat, ein Baumwolltuch und ein Mikrofasertuch.

1. Schritt: Füllen Sie den Zitronensaft in eine Schale und tunken Sie ein Mikrofasertuch hinein. Eine Ecke reicht hierfür meist aus.

2. Schritt: Behandeln Sie nun die verdreckte Stelle mit dem Saft. Je nach Verschmutzungsgrad müssen Sie mehr Kraft aufwenden, rubbeln Sie jedoch nicht zu stark.
Nach kurzer Zeit löst sich der Schmutz.

3. Schritt: Fahren Sie solange fort, bis die Sohle sauber ist. Tunken Sie hierfür das Tuch immer wieder in den Saft.

4. Schritt: Reiben Sie die Fläche abschließend mit einem trockenen Tuch ab.

Zitronensaft als Hausmittel

Backofenspray

Backofenspray bietet sich gut für unbeschichtete Bügeleisen an und lässt sich besonders einfach anwenden, selbst wenn die Schmutzschicht besonders dick ist. Sie können dafür jede Art von Backofenreiniger verwenden, sollten bei aggressiveren Produkten dafür vielleicht auf den Balkon oder in den Garten gehen. Sie benötigen für die Anwendung neben dem Backofenspray nur noch zwei Baumwolltücher.

1. Schritt: Für die Anwendung des Backofensprays wird Wärme benötigt. Schalten Sie hierfür das Bügeleisen an und stellen Sie es auf eine Hitze, die Sie noch leicht mit dem Finger berühren können, ohne sich zu verbrennen.

2. Schritt: Nun sprühen Sie das Spray je nach Herstellerangaben, aber mindestens aus einer Entfernung von 30 Zentimetern, direkt auf die Sohle. Warten Sie eine Einwirkzeit von wenigen Minuten ab.

3. Schritt: Das Spray müsste den Schmutz nach einiger Zeit gelöst haben, sodass Sie nur noch mit einem Baumwolltuch über die Sohle fahren müssen.

4. Schritt: Ist noch Restschmutz vorhanden, wiederholen Sie die Prozedur einfach so häufig wie notwendig. Bei besonders verklebten Bügeleisen sind häufig mehrere Anwendungen vonnöten.

5. Schritt: Zum Abschluss polieren Sie mit dem zweiten Baumwollhandtuch die Sohle. Dadurch kann sie problemlos über die Kleidungsstücke gleiten, ohne diese zu beschädigen.

Schaber

Den Schaber sollten Sie nur bei unbeschichteten Modellen nutzen, ansonsten zerstören Sie damit die Beschichtung. Ein klassischer Schaber für Backöfen mit Ceranfeldern eignet sich gut für Flecken, die durch verbrannte Kleidung entsteht. Nutzen Sie diesen dann, wenn Ihr verklebtes Bügeleisen abgekühlt ist. Passen Sie bei der Anwendung nur auf, nicht die Oberfläche zu verkratzen.

Hinweis: Kratzen Sie niemals den Dreck mit einer Gabel oder einem Messer ab. Das verursacht Kratzer, die genau das Gegenteil von dem verursachen, was Sie eigentlich erreichen wollen.

Radiergummi

Bei sehr leichten Verschmutzungen reicht unter Umständen eine Reinigung mit einem einfachen Radiergummi völlig aus. Der Vorteil dabei ist, dass Radiergummis bei allen Modellen angewandt werden können, egal ob mit oder ohne Beschichtung. Natürlich muss das Gerät hierfür unbedingt ausgeschaltet sein, denn sonst besteht die Gefahr, dass das Bügeleisen in Brand gerät.

Salz und Butter

Ein verklebtes Bügeleisen kann mit einer Mischung aus Butter und Salz gereinigt werden, wenn es nicht beschichtet ist. Mischen Sie weiche Butter mit Salz im Verhältnis 2:1 und tragen Sie die Mischung vorsichtig auf. Verreiben Sie das Gemisch ohne starken Druck auf der Sohle und wischen Sie es danach mit einem Baumwolltuch ab. Erhitzen Sie das Bügeleisen und fahren Sie mit diesem solange über dieses, bis sich keine Butter mehr auf der Sohle befindet.

Butter als Hausmittel

Branntweinessig

Essig wird genutzt, um die verstopften Düsen des Bügeleisens zu säubern. Dafür wird ein Baumwolltuch gut in Branntweinessig getränkt, ausgewrungen und das kalte Bügeleisen darauf für zehn Minuten platziert. Danach wird es wieder angehoben und ein in Essig getauchtes Wattestäbchen für die Reinigung der einzelnen Düsen genutzt. Achten Sie darauf, die Stäbchen nicht zu tief in die Düsen zu stecken. Wischen Sie die Unterseite danach mit einem Tuch ab.

Alufolie

Ja, Alufolie lässt sich hervorragend nutzen, um ein Bügeleisen zu reinigen. Genutzt wird die Folie, wenn das Bügeleisen nicht mehr problemlos über die Wäsche gleitet und einem Widerstand zu trotzen scheint. In diesem Fall handelt es sich um eine äußerst dünne Schicht aus Staub, die sich festgesetzt hat. Mit einem Stück Alufolie in der Länge von mindestens 50 Zentimetern rücken Sie dieser in wenigen Sekunden zu Leibe.

1. Schritt: Schneiden Sie die Alufolie zurecht und legen Sie diese auf das Bügelbrett.

2. Schritt: Stellen Sie das Bügeleisen auf die höchste Stufe und fahren Sie nun einige Male in alle Richtungen über die Alufolie.

Es lösen sich schwarze Partikel, die auf der Alufolie haften.

3. Schritt: Fahren Sie solange wie nötig mit dem Bügeleisen über die Alufolie. Je nach Grad der Verschmutzung kann die gesamte Folie danach schwarz sein, jedoch ist Ihr Bügeleisen wieder sauber.

Alufolie

Verschmutzung vorbeugen

Zukünftig können Sie ganz leicht dafür sorgen, dass gar keine Verschmutzung an Ihrem Bügeleisen entsteht. Das Gerät lässt sich ohne großen Aufwand direkt nach der Nutzung reinigen, wodurch sich kein Schmutz festsetzen und in das Material bei der nächsten Verwendung reinfressen kann. Die folgenden Tipps helfen Ihnen dabei.

Bügeleisen

1. Wischen Sie überschüssiges Wasser und Schmutz nach dem Bügeln von der Sohle ab. Dadurch verhindern Sie, dass sich Partikel festsetzen, die bei der nächsten Nutzung erhitzen und einbrennen. Dafür benutzen Sie am besten ein Tuch aus Leinen oder Baumwolle, da diese Materialien hohe Temperaturen aushalten und selbst nur schwer anbrennen.

2. Es ist ratsam, keine verschmutzte Wäsche zu bügeln. Selbst wenn Ihr Hemd nur leicht verschmutzt ist, brennt der Dreck in das Bügeleisen ein und sorgt somit für verklebte Stellen. Ausschließlich frisch gewaschene Wäsche, die frei von Fusseln ist, sollte gebügelt werden, damit es nicht zu Ablagerungen kommt. Ebenso sollten Sie nicht mit einem verdreckten Bügeleisen bügeln, da dies die Wäschestücke beschädigen kann.

3. Achten Sie unbedingt beim Bügeln immer darauf, empfindliche oder synthetische Stoffe nicht zu heiß zu bügeln. Wenn Sie Seide nicht auf links drehen und bei über 160°C oder Polyacryl bei über 140°C bügeln, müssen Sie auf jeden Fall mit eingebranntem Schmutz rechnen. Die folgende Liste gibt Ihnen einen Überblick über die möglichen Bügeltemperaturen in Bezug auf das Material.

MaterialBügeltemperatur
Baumwolle180°C – 200°C
Wolle160°C – 180°C
Seide130°C – 160°C, sollte auf links gedreht werden
Leinen200°C – bis 220°C
Nylon130°C – 140°C
Leder120°C – 130°C
Acetat120°C – 140°C
Polyamid180°C – 200°C
Polyester150°C – 170°C
Polyacryl100°C – 130°C
Viskose130°C – 160°C, sollte auf links gedreht werden
Kaschmir160°C – 180°C

Wenn Sie diese Tipps befolgen, können Sie sich auf Dauer viel Ärger sparen. Vor allem die falsche Bügeltemperatur ist häufig der Auslöser für Angebranntes oder Verklebtes, da nicht alle Stoffe so resistent wie Baumwolle oder Leinen sind.

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